Mittwoch, 8. Mai 2013

Interview mit Henry-Sebastian Damaschke



1. Die Frage, die alle Autoren hassen und die ich dennoch immer wieder gerne stelle: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Zum Schreiben kam ich in der Schule, zwangsläufig brachte man es mir bei *grins. Aber zum wirklichen Schreiben bin ich erst sehr spät gekommen. Sagen wir mal so: Ich habe ein Drittel meines Lebens gesammelt und dann begonnen, es aufzuschreiben. Es begann mit einem Jugendbuch „Das schwarze Schaf mit den 109 weißen Haaren. Irgendwann saß ein bunter Typ auf meiner Fensterbank und stellte sich als Regenbogen-Elch vor, seitdem bin ich ihn nicht mehr losgeworden. Tja, und so war das dann mit dem Schreiben und heute schreibe ich, weil ich es muss, weil es meine Art geworden ist, mit den Menschen zu kommunizieren und weil es der Ausdruck meines inneren Eindrucks ist.


2. Was erhoffst du dir vom Schreiben?

Ich erhoffe mir, den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, meistens gelingt mir das auch, denn es ist mehr wert, das zu können, als jeder Kommerz.

3. Was ist der schwerste Teil für dich? Von der Idee bis zur Veröffentlichung?

Das Schreiben ist nicht schwer, wenn ich eine Idee habe, dann ist das wie ein Videofilm im Kopf. Ein Plot entsteht oftmals aus einer Alltagssituation, der Gedanke zu „Elche morden nicht“ war nicht etwa gleich da, es war für mich die Aufarbeitung des Todes meiner Tochter, die Krimis liebte, und so ist letztlich die Idee aufgrund einer traurigen Situation entstanden. In Teil II wird das wieder ganz anders sein, die Leser lernen dann den wirklich fröhlichen und sehr mit schwarzem Humor behafteten Protagonisten Henrik Fels kennen.
Um die Frage hinreichend zu beantworten, kann ich generell sagen: Die Ideen entstehen aus dem bunten Abenteuer Leben, ob nun schön oder traurig, irgendwas bleibt immer, und wäre Schreiben eine Last, würde ich es lassen. Bis zur Veröffentlichung ist es immer ein weiter Weg und der führt zwangsläufig erst einmal über meine Lektorin, die zum einen auch meine Lebenspartnerin ist, meine schärfste Kritikerin, was sehr gut ist, aber manchmal auch anstrengend *grins, aber auch sehr wichtig, denn mich selbst würden auch Fehler im Buch stören, es würde mir die Freude nehmen. Allerdings ist meine Arbeit am Manuskript getan, wenn die Lektorin es hat. Ich kümmere mich dann um das Cover und das ist meistens noch viel schwieriger, denn da bin ich perfektionistisch veranlagt.

4. Gibt es etwas, das du mit deinen Geschichten besonders ausdrücken möchtest?

Das kommt auf das Genre an, was ich gerade bediene.
Im Krimi will ich die Leute mitreißen, ihnen auf nicht aufdringliche Weise eine kurzweilige Unterhaltung bieten. Das Leben ist hart genug, um nur mit Problemen konfrontiert zu werden, darum wird der zweite Krimi auch humorvoller, denn der Protagonist bekommt einen Kater als Berater und das Besondere wird sein …, ah, das verrate ich an der Stelle noch nicht *g.
Meine Kinder- und Jugendbücher sollen nicht den pädagogischen Zeigefinger heben, sondern vermitteln, dass das Leben bunte Bewegung ist. Kinder brauchen wachsende Grenzen und Vertrauen in das Leben.


5. Wo holst du dir den Elan und die Inspiration zum Schreiben?

Ich liebe lange Spaziergänge und ein ruhiges, zurückgezogenes Leben. Ich mag es nicht, im Mittelpunkt zu stehen, das können gerne meine Bücher übernehmen *g. Meinen Elan und meine Motivation gibt mir meine Frau Petra, die Ruhe, die sie auf mich in hektischen Zeiten überträgt, gibt mir die Energie, jede Leistung zu bringen, ohne am Ende völlig erschöpft zu sein. Zudem umgebe ich mich mit Menschen, die eine gute Energie haben. Miesmacher und Leute mit schlechter Laune vermeide ich.
Meine Ideen entstehen spontan, das passiert im Alltag unter ganz normalen Dingen, zum Beispiel kann ein Einkauf eine gute Inspiration für einen Mord an der Kasse sein *gg

6. Was ist dein neues Projekt?

Mein neues Projekt ist natürlich „Elche morden nicht II – Der Tod der Verlegerin, aber auch das Webdesign und das Coverdesign. Ich habe also neben dem Schreiben einen ganz normalen Brotberuf, denn vom Schreiben kann niemand leben, das wäre illusionär, solange man kein Bestsellerautor ist, und ich persönlich denke, dass es um diese Intension auch gar nicht geht. Ich will aus Spaß schreiben, zeichnen, und wenn es den Leuten gefällt, dann ist das ein ganz tolles Zukunftsprojekt.

7. Worauf können sich deine Leser noch freuen?

Meine Leser dürfen sich auf jede Menge Spaß und natürlich weitere Morde freuen, aber auch meine kleinen Leser dürfen endlich wieder jubeln, denn es gibt eine neue Serie „Abenteuer vom Regenbogen-Elch und dem schwarzen Schaf mit den 109 weißen Haaren, deren Einnahmen Kindergärten und Jugendhäusern direkt zugute kommen werden.

8. Was möchtest du deinen Lesern abschließend sagen?

„Träume sind mächtiger als Tatsachen (R. Fulghum) und „Jedes Buch hat eine Seele (P. Schmidt).



Danke, für das nette Interview und die bald erscheinende Leseprobe!
Ich bin sicher meine Leser freuen sich, mal etwas von einem anderen Autoren zu erfahren!

In Liebe

Justine 

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