Samstag, 8. Februar 2014

Justine privat: "In 10 Jahren ..."

... da wirst du es bereuen!" 

Tattoos sind inzwischen auch zu einen Statussymbol geworden, denn nicht jeder kann es sich leisten, seinen Körper zu verzieren. Vor allem aber sind gute Tattoos noch immer eine Seltenheit. Auf dem Markt existieren sehr, sehr viele Studios die ihre Dienste anbieten. Einige auch zu verführerisch günstigen Preisen... 


 Scheiße, wie ich es hasse diesen Satz zu hören. Gerade was Tattoos angeht, bekomme ich diesen allerdings oft an den Kopf geworfen. Ebenfalls sehr beliebt: 


"Wir sprechen uns nochmal, wenn du dir die Tattoos wieder entfernen lässt!" 

Ja, ein Tattoo kann auch mal daneben gehen und: Ja, nicht jedes Tattoo gefällt einem nach 10 Jahren noch immer. ABER nur weil die breite Masse der Menschen sich ein Tattoo machen lässt, ohne darüber nachzudenken, muss ich noch lange nicht dazu gehören. 

Genauso sieht es mit Motiven aus, mit denen man ev. Mit 16 mehr verbunden hat als mit 36 Jahren. Ich stehe zu mir meinem Leben und den Fehlern die ich begangen habe und noch begehen werde, denn das gehört dazu. Vor allem aber, hoffe ich das ich nicht die Einzige bin die das so sieht. 

Ich bin der vollen Überzeugung dass niemand es bereuen muss, sich tätowiert zu haben -  wenn er nur die Grundregeln beachtet hat. Wenn ein Tattoo eine Bedeutung hat, gut gestochen ist und nicht durch äußere Umstände verschandelt wurde (- z.B. die gute Sonnenbank), gibt es keinen Grund es zu bereuen. Sicherlich sind offensichtliche Tattoos wie auf den Armen, Hals, Brust oder Hände immer eine Sache für sich. Im öffentlichen Dienst gibt es noch immer sehr wenige Menschen, die ihren Körperkult ausleben können. In anderen Berufen jedoch sieht es inzwischen etwas anders aus. 






















ABER Die Qualität lässt hier meist zu wünschen übrig...
Doch ich schweife schon wieder vom eigentlichen Thema ab. 
Wenn ein Tattoo schön ist, warum sollte ich es dann bereuen?
Immerhin habe ich mir etwas dabei gedacht, es mir auf die Haut stechen zu lassen. Sicherlich werde ich mich im Laufe meines Lebens verändern und vielleicht würde ich mir zu einem späteren Zeitpunkt ein bestimmtest Motiv nicht mehr stechen lassen, doch das bedeutet nicht, dass ich das Symbol nicht noch immer Liebe. 
Mein ältestes Tattoo habe ich mir mit 18 Jahren machen lassen. Heute würde ich mir sicher ein anderes Motiv suchen, doch das ist vollkommen okay. Denn mit dem Tattoo verbinde ich viel mehr, als das was äußerlich zu sehen ist. 

Es nervt mich ungemein, wenn Menschen in meiner Umgebung mir vorschreiben wie ich in ein paar Jahren denken soll. 

"Du wirst deine Tattoos bereuen!"
"Dann ist nichts mehr mit blauen Haaren!"
"Wenn du erstmal Kinder hast ..."

Ich werde dann schnell zur Super-Zicke und werfe mit Gegenständen um mich. Selbst wenn ich das ein oder andere Tattoo am Ende meines Lebens nicht mehr perfekt finden sollte, ist es doch nicht das worum es geht. Ich hasse es das die Gesellschaft noch immer so engstirnig ist, wenn man nicht auf der gleichen Welle mit schwimmen will. Tattoos sind inzwischen völlig normal, und die Politiker von Morgen werden sicher mehr an Farbe zu bieten haben, als die aktuelle Generation. 

Tattoos müssen nicht mehr heimlich versteckt werden, wenn der Chef um die Ecke kommt. Zumindest nicht in allen Berufen und ich bin SEHR zuversichtlich, dass die Tattoos in den nächsten Jahren auch die restlichen Berufe erreichen werden. Zugegeben wird alles immer nur in einem bestimmten Rahmen möglich sein...

ABER VERDAMMT ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN

Ich gebe zu, in der ein oder anderen Sicht bin ich vielleicht auch etwas auf Krawall gebürstet ... 
Egal, ob privat oder beruflich. Grenzen teste ich gerne aus und überschreite sie noch lieber. Das ich dabei auch mal auf die Nase falle, ist mir ziemlich egal. 

Da wären wir mal wieder beim Thema: Selbstverliebt.






Ich habe einen guten Abschluss, super Referenzen und bin immer auf dem neusten Stand was mein Wissen bezüglich der Arbeit angeht - das ich die Freundlichkeit in Person sein kann, muss ich nicht noch extra erwähnen. Niemanden sollte dabei interessieren wie ich aussehe. Vielleicht war auch das einer der Gründe warum meine neusten Tattoos so offensichtlich getragen werden...

Um der Frage vorzubeugen:
Nein, tatsächlich tat es nicht so sehr weh, wie ich erwartet hatte. Das Schlimmste waren die 3 Punkte beim Schhh ...
Ansonsten war es recht entspannt ... ganz anders als die Hüfte, doch die zeige ich Euch erst im nächsten Post!


Kommentare:

  1. ich hab Kinder, bin wieder schwanger, hab Tonnen Tattoos und bunte Haare - weiss nicht, was das damit zu tun haben soll, dass ich Mutter bin o.O
    So engstirnige Leute kann ich eh nicht leiden, die müssen mich nicht toll finden, von daher passt das

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  2. Danke schön :) Ja, Alicja .... ich hab nur leider das Pech das engstirnige Menschen in meiner Umgebung keine Seltenheit sind ...

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  3. Toller Post ! Ich bin total deiner Meinung :)

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  4. Ich mag dich echt, du bist wirklich besonders <3

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  5. Finde ich ein toller Post und bin ganz deiner Meinung. Ich finde deine Tattoos wunderschön und sie passen sehr gut zu dir!:)

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  6. Dein Post gefällt mir sehr gut, ich bin ganz deiner Meinung. Leider gibt es noch genug die das anders sehen.. Ich finde deine Tattoos passen sehr gut zu dir und sie sind wunderschön!:)
    Liebe Grüße, Marjana

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  7. Dein Post gefällt mir sehr gut, ich bin ganz deiner Meinung. Leider gibt es noch genug die das anders sehen.. Ich finde deine Tattoos passen sehr gut zu dir und sie sind wunderschön!:)
    Liebe Grüße, Marjana

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  8. Manche Menschen müssen einfach bei vielen Sachen, bei denen Frau gar nicht die Meinung wissen möchte, ihre abgeben. Meine knappe Antwort darauf ist ein Grinsen mit einem kurzen "Haja!". ;)

    Liebe Grüße

    http://miameide.wordpress.com

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  9. "Tattoos sind inzwischen auch zu einen Statussymbol geworden, denn nicht jeder kann es sich leisten, seinen Körper zu verzieren" - komischerweise scheint die Anzahl der Tattoos im Allgemeinen(!!!) eher antiproportional zur Einkommenssituation zu sein, also kann ich diesen Punkt nicht so ganz glauben.
    Das, was Du ansprichtst, hindert mich auch an einem Tattoo, denn ich habe diese Selbstsicherheit nicht, allerdings sagt das natürlich nichts über andere, insbesondere Dich aus.

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    1. Ich bin beim Lesen eher auf den Gedanken gekommen, hier ist eher "leisten" im Sinne von "dass es den Körper schöner macht" oder "auf einem schönen Körper" gemeint.
      Allerdings gefällt mir die Interpretation zum Finanziellen viel besser :-) Schließlich ist (fast) jeder Körper irgendwie schön und kann mit Highlights aufwarten.

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  10. Ich finde auch man selbst sollte mit sich glücklich sein und nicht andere - als wenn man sich ein tattoo wünscht, dann sollte man sich auch eins machen lassen und nicht darüber nachdenken, was andere von einem halten könnten :)

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  11. Ich habe bis jetzt nur ein Tattoo und durfte mir auch schon blöde sprüche wegen dem motiv anhören aber irgendwann schaltete man auf durchzug. Ich finde deinen Post sehr gut geschrieben werde wohl öfter mal reinschauen :) LG

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  12. Ich kann meine mittlerweile schon gar nicht mehr zählen und oh-Wunder hab ich trotzdem einen festen Job und sogar studiert. Die Italiener haben ein schönes Sprichwort: Das Gewand macht noch lange keinen Mönch. Und so sieht's nunmal aus. Ich benutze meine Tattoos gern als Messlatte - wer mich nur anhand meiner bunten Haut beurteilt, ist eh untendurch. So oberflächliche Leute WILL ich gar nicht in meinem Dunstkreis wissen. :D Über abschätzige Blicke (v.a. im Sommer, wenn man viel mehr sieht, als jetzt im Winter) will ich gar nicht erst reden. Ich hab da mittlerweile ein einigermaßen dickes Fell gekriegt. Und selbst meine Familie sagt schon lange nix mehr, wenn mal wieder ein neues dazugekommen ist. :D Hätt' ja eh keinen Sinn....mit annähernd Mitte 30 is eh nix mehr zu retten höhöhö in diesem Sinne: bunte Haut for the win! Und lass dich nich ärgern ;)

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    1. Danke meine Liebe :) Mal wieder ein gutes Beispiel, dass bunte Menschen einfach toll sein können!

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  13. Danke! Danke für diesen tollen Post. Du sprichst mir damit aus Leib und Seele! Wenn du wüsstest, wie das bei uns hier erst mit Arbeitssuche abläuft. Wenn du auch schon nur ein Piercing hast wirst du in 90% der Fälle abgewiesen. Tja, so ergeht es mir jedenfalls ständig, weswegen ich meine Körperkunst nun nur noch verstecke. Wenn es um Vorstellungsgespräche geht versteht sich. Ich selbst kontere schon gar nicht mehr darauf, sondern lächle nur und denke mir meines. Das ist glaube ich der beste Weg solche nutz- und sinnlosen Kommentare auszublenden.

    Liebe Grüße, Franzi :)
    www.abinswunderland.blogspot.de

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    1. Danke dir! Es tut gut zu sehen, dass man nicht alleine auf der bunten Seite der Macht steht ;)

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  14. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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    1. Das ist auch okay :)
      Eine solche Grenze sollte man sich durchaus gut überlegen!

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  15. Schweres Thema finde ich.
    Tattoos sind mega schön, aber ich habe immer Angst mir damit irgendwie die Zukunft zu verbauen.

    Liebe Grüße
    Sophia

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  16. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Tattoos auch im öffentlichen Dienst absolut angekommen sind. Wir haben einige Sachbearbeiter*innen, die nicht nur leine niedliche sondern auch ziemlich große und dunkle Tattoos als Zierde tragen - und auch weit darüber hinaus, was man mit einem T-Shirt verdecken könnte. Unsere "Vorzimmerkraft" (hört sich doof an, heißt aber nun mal so) als 'Aushängeschild' und oftmals 'erster Kontakt' zum Amt mit über 370 Arbeitskräften trägt auch viele Tattoos.

    Ich selbst habe kein Tattoo, was aber daran liegt, dass ich seit ich denken kann immer eines wollte - aber nur ein Motiv (langgezogenes Tribal, etwa 25 cm) und nur an einer Stelle: schräg links am Hals über das Schlüsselbein. Und da ich mich das von den zu erwartenden Schmerzen her nie getraut habe, hab ich keins. X-)
    Nebu (https://nebucadneezah.wordpress.com/)

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    1. Ich denke auch inzwischen ist es (fast) überall völlig okay. Natürlich gibt es immer noch einige Stellen wo es eher ungewöhnlich ist - und im Gesicht ist es eben noch ein Tabu. Aber ansonsten hat man wirklich wenig Probleme zumindest nach meiner Erfahrung.

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  17. In 10 Jahrfen buist du todddddd

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    1. Na ja, ich würde mal sagen, in 10 Jahren wird von Dir niemand mehr irgendetwas mitbekommen, weil Du in der grauen Masse verschwunden sein wirst, während Justine sich immer noch auf ihre Freunde verlassen kann, im realen oder auch im virtuellen Leben.
      Sie hat nämlich mehr an Substanz zu bieten, als nur anonym platte Sprüche von sich zu geben...

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    2. Vor allem so gut artikulierte, grammatikalisch korrekte Sprüche ^^

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