Sonntag, 29. Dezember 2013

Der schlimmste Tag des Jahres

Es gibt Tage an denen ich im Bett liege und bereits weiß das es ein Fehler ist, wenn ich jetzt aufstehe.  Ich beging jedenfalls den Fehler doch, nach dem ich eigentlich bereits hätte losgehen müssen, aufzustehen. Noch während ich mich durch den nebligen Morgen hetzte um wenigstens nur mit einer Verspätung von 10 Minuten anzufangen, ging mir im Kopf herum das dieser Tag nicht gut werden könnte. Verdammt und wie ich Recht hatte.



Während der Arbeitszeit folgte nichts das den Verdacht eines beschissenen Tages bestätigen konnte, ich fühlte mich fast schon normal. Zwar nervten die Anfragen zu meinem neuen Ring, den mein Freund mir zu Weihnachten schenkte - nein, wir begehen nicht den Fehler zu heiraten - jedoch ließen die meisten ihre Fragen nach einer Verlobung fallen nach dem ich das erste Mal anfing grantig zu werden. Tatsächlich durfte ich sogar früher gehen, nachdem ich die Weihnachtstage mit endloser Arbeit verbracht hatte. Mit einer steigenden Laune ging ich also nach Hause und führte meinen Hund etwas aus, bevor ich mir dachte das es Zeit wird endlich etwas einzukaufen. Ich setzte mich also ins Auto, dass wir wegen einer defekten Batterie zwei Wochen lang nicht benutzen konnten.
Bereits beim Anfahren fühlte sich etwas nicht richtig an, das hintere Rad schien zu blockieren. Okay, erstmal etwas weiterfahren dachte ich mir, wird schon nichts sein. Immerhin war das blöde Ding ja gerade in der Werkstatt. Großer Fehler, denn zwei Straßen von meiner Wohnung entfehrnt wurde gebremst und das Auto weigerte sich weiter zu fahren. Da stand ich also, mitten auf der Straße, das Auto voller Pfandflaschen aber leider ohne Warndreieck, vor der Polizeistation. Mein Fluchen hat man wahrscheinlich bis in Japan gehört. Der Pannenservice war auch wenig hilfreich, denn dieser hätte das Auto zwar von der Straße weg, allerdings nicht zu einer Werkstadt gebracht, denn an einem Samstag Nachmittag will schließlich niemand arbeiten. Nach dem das wimmernde Auto in die Parklücke verfrachtet wurde, durfte ich also meinen Wocheneinkauf zu Fuß erledigen. Ich war genervt aber noch auf der Höhe. Dann stehe ich AN DER KASSE, will bezahlen und die nette Dame nutzt ihre Supermarktkraft um mir meine Karte zu entziehen. Denn leider hatte ich nicht unterschrieben und meinen Ausweis - natürlich - nicht dabei. Bezahlen ddurfte ich zwar mit der Karte aber sie weigerte sich mir diese wieder zugeben, bevor ich einen Ausweis vorlegte.
Wieder zu Hause war ich bereits angepisst, ich warf die Sachen mehr in den Kühlschrank und wollte mich gerade auf das Sofa schwingen. Da es jedoch einer meiner Vorsätze war nicht mehr in der Wohnstube zu rauchen, ging ich doch erst in die Küche. (Für alle mit einem schwachen Magen sollte hier Schluss sein, denn es wird unschön. )

Ein folgenschwerer Fehler, denn als ich wieder in das Wohnzimmer kam, konnte ich meinen Hund Cosma nicht mehr davon abhalten die gesamte Packung Schaumküsse zu fressen. Jeder Hundebesitzer wird meine sofortige Panik verstehen. Ich riss sie von den Resten der Packung weg und schon meine Hand in ihren Rachen bis sie sich das erste mal erbrach. Nach dem Händewaschen rief ich sofort in der Tierklinik an. Die junge Dame am Telefon sagte mir nicht weniger panisch ich müsste sofort vorbei kommen, damit sich die giftige Schokolade nicht weiter in meinem dicken Hund ausbreitete. Blöderweise ist die besagte Tierklinik am anderen Ende der Stadt und auch mit der Bahn eher schwierig zu erreichen, zum Glück kam ein goldener Ritter mit Auto und fuhr uns in die Notaufnahme der Tiere. Nach einigen Stunden in denen ich meinem Hund beim Kotzen zusehen durfte, bis sie kaum noch laufen konnte, durfte ich sie wieder mit nach Hause nehmen. Ich war erleichter, kaputt und wollte einfach nur nach Hause. Doch als ich die Straße runter lief, entdeckte ich etwas das meine restliche Laune in Säure verwandelte.

Der Ring meines Freundes lag auf dem Bürgersteig ...
Ich musste ihn verloren haben und nun ist er total verbogen ...
Danke Welt!

Kommentare:

  1. Ojeh...
    Und doch ist da so etwas Schicksalsträchtiges darin, was positiv ist. Denn Du hast den Ring immerhin wiedergefunden. Das ist doch etwas. Er hätte ja auch weg sein können,- irgendwo auf dem Weg, wo Du nicht wieder hingekommen wärst...

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  2. Klar, ich bin auch froh drüber :)
    Zum Glück ist soweit alles gut gegangen ...
    Das nächste Jahr muss also gut starten!

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