Donnerstag, 10. Oktober 2013

Serienkiller - Richard Chase

Schon oft habe ich erwähnt das diese Thematik zu einer kleinen Besessenheit wurde, eine der Personen die es mir wirklich angetan haben ist Richard Chase. Den meisten ist dieser Name unbekannt, aber natürlich werdet Ihr am Ende des Beitrages ein gutes Stück mehr über diesen Mann wissen ...

Richard Trenton Chase war ein amerikanischer Serienmörder, der wegen seiner Neigung, das Blut seiner Opfer zu trinken den Spitznamen The Vampire of Sacramento bekam.  Er wurde im Jahr 1950 geboren und war der einzige Sohn seiner Familie. Im Gegensatz zu vielen anderen Serientätern war seine Kindheit recht unauffällig. Chase war ein durchschnittlicher Schüler und galt als gehorsames Kind. Dies änderte sich jedoch, als die Ehe seiner Eltern zerbrach - angeblich warf seine Mutter seinem Vater vor, er habe sie vergiftet. Der junge Richard versuchte seine Konflikte in Alkohol zu ertränken. Während seiner Pupertät hatte er häufig Beziehungen zu Mädchen, die jedoch alle endeten wenn es zum Geschlechtsverkehr kommen sollte - Chase war impotent.



Den Spitznamen „Dracula“ erhielt er 1976 als er in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wurde, nachdem er sich Kaninchenblut injiziert und daraufhin an einer Blutvergiftung erkrankt war. Die Diagnosen waren jedoch allesamt Widersprüchlich. Während Chase zu einem wahren Schrecken für die Krankenschwestern wurde, versuchten die Ärzte eine schlüssige Theorie zu finden.  Schizophrenie oder drogeninduzierte Psychose wurden in Betracht gezogen, Chase selbst hatte jedoch seine ganz eigene Erklärung für seine Handlungen. Inzwischen hatte er sogar damit begonnen Vögeln den Kopf abzubeißen. Er war der Meinung das sein Blut sich langsam in Pulver verwandeln würde, wenn er kein fremdes Blut in sich aufnahm. Nur ein Jahr später 1977 wurde Chase wieder aus der Klinik in die Verantwortung seiner Eltern entlassen, trotz Protesten des Pflegepersonales. Sein Zustand galt als stabil. Seine Eltern besorgten ihm eine Wohnung und übernahmen die anfallenden Rechnungen. Da Chases Mutter überzeugt davon war, dass die Medikamente, die man ihm verschrieben hatte, ihm nicht helfen würden, entzog sie ihm diese.
Seine Opfer blieben noch immer Tiere. Richard Chase war überzeugt, dass seine Organe im Inneren des Körpers wanderten, dass sein Herz aus Blutmangel schrumpfte, dass sein Magen dabei sei zu verfaulen. Dieser Prozess ließ sich nur mit Blut aufhalten. Durch den Entzug der Medikamente konnte seine Psychose noch weiter wachsen. Er tötete unzählige Hunde, Katzen und klein Tiere, deren Blut und er mit Cola vermischte, um diesen " Cocktail " zu trinken und sich damit am Leben zu erhalten. Im gleichen Jahr wurde er von einem indianischen Polizisten in einem Reservat angehalten. Er trug ein blutdurchtränktes T-Shirt, wirkte jedoch harmlos. Ohne Gegenwehr zeigte er dem Polizisten die Schusswaffen und einen blutgefüllten Eimer, den er ihm Auto mit sich führte. Es gelang ihm den Polizisten zu überzeugten, dass er nur auf der Jagd gewesen war und durfte weiterfahren.
Doch noch im selben Jahr sollte Chase sich sein erstes menschliches Opfer suchen: Ambrose Griffin. Er wurde am Ende Dezember erschossen, als er gerade dabei war, sein Auto auszuladen. Nur ein paar Wochen später traf es dann die 22jährige Terry Wallin. Die Leiche der im dritten Monat schwangeren Frau wurde mit zerfetztem Unterleib gefunden, glaubt man den Gerüchten, so hat Chase das Blut in einem Becher aufgefangen und getrunken. Andere Stimmen behaupten er habe sich sogar in dem Blut gewaschen, da seine Haut so trocken war. Genaues ist hier jedoch nicht bekannt. 
Noch im Januar 1978 wurden in einem Vorort noch mehr Leichen gefunden: Die Toten waren Evelyn Miroth, 36, ihr sechsjähriger Sohn Jason und Daniel J. Meridith, 52. Alle wurden in ihrem Haus erschossen. Im Badezimmer entdeckte die Polizei Hirnmasse und unmengen von Blut. Auch hier hatte der Mörder anscheinend das Blut der Opfer getrunken, kannibalische Handlungen und/oder nekrophile Handlungen ausgeübt.
Chase konnte durch Hinweise einer ehemaligen Mitschülerin und die Arbeit des  FBI-Profilers Robert Ressler verhaftet werden. In seiner verdreckten Wohnung fanden die Polizisten die Leiche von Michael Ferriera, drei Rührschüsseln voller Blut und Zeitungsberichte über den ersten Mord. Damit war seine Schuld bewiesen. 
Obwohl Chase noch immer unter der Wahnvorstellung litt sein Blut würde sich in Pulver verwandeln und er angab, das Stimmen ihm gesagt hätten er müsste töten, wurde er für zurechnungsfähig erklärt. Am 26. Dezember 1980 wurde Richard Trenton Chase tot in seiner Zelle aufgefunden. Eine Autopsie ergab, dass er sich mit einer Überdosis Medikamenten - die ihm gegen die Halluzinationen gegeben wurden -  selbst getötet hatte. Anscheinend hatte er seinen Tod über Wochen geplant. 

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