Sonntag, 9. März 2014

Schlaflose Nächte



In der letzten Zeit ist meine Schlaflosigkeit wieder schlimmer geworden. Es gibt wieder Nächte in denen ich stundenlang aus dem Küchenfenster schaue und die dunklen Schatten in meinem Garten aufsauge, wie andere Menschen Werbejingles. Ich würde nun gerne behaupten ich wüsste nicht, was meine Nachtunruhe verursacht, doch leider sieht die Realität anders aus. Ich weiß zugut was es ist und verbringe die Nächte damit zu grübeln, wie es sein könnte, wenn es nicht so wäre wie es ist.

 Ich bin schlecht darin meine Gefühle und Emotionen richtig zu zeigen und zu verarbeiten, solche Dinge liegen mir einfach nicht. Die Nacht liegt mir da schon mehr.
An meinem kleinen Fenster sitze ich dann in der Dunkelheit, höre die Geräusche der Nacht und blicke in den dunklen Garten vor mir. Zwischen den verschlungenen Ästen des Apfelbaumes sind vereinzelt die Sterne zu erkennen und der Mond wirft sein kaltes Licht über den Rasen. Kein Foto kann das Bild vor mir richtig einfangen, denn diese Schönheit liegt jede Nacht wieder in dem Moment. Ich kann es nicht richtig beschreiben, obwohl es zur Routine geworden ist.

Ich stecke mir eine Zigarette an, blicke nach draußen, öffne das Fenster und atme tief ein – und dann ist der Moment da. Die Nacht nimmt mich gefangen und ich verschwende keinen Gedanken mehr daran in mein warmes Bett zu gehen. Leider ist dieser Moment wie alle anderen auch vergänglich und viel zu schnell vorbei, denn mit der frischen Luft kommt auch die Kälte durch das Fenster. Also zieht es mich mit einem Schlaftrunk doch wieder auf das Sofa zu meinem Hund, der es bereits gewöhnt ist, das Frauchen die Nacht zum Tag macht. 

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