Freitag, 25. Januar 2013

Pro Ana - Das Interview

**** TRIGGER WARNUNG ****

Bevor wir anfangen ein paar Worte vorab:
Es geht in diesem Interview nicht darum, mit dem Finger auf Opfer dieser Krankheit zu zeigen. Ich möchte nicht, dass sich die Leser durch diese Blogs klicken und die Mädchen dafür verurteilen.
Das was ich möchte, ist einfach nur warnen.

Wir haben sicherlich alle junge Mädchen um uns herum. In der Schule, in der Familie oder im Bekanntenkreis...
Die Pro-Anna und die Pro-Mia Bewegung, sind für Menschen die nicht unter dieser Krankheit leiden erschreckend. Aber wie immer gibt es zwei Seiten, die Beachtung verdienen.
Heute werde ich Luna zu Wort kommen lassen.

Luna ist 19 Jahre alt, seit ihrem 15. Lebensjahr leidet sie unter diagnostizierter Magersucht.
Doch die Krankheit bestimmte schon früher ihr Leben. Sie ist eine Pro-Ana-Anhägerin die ihre Krankheit nicht mehr als solche sieht, sondern sie als Lifestyle betrachtet. Obwohl ich ihren Standpunkt nicht verstehen kann und will, ist es für das Gesamtbild dennoch wichtig, dass wir ihr zumindest die Chance geben, zu erklären wie sie die Dinge sieht.

Wann hast du angefangen systematisch zu hungern?

Luna überlegt. Sie streicht sich das lange, blonde Haar aus dem Gesicht und sieht mich lächelnd an.

Den Anstoß dazu, hatte ich schon viel früher....
Ich schätze so im Alter von 12 Jahren! Wir waren mit der Familie am Strand und ich sah diese wunderschöne Frau aus dem Wasser steigen. (Lacht)
Sie hatte eine Tättowierung an den Hüftknochen und ich sah an mir selbst herunter und dachte: Bei mir sieht so etwas schrecklich aus...
Ich war als Kind ziemlich fett.
Mir fehlte die Disziplin, dass änderte sich dann mit 14 Jahren. Bei einer Größe von 160 cm wog ich 65 Kilo. Da wusste ich, dass ich für mein Ziel kämpfen musste. Die Gebote von Ana haben mir die Augen geöffnet: Dünn sein ist wichtiger als gesund sein!

Mit 15 haben deine Eltern dir dann zu einer Therapie geraten, richtig?


Sie haben mich gezwungen...

Wegen meiner Eltern, musste ich einen harten Rückschlag erleiden. Ich hatte es gerade geschafft mein Gewicht von 45 Kilo zu halten. In der Therapie wurde ich dann regelrecht gezwungen zu essen. Sie haben versucht mir meinen Traum auszureden. ICH WILL DÜNN SEIN!
Aber am Ende hat es nur unsere Zeit verschwendet. 
Ich brach die Therapie mit 16 ab und beendete die Schule. Niemand versuchte überhaupt zu verstehen, wie ich mich fühlte oder was ich dachte. Die wollten alle nur, dass ich wieder fett werde.
Aber fette Menschen sind nichts wert. Niemand sieht die fetten Menschen an, wenn nicht dünne Menschen neben ihnen stehen. 
Nach der Therapie wog ich wieder 52,3 Kilo.
Luna schüttelt den Kopf und streicht sich über die Augen.

Es war ekelhaft. Ich fühlte mich wie ein fettes Schwein. 
Ana sei Dank, fand ich wieder auf den richtigen Pfad zurück. Ich zog bei meinen Eltern aus und begann eine Lehre als Kosmetikerin. 

Du hast also wieder abgenommen, nachdem du ausgezogen bist?

Oh, ja!
Die Pro-Ana-Blogs haben mir dabei sehr geholfen. Endlich, habe ich wahre Freundinnen gefunden. Wir haben alle das gleiche Ziel vor Augen und unterstützen uns gegenseitig.
Ana ist eine Einstellung.
Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der nicht schlank und schön sein will. Aber den meisten Menschen fehlt es an Disziplin und wahrer, innerer Schönheit.

Du hast also eine Lehre begonnen, hast du sie beendet?

Nein. Bei einer Größe von 165 cm wog, war es mein Ziel 40 Kilo zu wiegen.
Während meiner Ausbildung begannen die Neider wieder zu kreisen.

Was meinst du damit?

Meine Chefin und einige Kollegen, versuchten mich zum Essen zu verführen.
Essen ist fies und hinterlistig. Es trickst dich aus es zu essen und wirkt von innen nach außen, macht dich fett, hässlich, widerlich und unglücklich.
Man darf nicht essen, ohne sich schuldig zu fühlen.
Der Druck wurde für mich zu groß, also warf ich die Lehre wieder hin.
Nichts ist so wichtig, wie dünn zu sein.

Du hast mir geschrieben, dass du jede Form von Therapie gegen Magersucht verurteilst, warum?

Liegt das nicht auf der Hand?
Jede von uns, hat sich dazu entschlossen schön zu sein.
Der Wunsch nach Schönheit, ist der größte Wunsch in dieser Zeit.
Jeder hat ihn, es ist nichts falsch daran, zu hungern um ihn sich zu erfüllen.

Auch nicht, wenn das bedeutet das du daran sterben wirst? 


Luna zuckt mit den Schultern. Langsam merke ich, dass sie die Lust an unserem Gespräch verliert. Ich weiß nicht, ob sie sich Zuspruch von mir erhofft hatte...


Wenn ich daran sterbe, dann sterbe ich an meinem Traum. Kann es einen schöneren Tod geben?

Was ist dein Ziel? 


Aktuell liegt mein Gewicht bei 40 Kilo, doch ich möchte noch 5 Kilo schaffen. 
Leider sieht man weder meine Schulterblätter sehr deutlich noch all meine Rippen. 

Ich wünsche mir, dass man all meine Knochen sieht. Denn Knochen sind vollkommen und rein. Fett ist dreckig und hängt an deinen Knochen wie ein Parasit. Ich will endlich rein sein.

Viele Ana-Communitys verurteilen Mädchen wie dich, die diese Krankheit als Lifestyle betrachten...


Luna schnaubt und wirft die Arme in die Luft. Langsam scheint sich ihre Wut gegen mich zu richten.


Diese Mädchen haben nur Angst. 
Sie haben sich von dem Gelaber ihrer Psychologen einlullen lassen. Es ist nicht krank. 
Es ist harte Arbeit. Nur weil die meisten Menschen in unserer Gesellschaft, es nicht schaffen wahre Schönheit zu erreichen, werden wir verurteil! Ana ist eine Einstellungssache. 
Ich will dünn sein und ich will hungern, für mich. Damit ich mich schön fühle.

Glaubst du, dass du dich mit 35 Kilo schöner fühlen wirst als jetzt?


Natürlich!

Jeder Gewichtsverlust ist gut. Jede Zunahme ist schlecht.
Man kann NIE zu wenig wiegen.
Ana war meine Rettung, und ich danke jedem Mädchen, dass mir geholfen hat soweit zukommen. 

Viele Ana-Kritiker weißen darauf hin, dass Mädchen die noch nicht krank sind, sich durch Blogs und Bilder der Thinspiration beeinflussen lassen könnten...


Ana geht es nicht darum, mehr Mädchen zu bekommen.

Ana ist unsere Freundin. Sie hat es nicht nötig für sich zu werben, dass tut unsere Gesellschaft bereits. Jedes Mädchen, dass sich für Ana entscheidet tut das nur aus dem Grund endlich schön zu sein.
Dünnsein heißt schön zu sein.
Ana hilft uns dabei.

Gibt es etwas das du noch sagen möchtest?


Ana ist mein Leben.

Meine Freunde und meine Familie haben mich verlassen, aber Ana ist bei mir.
Für immer.

Luna ist ein extremes Beispiel. Sie wirkt als wäre sie in einem Religiösen Wahn.
Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Interview wirklich online stellen sollte. Es ist nicht einfach für einen *gesunden* Menschen zu verstehen, warum sie sich so fühlt. Dennoch zeigt es unter welchem Druck sie steht und auch wie sehr sie sich daran klammert.
Ich kann an dieser Stelle nur darum bitten, dass jeder Betroffene sich Hilfe sucht.
Wir sind alle schön, in jeder Form. Niemand von uns verdient es sich auf diese Art selbst zu zerstören.

J.W.Gacy



Kommentare:

  1. Das klingt alles ziemlich stark nach Religion oder Sucht. "Dünn sein" ist bestimmt ein erstrebenswertes Ziel, aber auch das darf man nicht übertreiben.
    Ich finde das Interview erschreckend - obwohl es eigentlich nichts neues ist. Eine Therapie die zum Essen zwingt ist in meinen Augen auch falsch, zunächst müsste die psychische Störung geheilt werden.

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    1. Ich war auch sehr erschrocken...
      Es hat mich sehr mitgenommen, dass sie sogar noch weiter gehen will...
      Leider musste ich einige Fragen streichen, da es in meinen Augen einfach zu weit ging...

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    2. Schade das du es du sie gestrichen hast - verfremdet das nicht das Interview ? * Neugier ?

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  2. schockierend! richtig heftig...
    wenn die gesellschaft so weitermacht und jungen mädchen weiterhin nur magermodels mit size zero als schönheitsideal präsentiert, werden wohl noch mehr Mädchen in die Magersucht rutschen....
    und hier ist wohl das Problem, dass jeder Suchtkranke hat: man muss selbst zu dem Schluss kommen, dass man Hilfe braucht - sonst bringen Therapien und Co leider nur wenig bis schlicht gar nichts.

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  3. das ist harter Tobak, leider gibt es diese krassen Entwicklungen auch, ihc faende ne Gegenueberstellung von der anderen Pro Ana Sichrt noch schön, das schlimmste was passieren kann, wäre ne Verteufelung von diesen Foren, dabei sind sie eigentlich wichtig, denn sie können eben auch Leben retten.

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    1. Diese Sicht werde ich mit dem *Pro Mia - Beitrag* anschneiden...
      Dort wird ein Mädchen uns erzählen wie sie eben dank dieser Foren den weg in die Therapie gefunden hat...
      Ich bin schon sehr gespannt darauf!

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  4. Ich versuche wirklich wirklich das alles zu verstehen, aber ich bin schockiert. Ich bin 1.60 groß und wiege 52 Kilo, bin ich jetzt fett? Würde mich dieses Mädchen hässlich nennen, weil ich ein paar mehr Kilo auf den Hüften habe?
    Ich finde es klingt ein wenig, als hätte man diesem Mädchen eine Gehirnwäsche verpasst und sie in eine "Säckte der dünnen Menschen" gesteckt. Das ist ja eine richtige Versessenheit...

    Toller Post Justin, du weißt ja, ich liebe deinen Blog ;)
    Liebste Grüße, Eva

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  5. Mir ist beim Lesen regelrecht schwummrig geworden allein beim Gedanken, dass dieses Mädchen es als schön empfindet, dass man ihre Rippen sehen kann... Jedes Mal, wenn ich Mädchen sehe, auf die das zutrifft, könnte ich einfach nur dasitzen und heulen, weil diese Menschen ihr Leben für ein Schönheitsideal wegschmeißen und sich nur als schön empfinden, wenn sie beinahe schon tot sind.
    Da wird im wahrsten Sinne des Wortes das Äußere zum Maße für innere Werte und das finde ich traurig.

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  6. Wow, ich bin echt geschockt... Nahezu sprachlos...
    Mir wurde immer vorgeworfen (heut manchmal auch noch), ich sei magersüchtig, weil ich so dünn bin. Aber nach diesem Post bin ich froh, dass ich es nicht bin. Bei einer Größe von 1,65m wiege ich rund 45kg und bin damit nicht zufrieden. Gerne hätte ich so 5-10kg mehr auf den Rippen, damit mich nicht immer jeder auf meine "dünnen Ärmchen" anspricht, doch es setzt nichts an bei mir.
    Manche sagen mir auch, ich könne mich glücklich schätzen, dass bei mir nichts ansetzt, aber ich bin damit nicht glücklich...

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    1. Ja es ist schrecklich, wenn man unter dieser Krankheit leidet!
      Ich habe das gleiche Problem wie du und muss mir diese Sprüche auch oft anhören...

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  7. Ich kann das einfach nicht verstehen...warum nimmt man den Tod in Kauf, wenn man doch das Recht darauf hat zu leben und glücklich zu sein? Ich bin gestern durch Zufall auf eine Pro- Ana Seite gestoßen und war/bin fassungslos. Das Süchtige das Suchtmittel (Alkohol, Drogen, Hungern etc.) erst einmal als guten Freund wahrnehmen ist mir bekannt, aber diese Glorifizierung habe ich bis jetzt noch nie von einem Alkoholiker oder auch Drogenabhängigen gehört ..überhaupt von einem Süchtigen (auch wenn es keine stoffgebundene Sucht ist)! Beim Durchlesen der 10 Gebote lief mir ein kalter Schauer über den Rücken...aber irgendwie macht mich das auch echt sauer ! Wer hat das Recht, alle Menschen die nicht Hungern und krankhafte Disziplin darin beweisen, als minderwertig zu bezeichnen ? Keiner ! Dein Interview finde ich interessant, aber sie wiederholt die Texte auf den Pro ana Seiten zu 90%..hat ziemlich was von Sekte und Gehirnwäsche^^

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    1. Genau das war auch mein Gedanke!
      Darum war ich froh, dass mein "Pro Mia" Interview ganz anders lief...
      Diese Glorifizierung, wie du es so schön nanntest, ist tatsächlich ein psychische Besonderheit...

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  8. Hallo, ich habe gerade den Beitrag gelesen und kann das so nicht stehen lassen. Pro Ana ist kein Lifestyle, sondern eine psychische Störung, die ihre Ursache nicht im Dünnsein an sich findet. Die Ursachen gehen sehr viel tiefer. es gibt große Unterschiede unter uns ProAnas. ich selbst bin auch eine Ana. Das Mädchen aus dem Interview jedoch ist ATTE. Davon wenden wir Anas uns ab. niemand, der nicht an dieser Krankheit leidet kann sie verstehen. Ana gibt Dir Halt und gleichzeitig zerstört sie Dich. Sie ist immer da - für Dich und gegen Dich.

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  9. Hallo,

    ich schreibe eine Seminararbeit über dieses Thema und würde mich sehr freuen, wenn Du mir das ganze Interview zur Verfügung stellen würdest. Meine Email-Adresse ist thewuiz(at)yahoo.de

    Vielen lieben Dank im Voraus
    Lina

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  10. das freeengel-forum sucht neue mitglieder.
    wir sind ein kleines, familiäres forum, in dem Zusammenhalt groß geschrieben wird und wir suchen immer wieder neue, nette leute, die sich mit uns austauschen wollen.

    wir sind nicht pro ana, eher with-ana. wir sind eine gruppe von menschen, die sich mit ihrer krankheit abgefunden hat, aber versucht das abnehmen, essen, gewicht halten... so gut wie möglich zusammen zu managen.

    uns ist wichtig dass wir immer für einander da sind, dass sich jeder wohl fühlt und dass wir uns gegenseitig mit tipps motivieren und unterstützen können.

    bei uns habt ihr die möglichkeit euer eigenes esstagebuch, gewichtstagebuch, sporttagebuch und tagebuch zu führen, es gibt eine ana und mia area, eine therapie area und noch vieles mehr. außerdem beschäfitgen wir uns auch damit, wie es "danach" weiter gehen soll mit gesunder ernährung, verschiedenen ernährungsstrategien, gewicht halten, etc.

    falls ihr interesse habt, schaut doch einfach mal bei uns vorbei. wir würden uns sehr freuen.

    viele liebe Grüße,
    shadow von freeengel.forum
    http://free-engel.phpbb8.de

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  11. hallo,
    ich glaube dieses Mädchen war schon ziemlich extrem... nicht alle Anas haben diese Einstellung, viele -darunter ich-
    sind sich der Krankheit voll bewusst, lehnen aber eine Therapie ab weil sie sich ihr Leben ohne die Krankheit nichtmehr vorstellen können. In solchen Foren geht es nicht unbedingt darum das meiste Gewicht zu verlieren oder die Dünnste zu sein, man unterstützt sich sogar gegenseitig wenn jemand aus der Krankheit aussteigen will und man wird sogar gewarnt wenn man langsam zu untergewichtig wird langsam aufzuhören! Es gibt einfach ganz verschiedene Ansichten zu pro Ana und lange nicht alle sind so extrem wie die des Mädchens in dem Interview...
    Das wollte ich nur mal sagen um nochmal die andere Seite beleuchtet zu haben :)
    Liebe Grüße

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    1. Natürlich! Es gibt immer auch eine andere Seite - bei meinem Pro Mia Interview erzählt das Mädchen ihre Sicht. Sie ist sich bewusst das sie krank ist und Hilfe braucht.
      Luna ist ein Extrem-Beispiel.
      Ich möchte unter keinen Umständen das die Mädchen die sich über ihre Krankheit austauschen, dafür verurteilt werden.

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  12. Erst mal dir, Justine, Respekt für diesen Beitrag, dass du dich an dieses Thema traust, und dich auch auf eine sehr ehrliche Art und Weise damit beschäftigst. Ich bewundere dich wirklich dafür dieses Interview geführt zu haben, denn ich weiß ehrlich nicht ob ich es so lange ausgehalten hätte ihr dabei zuzuhören und ihr in die Augen zu schauen, wie sie so verstörend fanatisch von ihrer Zerstörung schwärmt.
    Aber du tust das Richtige, es ist ein wichtiges Thema, das immer dann plötzlich wieder real wird, wenn eine Klassenkameradin, eine Freundin oder eine kleine Schwester einfach nicht mehr essen will.
    Ich bin gespannt auf deinen nächsten Beitrag!
    Liebste Grüße,
    Martina

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  13. Natürliche Selektion im modernen Zeitalter.

    Ich war selbst viele Jahre magersüchtig und in Pro-Ana-Foren aktiv, ohne jedoch zu solch einem Extremismus zu neigen wie Luna.

    Wer sterben will, soll sterben. Finde ich aufgrund meiner eigenen Vorgeschichte nicht erschreckend. Luna macht sich in meinen Augen vollkommen lächerlich und beweist eindrucksvoll, wie wenig Intelligenz sie besitzt. Da kann man nur Mitleid haben.

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  14. hey :-)
    Solche Anhänger wie Luna gibt es immer und überall, allerdings sind nicht alle so^^
    Ich bin seit 1,5J pro Ana & das ganz bestimmt nicht, weil ich die Krankheit 'feiere'.
    Seit 5J habe ich Anorexie b/p-Typus & ich kann sagen, dass der Kampf gegen die Essstörung unheimlich anstrengend ist.
    Mir macht es Angst, dass viele es nicht aus der Krankheit schaffen und ich habe Angst, eine davon zu sein.
    - zu versagen. Den Kampf, gegen die schlimmste Krankheit, an der ich je erkrankt bin, zu verlieren.
    Mich versteht in meinem Umfeld niemand (mein Umfeld beschränkt sich auf Familie. Meine 'Freunde' haben mich nach meinem ersten Klinikaufenthalt im Stich gelassen.), irgendwann kam ich dann auf die Idee (über eine andere Magersüchtige), mir ein pro Ana Forum anzuschauen.
    Dort habe ich gleich ein Mädchen kontaktiert und bin in ihre Gruppe gekommen...
    Endlich sind da Menschen, die mich verstehen.
    Die wissen, wie 'schlimm' es ist, dünn ins Krankenhaus und 'fett' wieder raus zu kommen.
    Ich habe Freunde gefunden, die mich verstehen & mich nicht im Stich lassen, 'nur, weil ich krank bin'.
    In meiner Vergangenheit ist viel Mist passiert und ich habe meine Gründe, weshalb ich an der Essstörung erkrankt bin.
    Ich hoffe, ich konnte euch eine 'andere Seite' von pro Ana nahebringen.

    Was ich noch sagen möchte;
    Magersucht ist nicht gleich pro Ana
    Bulimie ist nicht gleich pro Mia

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    1. Damit hast du natürlich vollkommen Recht!
      Gesondert dazu habe ich auch schon einen Artikel geschrieben - Luna ist ein ein schockierendes Beispiel, sowohl für erkrankte Mädchen, als auch für gesunde.
      Ich drücke dir alle Daumen, dass du es schaffst. Wenn du gerne ein positives Beispiel lesen möchtest kann ich dir das "Pro Mia Interview" hier empfehlen. Die Aussagen dort gleichen deinen seh.

      Ich wünsche dir alle Kraft!

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