Mittwoch, 10. Juli 2013

Kurzgeschichten leben hoch!




Kurzgeschichten - sind eine literarische Form der Prosa, deren größtes Merkmal die Kürze ist -  sind ein Teil der Kultur. Sie können sich mit ganz unterschiedlichen Themen befassen und dem Leser für eine eben kurze Zeit mit Dingen beschäftigen, denen er sich sonst wahrscheinlich gar nicht widmen würde. Als Begründer der Kurzgeschichten gelten einige namenhafte Autoren wie  Edgar Allan Poe, Sherwood Anderson. F. Scott Fitzgerald oder Ernest Hemingway.


In Deutschland wurde die Kurzgeschichte erstmals um 1900 aufgegriffen. Hier musste sie sich zunächst gegen andere etablierte Kurzformen wie Novelle, Anekdote und Kalendergeschichte durchsetzen. Bis in die fünfziger Jahre setzen sich die meisten Kurzgeschichten mit der Nachkriegszeit auseinander, gerade diese Geschichten finden wir oft auch im schulischen Unterricht wieder, denn sie zeigen eindrucksvoll, dass man nicht immer einen ganzen Roman verfassen muss, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Vor allem Wolfgang Borchert thematisiert unmittelbar die Probleme der Kriegsheimkehrer, die Armut Ende der 40er Jahre und die Herausforderung der Soldaten, sich im Frieden zurechtzufinden.
Doch ab Mitte der 1960er Jahre hat diese literarische Gattung einen großen Teil ihrer Bedeutung verloren. Es werden immer noch viele Kurzgeschichten verfasst, Steven King gehört zu einigen der bekanntesten Autoren unserer Zeit, die sich mit dieser Gattung befassten und damit auch Erfolg hatte. Tot ist die „Short-Story“ in keinem Fall, sie verändert nur ihr Gesicht.
Das alltägliche Leben bringt viele Geschichten zum Vorschein, die nicht unbedingt einen Roman verdienen, doch auch nicht vergessen werden sollten. Namenhafte Autoren versuchen sich unterdessen sogar daran, Roman und Kurzgeschichte in einem zusammenzufassen. Ein schönes Beispiel hier für ist der Euch sicher bereits bekannte Autor Bernd Badura, der mit seinem Buch „Werke eines großen Meisters“, den Sprung zwischen Roman und Kurzgeschichte eindrucksvoll schaffte.
Auch ich selbst liebe es, Kurzgeschichten zu lesen und zu verfassen, denn es ist schön, sich einfach einmal treiben zulassen. Es ist nicht nötig, jede Einzelheit zu erklären oder eine einwandfreie Logik an den Tag zu legen, wenn die Geschichte einen trifft, schockiert und zum Nachdenken anregt, hat sie es in meinen Augen geschafft.



1 Kommentar:

  1. Was für ein tolles Foto von Dir...
    Da übersieht man ja fast Deinen Text.^^

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