Donnerstag, 23. Mai 2013

Selbstbildnis mit fiedelndem Tod – Versuch einer Deutung

Wie Ihr ja wisst nimmt die Schule mich gerade etwas in Beschlag und ich komme in der letzten Zeit kaum noch dazu, wie gewohnt täglich zu posten. Darum bekommt Ihr heute mal einen Blick auf meine Hausaufgaben zum Fach Philo:

Aufgabenstellung war:

Suchen Sie sich ein Bild heraus, das Sie zum Philosophieren anregt.
1. Beschreiben Sie das Bild.
2. Stellen Sie einige kurze Angaben zum Künstler zusammen.
3. Begründen Sie, warum Sie sich für dieses Bild entschieden haben.
Der Zusammenhang zwischen dem Bild und philosophischen Gedanken muss deutlich werden.

Und Hier nun mein Ergebnis:

Selbstbildnis mit fiedelndem Tod – Versuch einer Deutung




Dieses Selbstporträt ist ein 1872 entstandenes Gemälde von Arnold Böcklin. Es wurde erstmals 1872 in München ausgestellt und etablierte Arnold Böcklins Ruf in der Kunstgemeinde. Dieses Selbstbildnis des Künstlers ist eines von Vielen, die ihn immer wieder mit dem Tod zeigen und auch in anderen Gemälden des Künstlers wird der Tod des öfteren thematisiert, wie auch in einem seiner berühmtesten Bilder: „Die Todesinsel“.

Nach dem Erscheinen dieses Selbstbildnisses versuchten sich andere Künstler an ähnlichen Werken, was zeigt welche inspirierende Kraft das Bildnis hat.


Arnold Böcklin wurde am 16. Oktober 1827 in Basel geboren und verstarb am 16. Januar 1901 in San Domenico bei Fiesole. Er war ein Schweizer Maler und Bildhauer des Symbolismus und gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 19. Jahrhunderts in Europa.

Das Bild zeigt den Künstler mit Pinsel und Malerpalette, den Blick zum Betrachter gewandt, doch die größte Aufmerksamkeit fällt auf die Figur des Todes hinter dem Maler. Der Künstler trägt eine hochgeschlossene, dunkle Jacke. Darunter trägt er ein weißes Hemd mit hohem Kragen, der nur leicht zu sehen ist und etwas Kontrast in das ansonsten sehr dunkel gehaltene Bild bringt. Wie der Titel des Bildes bereits vermuten lässt, wird der Tod, hier als Skelett dargestellt, auf einer Geige oder Violine spielend, abgebildet.

Das Thema des Todes wird häufig von Künstlern aufgegriffen und zieht den Betrachter immer wieder in seinen Bann, denn der Tod ist unausweichlich für jeden von uns und sorgt so dafür, dass wir uns mit der abgebildeten Person identifizieren können.
Die Perspektive des Bildes ist es, die mich dazu animierte, es zu deuten. Der Blick des Künstlers hängt an dem Betrachter, als wäre dieser ein Gemälde, an dem der Künstler arbeitet, während der Tod ein Lied spielt.

Man wird unweigerlich mit Fragen konfrontiert. Was für ein Lied spielt der Tod? Spielt er es für den Betrachter oder den malenden Künstler? Und natürlich die elementare Frage, warum steht der Tod hinter dem Künstler?

Das Bild lässt in seiner Schlichtheit zu, dass man sich mit vielen Fragen auseinandersetzt, denen man im Alltag aus dem Weg zu gehen versucht, denn so wie der Tod im Hintergrund des Bildes steht, so nimmt er auch unweigerlich einen Platz in unser aller Leben ein.  

In der Mehrheit verstehen wir unter dem Tod die Tragödie unseres Daseins. Den Punkt, an dem wir alle gleich sind und der sich für niemanden umgehen lässt, ungeachtet von Abstammung und Vermögenswerten. 

Der Künstler scheint dem Tod nicht abgewandt zu sein, sein Blick ist ernst, wissend und vielleicht sogar sorgenvoll, dennoch dreht er sich leicht dem Tod zu. Für mich scheint es so, als würde er gespannt lauschen, was der Tod ihm sagen will. Durch das Spielen von Musik, wirkt der Tod für mich weniger bedrohlich. Er scheint dem Künstler nichts Böses zu wollen, sein skelettiertes Gesicht scheint sogar makaber zu grinsen. Für mich sieht es so aus, als wollte der Tod nicht länger von dem Maler ignoriert werden und greift darum auf das Medium Musik zurück, um sich im Sinne des Wortes Gehör zu verschaffen.

Nach meiner Meinung zeigt uns das Gemälde, dass sich der Tod nicht ignorieren lässt und dass der Versuch, diese Angst und diese Gedanken zu verdrängen, weder hilfreich noch klug ist. Besser wäre es, den Tod als gegeben zu nehmen und ihn, als ständigen Begleiter zu akzeptieren. Denn durch die Akzeptanz des Unausweichlichen verlieren wir die Angst und haben so die Gelegenheit, die uns verbleibende Zeit vollständig zu nutzen und auch in den schlechteren Zeiten etwas Positives zu sehen. So drückt dieses Bild für mich nichts Düsteres im eigentlichen aus, sondern viel mehr den Wunsch, zu akzeptieren was sich nicht ändern lässt, ohne sich hilflos zu ergeben.

J.W.Gacy



Kommentare:

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  3. Ach, ich habe auch Philosophie gehabt...

    Und an das Bild erinnere ich mich auch noch gut :D
    Habe es damals leicht anders gedeutet, aber so ist es natürlich auch möglich :)

    Gruß
    Eljem

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