Samstag, 28. September 2013

Serienkiller - Anna Margarethe Zwanziger

Anna Margarethe Schönleben wurde am 7. August 1760 in Nürnberg geboren, sie verstarb am  17. September 1811 und war eine deutsche Serienmörderin. Ihr Start ins Leben war bereits geprägt von den Schattenseiten. Ihre Eltern starben noch bevor Anna 6 Jahre alt war, sodass sie als Vollwaise in verschiedenen Pflegestellen aufwuchs. Erst im Alter von ca. 10 Jahren nahm ihr gesetzlicher Vormund sie schließlich auf und ermöglichte ihr ein relativ normales Leben, in dem auch eine gute Ausbildung nicht fehlen durfte.  Mit 19 Jahren wurde Anna zur Heirat mit dem doppelt so alten Notar und Trinker Zwanziger gedrängt. Die Ehe war jedoch nicht sonderlich glücklich sondern geprägt von Einsamkeit, Streit und Gewalt. Aufgrund des dauerhaften Geldmangel, so heißt es, ging Zwanziger auch zeitweise der Prostitution nach. Ebenso wird ihr eine Affäre mit einem Leutnant nachgesagt.


Ihr Gatte starb 1796 an den Folgen seiner Alkoholkrankheit und ließ sie, ebenso wie die Kinder, mittellos zurück. 1808 nahm Anna in der Nähe von Bayreuth eine Stelle als Haushälterin bei dem Justizangestellten Glaser an. Kurz darauf starb dessen Frau am 26.08.1808 an Arsenvergiftung, auf Anna fiel kein Verdacht. Auch danach hatte Anna wenig Glück mit den Männern. Ihr zweiter Arbeitgeber, Justizangestellte Grohmann, verstarb am 08.05.1809, nachdem Heiratspläne mit einer anderen Frau bekannt wurden - Anna selbst hatte wohl gehofft er würde diese Pläne mit ihr haben. Auch dieses Opfer wies Anzeichen einer Arsenvergiftung auf, jedoch wurde Anna auch hier nicht verdächtigt. Sie galt als eine sehr aufmerksame und liebevolle Frau. 

Dies änderte sich nach ihrem dritten Arbeitgeber Gebhard. Am 20. Mai 1809 verstarb dessen Frau im Wochenbett. Vor ihrem Tod äußerte sie noch den Verdacht, vergiftet worden zu sein - zum ersten Mal geriet Anna im Verdacht. Die beiden Frauen sollen des öfteren Streit bezüglich der Haushaltsführung gehabt haben. Auch Gebhard selbst sowie zahlreiche Besucher und Dienstboten erkrankten wenig später. Daraufhin erhielt Anna die Kündigung. Dem schrecklichen Verdacht wurde jedoch erst nachgegagen, als zwei Mägde sowie das jüngste Kind der Familie erkrankten. Man unterzog den verwendeten Lebensmitteln einer Analyse. Gefunden wurden große Mengen Arsen in den Salzvorräten. Auf dieser Grundlage wurde eine Exhumierung der bisherigen Opfer angeordnet, die alle schon durch äußerliche Anzeichen als Arsenopfer zu erkennen waren: eine unüblich geringe Verwesung der Leichen, die Körper waren wie Mumien verhärtet und ausgetrocknet.
Am 16. April 1810 kam es zur Verhandlung, in der Anna nach einigen leugnen schließlich zugab, Gift verabreicht zu haben. Allerdings behauptete sie, keinen Tötungsvorsatz gehabt zu haben - sie wollte die Opfer nur krankmachen und sich somit an ihnen rächen. Im Juli 1811 erging ihr Todesurteil, sie wurde am 17. September 1811 enthauptet.

Kommentare:

  1. Toller Post :) irgendwie kann einen die Anna ja leid tun..
    Lg lili

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  2. Oha - bei Dir lernt man ja auch noch richtig was :)

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