Mittwoch, 8. Januar 2014

Serienkiller - Norbert Poehlke

Ein  Polizeibeamter im mittleren Dienst im Land Baden-Württemberg. Ein liebevoller Vater und geschätzter Kollege.  Norbert Poehlke Serienkiller und Bankräuber.  Der "Hammermörder" hatte über ein Jahr lang die Bevölkerung in Atem gehalten. 

Der Polizeibeamte übernahm sich, nach einem Lottogewinn von 36.000 DM, beim Bau eines Eigenheim in dem zu Backnang gehörenden Dorf Strümpfelbach. Die Familie verschuldete sich auf diese Weiße und der Druck wurde immer mehr.  Im März 1984 folgte ein erneuter Schicksalsschlag - Poehlkes Tochter Cordula starb an einem Gehirntumor im Alter von drei Jahren. 

Der finanzielle Druck, der Druck, die Fassade aufrecht zu erhalten, den sozialen Status nicht wieder aufzugeben, kann als Erklärung für die Banküberfälle herhalten - jedoch nicht für die wachsende Brutalität der Taten. Wir schreiben den 22.10.1985 - am Strand von Torre Canne bei Brindisi wird die Leichen des 34-jährigen Polizisten Norbert Poehlke und seines Sohnes Gabriel entdeckt - damit findet eine der rätselhaftesten Mordserien in Deutschland ihr grausames Ende. 
Von Beginn an unterlief der Polizei trotz nie große, Einsatzes von Menschen und Material folgenschwere Pannen. Im August 1985 stellten die Fahnder einen Unschuldigen an den öffentlichen Pranger, obwohl schon damals Spuren auf Poehlke hindeuteten. 



Seinen ersten Mord beging Poehlke am 3. Mai 1984 auf einem Parkplatz. Sein Opfer war der 47 Jahre alte Ingenieur und Handelsreisende Siegfried Pfitzer aus Aschaffenburg. Im Anschluss an die Tat überfiel Poehlke die Filiale der Volksbank in Erbstetten und erbeutete dabei ca. 4.790 DM. Die Suche nach dem Täter verlief erfolglos. Die realiiv geringe Beute konnte die wachsenden Löcher in Poehlkes Taschen jedoch kaum stopfen. Am 21. Dezember 1984 verübte er auf dem Waldparkplatz „Rohrthäle“ seinen zweiten Mord. Eine Woche nach dem Mord an Wethey überfiel Poehlke die Filiale der Volksbank in Cleebronn. Bei diesem Überfall erbeutete er 78.000 DM. Seine Masche bleibt immer die Gleiche: Er lauert seinen Opfern in der Nähe von einsamen Waldparkplätzen auf, schießt immer mitten ins Gesicht - beschafft sich ein Fluchtauto und überfällt anschließend kleine Bankfilialen. Mit aller Wucht schlägt er mit einem Kilo schweren Vorschlaghammer ein Loch in die Sicherheitsverglasung der Kassenhäuser, streckt seine Pistole durch und verlangt Bargeld. Schon nach dem zweiten Überfall wird er nur noch "der Hammermörder" genannt. Die daraufhin gebildete SOKO „Hammer“ führte in der Folgezeit den bis dahin größten Polizeieinsatz der Nachkriegsgeschichte in Deutschland durch. In den nächsten vier Monaten gingen die Ermittler rund 540 Hinweisen nach und überprüften mehr als 1000 Personen - dennoch sollte Poehlke ihnen entwischen und sich vor einem Prozess drücken können. 

Nachdem die Ermittler die Dienstwaffen aller Polizeiangehörigen im Raum Stuttgart überprüfen ließen, zog sich die Schnurr um Poehlke enger. Um seiner drohenden Festnahme zuvorzukommen, tötete er am 13. Oktober 1985 zunächst seine auf der Couch sitzende Ehefrau mit einem Kopfschuss und dann im Kinderzimmer seinen im Bett liegenden älteren Sohn mit einem Schuss in das Gesicht. Anschließend flüchtete er in seinem Privatwagen zusammen mit seinem jüngsten Sohn in die italienische Küstenstadt Brindisi. In dem zu Fasanogehörenden Hafenort Torre Canne tötete er schließlich am 22. Oktober 1985 seinen Sohn mit einem Schuss in das Gesicht und anschließend sich selbst per Kopfschuss.
Die Brutalität dieser Verbrechen gibt bis heute Rätsel auf. 

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