Dienstag, 2. Juli 2013

Das rote Zimmer

Amber erwacht in einem fremden Zimmer. Die vergangene Nacht liegt verschwommen vor ihr und nur langsam wird ihr bewusst, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist ... Ein Kampf um Leben und Tod entbrennt ...


Mit dieser kleinen Kurzgeschichte nehme ich gerade an einem Wettbewerb teil, natürlich seid auch Ihr herzlich eingeladen! Die Geschichte steht kostenlos für Euch bereit!

http://www.neobooks.com/werk/22710-das-rote-zimmer.html

Eine kleine Leseprobe bekommt ihr natürlich auch!








Drückende Hitze machte Amber das Atmen schwer, während sich Schweißperlen auf ihrer Stirn bildeten und in langsamen Bächen über ihre Stirn flossen. Ihr Herzschlag war ein dumpfes, monotones Pochen in ihren Ohren. Widerwillig öffnete sie die Augen. Eine kleine Nachttischlampe tauchte das Zimmer vor ihr in rötliches Licht. Die stickige Wärme lähmte ihren Körper und es erschien ihr unendlich schwer, sich aufzurichten. Sie kniff die Augen zusammen, als würde das schwache Licht sie blenden und fasste sich an die Stirn. Ein gequälter Laut drang aus ihrem Mund, während sich ihre Lippen spröde anfühlten, als würden sie jeden Moment reißen. Benommen sah sie sich um.
„Wo, zum Teufel, bin ich?“
Amber sah sich um. Der Raum erschien auf den ersten Blick wie jedes andere Zimmer. Die hellen Wände reflektierten das Licht, sodass alles um sie herum rötlich schimmerte und das dunkle Holz der Möbel wirkte erdrückend. Sie wischte sich die verklebten Haare aus dem Gesicht und erhob sich schwankend, denn ihr Körper schien einer solchen Anstrengung noch nicht gewachsen zu sein. Ihre Beine schienen das Gewicht ihres Körpers noch nicht tragen zu können. Die noch immer andauernde Müdigkeit verursachte ein Schwindelgefühl, das sie daran erinnerte, wie es war, in einer Achterbahn zu sitzen. Taumelnd hielt sie sich an einer Wand fest und schluckte, wodurch ihr die Trockenheit ihrer Kehle umso bewusster wurde.
Ihre Augen huschten von dem fremden Bett, in dem sie eben noch gelegen hatte, über den großen Kleiderschrank und der kleinen Kommode neben der Tür. Sie presste ihren Rücken an die Wand und sah an sich herunter. Der kurze Rock war zerknittert, die Strumpfhose hatte Löcher, die sich zu groben Laufmaschen entwickelten und ein Träger ihres Oberteils hing lose an ihrem Arm herunter. Verwirrt strich sie über ihre Kleidung.

„Scheiße, was ist mit mir passiert?“, murmelte sie und schüttelte die Reste der Müdigkeit von sich. Ein neues Gefühl bemächtigte sich ihres Körpers. Wie ein schwerer Bleigürtel legte sich die Panik um ihren Körper, während ihr Kopf versuchte, sich daran zu erinnern, wie sie in dieses Zimmer gekommen war. Verständnislos fiel ihr Blick auf ihre Füße. Sie trug keine Schuhe, ihr großer Zeh lugte aus einem Loch der Strumpfhose. Zittrig wagte sie es, einige Schritte zu gehen, doch schon tauchten kleine Sterne vor ihren Augen auf. Bevor sie reagieren konnte, sackte sie auf dem verfilzten Teppichboden zusammen. Ein stechender Schmerz breitete sich in ihrem Kopf aus. Unwillkürlich tastete sie mit einer Hand über ihren Hinterkopf, während sie sich mit der anderen hochstemmte und mühevoll hinkniete. Sie zuckte zusammen, als ihre Hand über eine Beule strich. Verkrustetes Blut klebte an ihren Fingerspitzen. Amber riss die Augen auf und starrte, mit offenem Mund, von ihrer Hand zur Tür. Der Bleigürtel um ihre Brust zog sich enger und die stärker werdende Panik, gab ihr die Kraft wieder aufzustehen. Erinnerungsfetzen der vergangenen Nacht tauchten vor ihrem inneren Auge auf.

...

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