Samstag, 27. April 2013

Gewinnspielauslosung: Story 2


Am Rande des Waldes

Etwas rüttelt an seiner Schulter. Steffen! Wach auf wach auf“ – hört er immer wieder. Sein Körper arbeitet schneller als sein Verstand. Die Augen sind aufgeschlagen und das Herz rast. Das Erste was er wahrnimmt ist das Prasseln des Regens am Fenster, die totale Dunkelheit und eine beunruhigt
klingende Frauenstimme. Was denn los, Lis?, fragt er und blinzelt in die Dunkelheit. Ein Blitz erhellt
das Zimmer und Steffen begreift, dass er sich im Ferienhaus befindet wo er und Lis Urlaub machen.
Monti ist weg! Er kratze wie verrückt an der Terassentür und ich dachte er muss mal also hab ich ihn in den Garten gelassen., sagte Lis aufgeregt und holte Steffen zurück aus seiner Findungsphase in die Realität. Beruhige dich. Wie weg?, murmelte Steffen noch ein wenig verschlafen. Lis antwortete mit einem Schluchzen: „Er lief plötzlich Richtung des Waldes. Ich habe gerufen aber er reagierte nicht. Ich schau nach, sagte Steffen und zog seinen Bademantel an. Doch ihm
schauderte es bei dem Gedanken bei Nacht in den Wald zu gehen. » Warum will Lis auch immer raus
in die Natur - in einer Stadt wäre das nicht passiert und es gibt Straßenlaternen! «, dachte Steffen und trat heraus auf die Terrasse. Der Wald erhob sich wie riesiger Schatten und Steffen zuckte zusammen als ein Blitz kurz die Gegend erhellte. Der schnell folgende Donner lies ihm ein Schauer über den Rücken laufen. Er rief immer wieder nach Monti und horchte in die Nacht, doch keine Reaktion. Kein Winseln. Kein Bellen. Verärgert kehrte Steffen ins Haus zurück und holte eine Taschenlampe, die Hundeleine und sein Regelmantel. » Dieser verdammte Hund «, dachte er und ging durch den Garten in Richtung des Waldes.


Lis stand im ersten Stock am Schlafzimmerfenster und verfolgte das Geschehen im Garten. Sie folgte dem Lichtpegel der Taschenlampe und beobachte Steffen wie er in Richtung des Waldes ging. »
Durch diesen Regen sieht man kaum etwas. Hätte Steffen nicht die Taschenlampe würde ich ihn nicht
bemerken. Hoffentlich ist er vorsichtig. «, ging es Lis durch den Kopf.

Steffen näherte sich dem Gartenende wo der Rasen aufhörte und ein schlammiger Waldboden begann. Er war höchstens 4 Minuten im Freien, aber schon jetzt Nass bis auf die Unterhose. Steffen kletterte schwerfällig über den Zaun, welcher für Monti kein Problem dargestellt haben dürfte. Monti war ein sehr aktiver jugendlicher Schäferhund und konnte problemlos kniehohe Zäune wie diesen überspringen. Steffen leuchtete mit seiner Taschenlampe in den Wald, aber konnte Nichts entdecken und auch seinem Rufen nach Monti folgte keine Reaktion. Nicht einmal ein Rascheln im Unterholz. So mutig und entschlossen wie er vorhin noch Lis gegeben über war, ist er schon lange nicht mehr. Steffen zögerte und ihn plagten viele Gedanken. » Irgendwie ist der Wald unheimlich. Hat es überhaupt Sinn, wenn ich tiefer hineingehe? Was es wohl hier für nachtaktive Tiere in der Gegend gibt? Vielleicht hat Monti ja nur Etwas gewittert und kommt nach einer erfolgreichen Jagd wieder.
Ich kann nicht mit leeren Händen zu Lis zurückkehren. «. Steffen nahm allen Mut zusammen und sagte zu sich: » Du bist doch kein Schwächling! Für irgendwas muss doch das Krafttrainig viermal die Woche gut sein! «.

Lis sah gerade noch wie Steffen in den Wald ging. Sie hatte sich die rote Wolldecke, welche über einem alten Ohrenbackensessel hing geholt und über die Schultern gelegt. Ihr war schrecklich kalt und sie zitterte leicht. Allerdings wusste Lis nicht, ob es das ungemütliche Wetter und die daraus resultierende Kälte ist oder ob ihr die Situation einfach unangenehm ist. » Wenn es hier nur nicht so dunkel wäre «, dachte sie. Wie gerne re sie jetzt zu Hause vor ihrem Kamin und gemütlich auf ihrer Ledercoach an Steffen geschmust. So in Gedanken verloren bemerkte Lis viel zu spät, dass sie den Lichtpegel der Taschenlampe nicht mehr sah. » Verdammt Steffen wo bist du? Es sind schon


über 20 Minuten vergangen als du in den Wald bist. Kann das wirklich sein? Warum sind wir hier bloß so weit ab von jeglicher Zivilisation. «. Festentschlossen und von der Sorge getrieben ging Lis in den unteren Teil des Ferienhauses und suchte das Telefon. » Ich rufe lieber die Polizei. Lieber einmal
mehr als zu Wenig. Vielleicht kann die Polizei bei der Suche nach unserem Hund helfen. «, sagte Lis
zu sich selbst. Als sie es kurzer Zeit später fand und den Hörer abnahm hörte sie allerdings nur ein Rauschen. » Das Gewitter muss die Leitung hier draußen beschädigt haben. «, dachte Sie und erinnerte sich, dass sie ihr Handy mit hat. Sie hatte Steffen verboten sein Handy mitzunehmen, weil sie endlich mal eine ruhige gemeinsame Zeit haben wollte ohne ständig von Geschäftsanrufen
gesrt zu werden. Widerspenstig willigte Steffen ein. Als selbstständiger Berater für Sicherheits- und Alarmsysteme für den Otto-Normal-Verbraucher war er nahezu 24 Stunden in Bereitschaft. Lis hastete die Treppe hoch und warf noch einmal einen flüchtigen Blick durchs Fenster in Richtung des Waldes. Der Regen ist schwächer geworden, aber ein Licht oder eine Bewegung welche auf Steffen hinweisen könnte sah sie nicht. » Steffen verdammt nochmal wo bist? «. Lis zögerte doch dann wählte sie den Notruf. Polizei Notruf wie können wir ihnen helfen?, sagte eine dunkle Männerstimme. Ich weiß nicht genau ob es wirklich ein Notfall ist, aber wir sind hier im Ferienhaus Appel das am  Wald und mein Mann ging in den Wald um den Hund zu suchen, aber er kommt nicht zurück., stammelte Lis. Eine kurze Pause entstand bis der Polizeibeamte sagte: Bei dem Wetter ist das aber ganz schön gefährlich in den Wald zu gehen. Wir schicken einen Wagen heraus. Bitte
bleiben sie ruhig, dass kann bis zu 15 Minuten dauern bis er bei ihnen ist. Sollte ihr Mann zwischenzeitlich wieder auftauchen geben sie bitte Bescheid.. Lis trat besorgt zurück ans Fenster.

Scheiße! fluchte Steffen, als er zum zweiten Mal über eine Baumwurzel stolperte und im nassen Unterholz landete. Zum Glück war er durch die ume einigermaßen vom Regen geschützt. Der Wald war dunkel, still und doch roch es herrlich frisch, wie es Wälder immer tun nach einem ordentlichen Regen. Eigentlich mochte Steffen den Wald, aber jetzt war er einfach genervt und frustriert, weil seine Suche immer noch nicht zum Erfolg hrte. Als er so da Stand und überlegte was er tun soll
hörte er plötzlich ein vermeintliches Knurren und ein Krächzen. » Krächzen? «, wunderte sich Steffen. Er wusste zwar nicht viel über Vögel und schon gar nicht über Krähen, aber er konnte sich nicht erinnern jemals nachts einen wachen Vogel gesehen zu haben. » Vielleicht hat Monti sie aufgeschreckt? «, dachte er und hastete los in die Richtung der tierischen Laute. Kurze Zeit später erblickte Steffen Monti. Der Schäferhund stand vor einem Jäger-Hochsitz und knurrte. Das Fell war aufgestellt, die Ohren angelegt und sein Blick fokussierte den Hochsitz. Steffen leinte Monti an, doch Monti wich keine Sekunde zurück, würdigte Steffen nicht die kleinste Aufmerksamkeit und blieb eisern stehen. Was ist dort oben, alter Junge?, fragte Steffen mehr zu sich selbst, als zu Monti. Steffen zehrte an der Leine, allerdings ließ sich Monti keinen Zentimeter bewegen. Die Raben
kreisten um den Hochsitz. Scheiße, Scheiße, Scheiße ich sollte nicht nachschauen!, fluchte Steffen und nahm die ersten Stufen der Leiter zum Hochsitz in die Hand. Als Steffen oben ankam sah er
Nichts weiter. Ein typischer Hochsitz, welcher verlassen zu sein scheint, denn der Hochsitz wies
diverse Moosspuren auf. Die Schießscharten wirkten moderig und waren teilweise zugenagelt. Beim zweiten Blick entdeckte Steffen ein rotbraunes Schimmern, welches sich zu einem Fleck auf dem Boden des Hochsitzes erstreckte.  » Ist das Blut? Was ist hier passiert? «, dachte Steffen. Am Ende des Fleckes sah er dann etwas was ein Finger sein könnte. » Scheiße das ist ein Finger! «, schoss es ihm durch den Kopf. Sofort fing Steffen an zu würgen. Er hielt sich die Hand vor den Mund als versuche er das Erbrochende zurück zu halten. Scheiße Scheiße Scheiße!, fluchte er abermals und ging schleunigst die Leiter zum Hochsitz wieder runter. Monti winselte und war sichtlich nervös. Los lass uns erstmal schnell zurück zu Lis, Monti komm schon!, sagte Steffen nun etwas dominierender


und zehrte an der Leine. Wiederwillig bewegte sich Monti. » Was soll ich davon halten? Was ist das überhaupt für ein Urlaub Ich hab die Schnauze echt voll. «, schimpfte Steffen in Gedanken und stapfte wütend in Richtung des Ferienhauses. Ihm blieb für einen Moment das Herz stehen so fühlte es sich zu mindestens an – als er aus der Ferne Blaulichter aufblitzen sah. Steffen rannte los. Sein Mund war trocken, seine Beine taten weh, er stolperte oft und doch es war Ihm egal. Er wollte einfach nur das Haus erreichen, er wollte Lis in den Arm nehmen und er wollte bloß weg von hier. Äste peitschten Ihm ins Gesicht, der Schmerz in seinen Beinen wurde stärker und er war Nahe der Erschöpfung. Den kleinen kniehohen Zaun konnte er sehen und fiel sofort auf die Knie, als er Lis mit zwei Polizeibeamten auf der Terrasse sprechen sah.

Steffen! Steffen!, lief Lis ihm entgegen und viel ebenfalls auf die Knie und umarmte Steffen. Wo bist du bloß gewesen? Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht!“, schluchzte Sie. Wir reisen gleich ab – lass uns packen., erwiderte Steffen - froh, dass nichts geschehen ist. Zwei murrisch dreinblickende Polizisten bewegten sich durch den Regen auf Sie zu. An Ihrer Miene konnte Steffen sofort erkennen, dass Sie nicht glücklich waren hier zu sein und wahrscheinlich erst Recht nicht glücklich zu sein scheinen, dass Nichts vorgefallen ist. Harders mein Name und das mein Kollege Herr Sager., murmelte der Größere von den Beiden. Können Sie mir sagen was vorgefallen? Ist alles in Ordnung?“, fragte der andere Polizist.

Ich weiß nicht Recht, aber ich habe unseren Schäferhund bei einem Hochsitz gefunden, welcher im inneren Blut aufwies und ich denke da war auch ein Finger. Es sah aus wie ein menschlicher Finger!, brachte Steffen gerade so noch hervor, als er erneut das Würgen bei dem Gedanken an den Finger anfing. Die beiden Polizisten sahen sich erstaunt an und Steffen war sich sicher, dass der eine überrascht die Augenbraunen hob. Kurze Zeit später wimmelte es überall von Polizisten und Steffen und Lis wurden gebeten im Haus zu bleiben. Für eventuelle Rückfragen, erklärte man Steffen. Steffen und Lis saßen in Decken gehüllt auf der Terrasse Ihres Ferienhauses. Überall wimmelte es von Polizisten, welche in den Wald gingen, aus dem Wald kamen und wieder erneut den Wald betraten. Manche der Polizisten trugen Overalls und Koffer. Nah, da wird uns doch etwas geboten, sagte Steffen und stichelte in Lis ihre Seite. Lis lächelte mit einem Lächeln wie man es tut, wenn man es selber nicht ganz ernst meint. » Steffen versucht wirklich jede Situation zum Guten zu Wenden. Was wohl in dem Wald passiert ist? Wie lange das hier wohl noch dauert? Ich bin furchtbar müde.,
dachte Lis. Langsam fing es an zu Dämmern. Die ersten Sonnenstrahlen ndigen den Morgen an. Lis und Steffen hatten Schwierigkeiten die Augen aufzuhalten. Zwei Schüsse durchbrachen die Stille und das singen der Vögel am Morgen verstummte. Steffen schreckte aus seinem Stuhl hoch und stand sofort. Die Müdigkeit verflog rasch und Steffen horchte konzentriert. Weitere drei Schüsse fielen. Polizisten liefen funkend in den Wald. Ein etwas älterer Mann, welchen Steffen schon im Vorfeld als den möglichen Einsatzleiter identifizierte brüllte in sein Funkgerät. ICH ERBITTE EINEN STATUS – VERDAMMT EINEN STAUTS!, schrie der Einsatzleiter immer und immer wieder. Wieder das
Geräusch vom Abfeuern von Pistolen. Nun stand auch Lis neben Steffen und klammerte sich ängstlich an seinen Arm. Angestrengt und von der Müdigkeit geplagt schaute Steffen umher. Das Adrenalin, welches nun durch seine Wehnen pumpte ließ seine Aufmerksamkeit und Konzentration steigern. Drei Männern stolperten aus dem Wald und Steffen sah im leichten Licht, dass die Männer von Blut überströmt waren. Einer der verletzten Männer viel einem zu Hilfe eilen Polizisten in den Arm und
riss Ihn dabei zu Boden, als dieser versuchte ihn zu stützen. Ich muss helfen warte du erst mal hier!, sagte Steffen und lief in Richtung der verletzten Männer. Umso her Steffen der Stelle kam, an der sich mittlerweile ein Traub gebildet hatte, umso unwirklicher kam ihm alles vor. Für Steffen sah es eher aus wie eine Rangelei und dann sah er es. Der eine Polizist der von dem verletzten zu


Boden gerissen wurde versuchte verzweifelt den Kopf des Verletzten wegzudrücken. Steffen verlangsamte unterbewusst sein Laufen und wurde langsamer bis er fast stand. Er starrte ungubig auf die Situation. Etwa acht in Uniform gekleidete Männern rangelten mit einander. Die Verletzen schienen eine ungeheure Kraft aufzuweisen. Mittlerweile hat es der Verletzte auch geschafft den Polizisten, welcher auf dem am Boden lag, zu überwältigen und riss Stück für Stück das Fleisch aus dem Hals des Polizisten. Das Blut spritze fontänenartig aus dem Hals des Mannes. Vom Schock erstarrt merkte Steffen viel zu spät, um sich auf die Situation vorzubereiten, dass Ihn eine höllische Wucht am Körper traf. Steffen viel zu Boden und brauchte einen kleinen Moment, um sich von diesem Schlag zu erholen. Doch er brauchte zu lange. Jemand kniete auf seiner Brust, seine Arme wurde zu Boden gedrückt. Er versuchte mit aller Kraft sich zu wehren doch es schien eine unmenschliche Kraft von dem Angreifer auszugehen. In der Ferne hörte er Lis schreien. „Lauf Lis, scheiße lauf weg! , wollte Steffen rufen, aber es kam nicht mehr als ein Gurgeln zum Vorschein. Sein Angreifer hatte ihm schon mehrfach in den Hals gebissen und das Blut strömte in seinen Mund und
Rachen. » Du dummer Narr. Wegen dir werden Sie Lis auch bekommen. Warum wolltest du helfen. «,
dachte Steffen bevor ihm langsam schwarz vor Augen wurde. » Verdammt, Nein. So einfach kriegen sie Lis nicht. Nicht solange noch etwas Blut durch meine Adern fließt Schlag die Augen auf Steffen! Bring Lis hier weg. «, motivierte er sich. Mit seiner letzten Kraft bäumte er sich auf und schlug mit voller Wucht seinen Kopf auf den seines Angreifers. Dieser wich merklich zurück. Er spürte wie Finger, welche über seine vom Regen nassen Unterarme klitschten, tiefe Wunden schnitten. Doch der Angreifer lies von ihm ab. Mit einem tunnelartigen Blick kroch Steffen in Richtung des Hauses. Maschinengewehr Scsse begleiteten Steffen bei seinen letzten Versuchen das Haus kriechend zu erreichen. Der Atmen wurde langsamer, sehr viel langsamer und es wurde dunkel




MAY TO BE CONTIUED JSX

Kommentare:

  1. Ich wünsche dir viel Erfolg mit dem zweiten Band :)

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  2. Ne 2 :)
    Tolle Idee und sehr gut geschrieben! Würde echt zu gern wissen, was das im Wald war.^^

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  3. Moin,

    Die Geschichte fängt stark an und hat auf den ersten 40-50% keine wesentlichen Fehler. Lediglich die Kommasetzung ist etwas zu sparsam geraten. Man merkt dem Text allerdings an, dass JSX ab dem Teil, wo es »zombisch« wird, wahrscheinlich in Zeitnot geraten ist, da sich hier zunehmend Flüchtigkeitsfehler einschleichen. Dennoch ist die Geschichte überzeugend konzipiert, wobei mir die erste Hälfte der Story vom erzählerischen Duktus her (Der Spannungsbogen ist geschickter gebaut) besser gefällt.

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