Mittwoch, 31. Dezember 2014

HansVurst


Die wundervollen Menschen von HansVurst haben mir ein ganz besonderes Geschenk zu Weihnachten bereitet ... Was genau könnt Ihr Euch im Video ansehen - ich werde mich für dieses Jahr verabschieden und freue mich auf das Neue!

Euch einen wundervollen Rutsch!

Dienstag, 30. Dezember 2014

Vegan - Vor- und Nachteile

Da das Thema Euch noch immer brennend zu interessieren scheint und immer mehr Stoff für Diskussionen liefert, dachte ich mir ich stelle eine kleine Liste zusammen. Natürlich dürft Ihr diese gerne ergänzen. 


Vorteile

Nachteile


    Bewusstere Aufnahme der Nahrung


Bei Unwissenheit stark einseitige Ernährung



                  Nichtunterstützung der                   Massentierhaltung



           Eingeschränkte Vielfalt


           Tierleben werden verschont


          Verstärkte Soja Produktion in der Wirtschaft

           


Hülsenfrüchte, Getreide und saisonales Obst und Gemüse sind nicht günstig doch günstiger als „gutes“ Bio-Fleisch


           Massive Geldeinbusen in der Wirtschaft – langsame Umgewöhnung notwendig

         Ev. Mangel an zu wenig geeigneten Boden für die erhöhte Menge an Getreide, Obst und Gemüse und deren Transportmöglichkeiten

Sonntag, 28. Dezember 2014

Little bloody Sunshine - 10.


Mit schweren Gliedern erwachte er aus seinem Trip und brauchte einige Minuten um zu verstehen, dass es wieder nur ein Traum gewesen war. Sein Zeitgefühl ließ ihn wieder im Stich, er konnte nicht sagen ob es schon der nächste Tag oder die nächste Woche war. Das Gras linderte zwar die Schmerzen und sorgte für halbwegs schöne Träume, doch es schien seinen Verstand auch immer weiter zu lähmen. Immer wenn er glaubte er hätte einen Moment der Klarheit tauchten die Schmerzen wieder auf und Hage besorgte ihm Nachschub.
Entweder ich habe das Zaubermittel gefunden um die Zeit hier zu überstehen oder ich bringe mich endgültig um. So oder so, besser ich habe Sunshine dabei vor Augen als Hulio.
Blinzelnd stand er auf und betrachtete er sich im Spiegel. „Verdammt …“, stieß er aus und trat dichter an den Spiegel heran. Es dauerte etwas bis er verstand das er tatsächlich sich selbst in die Augen blickte. Anscheinend hatte er seine Körperpflege etwas vernachlässigt.
Seine Haare hingen ihm über die Stirn und der Vollbart hatte ein seltsames Eigenleben entwickelt. Vier Monate ohne sich die Haare zu schneiden zu lassen, oder sich zu rasieren, war eindeutig zu lang. Der Pony hing ihm in die Augen, als ihm wieder aufging warum er das Gemeinschaftsbad so lange gemieden hatte. Leicht unsicher schüttelte er den Kopf. Seine Haare flogen hin und her. Es war seltsam, nahezu beängstigend. Als er sich umdrehte erschrak er etwas.
„Alter!“ stieß er aus. „Du hast mich erschreckt!“
Hage lachte leise. „Bist du immer noch nicht klar im Kopf?“ fragte er neckend. Frank rang sich ein Grinsen ab. „Klarer als sonst würde ich sagen“, antwortete er und legte sich wieder ins Bett. Die blauen Flecken, waren zum größten Teil verschwunden, aber einige Narben würde er noch nach Jahren sehen.
NICHT DRÜBER NACHDENKEN!
Je mehr du darüber nachdenkst umso schlimmer wird es und es wäre schön wenn du mal wieder für einen längeren Zeitraum klar bleibst.

Freitag, 26. Dezember 2014

Darum vegan ...

Menschen die vegan Leben haben sich aus den verschiedensten Gründen dafür entschieden. Wer, wie, was und warum möchte ich etwas näher beleuchten und habe mir einen Vorzeige-Veganer heraus gesucht dem ich meinen Fragen stellt ...


Name: Crza MäcCrust

Alter: 26 
Beruf: Musiker 
vegan seit: 3 Jahren


Warum hast Du dich dafür entschieden vegan zu leben?

Ich mag die Industrielle Massentierhaltung nicht und hoffe dadurch einen Beitrag zu ihrer Vernichtung zu leisten. Außerdem konnte ich dank meiner Freunde feststellen wie unglaublich lecker veganes Essen ist und wie gut es mir und meinem Körper tut. 

Wann bist Du das erste mal mit Veganismus in Berührung gekommen?

Durch meine Ex-Freundin, sie lebte bereits vegetarisch und konnte mir somit zeigen was diese Form der Ernährung alles zu bieten hat. Leider zeigte sie dabei wie die meisten großen Missionarischen Aufwand, auf den ich mit der üblichen Intoleranz reagierte. Vegetarisches Essen kannte ich damals zwar, konnte mir jedoch wie viele im ersten Moment nicht vorstellen jemals ohne Fleisch zu leben. Nachdem ich mir jedoch bewusst wurde, was jedes Stück Fleisch im einzelnen bedeutet konnte ich mir wiederum nicht vorstellen jemals wieder welches zu essen. Nachdem ich mich richtig mit dem Thema der Industriellen Ausbeutung der Tiere beschäftigt hatte, kam mir ein rein vegetarisches Leben schlicht zu halbherzig vor. Ganz oder gar nicht ...

Montag, 22. Dezember 2014

Interview mit HansVurst

In den weiten der Online Welt bin ich über einen ganz besonderen Shop gestolpert, der sich sofort zu meiner Top-10-Liste meiner Lieblingsläden gesellen konnte : 


Umso mehr freute ich mich auf dieses Interview und die daraus entstandene Zusammenarbeit, von der ich Euch bald noch mehr berichten werde. 

Interview:



Während auf der einen Seite immer mehr Menschen immer mehr konsumieren, geht der Trend auf der anderen Seite in das andere Extrem. Fair, ökologisch Vertretbar und Tierschutz stehen im Vordergrund. Ihr Online Shop ist ein Teil dieser Bewegung. Wie kam es zu der Idee eines solchen Shops? Hat Ihre persönliche Haltung etwas damit zu tun oder war es schlicht eine Marktlücke?

HansVurst – fair Fashion ist und war von Anfang an eine sehr idealistische Unternehmung. Mit wenig Kapital, viel Mut und großer Unterstützung aus der veganen Szene, begannen Frauke (die Mitgründerin) und ich ein Unternehmen aufzubauen, das nicht nur vegane Artikel anbietet, sondern in sämtlichen Wertschöpfungsprozessen auf das Wohl von Tier, Mensch und Natur achtet. Das bedeutet auch, dass nicht nur Frauke und ich Veganer sind, sondern ebenso als Teil unseres Konzepts etwa unsere Steuerberatung, das Graphikdesign und  die Unternehmensberatung von HansVurst – fair Fashion von veganen Menschen geleistet wird. Als Unternehmen bieten wir so ein sehr umfassendes Konzept von Veganismus. Klar sind beispielsweise auch unsere Aufkleber vegan! Doch auch wenn der Veganismus der klare Eckpfeiler von HansVurst ist, sind uns ebenso ökologische und soziale Fragen wichtig. Deswegen wurde HansVurst – fair Fashion als ein Social Business konzipiert. Wir setzen uns für faire Produktions- und Handelsbeziehungen ein, setzen konsequent auf ökologische und upgecycelte Materialien und versuchen mit Informationsmaterialien und Kooperationen die vegane Idee voranzubringen. Innerhalb dieser politischen, sozialen und ökologischen Ideen und Bewegungen liegt auch der geistige Ursprung von HansVurst – fair Fashion. Ich und Frauke lebten 2012 in Kapstadt, Südafrika, und durften dort die wunderbaren Menschen von G-MO footwear kennenlernen. Wir waren von den Menschen und den handgefertigten Schuhen so tief beeindruckt, dass schnell die Idee aufkam diese Schuhe auch in Europa anzubieten. Gleichzeitig sahen wir in dieser Kooperation aber auch die Möglichkeit eine Handelsbeziehung auf Augenhöhe aufzubauen, die auf Fairness und Freundschaft beruht. G-MO steht für ökologische Materialien, höchste Qualität und faire Löhne, was in einem Land wie Südafrika, in dem leider nach wie vor eine krasse soziale Ungleichheit herrscht, natürlich besonders wichtig ist. Knapp ein Jahr nach unserer Rückkehr fingen wir Anfang 2013 an HansVurst – fair Fashion aufzubauen. Inzwischen sind einige weitere europäische und deutsche Anbieter hinzugekommen. HansVurst ist seitdem permanent in der Weiterentwicklung. Die Vorschläge und Wünsche unsere Kunden, neue Ideen und Möglichkeiten  sind dabei immer wieder Inspiration. 

Freitag, 19. Dezember 2014

Vegan: Irgendwie ein Teil von mir




Ich hatte in meinem Leben immer wieder Phasen in denen ich aufhörte Fleisch zu essen. Die Tiere taten mir leid – dank der Tatsache das ich zu meiner Teenagerzeit auf ein Dorf ziehen musste, war mir durch aus klar was mit den Tieren geschieht, bevor sie auf dem Teller landeten.  Allerdings stand ich ziemlich alleine da und auch die Auswahl von vegetarischen Produkten die nicht nach Fuß schmeckten war noch nicht sehr ausgereift.
Ich hielt dem gesellschaftlichen Druck innerhalb des Freundeskreises und der Familie nicht sehr lange Stand und hangelte mich über Fisch und Würstchen wieder zurück zum Schweinebraten. Dieses Spielchen ging einige Jahre, irgendwie schaffte ich es immer den Gedanken an Massentierhaltung zu verdrängen. Ich schaffte mir eine eigene Form der Ethik und beschloss nur noch die Tiere zu essen, die ich auch selbst töten konnte – auf einem Bauernhof kommt man kaum darum herum.
Mir wurde permanent eingeredet Fleischkonsum sei normal, gesund und notwendig. Mit dem Bruch mit meiner Familie und der Trennung meines Ex-Freundes jedoch kam alles wieder anders. Ich konnte kaum noch schlafen, wenn ich daran dachte was eigentlich auf dieser Welt los ist. Der Geruch von Fleisch machte mich wahnsinnig, brachte mich sogar fast bis zum brechen, während andere fröhlich aßen.
Ich nahm mir nicht vor kein Fleisch mehr zu essen, ich konnte es einfach nicht. Eine Weile war Fisch mein „Ersatz“, doch auch den hörte ich irgendwann auf meinem Teller schreien. So hangelte ich mich Schritt für Schritt zum Vegetarischen. Dabei lernte ich eine ganze Menge, über mich, über Ernährung und über Menschen die versuchen diese Welt etwas besser zu machen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Kurzgeschichte - Fischers Fritze fischt


„Zuerst wird der Wurm auf dem Haken befestigt …“
Er hielt den Angelhaken in die Luft und das kalte Metall leuchtete in der Sonne auf. Eine Gänsehaut breitete sich auf ihrer Haut aus, während sie die scharfe, nach innen gerichtete Spitze betrachtete. Der kleine Widerhaken war kaum zu erkennen, doch der Fisch würde ihn gewiss spüren, wenn er nach dem Wurm schnappte. Sie schüttelte sich angewidert und verzog das Gesicht, als wäre sie es, die diesen Hacken schlucken musste.
„Wir spießen also erst den Wurm auf, damit sich dann der Fisch an dem Haken aufhängt?“
Er sah sie mit grimmigen Gesicht an, ohne auf das Verzweifelte Winden des Wurmes zu achten, der immer wieder versuchte den groben Händen und dem spitzen Angelhaken zu entkommen. Der Wurm hatte weder ein Gesicht, noch konnte er ein hörbares Geräusch von sich geben und doch hatte sie das Gefühl, er würde so laut nach Hilfe rufen, dass es die Vögel in den Bäumen wachrüttelte. Doch alles blieb stumm.
„Einen Fisch fängt man am besten mit einem lebenden Köder.“
Die Grillen zirpten friedlich im Schilf und die frühe Morgensonne ließ das Wasser des Sees golden aufleuchten. Der schwache Nebel des Morgens hatte sich noch nicht komplett verzogen, sondern schien den See und alles um ihn herum einzurahmen wie das Bild eines Malers. Der Ort war so friedlich, dass es kaum zu glauben war, dass hier gleich ein Mord geschehen sollte. Sie zuckte zusammen, als der Wurm in der Mitte aufgespießt wurde. Übelkeit stieg in ihr hoch und sie zwang sich wegzusehen. Der Wurm wand sich noch immer, als würde er seinem längst beschlossenen Schicksal doch noch entkommen können.
Er warf den Haken ins Wasser, ohne auf ihre Blässe zu achten und fuhr sich durch das lichter werdende Haar. „Was passiert jetzt?“, fragte sie kleinlaut, denn sie kannte die Antwort bereits.
„Wir warten, dass ein Fisch anbeißt.“
„Du meinst, dass er sich selbst aufspießt.“
„Wir haben genauso Hunger wie der Fisch“, entgegnete er ernst.
„Aber wir werden nicht geködert und aufgespießt“, hauchte sie mehr zu sich selbst und blickte fast schon ängstlich zu der Angelschnur die wie ein böses Omen im stillen See trieb. Die Angel zerstörte das Bild des Friedens und verwandelte es in einen bizarren Kampf ums Überleben.
„Was passiert, wenn einer angebissen hat?“
„Wir ziehen den Fisch aus dem Wasser, legen ihn auf das feuchte Tuch und schlagen ihn einmal auf den Kopf um ihn zu betäuben“, erklärte er gelassen, als wäre das Leben, über dessen Ende er sprach nichts wert. „Wenn er betäubt ist stechen wir ihm ins Herz damit er ausbluten kann …“

Montag, 15. Dezember 2014

Gastpost - Henning vom "kleinen roten Politblog"


http://letsbefaulous.blogspot.de/

Vegan leben hilft Armut und Hunger zu bekämpfen

Eine These, auf die die meisten Menschen wohl er nicht kommen würden, geschweige denn ihr zu stimmen. 
Doch so verrückt es klingt stimmt es auch! 

Wenn du mal in dich gehst und mal reflektierst warum du oder andere sich entschieden haben vegan zu leben,
dann wirst du unweigerlich auf a) mir tuen die Tiere leid und unser Fleischkonsum ist unethisch oder b) und
das ist der Grund für ca. 80% der in Deutschland vegan Lebenden, es ist dir einfach zu ungesund tierische 
Produkte zu essen. Was hat also Veganismus nun genau mit Armut und Hunger zu tun, es scheint doch eher wie
eine Frage des persönlichen Lebensstils?

Sonntag, 14. Dezember 2014

Little bloody Sunshine - Kapitel 9

9.

Sie stand im Regen, nass und frierend. Nur mit einem kurzen Rock und einem T-Shirt bekleidet. Ihr rotes Haar wirkte durch den Regen fast schwarz, das Make-Up war verschmiert und lief ihr wie schwarze Tränen die Wangen herunter. Es sah fast so aus als hätten sie geweint. Vielleicht hatte sie das auch. Er konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden. Seit mindestens einer halben Stunde starrte er sie schon an. Er blickte kurz auf seine Uhr, seit genau 35 Minuten.

Seit wann verschwendest du deine Zeit damit kleine Mädchen im Regen anzustarren? Es wird schon seine Gründe haben das sie dort wartet. Vielleicht kommt jeden Moment ihr Freund um die Ecke. Oder ihr Vater. Sie sieht jung genug aus, damit ein Vater sich noch Sorgen um sie macht.

Das Mädchen schlang die Arme eng um ihren Körper, um nicht so stark zu zittern. Wieder musste er auf seine Armbanduhr blicken.

Egal auf wen sie wartet, wenn er in den nächsten zehn Minuten nicht kommt, holt sie sich eine Lungenentzündung. Wer lässt ein Mädchen einfach im Regen stehen?

Ihre Schuhe schienen das Wasser aufzusaugen und um ihre Füße herum hatten sich Pfützen gebildet. Die Wärme der Bar und die Kühle seines Bieres erschienen ihm ironisch zu diesem Gegensatz.

Was soll´s? Entweder ich starre sie weiter an oder ich gehe zu ihr. Sie sollte in dieser Gegend nicht zu lange alleine sein, ich bin sicher nicht der Einzige der sie gesehen hat.

Montag, 8. Dezember 2014

Gastpost - Ein Gedicht

VEGAN
V-iele fragen mich: V-egan? Lohnt das sich? V-iel könnte ich ja nicht essen! V-ierkäse, Hamburger und Eis könnte ich schließlich vergessen!
http://letsbefaulous.blogspot.de/
E-ine Antwort gebe ich nur: E-rlebe einen Monat vegan pur! E-rsichtlich wird die Nahrungsvielfalt. E-insicht bekommst du in die Tiergewalt.
G-lückliche Tiere leben in Freiheit! G-enuss hast du in jeder Gelegenheit. G-esundheit kannst du essen. G-ewichtsprobleme wirst du vergessen.
A-ndere sprechen von Verzicht. A-ber dieses Gefühl habe ich nicht. A-lle Gerichte gehen vegan! A-lles gibts es von Pudding bis Parmesan.
N-icht zu vergessen, N-achhaltigkeit beim veganen Essen! N-iedriger ökologischer Fußabdruck! N-a los, gib dir einen Ruck!

Diana

Vegan nachhaltig genügsam leben

Sonntag, 7. Dezember 2014

Little bloody Sunshine - 8.



Hage grummelte böse vor sich hin. Noch im Halbschlaf gab Frank ein Stöhnen von sich.

Ich habe geschlafen?

Eine Woge des Glücks durchfuhr ihn und seinen Körper. Er riss die Augen auf und wollte aufstehen, doch Hage drückte ihn wieder runter.
„Bleib bloß liegen“, schnaubte er. „Es sei denn du möchtest unbedingt schreckliche Schmerzen zum Frühstück haben.“
Frank blinzelte. Die Woge des Glücks war fort und die Erinnerungen setzten langsam ein. Keine sehr angenehme Erinnerung.
„Kein Traum“, murmelte er enttäuscht. Der Große schüttelte den Kopf und wirkte zum ersten Mal wirklich menschlich. Auf seinem sonst so harten Gesicht zeichneten sich weiche Züge ab, die Frank vorher nicht aufgefallen waren. Jedoch war er sich nicht sicher, ob dies ein gutes oder ein schlechtes Zeichen war. „Leider nicht mein Junge“, sagte sein Zellengenosse mit bitterem Unterton. Er sah ihn mit einem besorgten Blick an, den Frank noch nie bei ihm gesehen hatte.
„Aber du hattest schon fast Glück. Hulio hat dich schwer am Kopf getroffen, die meiste Zeit warst du weggetreten ...“
Frank blickte wehleidig zu ihm auf. Je mehr er zu sich kam und so mehr spürte er die Schmerzen, vor denen Hage ihn gewarnt hatte. Der brennende Schmerz in seinem Eingeweiden war am stärksten und breitete sich bis in seinen Nacken aus. Jedes noch so kleine Anspannen seiner Muskeln schien frisches Feuer durch seinen Körper zu schicken. Er drehte den Kopf etwas. Er hatte keine Ahnung wie er hergekommen war, aber er konnte sich vorstellen, dass Hage ihn getragen hatte.

Aber warum hat er das getan? Jeder andere hätte mich liegen gelassen, bis die Wärter mich gefunden hätten. Vielleicht habe ich ihn wirklich falsch eingeschätzt.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Vegan: Was ist denn nun wirklich mit dem Vitamin B12?


In der Ernährung gibt es einige Fragen, die einfach immer wieder auftauchen. Als ich begonnen habe, mich mit dem Thema Veganismus auseinanderzusetzen, kam mir die Frage mit dem Vitamin B12 natürlich auch unter – damals musste ich jedoch zugeben, dass ich nicht alle Fakten dazu klären konnte. Das möchte ich nun nachholen.

Was ist Vitamin B12?

Vitamin B12 ist wichtig für unsere Zellteilung, Blutbildung und der Funktion des Nervensystems. Es kommt in der Natur - vor allem in Mikroorganismen – vor, die in Bakterien und Algen entstehen, z.B. im Verdauungstrakt von Menschen und Tieren.

Worin ist Vitamin B12 enthalten?

Dienstag, 2. Dezember 2014

Interview mit Oh-Sophia


Sophia ist nicht nur eine kreative und bunte Berlinerin aus dem Bilderbuch – sondern auch eine ganz besondere vegane Köchin, die sich mit ihrem Blog und dem neuen Kochbuch nicht nur in mein Herz gebrannt hat. Heute darf ich ihr einige Fragen stellen die mich schon lange beschäftigen.

1.                  Du bist schon seit einiger Zeit mit Deinem veganen Koch-Blog erfolgreich und lieferst immer wieder neuen Rezeptideen – doch seit diesem Jahr scheinst Du regelrecht vor Tatendrang und Kreativität zu explodieren! Was hat sich neben Deinem Kochbuch (auf das ich gleich noch einmal zu sprechen komme) und den vielen Dinner-Events noch getan?


Ach, es tut sich ganz viel. Mir wird so schnell nicht langweilig. Lustig, dass du das sagst – vor einem Jahr habe ich meinen DJ-Job an den Haken gehängt um noch mehr Zeit fürs Kochen zu haben, gut möglich dass man das gemerkt hat...
In Moment plane ich Schürzen drucken zu lassen mit Illustrationen, die die tolle Zeichnerin Anna Kohlweis gemacht hat, die auch für die tollen Bilder in meinem Buch verantwortlich ist. Ich versuche immer dazu zu lernen, wenn ich nicht grade selbst Dinner veranstalte oder Rezepte entwickle, bilde ich mich weiter, denn vor allem in der Küche lernt man nie aus!
Im nächsten Monat mache ich einen veganen Pâtisserie-Kurs und ein Praktikum in einer Bäckerei, ich bin schon gespannt! Des weiteren gibt es noch ein paar Pläne, die noch etwas geheim sind und auch als Veganer gilt „Über ungelegte Eier spricht man nicht!“

2.                  Dein Kochbuch „Sophias vegane Welt“ ist seit dem 15. September endlich zu haben und steht auch schon auf meiner Wunschliste. Was können Deine Leser erwarten?

Ich will die Leser inspirieren und motivieren wieder mehr mit Essen zu spielen, sich Zeit fürs Kochen zu nehmen und mit Leichtigkeit und Spass und vor allem ohne Angst an den Herd zu gehen. Jeder macht Fehler und es stimmt einfach: Du bist was du isst! Wohlbefinden fängt auf dem Teller an! Das Buch ist ein Bilder- und Lesebuch, das ich nicht nur Veganern empfehlen würde sondern allen großen und kleinen Menschen, die gerne kochen oder gerne mehr kochen würden...

Montag, 1. Dezember 2014

Vegan – Der Themen Monat





Meinen Langzeitlesern ist sicherlich aufgefallen das ich verstärkt mit dem Thema Veganismus experimentiere und dieses auch immer wieder in Verbindung mit dem Tierschutz aufgreife. Da ich in Sachen Aufklärung nicht alleine bin, dachte ich mir es ist an der Zeit nicht nur den düsteren Themen einen Themen Monat zu bieten sondern auch diesem.
Herzlich Willkommen zum Themen Monat Veganismus.
Es erwarten Euch viele spannende Interviews, Fotostrecken, Kurzgeschichten und natürlich die Auslosung des Gewinnspieles.
Alles wird natürlich nicht verraten, aber ich kann Euch versprechen, dass dieser Monat nicht nur etwas für eingefleischte Veganer ist!

Damit genug der langen Vorreden, ich freue mich auf morgen …

Sonntag, 30. November 2014

Little bloody Sunshine - 7.

WARNUNG:

Dieses Kapitel ist extrem gewaltätig und enthält sexuelle Gewallt. Zwar habe ich es eigens für den Blog etwas "abgemildert" jedoch ist es keine Lektüre für Jugendliche und Kinder. 
Bitte lest es nicht wenn Ihr unter 18 Jahre alt seid. 

Samstag, 29. November 2014

Justine privat - Mit dem Kopf auf dem Hund



Ich liege mit dem Kopf auf dem Bauch meines Hundes und schaue zu ihm hoch, während er die neuen Riffs auf der Bassgitarre übt. Genau so habe ich es mir immer vorgestellt, mein Leben mit einem Mann. Familie bedeutet für mich nicht zwangsläufig Mutter, Vater, Kind. Eher sind es zwei Menschen die sich lieben und ein dicker Hund – zumindest für mich.
Gerade in den Momenten, in denen es mir körperlich nicht gut geht und ich merke, dass da jemand ist, der sich auch mal um mich kümmert, werde ich sentimental. Zum Einen, da mein Körper mir eindeutig signalisiert, dass ich kürzer treten muss und ich es hasse mein Pensum nicht voll auszuschöpfen – zum Anderen, weil ich immer wieder merke, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Mehr als auf jeden Menschen bisher.
Das kuschelige Fell meines Hundes macht die Situation dann natürlich perfekt. Geborgenheit und Familie, während draußen der Winter langsam den Herbst verdrängt. Diese Momente sind so kostbar, dass es mir immer wieder die Luft raubt. Mein Leben fühlt sich selten so gut und richtig an, aber mit ihm scheint es endlich in die Richtung zu laufen, die ich immer wollte.
Im Teenyalter hatte ich ganz klare Vorstellungen, wo ich mit Mitte Zwanzig sein wollte. Ich wollte studieren, meinen Traummann an der Seite haben und einen Hund – und natürlich schreiben. Das alles in Dimensionen, die man sich nur in diesem Alter vorstellen kann.
Immerhin konnte ich mir zumindest einen Großteil dieser Wünsche erfüllen. Ich studiere noch immer nicht und habe bisher auch keine Ahnung, wohin genau mich mein Weg nun noch führen soll, denn seien wir mal ehrlich: Kaum jemand kann es sich noch leisten eine Hochschule zu besuchen – ich erst recht nicht.  Aber bei den anderen Punkten habe ich es eindeutig geschafft.

Mein Hund ist wundervoll. Mein Freund ebenfalls und ich bin oft genug so glücklich, dass ich  erstaunt darüber bin  – und ein ganzes Jahr habe ich auch noch Zeit um mich um die Problematik der Zukunftsthemen zu kümmern. 

Freitag, 28. November 2014

SVV – Selbstverletzendes Verhalten und die Leiden dahinter



Die Fakten

Als SVV bezeichnet man Selbstverletzendes Verhalten, womit Handlungen gemeint sind bei der es zu einer bewussten Schädigung des Körpers kommt. In unserer Gesellschaft stößt derartiges auf starke Ablehnung obwohl ein Großteil der Bevölkerung bereits Erfahrungen damit gemacht hat. Selbstverletzung ist kein eigenständiges Krankheitsbild, vielmehr tritt es in Verbindung mit einer anderen psychischen Störung und/oder Erkrankung auf.
Viele Jugendlich leiden unter starken Druck den sie mit Hilfe von SVV versuchen zu entkommen. Oftmals tritt diese dann in Form von Schnittverletzungen auf. Dazu werden unterschiedlichste Gegenstände genutzt von Messern, Rasierklingen, Scherben bis hin Nadeln oder Scheren.
Ritzen ist zu einer häufigen Form der SVV geworden, jedoch ist es nicht die einzige. Verbrennungen oder Verätzungen sind ebenfalls möglich. Erstaunlich ist das SVV wesentlich häufiger bei jungen Mädchen auftritt als bei Jungen oder Männern. Allerdings leiden nicht nur Teenager darunter, auch junge Erwachsene haben oftmals den Drang sich zu verletzten. Wie viele Menschen sich in Deutschland selbst verletzen ist nicht bekannt, Schätzungen liegen aber bei ca. 620. 000 Menschen.

Warum man sich selbst verletzt

Sonntag, 23. November 2014

Little bloody Sunshine - 6.

Im Laufe der Zeit fielen ihm noch mehr Gemeinsamkeiten mit der Schule auf. Da war zum einen der geregelte Tagesablauf. Mit 15 Jahren hatte er es gehasst, aber jetzt lagen die Dinge etwas anders. Frank war es recht, so wurde er zwar nicht glücklich, aber immerhin hatte er etwas zu tun. Doch was ihn vor allem dazu brachte nicht wahnsinnig zu werden, war die Gewissheit, dass er hier etwas für Marie tat. Hätte er in der Schule eine ähnliche Motivation gehabt, dann hätte er vielleicht doch seinen Abschluss gemacht.

Gut zu wissen, dass die Lehrer zumindest in diesem Punkt recht hatten … Mit dem Alter kommt die Einsicht auf das, was man hätte besser machen können. Zum Glück bin ich nicht der Typ der sich daraus einen Strick dreht. Ohne meine Vergangenheit hätte ich Marie nie kennengelernt.

Wenn er sich an die Regeln hielt, dann würde er die Zeit hier schon überstehen. Genau wie an einer High School gab es Grüppchen: Die Versager, saßen in der Nähe seines Tisches, sie waren ein willkommendes Fressen für jeden Häftling der unter Einsamkeit litt. Frank hatte noch nie einen von ihnen laut reden gehört. Meistens tuschelten sie untereinander, als hätten sie Angst jemand könnte sie wahrnehmen. Viele von ihnen hatten geschwollene Gesichter und gebrochene Nasen. Sie saßen zum größten Teil wegen Betrugs, nichts womit sie hier Eindruck schinden konnten. Eher das Gegenteil war der Fall, damit machten sie sich eher noch unbeliebter. Allesamt sahen dünn und ausgemerkelt aus. Ihre Hände zitterten während sie versuchten die Löffel zu ihren Mündern zu führen. Wenn Frank sie zu lange ansah, ließen sie ihr Besteck sinken und legten die Hände in den Schoß, ganz so als würden sie wissen, was sie falsch gemacht hatten.

Ich weiß nicht, ob ich sie bedauern oder ignorieren soll. Sie erinnern mich an Hunde aus dem Tierheim, die man nicht selbst mit nach Hause nehmen kann, die man aber auch nicht einfach ihrem Schicksal überlassen will.

Donnerstag, 20. November 2014

Drogenkonsum – Wenn man erkennt, dass jemand den man liebt süchtig ist

In unserer schnelllebigen Welt fällt es Vielen schwer dem ständigen Druck und den Verantwortungen und Verbindlichkeiten gerecht zu werden. Drogen bieten einen scheinbaren Ausweg der Viele in eine Spirale driften lässt, aus der sie alleine nicht wieder herausfinden. Den wenigsten Menschen wird bewusst was sie sich und anderen mit ihrem Konsum antun.  Drogen sind lebensgefährlich, sie zerstören den Körper und beeinflussen die emotionale und physische Gesundheit enorm. Den Konsumenten ist das meist nicht bewusst oder sie verschließen sich schlicht vor der Realität. Oder es ist ihnen schlicht egal, da die Drogen bereits als einziges Mittel zum Glück angesehen werden.
Während die Sucht sich weiter ausbreitet sind gerade die Menschen im Umfeld diejenigen die leiden, denn sie müssen sich mit einem der schlimmsten Gefühle auseinandersetzten: Hilflosigkeit.

Wie erkennt man ob jemand süchtig ist?

Ein einmaliger Konsum macht natürlich niemanden zu einem Abhängigen. Allerdings sind im Bereich der chemischen Drogen viele genauso aufgebaut – ist die Substanz erst einmal im Körper verlangt dieser auch wieder danach. Gerade Heroin und Crystal Meth sind in diesem Punkt gefährlich. Gerade bei Jugendlichen ist eine Aufklärung über die Gefahren wichtig, auch wenn diese nicht gewährleistet das die Neugierde gestillt wird.
Die ersten Anzeichen eines Konsums sind einfach zu erkennen, der Körper zeigt deutliche Spuren:
1.    Die Pupillen verraten viel. Bei Cannabis, Marihuana und LSD ist eine Erweiterung der Pupillen deutlich zu erkennen, bei Opiaten hingegen verengen sich die Augen deutlich.
2.    Eine deutliche Gewichtsabnahme ist ebenfalls ein Zeichen für starken Konsum. Amphetamine hemmen den Appetit, Opiate und Kokain bewirken ebenfalls das der Konsument nach kurzer Zeit regelrecht ausgezehrt wirkt. Bei Crystal Meth und Heroin sind es vor allem die Nebenwirkungen die zu einer Gewichtabnahme führen. Übelkeit und Erbrechen.
3.    Anders ist es bei Einstichen, nicht jeder Süchtige greift auch zur Spritze. Sollte dies jedoch so sein sind die Spuren nicht zu leugnen. Einstichstellen und bläuliche Verfärbungen sowie Entzündungen sind deutlich sichtbar.
4.    Die Haut verrät ebenfalls viel. Wer dauerhaft harte Drogen konsumiert wird ein entsprechendes Hautbild bekommen. Durch das Zusammenspiel mit der Gewichtsabnahme altert die Haut auch wesentlich schneller und die Betroffenen wirken verbraucht und ausgelaugt.

Doch nicht nur der Körper liefert eindeutige Zeichen. Auch das Verhalten ändert sich. Durch die Sucht werden andere ausgeschlossen und nur ebenfalls Konsumierende werden als Freunde akzeptiert. Außerdem ist das Aggressionspotential wesentlich höher. Familiäre Spannungen die bereits vorher aufgetreten sind können sich enorm verstärken und somit das gesamte Umwelt belasten.
Jugendlich verzeichnen meist einen deutlichen Leistungsabfall in der Schule und gehen Eltern und alten Freunden aus dem Weg. Die Drogen werden zum Mittelpunkt und die Realität driftet immer weiter weg.

Dienstag, 18. November 2014

Leseprobe - Jenseits der schwarzen Berge

Heute habe ich mal wieder etwas ganz besonderes für Euch ! 

Eine exklusive Leseprobe des Buches "Jenseits der schwarzen Berge" von Georg Sandhoff. Diesen darf ich auch bald zu einem kleinen Interview einladen, wenn Ihr also Fragen habt, nur immer raus damit! Doch jetzt dürft ihr erst einmal lesen und staunen in welche Welt Euch der Autor entführt!


Gejagt von einem Monster


Holz splitterte, Äste brachen krachend, als etwas Großes und Schweres durch die Baumwipfel brach. Prinzessin Anaria blickte voller Angst hinter sich und sah durch die Baumkronen ein golden schimmerndes, gewaltiges Wesen, vor dessen Masse die Bäume knickten wie im Sturm. Sie wusste, es war der Drache, der sie oben auf dem Pfad, der über die Berge führte, angegriffen und ihre Packesel gefressen oder vertrieben hatte. Sein Brüllen klang anders als das jedes Tieres, das sie kannte. – Zischend, zornig – wie rollender Donner oder der Klang eines großen Feuers. Jetzt war er hinter ihr her, wollte sie fressen, so, wie man eine Nachspeise von der gedeckten Tafel nehmen und verspeisen würde. Sie rannte durch den Wald, wich Ästen, Bäumen und Dornenbüschen aus. Längst war ihr Rock zerrissen, das leuchtende Blau schmutzbedeckt, ihren Haarreif hatte sie verloren. Dennoch war das jetzt unwichtig. Im Moment wollte sie am Leben bleiben. Dem Drachen indes waren Bäume, Äste, Dornenbüsche, Kleider und Haarreifen gleichgültig. Was ihm im Weg stand, wurde einfach niedergerissen, zertrampelt und zerfetzt.

Sonntag, 16. November 2014

Little bloody Sunshine - 5.

Die nächsten Wochen verliefen immer gleich. Aufstehen, Frühstück, Arbeit, Abendessen und wieder schlafen. Die andauernde Monotonie machte Frank langsam aber sicher zu schaffen. Auch wenn es half etwas zu tun zu haben, kam ihn doch jeder Tag gleich vor.
Mit seinem Knastjob hatte er Glück gehabt. Er war unten in der Wäscherei. Das Beste was ihm hätte passieren können, denn dort unten war er nahezu allein. Die zwei Wärter waren genauso schweigsam wie er selbst und schienen ebenso wenig hier sein zu wollen wie er selbst.

Wahrscheinlich sitzen sie jeden Abend vor dem Fernseher, machen sich ein Bier auf und bedauern sich selbst noch mehr als ich es hier tue. Ob sie es zu schätzen wissen, dass ihre Frauen zu Hause auf sie warten? Ich fürchte nicht. Immerhin habe ich selbst es auch erst zu schätzen gelernt als es bereits zu spät war. Und jetzt hocke ich hier, eingesperrt wie ein Tier und falte Wäsche für den Abschaum Chicagos.

Freitag, 14. November 2014

Serienkiller : Die Blaubart Mörder


Das Märchen des Blaubartes  stammt von Charles Perrault.
Ein reicher Mann will ein hübsches Mädchen aus gutem Stande zur Frau nehmen. Er ist dem Mädchen jedoch sofort unheimlich, denn niemand weiß, was mit seinen vorherigen Ehefrauen geschehen ist. Dennoch findet die Hochzeit statt und schon kurz darauf  überreicht der Mann ihr einen Schlüsselbund. Sie darf sich frei im Hause bewegen, nur eine Kammer muss verschlossen bleiben.
Es kommt wie es kommen muss und das junge Mädchen sucht die verbotene Kammer auf. In der Kammer findet sie Blaubarts frühere Frauen ermordet vor.
Ursprung des grausamen Märchens war der Adlige Gilles de Rais. Im 15 Jahrhundert  galt dieser als brutaler Mörder und Kindesschänder, jedoch ging der Bezug dazu in den folgenden Jahrhunderten verloren. Inzwischen wird der Begriff des Blaubartes weltweit für Männer genutzt die sich ihrer Ehefrauen und Geliebten entledigen.
Die Motive hierfür sind selten von sexueller Natur, eher stehen Erbschaften und Versicherungen im Vordergrund.
Als einer der „echten“ Blaubärte gilt Johann Otto Hoch. Dieser verdiente sein Geld als Heiratsschwindler und suchte sich meist reiche Witwen. Zwischen 1895 und 1905 vergiftete er mindestens 15 seiner Ehefrauen mit Arsen.
Henri Désiré Landru war ebenfalls kein Kind von Traurigkeit.  Er schaltete oder antwortete auf Heiratsanzeigen um sich neue Opfer zu suchen. Diese wickelte er mit Liebesbriefen und kleinen Geschenken um den Finger. Mit fast 300 Frauen soll er in Kontakt getreten sein. Dabei ging er akribisch vor und legte Akten für alle Frauen an. Diese beinhalteten nicht nur die Liebesbriefe sondern auch die Daten seiner Morde.
Habgier ist das häufigste Motiv der Blaubärte. Die meisten werden nach einigen Morden gefasst.  


Donnerstag, 13. November 2014

Leserfragen: LBS – Little bloody Sunshine


Die neue Blogstory wurde bisher sehr gut aufgenommen. Ich freue mich über die neuen Leser und die regen Fragen die seit dem in meinem Postfach landen. Die häufigsten haben ich einmal zusammengefasst und möchte sie Euch natürlich gerne beantworten.

Wird LBS vollständig auf deinem Blog veröffentlicht?

Um ehrlich zu sein bin ich mir da noch nicht sicher. Die Geschichte hat gerade erst angefangen und wird sicherlich noch eine ganze Weile ein Bestandteil des Blogs bleiben – ob ich sie vollständig veröffentlich weiß ich noch nicht. Dazu ist das Projekt noch zu jung.

Wird LBS auch als gebundene Version erscheinen?

Ein klares Ja.
Auch wenn ich noch nicht sagen kann wann und wie wird es sicherlich auch eine gebundene Version der Geschichte von Frank und Marie geben.

Wann kann man mit einer vollständigen Veröffentlichung von LBS rechnen?

Noch gar nicht. Zunächst wird es als Blogstory weiterlaufen.
Alles andere wird sich mit der Zeit zeigen.

An welchen Projekten arbeitest Du aktuell neben LBS?


An vielen. Neben Kurzgeschichten und einem anderen Roman auch an einem autobiografischen Projekt. Zuviel möchte ich dazu allerdings noch nicht sagen. Das neue Jahr wird kommen und damit auch die neuen Projekte. 

Dienstag, 11. November 2014

Meine tierische Mitbewohnerin


Meine Hündin ist in vielerlei Hinsicht mein Anker. Wenn ich einen schlechten Tag hatte, wartet sie bereits Zuhause auf mich und schafft es innerhalb von Sekunden mich auf andere Gedanken zu bringen. Sie spielt mit mir wenn mir langweilig ist und ist jederzeit für mich da. 

Während ich krank im Bett lag war sie immer an meiner Seite. 


Montag, 10. November 2014

Justine privat: Auf und ab


Das Leben verläuft selten in einer geraden Linie und dieses Jahr war eine echte Achterbahnfahrt, die ich ohne einige Menschen nicht unbeschadet überstanden hätte. Neben einer grauenhaften Trennung und der Findung neuer Liebe, kamen finanzielle Probleme und die emotionale Zwangstrennung zu meiner Schwester noch erschwerend hinzu.  Das wohl schlimmste für mich war jedoch das ich kaum schreiben konnte – denn ohne das Schreiben schaffe ich es kaum die vielen Dinge zu verarbeiten die mich beschäftigen.

Doch bei all den Dingen die schief liefen in meinem letzten Lebensjahr, konnte ich eine Menge über mich selbst und die Menschen in meinem Leben lernen. Welche Menschen wirklich zu einem stehen erkennt man meist erst wenn man sich in einer Notlage befindet. Erst dann sieht man wer wirklich für einen da ist – egal ob es sich dabei um finanzielle oder emotionale Hilfe handelt, oder ob einfach versucht wird einen wieder zum Lachen zu bringen.

Sonntag, 9. November 2014

Little bloody Sunshine - 4.



3 Monate später


Frank schluckte schwer und straffte sich gleichzeitig. Die Untersuchungshaft war vorbei und das Urteil bereits gesprochen. Die nächsten 5 Jahre seines Lebens würde er nun in diesem Gefängnis verbringen müssen. Marie hatte ihr Wort gehalten und war bisher nicht aufgetaucht. Weder bei der Verhandlung, noch während er in der Zelle gesessen hatte.
Ein Wärter stieß ihn unsanft voran in seine neue Zelle. „Viel Spaß, Jackson“, knurrte er ihm hinterher und gab sich nicht einmal Mühe dabei nicht hämisch zu wirken.
Ein bulliger zwei Meter Mann blickte ihn voller Hass an. Als das Gitter hinter ihm geschlossen wurde fragte sich Frank kurz ob er das überleben konnte. Sicher er war nicht gerade schwach, aber gegen einen solchen Bullen, konnte er wohl kaum etwas ausrichten. Außerdem war er sich nicht sicher, ob der Muskelkater den er sich selbst durch ständiges Training verpasst hatte, ihn vielleicht daran hindern würde hart zu zuschlagen. Wenn dieser Kerl es erst einmal geschafft hatte ihn zu Boden zu bekommen dürfte es äußerst schwer werden wieder aufzustehen.
„Du bist also der Neue?“ zischte er Mann. Seine Haare gingen ihm in der Mitte des Kopfes bereits etwas aus und die Pranken ähnlichen Hände rieben sich an einander. Frank schlug eine üble Wolke entgegen und er bemühte sich das Gesicht nicht zu verziehen. Das hätte sicher keinen guten Eindruck gemacht. „Sieht so aus“ sagte er knapp.
„Ich bin Hage“ knurrte der Mann. Er zeigte auf die linke Pritsche „Da schläfst du!“ bestimmte er. Frank machte sich nicht die Mühe zu nickten. Er nahm die paar Sachen die man ihm gegeben hatte und legte sie auf das provisorische Bett. Das sollte also sein neues Zuhause sein.

Die nächsten 4 Jahre 8 Monate und 23 Tage.

Freitag, 7. November 2014

Serienkiller: Xitavhudzi, Elias


Das südafrikanische „Township“ ist bezeichnet für die Rassentrennungspolitik in Südafrika. Dort wurden zahlreiche Wohnsiedlungen für die schwarze, die farbige oder indische Bevölkerung eingerichtet. Die ständig wachsende Einwohnerzahl in Townships ist heute noch eines der größten Probleme des Landes und sorgt immer wieder für massive Agressionsentladungen. In den 50er Jahren war auch Elias Xitavhudzi ein Bewohner Townships.

Ihm werden mindestens 16 Morde angelastet. Die Quellen streiten sich ob er nur Frauen waren oder ob das Geschlecht weniger eine Rolle gespielt hat. In einem sind sich jedoch alle einige – all seine Opfer waren weiß.

Seine Morde wurden zu einer öffentlichen Sensation und brachten ihn den Spitznamen „Pangaman“ ein. Dies ging auf seine Mordwaffe zurück – eine Machete, die im Kreise der Einheimischen auch „Panga“ genannt wurde.  Mit dieser soll er seine Opfer nicht nur tötet sondern teilweise stark verstümmelt haben. Nach seiner Verurteilung wurde er zum Tode verurteilt und am 14. November 1960 erhängt.

Trotz seines Todes konnte Township noch immer nicht aufatmen. Vor seiner Tötung soll Xitavhudzi den Ort verflucht haben, doch es wird sicherlich nicht nur an ihm liegen, dass nach ihm noch mindestens 14 weitere Mörder mit ähnlichem Motiv ihr Unwesen trieben.







                                                

Donnerstag, 6. November 2014

Bloggertreffen mit klein Lili und Schafi

Da ich im Moment kaum dazu komme etwas zu posten, werden es heute mal Bilder vom letzten Bloggertreffen mit Lili und dem Wetterschafi ...

Wir waren vegan essen und haben einen kleinen Spaziergang durch den Park gemacht ...

Sonntag, 2. November 2014

Little bloody Sunshine - 3.

„Was hast du vor?“ fragte Marie scharf und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie hoffte, ihn so besser auf Distanz halten zu können. Je näher sie ihm kam, umso schwächer fühlte sie sich.
Frank strich ihr über die Wange.
Sie sah müde aus. Die dunklen Ringe unter ihren Augen hatten inzwischen die Farbe von dunklem Flieder und ihre rosa Lippen schienen blasser zu sein. „Meinst du, ich würde zulassen, dass du im Knast verrottest, Sunshine?“ flüsterte er. Marie hatte Mühe nicht schwach zu werden. Frank kannte sie viel zu gut, er wusste genau wie er es anstellen musste. Er wusste, wenn er die richtigen Dinge sagte und ihr noch mal über die Wange strich, wäre sie Wachs in seinen Händen, ihre Knie fingen ja jetzt schon an zu zittern - obwohl man das auch dem endenden Schock zuschreiben konnte.

Reiß dich zusammen. Immerhin bin ich kein Kind mehr. Was ich getan habe, muss ich alleine ausbaden und nicht er. Ich kann nicht immer darauf hoffen, dass er kommt um mich zu retten, denn die Realität sieht anders aus, die Prinzessin hat selbst aufs Kampfross zu steigen!

Freitag, 31. Oktober 2014

Serienkiller: Enriqueta, Marti


Der schlechte Ruf selbsternannter Hexen wird von Frauen wie Marti Enriqueta nicht verbessert. Sie wurde in Sant Feliu de Llobregat in Spanien geboren und verdiente ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von magischen Amuletten uZaubertränken. Berüchtigt waren ihre Liebestränke bereits bevor die schaurige Geheimzutat ans Licht kam.
Die Quellen streiten sich, welches Geburtsdatum das richtige ist, über den Tag ihrer Verhaftung ist man sich jedoch einig.  Marti wurde im März 1912 verhaftet, zu diesem Zeitpunkt galten 6 Kinder als verschwunden.  Das siebte Opfer war jedoch noch am Leben. Die kleine Angelita berichtete ein Schauermärchen, bei dem es wohl jedem mulmig wird.
Die „Hexe“ hatte sie eingesperrt und sie gezwungen zusammen mit ihr die Reste der anderen Kinder zu verzehren, bevor sie selbst das nächste Opfer werden sollte. Die kleinen Kinderkörper waren ein Hauptbestandteil der Tränke, die einem die ewige Liebe sichern sollte und für die Marti berüchtigt war. Allerdings wurden die Kinder nicht nur für die Liebestränke verwendet, einige Amulette sollen ebenfalls aus den Knochen der Opfer gefertigt worden sein.

Der Beiname „Vampirin von Barcelona“ entstand durch das gefundene abgefüllte Blut, das ebenfalls für Tränke und Rituale verwendet wurde.

Die Anklage wurde durch das Geständnis der „Hexe“ gestützt und das Urteil lautete wenig überraschend: Todesstrafe.


Hier sind die Quellen wieder uneindeutig: Entweder wurde das Urteil vollstreckt oder ein Mithäftling kam diesem zuvor. Sicher sagen kann man jedoch, dass diese „Hexe“ auch die nächste Generation noch schocken kann. 

Dienstag, 28. Oktober 2014

Kurzgeschichte: Die Stadtgöttin


Die Stadtgöttin

Sie ist so schön, dass wehtut, sie lange anzusehen und trotzdem kann niemand den Blick von ihr abwenden. Bei jedem ihrer Schritte wippt das lange dunkle Haar sachte hin und her. Dabei scheint selbst der Wind den Atem anzuhalten. Die rotbemalten Lippen verziehen sich nie zu einem Lächeln, als wäre ihr perfektes Gesicht in kalten Marmor gehauen worden.
Das dunkle Blau ihrer Augen blickt gefühllos durch die Welt in der sie sich bewegt, als würde nichts und niemand eine Reaktion in ihr auslösen können.  Die kleinen Spatzen, die sich über die Krümel der Touristen her machen, flattern aufgeregt zur Seite wenn sie zu nahe kommt. Es scheint fast, als hätten sie Angst, sich einer Schönheit wie ihr in den Weg zu stellen. Diese Wirkung zeigt sich jedoch nicht nur bei den unschuldigen Vögeln, sondern überträgt sich auch auf die Menschen, die sie alle anstarren wie eine verlorengegangene Göttin die plötzlich in Mitten der Stadt aufgetaucht ist. Obwohl es sonst kaum möglich ist, sich während des Marktes frei zu bewegen, scheint sich unwillkürlich ein Weg für sie zu aufzutun. Niemand will einer Göttin im Wege sein, denn so schön wie sie ist, so zornig kann sie werden.