Donnerstag, 3. Oktober 2013

Elisabeth Báthory - Die Blutgräfin

Elisabeth Bathory war ein ungarische Gräfin die Ende des 16. Jahrhunderts lebte. Schon zu ihren Lebzeiten hatte sie einen sehr zweifelhaften, fast schon berüchtigten Ruf in der christlich-dominierten Welt. Um sie rankten sich viele Legenden und Sagen, die sich allesamt auch heute noch hartnäckig halten. Den Begriff "Bloody Mary" haben sicher die meisten schon einmal gehört - auch auf diesen Mythos werde ich im Laufe des Monats eingehen, heute bleiben wir allerdings ganz bei der "Blutgräfin".

Das Báthory-Geschlecht gehörte zu den wohlhabendsten und einflussreichsten Familien des Landes. Die Tragödie des jungen Mädchens begann angeblich im Alter von neun Jahren, als Elisabeth hilflos zusehen musste, wie aufständische Bauern zwei Kindermädchen erschlugen, dann zwei ihrer Schwestern vergewaltigten und an den Ästen eines Baumes aufhängten. Bereits hier streiten sich die Quellen. Mal heißt es sie hätte sich in einem nahegelegenen Haus versteckt, dann in der Krone des Hauses. 1571 wurde sie mit elf Jahren mit dem fünf Jahre älteren Franz Nádasdy verlobt. Auch um ihren Mann ranken sich zahlreiche Legenden. Wegen seiner Grausamkeit und Härte erhielt er den Beinahmen "schwarzer Ritter". Die Hochzeit fand am 9. Mai 1575 statt, als Elisabeth 14 Jahre alt war.  Franz war oft außer Haus und kämpfte im königlichen Ungarn gegen die Osmanen

Kurz nach der Hochzeit verfiel Elisabeth ANGEBLICH in einen Wutanfall und schlug ihre Dienerinnen so heftig, dass sie mit blutigen Wunden übersäht waren. In einem weiteren Bericht heißt es, dass dabei Blut einer Dienerin auf die Hand der Königin tropfte und sich die Haut dort plötzlich jünger angefühlt hätte - wie bereits erwähnt sind dies nur unsichere Überlieferungen, keine Fakten. Nach der Hochzeit verbrachten Franz und Elisabeth nur sehr wenig Zeit zusammen, denn der Krieg beherrschte die damalige Zeit. Es wurde erzählt, daß sie sich oft liebten, fast immer auf perverse Art. So wurde berichtet, daß Franz auf Wunsch von Elisabeth ein 12 jähriges Mädchen entjungferte und sie es während des Aktes auspeitschte. Während der Abwesenheit ihres Mannes soll die junge Frau -  laut Anklage  - regelmässig Orgien gefeiert haben, bei denen unter andem der Aderlass praktiziert wurde. Auch dies sind nur Gerüchte der damaligen Zeit, stichhaltige Beweise gibt es auch dafür nicht.


Ihr Ehemann fiel 1604. Báthory erbte dessen gesamtes Vermögen. Nachdem sie 1605 auch ihren Bruder Stefan beerbt hatte, ballte sich große Macht in ihrer Hand. Für eine Frau in dieser Zeit etwas ungewöhnliches. Sie agierte als Familienoberhaupt und ließ sich ungerne dazwischen reden. Auf Befehl des Königs Mathias II. von Ungarn stürmte und durchsuchte Graf Georg Thurzo von Bethlenfalva am 29. Dezember 1610 die Burg Čachtice, in der Elisabeth lebte. Schon seit längerer Zeit kursierten damals Gerüchte, denen zufolge es sich bei der Gräfin um eine sadistische Serienmörderin handelte. Anfangs hatte sie Dienerinnen gefoltert, verstümmelt und umgebracht. Als sie dann auch Jungfrauen aus aristokratischen Familien zu Tode quälte, wurden die ersten Anzeigen gegen sie protokolliert. Es wurde beschrieben, dass sie eine Dienerin im Winter nackt mit Eiswasser bespritzte und wartete bis sie erfror. Außerdem wurde ihr vorgeworfen sie habe die Mädchen ermordet, um ihr Blut trinken bzw. in ihrem Blut baden zu können. Auf diese Weise habe die "Blutgräfin" sich verjüngt. Andere hielten sie für einen Vampir. Es finden sich auch Berichte, dass Erzsébet Báthory – die "Tigerin von Cachtice" – mit ihren Zähnen jungen Mädchen Fleischstücke aus dem Körper gerissen habe. Auch hier stellt sich die Frage nach dem Wahrheitsgehalt. 

Die Gräfin starb am 21. August in ihrer Zelle und wurde am 25. November in der Kirche zu Čachtice beigesetzt.
Ob Elisabeth eine Serienmörderin - übrigens wird sie als erste weibliche Serienmörderin aufgelistet - oder das Opfer eines politischen Komplotts war, werden wir nie mit Bestimmtheit sagen können. Ihre Legenden jedoch sind vielen von uns ein Bergriff und werden es sicher auch noch eine Weile bleiben. 


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