Donnerstag, 17. Oktober 2013

Die blutigste Serie - Dexter


Blut, 
Forensische Ermittlungen 
und ein großer Schuss bitteböse Ironie. 
Es sollte niemanden wundern das ich diese Serie verschlungen habe, nachdem ich sie entdeckte. 
Neben einigen schönen Fakten zum Thema Blut und Blutspurenanalyse konnte die Serie auch mit interessanten Charakteren und immer wieder nervenaufreibenden Wendepunkten - nunja, punkten. 
Auch Romatik und Sex kommen dabei nicht zu kurz. Doch ich möchte gar nicht groß drum herum reden und Euch erst einmal mitteilen um was es denn eigentlich geht ...


Inhalt:


Dexter Morgan ist seit seiner Kindheit traumatisiert - er empfindet keinerlei Emotionen. Al wäre das nicht bereits schlimm genug, hat den unstillbaren Drang zu töten. Dexter ist ein Serienkiller - aber eben kein gewöhnlicher. In seinem Alltag ist Dexter sehr darauf bedacht, normal und unauffällig zu erscheinen - nicht gerade ein leichtes Unterfangen, denn das ständige Vorspielen von Gefühlen hält mehr als nur ein Fettnäpchen für ihn breit. Er arbeitet als Forensiker im Morddezernat beim Metro Police Department von Miami, wo er für die Blutspurenanalyse zuständig ist.


Ab jetzt enthält dieser Post Spoiler, wer sich also noch überraschen lassen will, sollte nicht mehr weiterlesen. 





Dexter Morgan:


Dexter wurde als Dreijähriger durch den grausamen Mord an seiner leiblichen Mutter, den er und sein älterer Bruder Brian mitansehen mussten, schwer traumatisiert. Die beiden Brüder wurden mit der zerstückelten Leiche in einem Kontainer eingesperrt in dem das Blut förmlich stand. Dieses Erlebnis war es, das den Knackpunkt in Dexter auslöste. Seit dem ist er besessen von Blut.

Nachdem er von Harry Morgan, einem Polizisten, adoptiert wurde und wuchs er in dessen Familie auf. Harry erkannte Dexters Problem früh und lehrte ihn, wie er ein normales Leben führen und trotzdem seinen Drang zu töten befriedigen kann. Neben dem Vorspielen von Emotionen zeigte Harry dem kleinen Dexter auch wie er seine Spuren an Tatorten verwischt. Außerdem brachte er ihm einen Codex bei, so tötet Dexter - ausschließlich Mörder, die von der Justiz nicht belangt werden konnten und wird zu einem Antihelden wie er im Buche steht.
Dexter studierte Medizin und arbeitet zu Beginn der Serie als Blutspurenanalytiker beim Morddezernat des Miami Metro Police Department, ebenso wie seine jüngere Adoptivschwester Debra - für die er im Gegensatz zu allen anderen Menschen wirkliche Gefühle hegt. 
Zwar geht Dexter in der Auswahl seiner Opfer streng nach Harrys Codex vor - sprich er tötet nur Menschen die ebenfalls töten, doch sorgt er häufig selbst dafür, dass seine Zielpersonen gesetzlich nicht belangt werden können, indem er die Ermittlungen seines Dezernats durch falsche Blutspurenanalysen sabotiert. Somit erhält er die Chance, die Mörder später unter das eigene Messer zu kriegen. Seine Methode um keine Spuren bei seinen Morden zu hinterlassen, ist es quadratmeterweise Plastikplanen in einem Tötungsraum auszulegen. Zu seinem Tötungsritual, von dem er nur selten abweicht, gehört die Konfrontation seines Opfers mit dessen Taten, durch beispielsweise aufgehängte Bilder dessen Opfer - hier wird Dexter im Laufe der Serie allerdings immer kreativer. Ebenso wie bei der Tötung selbst - ist es zu Anfag beortzugt ein Stich ins Herz, so versucht er sich später durchaus auch darin die Fehlen seiner Opfer durchzuschneiden oder sie mit einer Kettensäge zu zerlegen. Dexter ist es wichtig, dass die Mörder, die er tötet, wissen, warum er dies tut. 
Seine Mordtrophäen sammelt er in Form von Blutstropfen auf Objektträgern, die er in einem Holzkasten in seiner Wohnung aufbewahrt - diese sind nicht beschriftet, Dexter gibt den Opfern gedankliche Nummern um sie auseinander zuhalten. Nach der Tötung versenkt Dexter die Säcke mit den Überresten seiner Opfer im offenen Meer, im Laufe der Serie wird der Friedhof dieser Säcke gefunden und die Presse tauft ihn auf den Namen „Bay-Harbor-Metzger“. Einen Namen den er selbst zutiefst verabscheut.
Dexter behauptet von sich selbst, unfähig zu sein, Gefühle zu empfinden - allerdings wird diese These oft von Dexters Verhalten widerlegt. Zwar sieht er in sich selbst ein kaltes Monster, doch zeigen ihm die Menschen um ihn herum immer wieder, dass auch er eine gute seine hat, die nicht von seinem "dunklen Begleiter" beherrscht wird. So tendiert er schnell zu impulsivem, irrationalem Handeln, wenn seine Schwester Debra oder Rita (seine Ehefrau) und ihre Kinder in Gefahr geraten. Diese Regung wird noch einmal betont nachdem sein Sohn Harrision geboren wird. Es dauert allerdings bis zur 7. Staffel bis er selbst erkennt, dass auch Menschen wie er, Liebe empfinden können. 

Warum ich diese Serie liebe ...


Natürlich bin ich immer Feuer und Flamme wenn es um eine gute Story geht, die Drehbuchautoren konnten mir bei dieser Serie wieder einmal beweisen, dass es durchaus noch unverbrauchten Stoff in diesen Genere gibt. Neben Dexter selbst sind es gerade die Nebenrollen die mit viel liebe für Kleinigkeiten gestaltet wurden. So erfahren wir im Laufe der Serie immer wieder, dass nicht nur Dexter ein dunkles Geheimnis hat. Genügend abwechslung gibt es ebenfalls, denn es sterben immer wieder unerwartet Darsteller und machen Platz für neue Gesichter. Sowohl Dexter als auch seine Schwester Debra sorge dafür das auch der Sex nicht zu kurz kommt, beide haben eine Reihe von Affären die den Verlauf der Story mitbestimmen. Diese explosive Mischung aus kochenden Emotionen und kalten Morden ist es, die diese Serie für mich zu einer der Besten macht die ich in der letzten Zeit gesehen habe.


Negative Punkte ...


Der für mich nervigste Punkt an der gesamten Serie ist das Intro. Selbst wenn ich von den logischen Abweichungen absehen könnte - Dexter rasiert sich, hat aber dennoch einen Dreitagebart und welcher Mensch schnürt sich die Schuhe zu, bevor er das T-Shirt anzieht?! - so ist die hohe Melodie auf Dauer doch etwas anstrengend. 

Außerdem bin ich sehr empfindlich wenn es um den Unterschied von Serienkillern und  Massenmördern geht, in einer Serie wie dieser sollte eine Verwechslung der beiden nicht passieren. Allerdings kann ich bei diesem Punkt nicht sagen, ob es am Drehbuch oder der Übersetzung lag. 
Wie es in Serien leider immer ist, gibt es nach einer Weile eine gewisse Routine die sich einschleicht. Zwar sorgen die Autoren immer wieder für einige Überraschungen, doch fängt man nach der 7. Staffel an sich zu fragen, was sie nun noch einbaue wollen, ohne das es zu abgehoben wird. Da nun jedoch die angeblich Finale 8. Staffel in den USA läuft überkommt mich jedoch ein heftiges Bedauern ...
... das immer die guten Serien enden müssen ...



1 Kommentar:

  1. Mir hat die erste bis zum Ende der zweiten Staffel wirklich gut gefallen.
    Danach kam die von dir erwähnte Routine mit in die Sendung, was bei jeder noch so guten Serie zu erwarten ist.
    Was mich völlig an den bisher geschauten Staffeln störte, war die Schwester von Dexter.
    Nicht nur ihre ständig überzogene vulgäre Ausdrucksweise, ich zitiere : "Fick die Henne!", ebenso die Art der Mimik, sowie Gestik der Darstellerin und des damit verbundenen Charakters.
    Irgendwann jedoch verliert die Sendung den Reiz und Charme, weil es immer absurder erscheint, wie Dexter sich in Situationen, mit vergleichbar peinlichen Zufällen, seines ausgeführten Hobbys herauswinden kann.
    Ab Staffel 3 empfand ich die Sendung eher lästig und schnell verging mir die einstige Freude.

    Grüße von
    John Tester

    AntwortenLöschen