Sonntag, 21. April 2013

Sense of responsibility - 1. Kaptel (Teil 4)




Einen Moment herrschte Stille. Amber rutschte nervös auf ihrem Stuhl hin und her, ohne den Polizisten anzusehen. Sein Blick war stechend.
Die Handschellen hatten inzwischen Abdrücke auf ihrer Haut hinterlassen, weil sie immer wieder dran zerrte und die Schmerzen in ihrem Knie waren noch immer da, wie ein dumpfes Pochen im Hinterkopf.
„Das war alles? Ihr Mann ist losgezogen um Selbstjustiz zu betreiben?“

Amber schüttelte den Kopf. „Ich hab ihm nicht geglaubt. Jahrelang hat er sich geweigert auch nur Spinnen zu töten. Er ist nicht das Monster, das sie in ihm sehen… Ich hab ihm erst geglaubt, als er die Jacke aufmachte und ich sein T-Shirt sah. Voller Blut…“
Richard lehnte sich zurück und klatschte in die Hände. „Ihr Mann steht Blutverschmiert vor ihnen und sie tun nichts?“
„Ich hatte gar nicht die Zeit darüber nachzudenken. Es brach einfach alles aus Jeff heraus…“
Richard lachte gehässig auf und schüttelte den Kopf. „Ihr Mann gesteht einen Mord und sie nehmen es einfach so hin?“
„Bei einem perversen Schwein, ist das für mich kein Scheidungsgrund…“
Sie deutete auf das Foto des nackten Mannes. „Ohne diesen Kerl ist die Welt besser dran…“
Richard saugte die Luft scharf ein und fuhr sich durch die Haare.
„Jeff ist mein Leben. Ich warte nicht, dass sie es verstehen…“
Er funkelte sie kur an, bevor er sich von seinem Stuhl erhob und vor dem Schreibtisch auf und ab ging. „Anscheinend bedeutet es, dass sie ihn decken…“
„Was würden sie tun, wenn ihr Neffe sie plötzlich, mitten in der Nacht anruft, weil er im Streit seine Freund die Treppen herunter gestoßen hat?“
„Ich würde die Polizei rufen und ihm einen guten Anwalt besorgen.“
„Okay.“
Amber lehnte sich gelassen zurück und schlug die Beine übereinander.
„Was würden sie tun wenn sie die Chance hätten mit dem Mann allein zu sein, der ihren Neffen gezwungen hat Pornos im Hasenkostüm zu drehen?“
Sie drückte die Zigarette aus und warf das Haar zurück. Richard starrte sie an, ohne den Mund zu öffnen. Dann hob er eine Augenbraue und Amber straffte sich bereits, doch er blieb stumm.
„Jeff ist kein perverser wie Dahmer oder Bundy… Er tötet nicht um zu töten… Manche Menschen verdienen es einfach nicht anders…“
„Dann sind sie also für die Todesstrafe, Mrs. McKain? Das finde ich sehr interessant in Anbetracht der Umstände!“
Amber schluckte einen Fluch herunter und funkelte ihn wütend an. Unbeirrt ließ er sich wieder auf seinem Stuhl sinken. Nach einer Weile rutschte er immer wieder hin und her, bis Amber genervt war und von selbst den Mund aufmachte.
„Sie wollen also wirklich die Geschichte hören deren Ende sie schon kennen?“
„Sicher“ sagte er ruhig, doch in seinen Augen blitze etwas auf, dass sie nicht deuten konnte.
Sie schüttelte den Kopf und zuckte mit den Schultern.
„Ich hätte Jeff niemals verlassen können…“
„Nur weil jemand im Gefängnis sitzt, muss man ihn nicht verlassen Mrs. McKain…“
Sie verdrehte die Augen und schnaubte.
„Wollen sie es nun hören oder nicht?“


Fortsetzung folgt ...

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Kommentare:

  1. super spannend will wissen wie's weiter gehts :)
    Freu mich jetzt schon auf die Fortsetzung

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  2. Deine Wortwahl hat sich um einiges verbessert finde ich!

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