Sonntag, 6. April 2014

Die Weiße Frau

Die Weiße Frau ist angeblich ein Gespenst, das bereits in verschiedenen Schlössern und Burgen ihr Unwesen getrieben haben soll. Hauptsächlich bei europäischer Adelsfamilien soll diese Erscheinung aufgefallen sein. Die Sage der weißen Frau ist auch heute noch weltweitbekannt. Gerade dieser langanhaltende Spuk ist es der mich so an dieser Geschichte fasziniert. Die ältesten Berichte über den weiblichen Geist stammen aus dem 15. Jahrhundert. Es gibt viele Ähnlichkeiten mit anderen weiblichen Erscheinungen, so dass die genaue Herkunft schwierig zu bestimmen ist. Außerdem scheint es mehr als nur eine „weiße Frau“ zu geben.


Auch wenn sie im allgemeinen nicht als böse gilt so wird  ihr Erscheinen dennoch mit Schrecken und familiäre Katastrophen, insbesondere die Todesfällen in Verbindung gemacht. Die bekannteste Sage über die Weiße Frau ist mit der Familie Hohenzollern verknüpft. Die dramatische Geschichte lässt einem auch ohne Geistererscheinung frösteln. Die Burgherrin Kunigunde war eine einsame Witwe mit zwei kleinen Kindern die sich in Albrecht den Schönen verliebt. Die Liebe beruhte auf Gegenseitigkeit und Albrecht wollte die schöne Witwe heiraten, doch wurde verbreitet, dass ihm dabei vier Augen im Weg stünden. Damit waren seine Eltern gemeint, die eine solche Verbindung ablehnten und dem Glück des Paares so im Wege standen. Kunigunde missverstand dies jedoch und so nahm die Katasrophe ihren Lauf. Sie bezog es sie auf ihre zwei Kinder, ein Mädchen von zwei und einen Jungen von drei Jahren. Mir einer Nadel stach sie den wehrlosen Kindern in den Kopf und tötete sie so. Sie stach den Kindern mit einer Nadel in den Kopf und tötete sie. Albrecht konnte damit nicht Leben und ließ die arme Frau im Stich. Von ihrer Schuld halb wahnsinnig unternahm Kundigunde eine Pilgerfahr nach Rom und erlangte vom Papst die Vergebung ihrer Sünde. Dafür stiftete sie ein Kloster und trat dort ein. Sich selbst konnte sie jedoch nie ganz vergeben, soweit die Geschichte.
Ob dies der Ursprung für den Spuk um die Weiße Frau ist, ist schwer zu sagen. Im Berliner Stadtschloss erschien die Weiße Frau mehr als einmal und immer mit einem tödlichen Ausgang: 1619 soll sie dort vor dem Tod von Johann Siegmund erschienen sein. In der Heidecksburg bei Rudolstadt soll die Weiße Frau einem Prinzen erschienen sein und noch viele weitere Begegnungen folgten. Nicht nur in den deutschen Adelshäusern sondern auch in Östereich, der Schweiz oder England. Bis in die heutige Zeit werden ähnliche Erscheinungen gemeldet, ob es sich dabei immer um die gleiche Geistererscheinung handelt ist fraglich.
Fakt ist das dieser gruselige Mythos nicht ohne Grund bis heute verbreitet wird.


1 Kommentar:

  1. Interessante Geschichte. Ich find es wirklich toll, dass du immer über solche DInge schreibst. Behalte das bitte in Zukunft auch bei. Ich lese das so gerne :*
    Liebe Grüße :)

    AntwortenLöschen