Mittwoch, 3. April 2013

Mein persönlicher Alptraum


Wasser


Ich genieße die frische Luft.

Die Sonne geht langsam über dem kleinen See unter und schließe die Augen.
Meine Füße sind im Wasser, ich kann den weichen Sand unter meinen Zehen spüren.



Eine Libelle fliegt an mir vorbei, ich öffne die Augen wieder und gehe weiter in das Wasser.
Obwohl es recht kühl ist, friere ich nicht. Die Sonne ist dabei hinter dem Horizont zu verschwinden.
Ich schwimme ein Stück hinaus.




Unter mir sehe ich nichts. Der See scheint plötzlich tief schwarz zu sein.
Ich drehe mich im Wasser und versuche das Land zu sehen, doch es ist fort.
Um mich herum gibt es nur Wasser, und auch die Sonne ist nun verschwunden.
Stille Panik ergreift mich, ich schwimme weiter.
Kälte durch zieht meine Glieder.
Ich schwimme und schwimme, doch scheine ich mich nicht vom Fleck zu rühren.
Die Angst wird größer.
Plötzlich streift etwas meinen Fuß.
Ich schreie vor Schreck auf, versuche verzweifelt etwas in der Dunkelheit zu erkennen, doch nichts als schwärze breitet sich vor meinen Augen aus. Gerade, als mein Verstand versucht mich zuberuhigen, es war sicher nur ein Fisch...
Werde ich nach unten gezogen.
Mein Hilfeschrei kommt zu spät, nur Blasen kommen aus meinem Mund.
Ich sehe nichts, doch ich spüre etwas mehr als deutlich.
Etwas hat mich am Knöchel gepackt und zieht mich nach unten.
Immer weiter.
Ich ruder mit den Armen, strampel mit den Füßen und versuche den Impuls zu unterdrücken nach Luft zu ringen. Orentierungslos greife ich nach unten, versuche, was auch immer mich hält, vorzuschieben, doch es hilft nichts.
In meiner Lunge wird der Druck immer größer.
In meinen Ohren rauscht das Blut.
Ich halte es nicht mehr aus.
Luft, atmen...
Verzweifelt versuche ich wieder an die Oberfläche zu kommen...
Doch stattdessen werde ich immer weiter in die Tiefe gezogen...
Dann halte ich es nicht mehr aus...
Ich hole Luft...
Wie sengende Dolche jagt das Wasser in meine Lunge und füllt sie langsam aus, der Impuls uzu würgen und zu husten, lässt meinen Körper verkrampfen. Tränen mischen sich in das schwarze Wasser, ich flehe...
Doch niemand hört es...

Dann wache ich auf...

In Liebe

Justine

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