Montag, 23. Januar 2017

Rezi: Janet Clark - Black Memory


Das Buch könnt Ihr hier kaufen.
Titel: Black Memory

Autor:  Janet Clark

Geeignet für: Krimi Leser, Thriller Liebhaber

Preis: 12,99 Euro (broschiert)

Bewertung: noch 5 von 5

*Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Inhalt:

Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.

Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.
Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.
Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.

Meine Meinung:

Ich weiß schon, warum der Heyne Verlag für mich einer der Besten ist! Thriller die nicht immer nur das typische Klischee bedienen und einem mit dem immer gleichen langweiligen Plot bewerfen ... 
"Black Memory" hat mich wirklich positiv überraschen können! Endlich wieder ein richtig guter Thriller, der sowohl Tiefgang als auch einen konstanten Spannungsbogen hat. 

Sonntag, 22. Januar 2017

Justine privat: All the girls that don't have sex

Sex ist sehr unkompliziert, wenn man von keinem Komplex, sondern von einem Bedürfnis geleitet wird.
Georges Simenon

„Du lachst mich nur aus“, klagt sie noch, ehe ich mich überhaupt äußern kann. In dem kleinen Café ist kaum etwas los, doch sie spricht trotzdem leiser. Ganz so als hätte sie Angst, der englische Geheimdienst würde ihre Beziehungsprobleme ausspionieren. Die Kellnerin ist jedoch die Einzige, die uns ab und zu einen Blick zu wirft. Ich kann es ihr nicht verdenken, ihre Schicht ist mehr als ruhig.
„Ich lache doch gar nicht“, wehre ich also ab und lehne mich etwas zurück. Die letzten zwanzig Minuten habe ich nichts anderes getan, als ihr aufmerksam zu zuhören. Beziehungen sind eine komplizierte Geschichte, gerade wenn sie schon etwas länger gehen. „Ihr habt also immer weniger Sex“, fasse ich die Wahrheit zusammen und zucke mit den Schultern, während ich mir an meinem Soja Latte die Hände wärme. „Das ist bei vielen Paaren so.“
„Du verstehst nicht“, haucht sie und wagt es kaum mir in die Augen zu sehen. „Wir haben nicht wenig Sex … Wir haben gar keinen.“ 
Ich runzle die Stirn. Okay ich gebe es zu, das kam (mal wieder) unerwartet. Vor mir sitzt eine wunderschöne junge Frau, die gerade mal die Mitte der Zwanziger erreicht hat und im Gegensatz zu mir locker in eine 36 passt. 
„Okay, seit wann?“ 
„Mehr als einem Jahr.“

Samstag, 21. Januar 2017

Rezi: Samuel Bjørk - Federgrab


Das Buch findet Ihr hier!
Titel: Federgrab

Autor:  Samuel Bjørk

Geeignet für: Krimi Leser, Thriller Liebhaber

Preis: 12,99 Euro (broschiert)

Bewertung: noch 2 von 5

*Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Inhalt: 

Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird sie tot im Wald gefunden – gebettet auf Federn, umkränzt von einem Pentagramm aus Lichtern und mit einer weißen Blume zwischen den Lippen. Die Ermittlungen des Teams um Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger drehen sich im Kreis, bis sie von einem mysteriösen Hacker kontaktiert werden. Er zeigt ihnen ein verstörendes Video, das neue Details über das Schicksal des Mädchens enthüllt. Und am Rande der Aufnahmen ist der Mörder zu sehen, verkleidet als Eule – der Vogel des Todes …

Meine Meinung: 

Von dem ersten Band der Reihe "Engelskalt" war ich begeistert. Umso größer war die Freude, als "Federgrab" nun endlich bei mir einzog. Nach dem Lesen war von dieser Hochstimmung allerdings nicht mehr viel übrig. 

Donnerstag, 19. Januar 2017

Interview mit Alexander C. Christian - zwischen Märchenwald und Zombiebiss

Heute darf ich mal wieder ein Interview führen!
Das erste in diesem Jahr geht an einen Indie-Autoren, der sich mit meinem Herzensthema Zombies beschäftigt. Was Alexander zum Thema Indie Dasein sagt und wie er in einer Zombieapokalypse sterben würde, erfahrt Ihr jetzt ...



Ich: Warum sind Zombies dein Thema?

Alexander:

Ich bin davon überzeugt, dass jede gute Geschichte in ihrem Kern genrefrei ist, also in jedem Genre erzählt werden kann. Demzufolge hätte ich "The Biting" auch als Drama, Scifi- oder Fantasy-Roman anlegen können. Ich hatte also diese eine Geschichte im Kopf und fragte mich: Was liebe ich? Als absoluter Horror-Enthusiast war diese Frage schnell beantwortet. Meine Wahl fiel auf das Subgenre "Zombies", da dieses, meiner bescheidenen Meinung nach, das horrormäßigste von allen ist. Ich rede natürlich keineswegs davon, dass sämtliche Vertreter des Zombie-Genres grundsätzlich gut oder gar gruselig sind. Angesichts der riesigen Auswahl an B-Movies und Trashfilmen ist eher das Gegenteil der Fall. Ich meine lediglich, dass das Konzept "Zombie" wohl das Alptraumhafteste ist, was mir in den Sinn kommt. Man stelle sich vor: Man wird von einem fleischfressenden Monstrum bedroht, welches das Gesicht eines geliebten Menschen trägt. Zombies (oder Posthumane, wie ich sie in "The Biting" nenne) halten unserem primitiven Wesen wie auch unserer modernen, "zivilisierten" Gesellschaft den Spiegel vor. Und das Abbild darin ist oft hässlich und furchterregend. Sie sind damit näher an der Realität als so manch anderes Horror-Subgenre.
Ich: Du hättest deine Charaktere also auch in einer, sagen wir, düsteren Märchenwelt spielen lassen können? 

Mittwoch, 18. Januar 2017

Meckermittwoch: Die Top 5 der für mich unzumutbaren Buch-Reihen

Vorsicht! Mein Gemotze könnte Euch eventuell spoilern!

1. Twilight - Biss ich endlich sterben darf

Okay, Hand auf´s Herz. Ich habe es gelesen, komplett. Doch wirklich. Ich erinnere mich noch ziemlich gut daran, denn der erste Band war mein Begleiter auf meiner Klassenfahrt. (Scheiße, ich werde echt alt.) Zugegeben jung, wie ich war, konnte mich die Geschichte auch erst mal kriegen - unscheinbares Mädchen und heißer Vampir ist halt auch einfach ein Rezept, das immer aufgeht. Selbst über den Fakt, des ganzen Glitzerns habe ich großzügig hinweggesehen. Doch spätestens im zweiten Teil wurde die Sache doch etwas komisch …

Bella kann nix, will nix außer den Blutsauger und benimmt sich schlimmer als meine kleinste Schwester während ihrer Oralenphase. Trotzdem stehen alle Typen auf sie. Klar. Euer ernst? Aber natürlich wird es noch schlimmer, denn der Werwolf, der für sie wie ein Bruder ist, will sie natürlich auch! Zumindest so lange, bis sie von dem Vampir schwanger wird. Dann nimmt er halt die Tochter. Gar kein Problem. Und da fangen alle an wild nach Luft zu schnappen und sich gegenseitig ins Ohr zu raunen, wie süß das doch ist? Mir war ja eher nach kotzen zumute …

2. Shades of Grey - Sex endlich gegen meinen Willen!

Wer mich kennt, der weiß, dass ich einen gewissen Hang zu sexy Psychopathen habe. Daher dürfte es doch den ein oder anderen wundern, dass ich diese Buchreihe absolut unerträglich finde. Mal ganz davon abgesehen, dass die Dame schreibt, wie ein Kleinkind auf Speed, ist die Story einfach kompletter Müll. Armes, dummes, jungfräuliches Mädchen verliebt sich in mega reichen Playboy, der auf Fesselspiele steht. Statt erotische Dominanz und Sadismusspiele gibt es aber eher die weichgespülte Variante, gespickt mit einem absolut kranken Typen, der die Gewalterfahrungen in einer Kindheit als Begründung dafür nimmt, ein stalkendes Arschloch zu sein.
Die gute Ana macht ihm das aber auch leicht, schließlich hat er einen Hubschrauber. Richtig abgedreht wird es in den nächsten Teilen - denn da wird Ana nicht nur von dem Typen, sondern auch von dessen Ex gestalkt und lernt die Vergewaltigerin ihres Liebsten kennen. Ach ja, so schön! 
Damit auch der Mutterkomplex gut herauskommt, wird noch schnell eingeschoben, dass der gute Mann Frauen schlägt, weil er auf seine Mutti böse ist. Natürlich endet das Ganze in einem Heiratsantrag, logisch oder? 
Da wird doch jeder Schlüpfer nass! 
Im dritten Band wird dann endlich geheiratet. So läuft das doch ganz eindeutig im Leben! Okay, zwischen durch wird noch getan, als würde es um mehr als Sex gehen, in dem Jemand mal schnell versucht wird zu entführen und eine Schwangerschaft die nächsten Schläge ins Gesicht verhindert. Fassen wir also zusammen: Grausam. Ekelhafte Werte Vorstellung. Psychisch ungesund. 
Ich hab übrigens keines der Bücher durchgehalten. Der Sex war eigentlich immer ziemlich gleich beschrieben und die „innere Göttin“ ging mir ziemlich auf die Eierstöcke. Eingebrannt hat sich jedoch eine Szene in der Ana der Tampon ausgestopselt wird. Ich verstehe ja, dass einige sich sexuelle Befreiung wünschen, aber für mich sind Tampons doch weniger erotisch. Warum eine Reihe wie diese derartig oft verkauft wurde, ist mir wirklich schleierhaft.
3. Die Tribute vom Blabla

Montag, 16. Januar 2017

Rezi: The Biting - Erster Gang: Menschlichkeit


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Titel: The Biting - Erster Gang: Menschlichkeit 

Autor:  Alexander C. Christian

Geeignet für: Krimi Leser, Thriller Liebhaber, Zombie Lovers, Zombie Fans, TWD Fans 

Preis: 12,97 Euro (Taschenbuch)

Bewertung: noch 3,5 von 5

*Dieses Buch wurde mir vom Autoren zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Inhalt:

Sei der Eine unter Millionen! Der Krieg gegen die Posthumanen erreicht Deutschland. Die Grenzen zu den Nachbarländern sind dicht. Für die Familie um Mik, Kathrin, Ben und Anja gibt es keinen Ausweg. Wer sich infiziert, wird unweigerlich Teil der Seuche. … doch was passiert, wenn jemand nicht gewillt ist, die Seiten zu wechseln? 
Wo liegt die Grenze zwischen Mensch und Monster?

Meine Meinung:

Berlin. Zombies. Super sympathischer Indie Autor. 
Kein Wunder das ich zu diesem Buch gegriffen habe, oder?
Als Fan von Endzeit Romanen, Zombies, einer menge Blut und dem Menschlichen Dilemma zwischen Überleben und Mensch bleiben, konnte ich gar nicht anderes, als dieses Buch durchzusuchten. Leider ist das Problem an dieser Art von Büchern, Filmen und Spielen, dass es am Ende eben doch immer ziemlich das Gleiche ist. Umso spannender fand ich die Grundidee von Alexander: Ein Zombie mit Köpfchen. Und das nicht in der bösen Steven King Manier oder wie in Z Nation. 

Sonntag, 15. Januar 2017

Wochenrückblick: Der Hipsterwolf und das Vorabitur


Privat:

Puh, das zweite Vorabitur ist geschrieben. 
Wie schon beim Letzten habe ich ein unglaublich schlechtes Gefühl dabei, aber nun ist es ja rum. Ändern kann ich nichts mehr. Stattdessen geht es weiter mit den Horrorfächern Mathe und Französisch. Warum wollte ich noch mal in die Französisch Prüfung gehen? 
Mein aktueller Lernplan sieht vor, mein Französisch vor allem durch das schauen von Serien zu üben. Obwohl ich erst dachte, dass ich mir nur einrede so etwas mitzubekommen, merke ich inzwischen doch das es klappt. Zumindest verstehe ich schon mal mehr, als vorher. Nur am sprachen hängt es noch immer - ob sich das wohl irgendwann mal ändern wird?
Warten wir es ab. 
Ansonsten war eigentlich nicht viel los, die meiste Zeit in der ich nichts für die Schule getan habe, habe ich an meinen Manuskripten gearbeitet. Es ist wirklich unglaublich wie sehr mir das gefehlt hat. Über Weihnachten hatte ich die Hände voll mit anderen Dingen, doch nun konnte ich mich mal wieder in die Gedankenwelt meines Kopfes entführen lassen. 
Die letzten Probeleser stehen in den Startlöchern und ich freue mich schon jetzt darauf, noch einmal eine Runde bei diversen Verlagen zu drehen. Doch das wird noch etwas dauern. 

New: 


Bücher trafen natürlich auch wieder bei mir ein. Ein besonderes Highlight war „Rotkäppchen und der Hipsterwolf“ - selten habe ich bei einem Buch so gelacht. Die Rezension wird auch bald kommen und die Autorin Nina MacKay war sogar so lieb einem kleinen Interview zu zustimmen. Ich freue mich schon sehr darauf!

Donnerstag, 12. Januar 2017

Der Fall des Jürgen Bartsch - Haben Mörder eine freie Wahl?



Der Fall des „Kirmesmörder“ war einer der aufsehensergenendsten Kriminalfälle der deutschen Geschichte. 
Jürgen Bartsch war ein pädosexueller Serienmörder - das bedeutet er hatte eine Vorliebe für Kinder. Geboren wurde der Junge, als Karl-Heinz Sadrozinski 1946, als ein nichteheliches Kind,  in Essen. Seine Mutter verstarb kurz nach der Geburt. Er wurde von der Familie Bartsch aufgenommen und umgetauft. Dies könnte ein Indiz für einen späteren Identität Konflikt sein. Sein „neues“ Elternhaus war geprägt von Disziplin, Ordnung und hohen Erwartungshaltungen. Diesen enormen Druck spürte der junge Jürgen bereits im frühen Kindesalter überdeutlich. Fehlende Liebe und Zuneigung durch die Eltern, konnte durch die Großmutter und die wechselnden Dienstmädchen nicht kompensiert werden. Der ständige Wechsel, verhinderte das der Junge eine feste Bezugsperson hatte. 
Bartschs Adoptivmutter war eine neurotische Sauberkeitsfanatikerin - vielleicht einer der Gründe für seine späteren, psychischen Auffälligkeiten. Wenn er etwas dreckig machte oder mit anderen Kindern spielte, wusch die Mutter ihn eigenhändig in der Badewanne. Dies sogar bis zu einem Alter von 19 Jahren! Später sagte Bartsch: "Sie wollte lieber eine Puppe, als ein Kind!" (Zitat aus: „Das große Buch der Serienmörder“)

Montag, 9. Januar 2017

Rezi: Julia Heaberlin - Mädchentod


Hier gehts zum Buch!
Titel: Mädchentod

Autor:  Julia Heaberlin

Verlag: Goldmann Verlag

Geeignet für: Krimi Leser, Thriller Liebhaber

Preis: 9,90 Euro (Taschenbuch)

Bewertung: noch 3 von 5

*Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Inhalt:

Kurz vor ihrem 17. Geburtstag wurde Tessa Cartwright halb begraben auf einem Feld in Texas gefunden – inmitten menschlicher Gebeine, kaum am Leben und ohne Erinnerung an ihre Entführung. Als einzige Überlebende eines Serienkillers gelangte sie zu zweifelhaftem Ruhm. Ihr Peiniger wurde schließlich gefasst. Knapp zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen – doch plötzlich erhält Tessa verstörende Nachrichten. Nachrichten, die nur vom Täter kommen können. Sitzt ein Unschuldiger in Haft? Will der Mörder sein Werk vollenden? Tessa muss die Wahrheit finden – und schneller sein als der Killer.

Meine Meinung:

Die Grundsituation des Buches ist wieder einmal sehr vielversprechend: die einzige Überlebende eines Serienkillers muss wieder einmal vor ihm zittern. Außer einem Thriller, hätte dies auch ein Horror-Buch werden können. Die Umsetzung der Autorin sah jedoch ganz anders aus ...