Montag, 25. Februar 2013

Killer, Künstler, Ungeheuer - der Serienmörder als literarische Figur (Teil 3)



Vom Ungeheuer zum Serienmörder – Der Kaiser tauscht seine Gewänder

Auch in der Erzählstruktur und der Figurenkonstellation gibt es Parallelen zwsichen Vampir- und Werwolfserzählungen, die man nicht unberücksichtigt lassen sollte. So steht dem Ungeheuer (Mörder) immer ein Monsterjäger (Ermittler) entgegen, der nicht eher ruht, bis das Ungeheuer zur Strecke gebracht ist. Van Helsing oder Agent Starling sind Beispiele dafür, aber auch William of Baskerville in der Name der Rose. Es gibt eine Monsterjagd, an deren Ende in der Regel die Auslöschung des Ungeheuers steht (auch hier lassen sich Analogien zwischen dem Schauerroman und dem Psychothriller ziehen) und damit die Ordnung der Welt wiederhergestellt wird. Damit zeigt der typische Serienmörderroman das klassische Gesicht des Schauerromans (eine Art Vorläufer des modernen Horrorromans) aus dem 19. Jahrhundert, in dem das Schreckliche zunächst unerklärlich (übernatürlich) erscheint, um sich dann durch die Untersuchung des Protagonisten als auf gewöhnlichen Ursachen (z.B. Vortäuschung) beruhend zu erweisen. Auch im Psychothriller wird auf ganz ähnliche Art und Weise die Ordnung wiederhergestellt, erweist sich das Ungeheuer als Mensch. Der Serienmörderroman kann somit als die Wiedergeburt eines alten Erzählschemas in aktuellem Gewand gesehen werden, dessen ursprüngliche Erklärung (das Übernatürliche) nicht mehr verfängt und daher durch eine der heutigen Zeit angemessenere Erklärung (Psychologie des Abnormen)
ersetzt wird.

Sonntag, 24. Februar 2013

Visionär, Missions-Orientiert, Hedonistisch, Macht/ Kontrolle

Heute soll es um die Motivation des Killers gehen, was treibt ihn an, wie denkt er, warum tut er das? Natürlich kann man darauf keine absolute oder für jedermann gültige Antwort geben, aber zumindest einen Ansatz, um in einen solchen Mörder hineinzuschauen und seine Motivation nachzuvollziehen.

Die unter Serienkillern am meisten verbreiteten Motive können in folgende 4 Kategorien eingeteilt werden:

Visionär
Missions-Orientiert
Hedonistisch
Macht/ Kontrolle


Der Visionäre Serienkiller

Freitag, 22. Februar 2013

Killer, Künstler, Ungeheuer - der Serienmörder als literarische Figur(Teil 2)


Ungeheuer

Daraus ergibt sich im Umkehrschluss auch der Grund für die Ästhetisierung des (wiederholten) Mordes im Psychothriller. Durch diese wird der Mörder aus der Welt der gewöhnlichen Menschen herausgehoben und mit dem Schleier des Unheimlichen umgeben. Damit einher geht, das der Serienmörder oft ein Leben in einer Parallelwelt (einem sozialen Raum, der neben der üblichen Alltagswelt existiert) führt. Während er für die restliche Welt als einer der ihren erscheint, begeht er seine Taten in einem von ihm geschaffenen Kontext (Auf die Spitze treibt dies der Film 'The Cell', in der die Ermittlerin mittels futuristischer Technik in das Unterbewusstsein des Mörders eindringt und dessen Phantasien miterlebt). Die Parallelwelt ist zudem auch meistens physisch von der Alltagswelt insofern getrennt, als dass sich Serienmörderfiguren oft Orte für ihre Taten aussuchen, die vom Alltäglichen Leben der Menschen weit entfernt sind. Dies kann zum Beispiel der Keller einer alten Klinik sein, ein verfallendes Hotel in den Hügeln vor der Stadt, der selbstgebastelte Folterkeller unter dem spießigen Vororthaus, die Fabrikruine usw. In der Regel werden meist dunkle Orte beschrieben, die schon durch ihren Zustand zum Unheimlichen der Tat beitragen.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Killer, Künstler, Ungeheuer - der Serienmörder als literarische Figur (Teil 1)


Hate hat ja in ihrem Gast-Post einen Einblick in die Persönlichkeit realer Psychopathen gegeben. In diesem Post geht es dieses Mal um den Serienmörder als literarische Figur. Was fasziniert uns so stark an Figuren, die schreckliche Verbrechen begehen und das nicht nur ein einziges Mal, sondern wieder und wieder? Ist es die 'Bestie in Menschengestalt'? Oder das unheimliche Gefühl, dass es Jeden Treffen kann? Im Folgenden möchte ich zeigen, dass die 'Brüder' des Serienmörders an Orten zu finden sind, an denen man sie nicht ohne Weiteres erwarten würde.





Künstler

Sonntag, 17. Februar 2013

Genauere Kategorisierung von Serienkillern


Hallo und Willkommen zum Serienkiller - Sonntag.

Ich hoffe, die Serie macht euch Spass.

Nun, heute dringen wir noch weiter in die Psyche und Denkweise von Serienkillern ein, und zwar wird es heute um dieGrobeinteilung gehen (die gar nicht mal so grob ist, wie man erst meinen mag).

Es gibt zwei sehr divergierende Haupttypen unter den Serienkiller und einen Mischtypen, bei dem die Besonderheit ist, dass sich der Mischtyp von Typ A zu Typ B entwickeln kann, nicht aber in die entgegengesetzte Richtung (das werde ich noch genauer erklären).

Mittwoch, 13. Februar 2013

Serienkiller im Buchformat

Ich hatte ja versprochen euch einen Einblick in meine Büchersammlung zu geben.
Naja, da es 68 Bücher sind habe ich mich dazu entschlossen nur einen Teil zu zeigen und zu bewerten.

Die große Enzyklopädie der Serienkiller - Michael Newton


Sonntag, 10. Februar 2013

Serienkiller Nr. 2 - Hate erklärt´s uns genau

Im letzten Post habe ich bereits erläutert, wie die grobe Kategorisierung eines Mörders als Serienmörder geschieht, heute will ich näher auf Verhaltensmuster und -Strukturen eingehen.

Dienstag, 5. Februar 2013

Gacy und meine Gedanken

Schon an meinem Namen kann man erkennen, welcher Serienkiller einen großen Platz in meinem Kopf hat und wahrscheinlich auch immer haben wird.
Die Rede ist natürlich von John Wayne Gacy Jr.




Sonntag, 3. Februar 2013

Was ist eigentlich ein Serienkiller?


Die Einleitung von Justin zum Thema Serienkiller hat mich inspiriert, meinen Gastblogpost über den Haufen zu werfen und noch mal neu anzufangen, zu schreiben und darauf einzugehen, was Justin geschrieben hat. Faszination, ja gar Liebe…

Zuerst einmal, ein paar te

Was ist ein Serienkiller?

Joa, ein irrer Kerl, der Spass am Töten hat und umher rennt und Leute metzelt, bis er gefasst wird, würden jetzt wohl die Meisten spontan sagen.

Ja und nein.

Der Begriff "Serienkiller" wurde im den 70ern durch den ehemaligen FBI Special Agent Robert Ressler geprägt und genauer definiert, allerdings wurde das Konzept eines Serienkillers bereits viel früher beschrieben und von ermittelnden Agenturen genutzt, eines der frühesten Beispiele eines solchen Konzepts wurde durch den deutschen Polizeiinspektor Ernst Gennat im Jahre 1930 entwickelt.

Die Charakterisierung eines Serienkillers des FBI wird mittlerweile international genutzt, sie ist Standard bei der Kategorisierung eines Verbrechers, sollte er in dieses Schema fallen.

Ein Serienkiller ist eine Person, die mindestens 3 Leute über einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen tötet. Zwischen den Morden ist eine sogenannte "Cooling Off Period", also ein bestimmter Zeitraum, in der der Täter nicht mordet, nicht agiert, also eine Pause zwischen den Morden.
Die Motivation zu töten bei einem Serienkiller liegt in der Regel in psychischer Gratifikation, das heisst, das Belohnungszentrum im Hirn wird durch die Tat stimuliert, die Tat passiert aus Spass an der Sache, wenn man so will, es ist ein befriedigendes Gefühl, das für den Täter mit der Tat einhergeht.
Nicht selten haben die Morde auch einen sexuellen Aspekt.
Oftmals haben die Taten einen gemeinsamen Überschneidungspunkt, irgendeine Gemeinsamkeit, sei es, dass sie in ähnlicher Weise, mit der gleichen Waffe durchgeführt werden, an ähnlichen Orten, die Auffindungspose oder -Inszenierungen gleich sind oder einem bestimmten Thema oder Motiv folgen, oder dass einfach die Opfer Gemeinsamkeiten hatten, seien es ähnliches Aussehen, das gleiche Geschlecht, die gleiche ethnische Zugehörigkeit oder den gleichen Beruf etc.

Nun schrieb Justine von Faszination und gar von Liebe.
Es mag für Viele absolut unverständlich sein, wie man von solchen Gräueltaten fasziniert sein kann, oder wie man einen solchen Menschen faszinierend finden oder gar lieben kann.
Faktum ist aber, viele Serienkiller sind ganz normale Menschen, so wie du und ich, sie haben einen normalen Job, sind nicht selten verheiratet und haben Kinder, sie führen ein normales und sogar liebevolles Leben, so wie du und ich.

Der Fakt, dass solche normalen Menschen, dein Nachbar, dein Lehrer, dein Pfarrer, dein Patenonkel oder der nette Mann am Ende der Strasse, der regelmäßig freiwillig Auftritte als Clown auf den Kindergeburtstagen in der Nachbarschaft absolviert hatte, nebenher Menschen zu Tode quälte, ist erschreckend, aber gleichzeitig kommen Fragen auf. Viele Fragen, warum, wie, wo, wann?
Und mit den Fragen im Grunde genommen eine makabre Faszination.
Warum war er mehr als nur der nette Clown, warum reichte ihm das Leben, das er hatte nicht, so dass er solche schlimmen Taten begang?

Wie kann es sein, dass er Samstag Nachmittags noch lächelnd und voller Freude den Kindern Luftballontiere schenkt und danach in eine dunkle Kammer geht, in der er einen jungen Mann foltert und sich an dessen Schreien genauso ergötzt wie am fröhlichen Juchzen der Kinder?

Viele Serienkiller sind regelrechte Superstars, sie sind nicht selten gut aussehend und charismatisch (was ihnen bei ihren Taten zu Gute kommt, aber darauf werde ich noch eingehen), intelligent und sehr manipulativ, nicht alle, aber sehr viele.
Fanpost kommt zu hunderten Tag für Tag in den Zellen von Serienkillern ein, Leute geben Tausende aus, um eine Signatur oder ein Gemälde eines Serienkillers zu bekommen, die Frauen laufen diesen Männern scharenweise die Stahltüren ein (auch darauf werde ich genauer eingehen, die Intention und der Gedankengang, das psychologische Profil dieser Frauen, wenn es gewünscht wird), sie schreiben Liebesbriefe und heiraten sogar im Gefängnis.

Justine wird sich in ihrem Roman also nicht mit irrealen Alpträumen auseinander setzen, sondern schlicht und einfach mit der Realität.

Schaut euch euren Nachbarn mal genauer an, wer weiss, wer weiss…


Samstag, 2. Februar 2013

Alicja stellt sich vor!


Tja, wie fang ich denn an, mich vorzustellen? Ich bin in Sowas nicht sonderlich gut…
Ich gehöre zu der "mit der Tür ins Haus"-Faller -Fraktion.
Also, von daher…
Ich heisse Aört, ihr erinnert euch nicht an mein wahres Alter und seid der festen Überzeugung, ich bin junge 22, aber auch das wird nicht helfen, jegliche Zeugen müssen beseitigt werden, sie sind nichts, als ein Sicherheitsrisiko) - nein Scherz, allerdings kennt ihr nun meinen Humor…
Also Alicja und, genau, 22…
Gut so.
Das ist mal ne Basis.
Ich bin geboren in Polen, aufgewachsen in Deutschland, genauer in Hessen und Bayern, ich hab ne Weile in England gelebt und gearbeitet sowie studiert und hab dann nen erneuten Abstecher nach Deutschland gemacht und nun lebe ich in den USA.
Angefangen hab ich damals mit einem Jurastudium, von dem ich schnell feststellen musste, dass es nicht das war, was ich wirklich wollte und mir vorgestellt hatte.
Nach einigen Irrungen und Wirrungen (ja, gar so prosaisch, ich will mich ja meinem Gastgeberblog ein wenig anpassen) fand ich doch zu meiner ursprünglichen Berufung, dem Profiling.
Nun studiere ich Forensische Psychologie mit Hingabe.
Ich strebe an, mich auf Serientäter und Serienkiller/ Mörder zu spezialisieren und würde am liebsten irgendwann mal die Kripo, bzw. das Homicide Department als Profiler unterstützen.

Hier, bei der netten und gastfreundlichen Justine, werde ich einen kleinen Einblick in das Seelenleben bzw. die psychologische Kategorisierung eines Serienkillers Einblick geben.

Ich freu mich schon sehr über die Zusammenarbeit und hoffe, am Ende keinerlei Zeugen beseitigen zu müssen, *lach*.
An meinem etwas dunklen Humor darf man sich nicht stören, ich hoffe, das sei mir verziehen.

Nun denn, auf baldiges Lesen.
Eure Alicja, 22, nicht vergessen, nicht wahr…? ;)

http://hatemeorlovemethe2nd.blogspot.de/