Freitag, 2. August 2013

Serienkiller - Jürgen Bartsch

Jürgen Bartsch war ein pädosexueller Serienmörder - das bedeutet er hatte eine Vorliebe für Kinder. Bekannt wurde dieser Serientäter, als  „Kirmesmörder“ - ich weiß warum ich solche Dinge unheimlich finde. 
Geboren wurde Jürgen Bartsch, als Karl-Heinz Sadrozinski 1946, ein nichteheliches Kind,  in Essen. Seine Mutter verstarb kurz nach der Geburt. Er wurde von einer Familie aufgenommen und umgetauft. 
Bartschs Adoptivmutter war eine neurotische Sauberkeitsfanatikerin - vielleicht einer der Gründe für seine späteren, psychischen Auffälligkeiten. Wenn er etwas dreckig machte oder mit anderen Kindern spielte, wusch die Mutter ihn eigenhändig in der Badewanne. Dies sogar bis zu einem Alter von 19 Jahren! Später sagte Bartsch: "Sie wollte lieber eine Puppe, als ein Kind!" 
Auch hier sieht man deutlich, dass der Grundstein für sein späteres Handeln bereits gelegt wurde. Nachdem er einige Zeit in einem Kinderheim verbracht hatte, wurde er auf ein katholisches Internat geschickt. Hier erlebte er seine ersten homosexuellen Erfahrungen mit denen er schwer zu kämpfen hatte. Er empfand seine Sehnsüchte als abartig, die Vorstellung anders zu sein, machte ihm Angst. Bis es schließlich zur Tat kam:



8. Mai 1966

Bartsch ging auf eine Kirmes in Essen-Schonnebeck. Dort sprach er den 11jährigen Manfred, unter dem Vorwand, an, einen Schatz zu suchen. Er lockte ihn in einen alten Luftschutzbunker und zwang ihn sich auszuziehen. Bartsch nahm sexuelle Handlungen an seinem Opfer vor und erschlug ihn danach. Später nahm er ein Schlachtermesser und zerstückelt die Leiche in mehrere Teile. 

Die Brutalität dieses Verbrechens zeigt deutlich was Bartsch in all den Jahren unterdrück hat. Ähnlich wie bei vielen anderen Serientätern konnte auch er sich danach kaum beherrschen, sodass es rasch zur nächsten Tat kam:

18. Juni 1966

Die Suche nach einem neuen Opfer führte Bartsch durch Wuppertal-Elbersfeld. Er fand es in Peter Freese. Der Täter brachte den Jungen in den gleichen Luftschutzbunker, wo er ihn mit Schlägen und Fußtritten dazu zwang, sich zu entkleiden. Anschließend er fesselte Freese und kündigte ihm an, er werde ihn töten. Danach verließ er den Bunker. Der Junge konnte sich von den Fesseln befreien und entkam. 

In dem alten Luftschutzbunker fand man die Überreste von vier Kinderleichen. 

Vom Landgericht Düsseldorf wurde das erste Urteil - lebenslänglich - gegen ihn in 10 Jahre Jugendstrafe umgewandelt und eine Unterbringung in eine Heil.- oder Pflegeanstalt angeordnet.  Jürgen Bartsch beantragte eine Kastration, in der Hoffnung so seinen verhassten Neigungen zu entkommen.  Er starb 1976 auf dem Operationstisch im Landeskrankenhaus Eikelborn an den Folgen eines Narkosezwischenfalls.



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