Montag, 14. Oktober 2013

Blutanalyse

"Ein kleines Blutbild setzt sich also aus den Werten zu den Blutzellen (Erythrozyten, Thromozyten und Leukozyten), dem Hämoglobin und dem Hämotokrit zusammen, wobei der Hämatokrit-Wert wiedergibt, wie sich der Anteil der Blutzellen zum gesamten Blut verhält und der Hämoglobin-Wert den Blutfarbstoff darstellt."
(Quelle: http://www.grossesblutbild.de/kleines-blutbild)

Unser Blut sagt uns also, wenn der Körper gegen etwas kämpft. Unser Blut ist das Transportmittel aller Stoffe die wir Aufnehmen.  Unser Blut zeigt wer wir sind und was wir getan haben. Die Nahrung hinterlässt genauso Spuren wie Alkohl oder Drogen. Doch nicht nur die "inneren" Werte des Blutes sind wichtig für die Ermittlungen Medizinern und Polizei. 



Wenn sich Mann, am morgen, rassiert und sich schneidet, trott Blut aus der Wunde und beginnt binnen weniger Minuten zu gerinnen. Mit einem Schlag verändert es sich, das Blut wird dickflüssiger und trocknet schließlich fast genau dort ein, wo es gerade ist. Für die Forensik geradezu optimal, denn dadurch wird Blut zu einem ungemein wichtigen Mittel, um Verbrechen aufzuklären. Der Tathergang kann durch die Analyse von Bluspritzern nachvollzogen werden, durch die Blutstropfen kann z.B eine Aussage gemacht werden, von woher ein Angreifer sich seinem Opfer genähert hat. Biologie, Chemie, Mathematik und Physik sind dabei wichtige Faktoren, eine bloße Probe des Blutes verrät weit weniger. Natürlich ist diese Wissenschaft auch nicht immer so genau wie uns Serien wie "Dexter" glauben lassen möchten, dennoch können Aussagen über die Tropf- oder Spritzrichtung gemacht werden, über die Art der Waffe getroffen oder die größe des Täters gemacht werden. Nachträgliche Änderungen am Tatort wie z.B der Diebstahl eines wertvollen Gegenstandes, können durch die Muster Blutspritzer abgeleitet werden. 

Es gibt drei Arten von Blutspritzern – passive Spritzer, projizierte Blutspritzer und Blutspritzer, die durch Kontakt übertragen wurden.


Passive Blutspritzer enstehen immer dann, Blut tropft - durch bloßes Heruntertropfen aus einer Wunde entstehen, oder Blutlachen, deren Form verändert wurde, da die Leiche bewegt wurde. Die Größe und Ausdehnung der Lache ist aufschlussreich für die Liegedauer der Leiche. 

Projizierte Blutzspritzer entstehen dann, wenn das Blut auf irgend eine Art beschleunigt wurde. Hierzu gehören vor allem solche Blutspritzer, die entstehen, wenn Waffen in das Gewebe eindringen, wie Messer. Wenn sich das Opfer wehrt ist dies auch anhand der Blutspuren ersichtlich. Durch die Form der Spritzer lässt sich erschließen ob etwa ein Messer oder eine Schusswaffe als Tatwerkzeug in Frage kommt. Tropfen, die nur eine geringe Beschleunigung erfuhren, sind in der Regel bis zu drei Millimeter dick. Tropfen mit mittlerer Beschleunigung - wie etwa durch Wunden bei einem Faustkampf - haben einen Durchmesser von einem bis drei Millimeter. Spritzer, die nach dem Eindringen von Schusswaffen entstehen, aber auch Bluthusten, weisen einen meist wesentlich kleineren Durchmesser auf. 
Zur dritten Art gehören vor allem Blutschmieren, wenn ein Objekt durch eine Blutlache gezogen wird oder auch Blut, das das z.B. von einem Messer tropft und eine Spur auf dem Boden hinterlässt. Mit bloßen Auge, lassen sich viele dieser Dinge nicht sofort ermitteln. 
Die Blutanaylse lebt durch die gute Tatortarbeit und den dokumientierenden Fotos, außerdem werden viele der Berechnungen von Software-unterstützt, die Realität sieht also doch etwas anders aus, als uns die TV-Kollegen weis machen wollen. Dennoch gestehe ich gerne ein, das mich eine Serie wie "Dexter" dennoch fasziniert - sich nicht nur weil der gute Mann ein Serienkiller ist. Die Arbeit von Polizei und Co. ist für den Ottonormalverbraucher ebeb immer ein interessantes Thema- in guten wie in schlechten Zeiten. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen