Sonntag, 15. Dezember 2013

Autorenintervie mit Chris van Harb

Ich liebe Zombies und ich liebe gutes Essen, da komme ich um Chris van Harb nicht herum. Natürlich möchte ich Euch daran Teil haben lassen, immerhin finden wir auch in der inzwsichen recht großen Welt der Bücher, selten etwas derartig außergewöhnliches. Aus diesem Grund wollte ich nun auch den Menschen hinter "Es muss nicht immer Hirn sein" kennen lernen!

Chris van Harb hat sich bereitwillig und ganz ohne zu beißen meinen Fragen gestellt!

 1. Worum geht es in deiner "Es muss nicht immer Hirn sein" Reihe?

In meinen „Es muss nicht immer Hirn sein“-Büchern geht es um Zombies, die kein Mensch essen. Sei es aus ideologischen, geschmacklichen, gesundheitlichen oder anderen Gründen.


 2. Von der Idee bis zur Veröffentlichung, welche Schritte waren für dich am schwersten?

Das Erfinden der einzelnen Geschichten. Wie gesagt, meine Zombies sind anders. Sie müssen sich mit alltäglichen Problemen rumplagen, die auch wir Menschen kennen. Nervige Verwandtschaft, Liebeskummer, Einsamkeit, Fahrkartenkontrolleure, Verzweiflung, marode Wohnbedingungen, Pubertät …  Eine normale Begebenheit humorvoll und unterhaltsam in die Welt der Zombies zu transportieren, hat so ihre Tücken.


 3. Wie begann deine Liebe zum Schreiben?

Sehr früh. Meine Mutter ist Journalistin und Autorin. Ich habe sie – seit ich denken kann – immer schreiben gesehen und tippen gehört. Irgendwann wollte ich das auch machen und bemerkte, dass es mir Spaß macht, mir Geschichten auszudenken.

 4. Bist du selbst eine Leseratte oder reicht es dir, deine Geschichten aufzuschreiben?

Ich liebe es zu lesen. Bücher die es schaffen, mich zu packen und für einige Stunden in eine andere Welt zu locken, sind mit das Beste, was es auf der Welt gibt.

 5. Die Autorenwelt ist wenig luxuriös und mit einigen harten Kanten versehen, musstest du schon schlechte Erfahrungen machen?

Sicher. Wie wohl viele (Indie)-Autoren. Es wird nicht immer fair gespielt und die Ellenbogenmentalität mag und beherrsche ich nicht. Wichtig ist nur, dass man sich von solchen „Zwischenfällen“ nicht die Freude am Schreiben versauen lässt. 

 6. Bevorzugst du Indie-Autoren oder Verlage?

Als Leserin und Autorin mag ich beides. Wobei viele meiner Lieblingsautoren – die man seit zig Jahren kennt – bei großen Verlagen erscheinen. Aber ich habe auch einige Bücher von Indie-Autoren in meinen Schränken stehen.

 7. Das Schreiben ist eine recht einsame Arbeit, wie gehst du damit um?


Ich spreche, lache, singe, diskutierte, schimpfe mit mir selbst. ;-) 

8. Was macht dein Buch zu etwas Besonderem?

Der Humor. Und der Mix aus skurrilen Zombiegeschichten und menschenlosen Rezepten. Es ist nicht nur ein Zombie-Lesebuch sondern auch eine Art Zombie-Kochbuch. Gibt es das schon?

 9. Was möchtest du den Menschen durch dein Werk vermitteln?

Ich möchte, dass meine Leser Spaß an meinen Geschichten haben. Wenn mir das gelingt, bin ich glücklich.


 10. Wie bist du auf Zombies gekommen?

Warum auch immer, ich mag es gruselig, horrorhaft, thrillig. Wobei ich mir auch gerne einen Liebesfilm angucke und zig Packungen Taschentücher vollheule. Zombies faszinieren mich. Ihr Aussehen, ihre Gehabe, ihre anormalen Essgewohnheiten können mich schocken. Ich mag es vor Spannung oder Schreck den Atem anzuhalten. In solchen Moment höre ich, wie mein Blut durch die Adern pocht. Genial.


 11. Welchen Platz nehmen deine Geschichten in deinem Kopf ein?

Einen sehr großen. Bin ich an einer Geschichte dran, kann es passieren, dass ich mich einen ganzen Abend angeregt mit Freunden unterhalte, ohne zu wissen, worüber wir gesprochen haben, weil ich in Gedanken die ganze Zeit an einem anderen Ort war. Zum Glück bin ich eine Frau und damit multitaskingfähig. ;-)

 12. Wieviel von deinen Figuren steckt auch in dir?

Was das Nichtessen von Menschenfleisch angeht: 100%
Sonst kann es hier und da vorkommen, dass ein Charakter etwas gut findet, was ich auch mag. Oder Wertvorstellungen hat, die auch ich vertrete. Aber im Großen und Ganzen, haben meine Zombies und Protagonisten, nur bedingt etwas mit mir gemein.

 13. Glaubst du das Bücher heute noch etwas bewirken können?

Ja. Ganz sicher. Ein Lächeln, ein Lachen, eine Umarmung, ein paar Augenblicke in einer anderen Welt, Denkanstöße, gruselige Momente, Träumereien, Ja, Bücher bewirken etwas und werden das solange tun, solange wir lesen. 


Liebe Justine, ich freue mich sehr, dass Du mich zu Deinem Autoreninterview eingeladen hast. Dankeschön!

Natürlich sag auch ich : Danke!

Es ist immer wieder schön neue Gesichter in der Autoren-Welt zu erblicken. 


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