Freitag, 28. Dezember 2012

Meinungen zur Legalisierung und Überschätzung von Cannabis



Eines der vielen Themen die immer wieder aufkommen.
Einige Länder machen es bereits vor und haben den Konsum legalisiert!  

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Der ehemalige Leistungssportler, jetziger Sparkassen Pressesprecher, und der von Glasshäger gesponsorte Chefkoch...

Eine Frage geht mir nicht aus dem Kopf: Wie dumm müssen wir Menschen noch werden, damit wir den Tag mit diesen Sendungen verbringen können?

Sonntag, 23. Dezember 2012

Selbstmorde


In den letzten Wochen war dieses Thema ja immer wieder aktuell. Ob es an den Feiertagen liegt oder an der düsteren Jahreszeit ist dabei egal, denn alle 40 Minuten bringt sich jemand um.

Montag, 10. Dezember 2012

Chicago...

Ja, ja ich weiß das sage ich öfter: ich vermisse Chicago... 
Und da mich die Schule gerade etwas einspannt dachte ich, ich lass euch einfach mal mit in Erinnerungen schwelgen...

Dienstag, 4. Dezember 2012

Renn!

Mia stolperte über eine Wurzel und schlug mit dem Gesicht in den matschigen Boden des Waldes. Hustend drückte sie sich wieder hoch und spähte in die Richtung, aus der sie gekommen war.
Der Wald war bedrohlich still.
Sie schluckte den Dreck und die Panik hinunter. Mit weit aufgerissenen Augen wartete sie.
Der Wald war undurchdringlich und durch den Schnee hatte sich der Boden in Schlamm verwandelt, der jedes Laufen zu einem Rutschen machte.
Ein Knacken ließ sie wieder aufspringen.

Freitag, 9. November 2012

Abtreibung, immer noch kein öffentliches Thema?



Die namenhaften TV-Sender verdienen ihr Geld immer wieder damit, Teenagermütter zu filmen und jedes Mal stellt sich mir die Frage: Warum denkt eine 14 Jahre alte Hauptschülerin, die raucht und wirklich keine Lust hat, sich der Verantwortung zu stellen, nicht an eine Abtreibung?
In den, im Volksmund als Hartz-4-TV bezeichneten Sendungen, wird dieses Thema selten auch nur erwähnt. Dabei sind Abtreibungen doch gerade für diese Situation „gemacht“.

Wenn ich an mich selbst denke oder daran, wie ich z.B. mit 16 Jahren war, wüsste ich wie meine Entscheidung ausgegangen wäre. Ich hätte abgetrieben.

Wenn ich ein Leben in diese Welt setzen möchte, dann mit dem gewissen Feingefühl und der nötigen Vorbereitung. Ich möchte auf gar keinen Fall sagen, dass alle Teenagermütter besser abgetrieben hätten! Ich kenne selbst viele gute Beispiele, doch leider zeigen die Medien auch immer wieder andere Seiten.

Mütter setzen ihre Kinder aus.

Mütter töten die ungewollten Babys und bewahren sie im Tiefkühlfach auf.

Aber warum sind diese Mütter dann erst Mütter geworden?

Dass eine Abtreibung für den Körper und den Geist kein Spaziergang ist, ist denke ich Jedem bewusst.  Doch scheinen Sprüche wie: „Jeder sollte selbst entscheiden dürfen“  zumindest in der  Gesellschaft noch immer nur Sprüche zu sein.  Viele Frauen fürchten sich vor der Reaktion ihres Umfeldes, des nächsten Freundes, der besten Freundin… fühlen sich sogar als Mörderinnen.

Abtreibung ist kein Mord, sonst wäre es nicht gestattet. Die Chance auf Leben ist mit dem Leben selbst noch nicht gleichzusetzten.

Ich empfinde es als seltsam, wie sehr einige Menschen sich für das Recht eines winzigen Zellhaufens, aus dem mit Sicherheit ein sehr netter Mensch werden könnte, aussprechen und dabei in so vielen anderen Dingen Abstriche machen. Schließlich fragt niemand seinen Kater, ob es für diesen in Ordnung ist, wenn er keine Kinder mehr zeugen kann.  Darüber regt sich niemand auf, vielleicht noch darüber, dass kleine, niedliche Katzenbabys getötet werden.
Hätte die Katze mal besser abgetrieben!

Zugegeben bin ich in diesem Punkt nicht sehr objektiv, denn ich möchte keine Kinder und kann mich nur sehr schwer mit ihnen anfreunden.

Das Thema Abtreibung sollte in jedem Fall mehr Aufmerksamkeit bekommen, denn gerade in Deutschland gibt es sehr gute Beratungsstellen, die leider nicht in allen Fällen in Anspruch genommen werden.

Schlussendlich ist es natürlich immer die Entscheidung der Frau, in deren Körper sich die Chance auf Leben entwickelt, und das ist auch gut so. 



J.W.Gacy

Samstag, 3. November 2012

Paranormal Activity 4



Das Kino war nicht so voll, wie ich es erwartet hätte aber wer erwartete nach dem 3. Teil auch, dass  dieser Film wirklich gut werden könnte. Nun ist es so, dass ich kein Filmkritiker bin. Wäre auch zu schön, so sein Geld zu verdienen.

Ich weiß nicht ob Leute, die diese Film-Reihe „ganz okay“ fanden, hier wirklich glücklich werden, aber Fans sollten voll auf ihre Kosten kommen.

Auch der 4.Teil gibt mehr Rätsel auf, als das er sie löst.

Die Story ist und darf nicht vollkommen ausgereift sein, denn sonst wirkt es zu sehr wie ein Film und nicht wie das Gefilmte von scheinbar zufälligen Menschen. Der Gruselfaktor wird nicht nur durch 2 unheimliche Kinder großgehalten, sondern auch durch eine Katze und einen Kronleuchter. Wer wissen will was ich meine, sollte den Film sehen, denn ich will niemandem etwas vorwegnehmen.

Aber so viel verrate ich:

Ich saß, wie in bisher jedem Teil, panisch in meinem Sitz und konnte nicht wegsehen. Sicher ist es wie in allen Filmen, die gleiche Kameraeinstellung auf die man minutenlang starrt und sich erschrecken muss, wenn dann wirklich etwas passiert. Aber genau das macht es eben aus.

Das Kino war jedenfalls trotz weniger Besucher erfüllt von panischem Gekreische, meins eingeschlossen (mein Freund hat immer noch blaue Flecken) und nach dem abrupten Ende herrschte betretenes Schweigen, bevor die laute Diskussion begann.

„Wo ist der kleine Junge hin?“
„Ist sie jetzt tot?!“
„Waren das Hexen?“
„Scheiß auf Hunter, wo ist der andere Bengel!?“

Ich könnte noch ewig weiter machen, aber ich bleibe dabei…

Seht ihn euch an, wenn ihr bei dem Gedanken an die letzten Filme eine Gänsehaut bekommt!

Wenn ihr den Film gesehen habt, dann sagt mir wie schlimm die Nacht für euch war! Denn meine war viel zu lang und mein armer Freund musste 5 Mal unters Bett und in den Schrank schauen, bevor ich endlich Ruhe gab…

Zum Glück haben wir weder einen Keller, noch einen Dachboden…

J.W.Gacy

Dienstag, 30. Oktober 2012

Mobbing im Internet



Ich hatte mal wieder eine schlaflose Nacht und habe mich vom Fernseher berieseln lassen. Dort lief CSI oder Navy CIS oder sowas, ich weiß es nicht mehr genau, aber es ging um einen Mordfall, bei dem ein Mädchen durch Cyber-Mobbing in den Selbstmord getrieben wurde.

In der letzten Zeit werde ich immer wieder mit diesem Thema in Berührung gebracht.



Das Schicksal dieses Mädchens hat ohne Zweifel viele von uns berührt, aber warum können uns nur noch Dinge berühren, die bereits verloren sind?

Was treibt die Menschen an, jemanden so sehr verletzen zu wollen?

Ich verstehe das Mobbing im Netz, welche bessere Möglichkeit gibt es, um sich selbst stark zu fühlen? Im Internet sind alle anonym, naja zumindest ist es schwerer mit dem Finger auf sie zu zeigen, sie fühlen sich sicherer. Tatsächlich kannte ich auch mal Jemanden, der dieses Problem hatte. Jemand, den er nicht kannte, noch nie in seinem Leben gesehen hatte, postete plötzlich üble Dinge über ihn. Seine Handynummer wurde veröffentlicht, in einem BDSM-Chat. Allerdings reagierte er anders als ein 14 Jahre altes Mädchen.

Facebook-Profil wurde gelöscht und die Handynummer geändert. Bei ihm hat es geklappt.

Bei Millionen anderen nicht.

Aber wie soll man auch etwas eindämmen, das derartig schnell geht? Ist erst einmal etwas hochgeladen, ist es für immer zu finden.

Natürlich wird auf diversen Seiten Hilfe angeboten, aber kann man dort überhaupt noch helfen?




Fakt ist, der angerichtete Schaden ist nur in den seltensten Fällen wieder gutzumachen und in den letzten Wochen wurde uns mal wieder eindrucksvoll vor Augen geführt, wie wenig Moral in den meisten Menschen steckt.

Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass ein altbewährter Spruch recht behält…

Alles was du tust, fällt auf dich zurück…

J.W.Gacy

Samstag, 29. September 2012

My Tattoooooooooos







Tattoos sind der schönste Körperschmuck, den man haben kann und auch ich bin inzwischen süchtig geworden!

Egal welcher Style, welches Motiv und auf welchem Körperteil.... Es fasziniert mich! Und das ich damit nicht alleine bin, beweisen die Millionen anderer Fans. Inzwischen kann man sogar Models mit sehr schöner Körperbemalung auf dem Laufsteg begutachten.

Auch wenn dieser Körperkult leider noch immer nicht überall akzeptiert wird, so ist doch deutlich spürbar, dass es nicht mehr lange dauert bis es so sein wird. Oder wie seht ihr das?
Habt ihr positive oder negative Erfahrungen gesammelt?

Selbst im Job waren meine Erfahrungen bisher immer positiv und selbst meine Chefs fanden meine Tättowierungen schön und kamen auf den Geschmack! Dazu muss ich sagen,  dass ich eine medizinische Ausbildung gemacht habe und man Ärzte eigentlich eher als etwas spießig bezeichnet! Also ich werde mich weiter tattowiren lassen, auch wenn es dann vielleicht einige Berufsmöglichkeiten für mich ausschließt. Vielleicht erlebe ich aber auch, dass die Menschen mehr nach ihrem Können als nach ihrem Aussehen beurteilt werden!

Wir dürfen gespannt sein! 

J.W.Gacy

Donnerstag, 27. September 2012

Chicago

Ich kann es kaum fassen wie lange es schon her ist...
Fast 2 Jahre lang habe ich mein geliebtes Chicago nicht gesehen...

Ich will durch den Linkoln Zoo spatzieren...



Mich an den Strand legen und Abends im Hankokcenter etwas trinken...


Das wäre ein Traum... Aber Flug-Tickets sind teuer! Also muss Chicago noch etwas auf mich warten...

J.W.Gacy

Donnerstag, 20. September 2012

My Dog is my life 2.0





 Bilder sagen mehr als Worte, zumindest was die Liebe zu einem Tier angeht!

Ja es ist anstrengend, ja es kostet viel Zeit und gerade am Anfang viel Mühe, aber es lohnt sich dennoch!
Das Tiere die besseren Menschen sind, kann ich nur unterschreiben...

J.W.Gacy

Sonntag, 16. September 2012

Auf zum Fest der Farben...

Heute vergesse ich mal die Sorgen des Alltags und stürze mich in das Fest der Farben, denn nun ist es auch in meine kleine Heimatstadt gekommen! Ich gebe zu, die Musik ist weniger mein Geschmack, aber ich bin offen für neues und ehrlich gesagt auch ziemlich neugirig, was dieses Holi-Festival zu bieten hat!

http://www.holi-rostock.de/index.html

Die Tips habe ich beherzigt und nun warte ich nur noch auf eine Freundin, die mich begleitet, um mich in das Getümmel zu werfen!


Ich werde dann später berichten, wie es war!


J.W.Gacy

Freitag, 7. September 2012

Dienstag, 4. September 2012

Total Recall


Kritik



Endlich mal wieder ein guter Film mit meinem Lieblingsschauspieler Colin Farrell.

Okay alles der Reihe nach.

Tatsächlich war das Kino nicht allzu gut besucht und warum liegt wohl auf der Hand. Ein Filmremake aus Arnolds Zeiten? Wer kann sich dazu schon durchringen? Aber an alle Frauen: Colin ist die meiste Zeit des Films oben ohne oder komplett nass! Also wer sich das nicht auf der großen Leinwand anschauen will, dem kann ich auch nicht helfen! 





Neben Colin hätten wir dann natürlich noch Kate Beckensale, die erst seine Frau und dann seine Ex-Frau darstellt. Nicht nur das es einige sehr schöne Szenen zwischen den Beiden gibt, nein die Dialoge sind in jedem Fall sehr unterhaltsam. Sicherlich war es nicht das gleiche wie mit Sharon Stone, ich meine diese Frau ist DIE Göttin, doch Kate hat die Aufgabe gemeistert und sah neben Colin einfach noch besser aus. Was uns zur dritten im Bunden führt, die sich leider nicht so schön in dieses Trio einfügt.  Jessica Biel, nach meiner Meinung die schlechteste Wahl die sie hätten treffen können. Es mag sein das sie sich als Schauspielerin weiterentwickelt hat, aber in einem Aktion-film suche ich nach einem Bond-girl nicht nach einem Mädchen vom Lande. Neben Kate wirkte sie einfach etwas unbeholfen, was ich besonders in den Kampfszenen der Beiden zu kritisieren hatte.

Leider muss ich auch anmerken, dass es noch immer einige Ungereimtheiten in der Story gab. Gerade zum Ende hin war ich etwas verwirrt. Entweder wurde zu wenig auf einige Dinge eingegangen oder sie wurden einfach übergangen, ähnlich wie im Original Film. Auch fand ich es schade, dass sie den Faden der Geschichte zu schnell abgehandelt haben, es wäre wesentlich mehr Spannung im Film gewesen wenn nicht von Anfang an klar gewesen wäre, dass sich unser Colin nicht im Rekall befand. 

Doch alles in allem fand ich den Film trotzdem super!

Zwischen  Kate und Colin hat es ordentlich geknistert und alle waren plitsch-nass. Dazu noch ein paar ordentliche Aktion-szenen und das Kinobesucherherz ist begeistert.

Für alle Fans ein Muss und für die Original-Fans irgendwie auch, denn Colin macht Arnold in jeden Fall platt!




Das Original:


J.W.Gacy

Freitag, 31. August 2012

Darf ich vorstellen?

Mr. Alfredo, der Große!

(Und sein seltsames Verhältnis zu Blumentöpfen)





Mein Kleiner begleitet mich bereits seit mehr als 2 Jahren und zeigt mir immer wieder wie klug und eigensinnig Tiere doch sind... Es tut mir immer weh ihn im Käfig zu sehen, so eingesperrt, aber natürlich geht es nicht anders, denn so ist es nun einmal mit Haustieren... wir sperren sie ein ... aber wir lieben sie...
Menschen sind wirklich komisch...

J.W. Gacy

Mittwoch, 8. August 2012

Küchenmonster


Ich lag auf dem Sofa und sah mir, mit halb geschlossenen Augen, die Spätnachtrichten an. Die bunten Bilder prasselten auf mich ein, ohne dass ich sie ernsthaft wahrnahm. Mike lag neben mir, den Kopf an meiner Brust und schlief. Ich wollte nicht aufstehen. Er hatte den ganzen Tag gearbeitet und war einfach eingeschlafen, ihn zu wecken kam mir nicht richtig vor. Meine Hündin lag zu meinen Füßen, sie schlief nicht, sondern starrte durch den Spalt der geöffneten Tür in die Küche. Ich folgte ihrem Blick, konnte aber nicht erkennen was sie in der Küche sah. Diese verdammte Küche, in all den Jahren war mir noch nie etwas angebrannt, doch in dieser verfluchten Küche schaffte ich es nicht einmal Nudeln mit Tomatensoße zu kochen. Meine neuste Angewohnheit war es, die Lieferdienste hoch und runter zu bestellen, da jedes Essen grundsätzlich etwas zu schwarz wurde. Schläfrig machte ich die Augen zu und versuchte einzuschlafen.

Plötzlich jaulte mein Hund. Ich riss die Augen wieder auf und stemmte mich etwas hoch, um besser sehen zu können.  Nichts zu erkennen.

Ich blickte von ihr zur Tür. Sie jaulte wieder und verkroch sich etwas unter der Decke, wobei sie meine Füße mit ihrem Schwanz zur Seite schob. Jetzt war ich wach und folge ihrem ängstlichen Blick in die Küche. Einen Moment überlegte ich, ob ich meinen Freund wecken sollte, aber ich konnte noch immer nichts feststellen was ihr Verhalten erklären konnte. Hätte mein Herz nicht wie wild gehämmert, hätte ich vielleicht sogar nachgesehen. Doch so schob ich es auf meine Müdigkeit. Ich zuckte mit den Schultern und rollte mich etwas zur Seite. Einen Moment lang dachte ich, ich würde  Panik bekommen. Ich war müde und gestresst, was sollte denn auch in der Küche sein? Ein Monster? Das Jaulen wurde etwas leiser und ich beschloss, es einfach zu ignorieren.

Sie schnaubte und legte ihren Kopf an meine Füße.

In den Nachrichten sprachen sie von einem Teenie Star der sich das Leben genommen hatte, aber das hörte ich kaum noch. Die Müdigkeit war wieder da und langsam aber sicher glitt ich in den Schlaf. Dann jaulte sie wieder, aber dieses Mal reagierte ich nicht. Hunde wollen manchmal auch einfach nur Aufmerksamkeit, dachte ich und rief mir die dutzenden von Büchern in Erinnerung die ich über Hundeerziehung gelesen hatte. Sie bewegte sich langsam etwas hin und her und das Jaulen wurde lauter.  Ich schnaufte bereits im Halbschlaf und dann passierte es.

Meine Hündin knurrte und bellte, ich wollte mich gerade aufrichten als ich spürte wie etwas sie vom Sofa runterzog.

Ich sprang. „Tina, nein!“ schrie ich ihr hinterher. Sie wehrte sich nach Leibeskräften. Knurrte, biss in die Luft, aber dort war noch immer nichts zu sehen, außer Dunkelheit. Ich stand panisch auf meinem Sofa und musste mit ansehen wie mein geliebtes Haustier von Nichts in die Küche gezerrt wurde. Diese scheiß Küche! Dann fing ich an zu schreien.

Mein Freund sprang auf und erfasste binnen eines Augenblicks die Situation. Er bewegte sich so schnell, dass es einige Sekunden brauchte bis ich wirklich begriff, was er tat.

Er schnappte sich die Fleischgabel, die noch immer vom Abendessen auf dem Tisch lag und rannte in die Küche. Es war noch immer dunkel und ich erkannte nicht was passierte, sondern hörte nur, wie mein Hund jaulte und winselte. Meine Knie zitterten. Ich konnte hören, wie mein Freund fluchte und Etwas abwehrt. Tränen liefen mir über die Wange und die Panik hatte mich noch immer voll im Griff. In meinem Kopf herrschte Leere. Ich tat nichts, als auf dem Sofa zu stehen und dem zu lauschen was da gerade passierte.

„Lauf los!“

Plötzlich hörte Tina auf zu winseln und ich sprang blind vom Sofa, um in den Flur zu rennen. Aus dem Augenwinkel sah ich meinen Freund, wie er hinterher hechtete. Die Fleischgabel noch immer in der einen Hand und auf dem Arm meinen Hund, ein Bein fehlte ihr und sie hatte anscheinend das Bewusstsein verloren. Ich wollte stehen bleiben, um zu sehen, ob sie noch lebte aber er schob mich grob weiter ins Treppenhaus. Meine nackten Füße verursachen seltsame Geräusche in der Dunkelheit. Einmal mehr verfluchte ich es, in einem Mehrfamilienhaus im 6. Stock zu wohnen. Ich rannte das dunkle Treppenhaus herunter und sah dabei immer wieder zu Mike.

Er war besudelt von Blut und ich erkannte einige tiefe Schnitte oder Kratzer auf seiner Haut. Die Panik ergriff mich wieder und ich fing an zu taumeln. Was zur Hölle war das gewesen?

„Schneller“

Er schob mich aus dem Gebäude. Der Wind pfiff mir durch die Haare und es war eiskalt. Der Beton schmerzte unter meinen nackten Füßen. Die Straßenlaternen spendeten ein dämmriges Licht, das sich in allen Autos spiegelte. Nervös starrte ich zu unserer Wohnung hinauf. Alles war ruhig. Viel zu ruhig. Mike blieb stehen und legte Tina vorsichtig vor sich auf den Boden. Sie atmete noch, aber aus dem Stummel, an dem mal ihr Bein gewesen war, lief noch immer Blut.

Endlich begann mein Verstand wieder zu arbeiten. Ich wusste was ich zu tun hatte, denn ich war Krankenschwester und hatte die letzten 3 Jahre in der Notfall-Chirurgie gearbeitet, wenn es etwas gab, das ich dort gelernt hatte, dann wie man gute Druckverbände zu mache hatte.
Ich riss ein großes Stück von meinem T-Shirt ab und fischte die Taschentuchpackung aus meiner Hosentasche. Dann umwickelte ich den Stumpf und zog den Verband so fest ich konnte. Es blutete nicht sofort durch also dachte ich mir, dass es vorerst ausreichte.

Ich sah Mike kurz an. Er sagte nichts, stand nur da und starrte auf den Hund. Die Kratzer waren überall und an einigen Stellen sah es aus, als wäre er gebissen worden. Solche Verletzungen hatte ich bisher noch nie gesehen. Ich schluckte einen gewaltigen Kloß herunter und versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen. Einen Moment standen wir nur da. Niemand war zu sehen, alle Lichter in den Wohnungen waren aus und nicht einmal ein Fernseher schien zu laufen. Mein Herz hämmerte noch immer lautstark gegen meine Brust. Gerade wollte ich etwas sagen, da fing es an.

Von allen Seiten hörte man das Jaulen, Knurren und Bellen von Hunden.

Mike reagierte dieses Mal nicht so schnell wie ich.

Ich riss Tina an mich und rannte los. Kalte Schauer liefen über meinen Körper wie Stromwellen. Von allen Seiten konnte man mit anhören, wie die Hunde um ihr Leben bettelten. Mike lief ein kleines Stück hinter mir her, dann blieb er stehen. In einigen Wohnungen war jetzt Licht zu sehen. Unwillig blieb ich ebenfalls stehen. „Komm schon, wir müssen hier weg“

Er antwortete nicht, sondern starrte einen Schatten an, der sich durch ein Fenster abzeichnete. Neben den Hunden konnte man jetzt auch panische Schreie von Menschen hören. „Weg hier!“ schrie ich ihn an. Taumelnd kam er hinterher. Ich wusste nicht einmal wohin ich laufen sollte. Wo konnte es denn sicher sein, wenn etwas in meiner eigenen Wohnung in der Küche gelauert hatte?

Ich rannte einfach weiter. Aus dem Bezirk, heraus aus dem Stadtgebiet, in den angrenzenden Wald, dann wurde es wieder still. Panisch versteckte ich mich hinter einem Baum. Mike tat es mir gleich. Sein Gesicht hatte jede Farbe verloren und seine Augen wurden glasig. Ich legte Tina wieder ab und drückte mein Ohr auf ihre Brust. Das Herz schlug noch immer, mit viel Glück würde sie es schaffen. „Was war das?“ wisperte ich. Mike sah mich schwerfällig an. Die Fleischgabel hatte er noch immer bei sich und seltsamerweise beruhigte mich das sogar etwas. Immerhin hatte er sich damit schon einmal zur Wehr setzten können.

Der Wald war ebenso still wie alles andere.

„Es war…“

Er brach ab und hielt mir den Mund zu, dann lauschte er angestrengt. Ich versuchte ebenfalls zu lauschen, aber sein Atem an meinem Ohr verhinderte, dass ich leise Geräusche wahrnehmen konnte. Dann rannte er wieder los und zog mich an einer Hand hinter sich her, Tina ließ er liegen. Ich wollte zurück rennen, doch der Griff um meine Hand war zu stark, als das ich es gekonnt hätte. Wir liefen tiefer in den Wald hinein und dann hörte ich es…


Die Kinder fingen an zu schreien…


J.W.Gacy