Freitag, 28. Dezember 2012

Meinungen zur Legalisierung und Überschätzung von Cannabis



Eines der vielen Themen die immer wieder aufkommen.
Einige Länder machen es bereits vor und haben den Konsum legalisiert!  

Mich hat die Frage beschäftigt, wie die Menschen in Deutschland dazu stehen. Immerhin haben wir auch hier eine Menge Konsumenten und das, obwohl es nicht legal ist. Um mir einen Überblick zu verschaffen, habe ich mit einigen Personen gesprochen und möchte euch nun zeigen, was ich so alles herausgefunden habe. Ein Urteil möchte ich nicht abgeben, vielmehr möchte ich eure Meinung dazu hören!

Wir fangen mit einem Arzt an:
Cannabis ist ohne Frage eine Einstiegsdroge. Gerade Jugendliche unterschätzen diese gerne und auch, welche Wirkung sie auf den Körper hat. Nun ist es so, dass es keine Studie gibt, die belegen konnte, dass die Konsumenten eine körperliche Abhänigkeit entwickeln, vielmehr ist es die Psyche die einem  vorspielt, man bräuchte einen Rausch.

Gesundheitlich ist es aus meiner Sicht nicht anders als mit Zigaretten und Alkohol, nur dass bei den genannten Bespielen die Abhänigkeitswahrscheinligkeit wesentlich höher ist, als bei Cannabis. Der verbot fördert meiner Meinung nach nur den illegalen Konsum. 

Cannabis hat viele Eigenschaften, die gerade für Krebspatienten von großem Vorteil sind, aber auch bei der Behandlung von Depressionen würde diese Option weniger Schaden anrichten, als starke Antidepressiva die schwer wieder absetzbar sind.“


Lassen wir diese Aussagen im Raum stehen und gehen weiter. Ich konnte einen befreundeten Polizisten dazu bringen, mit mir zu sprechen:

„Das Problem der Legalisierung besteht nicht darin, dass mehr Menschen konsumieren würden. Denn auch in Deutschland wird nicht jeder, der mit Cannabis erwischt wird, sofort weggesperrt. Aber die Legalisierung würde andere Probleme nach sich ziehen: Den illegalen Anbau, die Zahl der klein Kriminellen würde wachsen. Diesen Rattenschwanz übersehen die Befürworter gerne.

Außerdem wäre es für Jugendliche so noch einfacher, an Drogen zu kommen. Es wäre falsch es nur zu legalisieren, weil der Druck steigt.“

Auch dazu möchte ich nichts sagen, sondern ich zeige euch mehr Meinungen ohne Namen zu nennen:

„Ich glaube etwas zu verbieten ist immer recht sinnlos. Wenn ich etwas verbiete, gibt es viel mehr Leute die das haben wollen, die es wohl nicht genommen hätten, wenn es legal wäre. Auf jeden Fall würde ich das ganze erst ab 18 ansetzen, zum Beispiel sinkt in den Niederlanden seit der Erlaubnis jedes Jahr die Zahl der Drogentoten. Warum soll ich mir eine harte Droge kaufen, die mir einen Rausch einbringt, der mich vllt. umbringt, wenn ich etwas legales haben kann…“
Verbot an Ausländer

„Der Konsum wird weiter steigen, ich persönlich rauche auch einen Joint am Tag. Warum auch nicht? Es hilft mir beim Einschlafen und am nächsten Tag fühle ich mich besser. Schlafmittel hatten diese Wirkung leider nicht.“
Wer kifft eigentlich?
„Mit einer Legalisierung ginge einher, dass das Bewusstsein der Bevölkerung geschärft wird. Momentan ist es ein Tabu-Thema und so für viele Jugendliche genau deshalb interessant. In Holland funktioniert es doch auch. Es müsste eben nur eine passende Regelung gefunden werden.“

„Wer ab und zu mal kifft, macht und kriegt keine Probleme, außer temporär gerötete Augen und eine chillige Laune... mit Alkohol ist es doch ähnlich... wer da ständig trinkt, liegt auch irgendwann rum…“

Ich hätte euch gerne ein paar Meinungen in die andere Richtung gezeigt, doch leider konnte ich niemanden finden, der diese vertrat! Einen Politiker konnte ich zu diesem Thema leider nicht befragen, aber vielleicht ist das auch besser so.
lompscher-veraergert-die-spd
Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Meinung dazu preisgebt! Immerhin ist dieses Thema noch lange nicht vom Tisch und immer mehr Menschen gehen dafür auf die Straße…

Damit ihr Euch nochmehr Dinge anschauen könnt, habe ich Euch eine kleine Auswahl zusammen gestellt!




Kommentare:

  1. wow, ein sehr gut recherchierter post... ich habe mir über das thema schon viele gedanken gemacht, deswegen ist es nicht viel neues für mich..

    www.winterstochter.blogspot.de

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  2. Huhu interessantes Thema.
    Ich finde es sollte legal werden, die Leute rauchen es in meiner Stadt an der Haltestelle und verkaufen vor meiner Haustür, dabei wohne ich noch in einem "guten" Stadtteil.
    Ich rauche gerne einen Joint und trotzdem gehe ich einer regelmäßigen Arbeit nach und studiere noch.
    Obwohl ich seit fast 8 Jahren kiffe, habe ich keine Probleme damit und komme meines Erachtens sehr gut zurecht.

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  3. Hi, danke für den tollen Bericht!
    Wer konsumieren will, tut das. Und wer anbauen will und ein Händchen dafür hat, sowie die finanziellen Mittel, tut das ebenso. Mit einer Legalisierung hätte man viel mehr Überblick und eine gewisse "Kontrolle", gerade im Hinblick auf den Jugendschutz. Ich kenne bald mehr Leute, die konsumieren, als anders herum. Und das in allen Altersstufen. Cannabis gehört für mich schon längst zur Kultur dazu, vergleichbar mit Alkohol. Sowieso ist es meines Erachtens nach total lächerlich, dass Alkohol erlaubt ist und sogar zu jeder Tageszeit in öffentlichen Medien bewirbt wird und um Cannabis solch ein Zirkus gemacht wird. Die Pflanze an sich ist ein wundervolles Geschenk dieser Mutter Erde, aus der wir so viel gewinnen können.... Papier, Kleidung, Medizin, ja für viele auch ein Stück zurück gewonnene Lebensqualität (Ich habe da auch sehr positive Erfahrungen gemacht) Sie ist für mich eine Pflanze der Seele, die dabei helfen kann Liebe wieder zu spüren und annehmen zu können und inneren Frieden schafft. Aber man sollte, wie mit jeder berauschenden Substanz, stets einen selbstreflektierten und verantwortungsvollen Umgang damit pflegen und sich längere Pausen des Konsums gönnen, um den Rausch nicht zum Normalzustand werden zu lassen - das wäre zur Heilung kontraproduktiv. Vielen Dank für den Denkanstoß, hat Spaß gemacht seinen Senf dazu zugeben! ;) Liebe Grüße, Kathi

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