Sonntag, 3. Februar 2013

Was ist eigentlich ein Serienkiller?


Die Einleitung von Justin zum Thema Serienkiller hat mich inspiriert, meinen Gastblogpost über den Haufen zu werfen und noch mal neu anzufangen, zu schreiben und darauf einzugehen, was Justin geschrieben hat. Faszination, ja gar Liebe…

Zuerst einmal, ein paar te

Was ist ein Serienkiller?

Joa, ein irrer Kerl, der Spass am Töten hat und umher rennt und Leute metzelt, bis er gefasst wird, würden jetzt wohl die Meisten spontan sagen.

Ja und nein.

Der Begriff "Serienkiller" wurde im den 70ern durch den ehemaligen FBI Special Agent Robert Ressler geprägt und genauer definiert, allerdings wurde das Konzept eines Serienkillers bereits viel früher beschrieben und von ermittelnden Agenturen genutzt, eines der frühesten Beispiele eines solchen Konzepts wurde durch den deutschen Polizeiinspektor Ernst Gennat im Jahre 1930 entwickelt.

Die Charakterisierung eines Serienkillers des FBI wird mittlerweile international genutzt, sie ist Standard bei der Kategorisierung eines Verbrechers, sollte er in dieses Schema fallen.

Ein Serienkiller ist eine Person, die mindestens 3 Leute über einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen tötet. Zwischen den Morden ist eine sogenannte "Cooling Off Period", also ein bestimmter Zeitraum, in der der Täter nicht mordet, nicht agiert, also eine Pause zwischen den Morden.
Die Motivation zu töten bei einem Serienkiller liegt in der Regel in psychischer Gratifikation, das heisst, das Belohnungszentrum im Hirn wird durch die Tat stimuliert, die Tat passiert aus Spass an der Sache, wenn man so will, es ist ein befriedigendes Gefühl, das für den Täter mit der Tat einhergeht.
Nicht selten haben die Morde auch einen sexuellen Aspekt.
Oftmals haben die Taten einen gemeinsamen Überschneidungspunkt, irgendeine Gemeinsamkeit, sei es, dass sie in ähnlicher Weise, mit der gleichen Waffe durchgeführt werden, an ähnlichen Orten, die Auffindungspose oder -Inszenierungen gleich sind oder einem bestimmten Thema oder Motiv folgen, oder dass einfach die Opfer Gemeinsamkeiten hatten, seien es ähnliches Aussehen, das gleiche Geschlecht, die gleiche ethnische Zugehörigkeit oder den gleichen Beruf etc.

Nun schrieb Justine von Faszination und gar von Liebe.
Es mag für Viele absolut unverständlich sein, wie man von solchen Gräueltaten fasziniert sein kann, oder wie man einen solchen Menschen faszinierend finden oder gar lieben kann.
Faktum ist aber, viele Serienkiller sind ganz normale Menschen, so wie du und ich, sie haben einen normalen Job, sind nicht selten verheiratet und haben Kinder, sie führen ein normales und sogar liebevolles Leben, so wie du und ich.

Der Fakt, dass solche normalen Menschen, dein Nachbar, dein Lehrer, dein Pfarrer, dein Patenonkel oder der nette Mann am Ende der Strasse, der regelmäßig freiwillig Auftritte als Clown auf den Kindergeburtstagen in der Nachbarschaft absolviert hatte, nebenher Menschen zu Tode quälte, ist erschreckend, aber gleichzeitig kommen Fragen auf. Viele Fragen, warum, wie, wo, wann?
Und mit den Fragen im Grunde genommen eine makabre Faszination.
Warum war er mehr als nur der nette Clown, warum reichte ihm das Leben, das er hatte nicht, so dass er solche schlimmen Taten begang?

Wie kann es sein, dass er Samstag Nachmittags noch lächelnd und voller Freude den Kindern Luftballontiere schenkt und danach in eine dunkle Kammer geht, in der er einen jungen Mann foltert und sich an dessen Schreien genauso ergötzt wie am fröhlichen Juchzen der Kinder?

Viele Serienkiller sind regelrechte Superstars, sie sind nicht selten gut aussehend und charismatisch (was ihnen bei ihren Taten zu Gute kommt, aber darauf werde ich noch eingehen), intelligent und sehr manipulativ, nicht alle, aber sehr viele.
Fanpost kommt zu hunderten Tag für Tag in den Zellen von Serienkillern ein, Leute geben Tausende aus, um eine Signatur oder ein Gemälde eines Serienkillers zu bekommen, die Frauen laufen diesen Männern scharenweise die Stahltüren ein (auch darauf werde ich genauer eingehen, die Intention und der Gedankengang, das psychologische Profil dieser Frauen, wenn es gewünscht wird), sie schreiben Liebesbriefe und heiraten sogar im Gefängnis.

Justine wird sich in ihrem Roman also nicht mit irrealen Alpträumen auseinander setzen, sondern schlicht und einfach mit der Realität.

Schaut euch euren Nachbarn mal genauer an, wer weiss, wer weiss…


Kommentare:

  1. Finde ich wirklich gut, dass du uns mal aufklärst.

    LG Sofie

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  2. Oje mit deinem letzten Satz machst du mir doch ein wenig Angst, um meine Nachbarschaft! :D
    Aber sehr interessanter Text und ich würde mich freuen wenn du auf das "psychologische Profil dieser Frauen", die du oben erwähnt hast eingehst, ich finde das alles sehr interessant!

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