Montag, 26. Mai 2014

Vegan – Bewusstes Leben im Hardcore Style

Veganismus ist aus dem der Bewegung des Vegetarismus hervorgegangene und inzwischen eine Einstellung, Lebens- und Ernährungsweise die nicht nur in den Medien immer mehr Gehör findet, sondern auch den Alltag schleichend immer mehr für sich einnimmt. Während Vegetarier nur auf den Verzehr von Fleisch verzichten, ziehen Veganer es vor das ganze nach meinem Empfinden konsequenter durchzuziehen, denn sie lehnt nicht nur den Verzehr von Tierkörpern ab, sondern überhaupt jede Nutzung von Tieren und tierischen Produkten. Wie immer gibt es hier die „seichteren“ die es dabei belassen und die „harten“ die versuchen ohne jegliche Form von Tierischen Zusätzen durchs Leben zu kommen.

Geht man nach unserer heißgeliebten Suchmaschine ernähren sich der laut Nationalen Verzehrsstudie II von 2008 in Deutschland ca. 0,1 % der Bevölkerung vegan, insgesamt also ca. 80.000 Menschen. Das Ganze sah im Jahre 2013 bereits anders aus  0,5% und damit vermutlich knappen 400.000 Menschen die sich diesem Lifestyle angeschlossen haben. Gerade in der Linken Szene wird vegan immer normaler und selbst in den berüchtigten Kochshows wird inzwischen auch mal eine Tierlose-Kost angeboten.
Das der Verzicht auf Tiere als Nutzobjekt einige Komplikationen im Alltag mit sich bringt sollte den meisten bewusst sein, jedoch müssen sich Anhänger des Veganismus nicht nur mit schlechten Witzen  herum schlagen wie:

Warum schreien Veganer_innen beim Sex nicht?


Sie können nicht zugeben, dass ihnen ein Stück Fleisch so viel Freude bereitet.

Die Problematik beginnt eher mit dem täglichen Einkaufen und dem Bewusstsein welche Inhalte die einzelnen Nahrungsmittel enthalten. Mit McDoof und ähnlichen haben die meisten Tierfreunde und politisch Motivierten ohnehin eine eher negative Beziehung und alternative Fast Food Varianten sind zwar in den Großstädten bereits verbreitet, finden ihren Weg jedoch noch nicht Flächendeckend in unserem Lande. Die Nahrungsaufnahme ist bei strengen Veganer jedoch noch das kleinste Anliegen, denn auch Kleidung enthält häufig Tierische Produkte. Die Konsequenz zieht den Verlust der Spontanität nach sich die vielen Menschen zu schaffen machen würde.

Die Vorurteile sind ebenfalls ein Aspekt der noch immer seine Kreise dreht. Obwohl sich der Veganismus langsam in allen Bevölkerungsschichten etabliert, ist kaum ein Thema in ähnlicher Art durch Informationsmangel geprägt. 


Der Mensch als „Allesfresser“ sei nicht in der Lage sich gesund ohne Tierische  Produkte zu ernähren, bei dieser Frage jedoch scheinen auch die Experten an ihre  Kompetenzgrenzen zu stoßen, da bei einigen Studien NICHT klar trennbar ob sich hinter ihnen persönlich oder  industrielle Interessen verbergen. Fakt ist jedoch das  vegane Ernährung nicht zwangsläufig gesund ist, denn Mangelerscheinungen  müssen erkannt und beachtet werden . Aber einseitige Ernährung trägt dieses Risiko  ebenfalls im "Allesfresserbreich" mit sich. Eine ausgewogenne Vegane Ernährung  jedoch, ist demnach unbedenklich und somit auch nicht schädlich - Das Bewusstsein  dahinter sollte jedoch für alle ein Denkanstoß sein, denn eine Welt ohne Jagt,  Tierversuche oder das quälen und ausbeuten von Schwächeren sollte ein Ideal sein das uns alle etwas angeht.




Kommentare:

  1. Ist viel schwerer als man denkt.. Und das sag ich schon nach einem Tag!

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  2. Ich habe 1 1/2 Jahre vegan gegessen und muss gestehen, dass ich irgendwann wieder umgeschwenkt bin. Einerseits habe ich immer wieder mit Mangelerscheinungen in Form von Eisenmangel zu kämpfen gehabt. Andererseits schmecken mir Fleisch und auch Milch einfach zu gut. Es war also die volle Zeit immer wieder Verzicht und der Kampf mit mir selbst zum Wohle der Tiere. Und irgendwann ging es einfach nicht mehr.
    Meinen Respekt für alle, die es durchziehen nicht nur vegan zu essen, sondern auch vegan zu leben.
    LG
    Yvonne

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  3. Hey Justine,

    ich bin nun schon das ein oder andere mal auf deinem Blog gelandet. Der Post scheint ja schon älter zu sein, für mich ist er aber gerade aktuelle denn je, denn seit diesem Monat (und erst mal auch nur für diesen Monat) ernähre auch ich mich vegan (und berichte darüber auf meinem Blog "Backen statt Burger").
    Auch ich muss sagen, dass diese Ernährungsweise mit allerhand Einschränkungen einhergeht. Vor allem beim Verlust der Spontanität stimme ich dir zu. Trotzdem gibt es natürlich auch positive Aspekte, ganz unbeachtet von den Auswirkungen auf Tier- und Umwelt. Und so ein bisschen Veganismus würde sicherlich keinem schaden ;)

    LG Lea

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    1. Hallo meine Liebe!
      Toll das du ab und an bei mir landest - ja der Post ist schon etwas älter und war quasi der Beginn meines veganen Lebens. Deinen Blog schaue ich mir gleich mal genauer an!

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