Freitag, 15. November 2013

Mitten auf der Kreuzung

Das Leben spielt uns manchmal einige Chancen zu, um einige haben wir Jahre lang gekämpft und andere ergeben sich im Laufe einiger Zufälle. Die Problematik mit Chancen ist eigentlich offensichtlich: Wenn man eine sausen lässt, kommt sie vielleicht nie wieder. Nur dürfte es auch schwer werden alle auf einmal wahrzunehmen. Es ist wichtig die Dinge genau zu betrachten und sich dann darüber klar zu werden was man eigentlich will, wo wir auch schon bei meinem Problem sind.
Ich sitze mitten auf einer Kreuzung. Bildlich gesprochen.





Vor mir sind gleich drei Wege die nach mir brüllen, doch welchen davon ich gehen will, das weiß ich leider nicht - denn MEIN Weg ist leider nicht dabei. Ich will schreiben, doch meine Chancen drehen sich in einem anderem Bereich. Immer wieder werde ich gefragt, ob mir mein Job denn keinen Spaß macht. Er macht Spaß, ich arbeite gerne. Jedoch ist etwas Spaß eben nicht genug und ich scheue mich davor wieder mehr Verantwortung zu übernehmen, auf der anderen Seite bedeutet mehr Verantwortung auch mehr Geld. Und das man mit Geld viele schöne Sachen machen kann ist ja bestens bekannt ... 
Die Abendschule ist im allgemeinen eine sehr große Chance, wann hat man schon einmal die Gelegenheit wieder die Schulbank zu drücken - mit allen Vor- und Nachteilen. Mathe wird wohl immer ein Schandfleck in meinem Zeugnis sein, ebenso wie Chemie, doch der Rest sieht ohne große Anstrengung ganz gut aus. Soll ich also das Potenzial und die bereits verbrauchte Zeit einfach in den Wind schießen? Auch das kommt mir nicht richtig vor. 
Was also dann? 
Ich WILL das Abitur nur aus einem Grund, damit ich Psychologie studieren kann. Dieser Studiengang wird allerdings auch von einigen Unis in Deutschland ohne Abitur angeboten, dafür muss man einen Test absolvieren und natürlich bestehen. Wie ihr Euch sicher denken könnt, habe ich mich für einige dieser Tests angemeldet. Doch was wenn ich wirklich bestehe?
Nicht alle Unis sind in der Nähe - eigentlich fast keine- und nur eine bietet ein Fernstudium an. Wenn ich also angenommen werde, was mir selbst ziemlich unwahrscheinlich vorkommt, dann hänge ich noch immer in der Qual einer Entscheidung. 
Am Ende lande ich also wieder beim Grübeln und setzte sich mich mitten auf meine Kreuzung, um mir jeden Weg noch einmal anzusehen. Vielleicht hätte ich schon längst eine Entscheidung gefällt, wenn nicht die Wege meines Freundes auch mit eingerechnet werden müssten und auch er steht gerade zwischen den Stühlen. Immerhin bin ich mit diesem Gefühl also nicht alleine ...

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