Freitag, 16. August 2013

Mary´s Gastpost : Ein Romanversuch




Die kleine Anna saß mit ihrer Puppe Bella am Waldesrand und spielte. Es war ein warmer
Sommernachmittag und Annas blondes Haar schimmerte golden im Licht der Sonne. Sie
liebte Märchen über alles, deshalb war sie fast jeden Tag im Wald, um sich immer wieder
aufs Neue von seiner magischen Atmosphäre faszinieren zu lassen. Ihre Puppe trug sie
stets bei sich, sie war ihr Augapfel. Sie hatte schwarzes, langes Haar und trug ein, mit
goldenen Borten verziertes, blaues Kleid, fast so wie Schneewittchen.



Als Anna gerade in ihr selbst erdachtes Märchen vertieft war, in dem Bella die Prinzessin
spielte, hörte sie im Wald Äste knacken. Sie schreckte mit dem Kopf nach oben, hielt die
Luft an, um ganz still zu sein und schaute, ob sie irgend etwas sehen konnte. Sie atmete
ganz langsam weiter und sagte keinen Ton, damit sie hören konnte, ob da jemand war.
Doch als sie nach ein paar Minuten nichts weiter gehört hatte, spielte sie weiter, als wäre
nichts gewesen.
Plötzlich wurde sie aus ihrem Spiel gerissen, weil sie eine Männerstimme hörte.
Was war das?
Leise stand sie vom Boden auf und klopfte sich die Blätter, auf denen sie gesessen hatte,
von ihrem weißen Kleid.
Mama wird sicher böse, weil ich das Kleid schmutzig gemacht habe.
Anna hob ihre Puppe vom Boden auf und ging ein paar Schritte in den Wald, ganz leise,
damit ihr kein Geräusch entging. Dann blieb sie stehen. Aus der Ferne konnte sie hören,
dass ein Mann redete.
Woher kommt diese Stimme? (Wer ist das?)
Sie hielt für einen kurzen Moment die Luft an und ging wieder ein paar Schritte. Äste
knackten erneut in der Ferne. Ihre Puppe umklammerte sie ganz fest, denn ihr war
mulmig zumute. Doch ihre Neugier war unstillbar. „Dawai, potoropis!“, hörte sie
jemanden sagen. Starr vor Schreck ließ Anna ihre Puppe fallen.
Was redet der da? Das klingt komisch.
Vorsichtig hob sie ihre Puppe wieder auf und drückte sie ganz fest an sich. Langsam
wurde die Angst größer. Ein leichter Windhauch strömte ihr entgegen. Es fühlte sich kühl
auf ihrer Stirn an, denn sie war völlig verschwitzt. Allerdings konnte sie nicht anders, sie
musste wissen, was das für eine Stimme war. Es waren selten Menschen im Wald und erst
recht keine, die so merkwürdig redeten. Sie lief in die Richtung aus der die Stimme kam.
Vögel flatterten plötzlich von den Bäumen und Anna bekam einen leichten Schreck.
Ob ich lieber nach Hause gehe?
Ach, wird schon nichts Schlimmes sein.
Je weiter sie lief, desto deutlicher konnte sie hören, woher die Stimme kam. Auf einmal
hörte sie noch eine zweite Stimme. „Uspokoysya!“
Der Mann klang ziemlich sauer und Anna schlug das Herz bis zum Hals.
Was reden die denn da?
Sie lief weiter in die Richtung aus der die Stimmen kamen und achtete darauf, auf keinen
Ast zu treten, damit keiner sie bemerkte. Ihre Puppe umklammerte sie immer fester. Nach
ein paar weiteren Schritten versteckte sie sich hinter einem Baum, weil sie in der Ferne
zwei dunkle Gestalten entdeckt hatte.
Das müssen die sein...
Anna fing an zu zittern und ein Schauer lief ihr über den Rücken. Sie schüttelte sich kurz,
als ob ihr kalt wäre. In ihrem Nacken stellten sich die Haare auf und ihr Herz schlug so
heftig, dass sie dachte, man könnte es sehen. Sie blickte an sich herunter, konnte aber
nichts sehen.
Hoffentlich sehen die mich nicht...
Sie schlich sich von Baum zu Baum, um zu sehen was die Männer dort machten. Hinter
einem großen Baum blieb Anna stehen und beobachtete das Geschehen. Einer der beiden
Männer stand etwas abseits und rauchte eine Zigarette. Er trug eine schwarze Lederjacke,
war sehr groß und schien ziemlich stark zu sein. Zumindest wirkte er kräftiger als ihr
Vater. Seine schwarzen Haare hatte er zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden.
Der sieht ja aus wie n Mädchen!
Ein kleines Grinsen huschte über Annas Gesicht, und sie unterdrückte ein Kichern, indem
sie sich eine Hand vor den Mund hielt. Sie holte tief Luft, um sich vom Kichern
abzulenken. Es war ihr lieber, wenn die Männer sie nicht entdecken würde. Kurzerhand
wandte sie ihren Blick wieder dem Geschehen zu.
Der andere Mann stand in einem Loch und schien sich immer weiter in den Boden zu
graben. Immer wieder schaufelte er Erde nach oben. Anna konnte sehen, dass er völlig
schmutzig war.
Was Mama wohl sagen würde, wenn ich so schmutzig wäre... Bestimmt würde sie mich erst mal in
die Badewanne stecken.
Er hatte ein verschwitztes Gesicht, dass von der Erde ganz dunkel gefärbt war. In seinen
Haaren war Erde vom hoch schaufeln hängen geblieben. Sein Gesicht hatte einen
Ausdruck von Erschöpfung und Verärgerung. “Dawai!“, sagte der mit der Zigarette und
klatschte in die Hände, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen.
Der andere warf ihm einen düsteren, grimmigen Blick zu und meinte: „Zatkni glotku!“
Er zeigte dem Langhaarigen den Stinkefinger. Dann wandte er sich wieder ab, um
weiterzugraben.
Der muss wirklich sauer sein. Papa schaut auch immer so böse, wenn er sich mit Mama streitet.
Aber zum Glück vertragen die sich immer ganz schnell.
Anna ließ ihren Blick umher gleiten. Sie sah sich den Mann mit den langen Haaren
genauer an. Er hatte ein kantiges Gesicht. Über seinem linken Auge verlief eine Narbe
vom Haaransatz bis zur Augenbraue. Seinen Bart hatte er schon ein paar Tage nicht mehr
abrasiert, denn auf seiner hellen Haut waren viele dunkle Stoppeln zu sehen.
Anna ließ ihren Blick weiter an dem Mann herunter gleiten. Er hatte große Hände und
seine Finger wirkten ziemlich dick. An der rechten Hand trug er einen Ring an seinem
Daumen. Der Ring war zu klein, denn über und unter dem Ring sah der Daumen
aufgequollen aus.
Ihr Blick wanderte zu dem Mann in dem Loch, von dem sie nur noch den oberen Teil
seines Kopfes sehen konnte. Dann schaute sie wieder zurück zu dem Langhaarigen. Er
trug eine schwarze Jeans und klobige Stiefel. Etwas abseits von dem Mann sah sie einen
Sack liegen. Es war ein schwarzer Plastiksack. Die Männer hatten den Sack scheinbar nicht
zugeknotet, denn irgend etwas ragte ganz leicht aus der Öffnung heraus, doch Anna
konnte nicht erkennen, was es war.
Was die da wohl in dem Sack haben? Und warum wollen sie es vergraben?Die kleine Anna saß mit ihrer Puppe Bella am Waldesrand und spielte. Es war ein warmer
Sommernachmittag und Annas blondes Haar schimmerte golden im Licht der Sonne. Sie
liebte Märchen über alles, deshalb war sie fast jeden Tag im Wald, um sich immer wieder
aufs Neue von seiner magischen Atmosphäre faszinieren zu lassen. Ihre Puppe trug sie
stets bei sich, sie war ihr Augapfel. Sie hatte schwarzes, langes Haar und trug ein, mit
goldenen Borten verziertes, blaues Kleid, fast so wie Schneewittchen.
Als Anna gerade in ihr selbst erdachtes Märchen vertieft war, in dem Bella die Prinzessin
spielte, hörte sie im Wald Äste knacken. Sie schreckte mit dem Kopf nach oben, hielt die
Luft an, um ganz still zu sein und schaute, ob sie irgend etwas sehen konnte. Sie atmete
ganz langsam weiter und sagte keinen Ton, damit sie hören konnte, ob da jemand war.
Doch als sie nach ein paar Minuten nichts weiter gehört hatte, spielte sie weiter, als wäre
nichts gewesen.
Plötzlich wurde sie aus ihrem Spiel gerissen, weil sie eine Männerstimme hörte.
Was war das?
Leise stand sie vom Boden auf und klopfte sich die Blätter, auf denen sie gesessen hatte,
von ihrem weißen Kleid.
Mama wird sicher böse, weil ich das Kleid schmutzig gemacht habe.
Anna hob ihre Puppe vom Boden auf und ging ein paar Schritte in den Wald, ganz leise,
damit ihr kein Geräusch entging. Dann blieb sie stehen. Aus der Ferne konnte sie hören,
dass ein Mann redete.
Woher kommt diese Stimme? (Wer ist das?)
Sie hielt für einen kurzen Moment die Luft an und ging wieder ein paar Schritte. Äste
knackten erneut in der Ferne. Ihre Puppe umklammerte sie ganz fest, denn ihr war
mulmig zumute. Doch ihre Neugier war unstillbar. „Dawai, potoropis!“, hörte sie
jemanden sagen. Starr vor Schreck ließ Anna ihre Puppe fallen.
Was redet der da? Das klingt komisch.
Vorsichtig hob sie ihre Puppe wieder auf und drückte sie ganz fest an sich. Langsam
wurde die Angst größer. Ein leichter Windhauch strömte ihr entgegen. Es fühlte sich kühl
auf ihrer Stirn an, denn sie war völlig verschwitzt. Allerdings konnte sie nicht anders, sie
musste wissen, was das für eine Stimme war. Es waren selten Menschen im Wald und erst
recht keine, die so merkwürdig redeten. Sie lief in die Richtung aus der die Stimme kam.
Vögel flatterten plötzlich von den Bäumen und Anna bekam einen leichten Schreck.
Ob ich lieber nach Hause gehe?
Ach, wird schon nichts Schlimmes sein.
Je weiter sie lief, desto deutlicher konnte sie hören, woher die Stimme kam. Auf einmal
hörte sie noch eine zweite Stimme. „Uspokoysya!“
Der Mann klang ziemlich sauer und Anna schlug das Herz bis zum Hals.
Was reden die denn da?
Sie lief weiter in die Richtung aus der die Stimmen kamen und achtete darauf, auf keinen
Ast zu treten, damit keiner sie bemerkte. Ihre Puppe umklammerte sie immer fester. Nach
ein paar weiteren Schritten versteckte sie sich hinter einem Baum, weil sie in der Ferne
zwei dunkle Gestalten entdeckt hatte.
Das müssen die sein...
Anna fing an zu zittern und ein Schauer lief ihr über den Rücken. Sie schüttelte sich kurz,
als ob ihr kalt wäre. In ihrem Nacken stellten sich die Haare auf und ihr Herz schlug so
heftig, dass sie dachte, man könnte es sehen. Sie blickte an sich herunter, konnte aber
nichts sehen.
Hoffentlich sehen die mich nicht...
Sie schlich sich von Baum zu Baum, um zu sehen was die Männer dort machten. Hinter
einem großen Baum blieb Anna stehen und beobachtete das Geschehen. Einer der beiden
Männer stand etwas abseits und rauchte eine Zigarette. Er trug eine schwarze Lederjacke,
war sehr groß und schien ziemlich stark zu sein. Zumindest wirkte er kräftiger als ihr
Vater. Seine schwarzen Haare hatte er zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden.
Der sieht ja aus wie n Mädchen!
Ein kleines Grinsen huschte über Annas Gesicht, und sie unterdrückte ein Kichern, indem
sie sich eine Hand vor den Mund hielt. Sie holte tief Luft, um sich vom Kichern
abzulenken. Es war ihr lieber, wenn die Männer sie nicht entdecken würde. Kurzerhand
wandte sie ihren Blick wieder dem Geschehen zu.
Der andere Mann stand in einem Loch und schien sich immer weiter in den Boden zu
graben. Immer wieder schaufelte er Erde nach oben. Anna konnte sehen, dass er völlig
schmutzig war.
Was Mama wohl sagen würde, wenn ich so schmutzig wäre... Bestimmt würde sie mich erst mal in
die Badewanne stecken.
Er hatte ein verschwitztes Gesicht, dass von der Erde ganz dunkel gefärbt war. In seinen
Haaren war Erde vom hoch schaufeln hängen geblieben. Sein Gesicht hatte einen
Ausdruck von Erschöpfung und Verärgerung. “Dawai!“, sagte der mit der Zigarette und
klatschte in die Hände, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen.
Der andere warf ihm einen düsteren, grimmigen Blick zu und meinte: „Zatkni glotku!“
Er zeigte dem Langhaarigen den Stinkefinger. Dann wandte er sich wieder ab, um
weiterzugraben.
Der muss wirklich sauer sein. Papa schaut auch immer so böse, wenn er sich mit Mama streitet.
Aber zum Glück vertragen die sich immer ganz schnell.
Anna ließ ihren Blick umher gleiten. Sie sah sich den Mann mit den langen Haaren
genauer an. Er hatte ein kantiges Gesicht. Über seinem linken Auge verlief eine Narbe
vom Haaransatz bis zur Augenbraue. Seinen Bart hatte er schon ein paar Tage nicht mehr
abrasiert, denn auf seiner hellen Haut waren viele dunkle Stoppeln zu sehen.
Anna ließ ihren Blick weiter an dem Mann herunter gleiten. Er hatte große Hände und
seine Finger wirkten ziemlich dick. An der rechten Hand trug er einen Ring an seinem
Daumen. Der Ring war zu klein, denn über und unter dem Ring sah der Daumen
aufgequollen aus.
Ihr Blick wanderte zu dem Mann in dem Loch, von dem sie nur noch den oberen Teil
seines Kopfes sehen konnte. Dann schaute sie wieder zurück zu dem Langhaarigen. Er
trug eine schwarze Jeans und klobige Stiefel. Etwas abseits von dem Mann sah sie einen
Sack liegen. Es war ein schwarzer Plastiksack. Die Männer hatten den Sack scheinbar nicht
zugeknotet, denn irgend etwas ragte ganz leicht aus der Öffnung heraus, doch Anna
konnte nicht erkennen, was es war.
Was die da wohl in dem Sack haben? Und warum wollen sie es vergraben?



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