Donnerstag, 31. Juli 2014

Serienkiller – Joachim Kroll


Der „Menschenfresser von Duisburg“ ist wohl einer der bekanntesten und furchterregendsten Serienkiller, die es jemals in Deutschland gab. Seine Kindheit war von schweren Einschnitten und Gewaltausbrüchen geprägt. Wie viele Killer begann auch bei ihm die Mordlust mit Tieren. Als vermutlicher Auslöser für die Morde an Menschen wird oftmals der Tod seiner Mutter benannt. Insgesamt konnten ihm 14 Opfer nachgewiesen werden, doch die Polizei vermutet weit mehr. Seine sexuellen Neigungen und Grausamkeit seiner Taten steigerten sich mit jedem Jahr in dem er mordete. Der Mörder mit nomadischen Wurzeln bekannte sich zu einem ausgeprägten Würgefetisch, den er an Sexpuppen auslebte, während er an seine vergangenen Opfer dachte.  Seine abnormen Sehnsüchte wuchsen mit jedem Mord weiter an.

Bald schon reichte es ihm nicht mehr seine Opfer vor ihrem Tot nur zu vergewaltigen. Er begann das Fleisch seiner Opfer zu verzehren, was ihn den Spitznamen einbrachte, unter dem ihn die Welt zu fürchten lernte. Vor der Polizei gab er an, durch den Verzehr des Fleisches seiner Opfer, seine Einkaufskosten reduzieren zu können.

Obwohl die Liste seiner Morde bereits lang ist und einige „Pausen“ aufweist, hörte er nie auf, seinen dunklen Sehnsüchten zu folgen. Immer wieder konnten ihm Opfer entkommen, bevor er diese töten konnte. Sein geringer IQ von 76 wurde ihm nachhinein für seine Unachtsamkeit verantwortlich gemacht. 1967 zog er nach Grafenhause und stellte sich dort den Kindern als „Onkel“ vor, der ihnen die Hasen zeigen wollte, die er nebenher züchtete. Nach dem Versuch einer fehlgeschlagenen Vergewaltigung an einem kleinen Mädchen, flüchtete Kroll, bevor unangenehme Fragen gestellt werden konnten.

Die Opfer:


1. 1955: Irmgard Strene wurde vergewaltigt und getötet.
2. 1956: Die zwölfjährige Erika Schuletter wurde ebenfalls vor der Ermordung vergewaltigt
3. 1959: Das gleiche Schicksal ereilte Klara Jesmer.
4. 1959: Noch im gleichen Jahr wurde die Leiche von Manuela Knodt gefunden, bei ihr        fehlten Teile des Oberschenkels und des Gesäßes.
5.  1962: Petra Giese war erst 13 Jahre alt. Ihr fehlten ebenfalls Teile des Gesäßes sowie ihr linker Unterarm.
6. 1962: Auch Monika Tafel war erst 13 – auch bei ihr verging sich der Mörder an ihrem Gesäß und Teilen ihrer Oberschenkel.
7. 1962: Barbara Bruder wurde ebenfalls getötet, ihre Leiche blieb jedoch unversehrt
8. 1965: In diesem Jahr versuchte Kroll ein Paar zu töten, das er bei einem Ausflug überraschte.
9. 1966: Ursula Rolling wird tot gefunden.
10. 1966: Die kleine Ilona Harke war gerade einmal 5 Jahre alt als sie ihrem Mörder zum Opfer fiel. Auch ihr wurden Teile des Körpers entfernt.
11. 1967: In diesem Jahr fand Kroll sein ältestes Opfer, die 61 Jährige Maria Hettgen. Später gab er an testen zu wollen ob junges oder altes Fleisch am besten schmeckt.
12. Jutta Rahn
13. Karin Topfer
14. Marion Ketter, 4 Jahre alt und damit sein jüngstes Opfer.

Erst im Jahre 1976 nach dem Tod der 4-jährigen Marion konnte dem Kannibalen das Handwerk gelegt werden. Seine Toilette war durch die Eingeweide des Mädchens verstopft worden und lieferte somit der Polizei eindeutige Beweise. In seiner Wohnung konnten außerdem Fleischreste sichergestellt werden und auf dem Herd köchelte gerade eine Suppe mit den Händen des kleinen Mädchens.
Die Grausamkeit der Verbrechen zeigte ihre Wirkung, denn die aufgebrachte Gemeinde forderte die Todesstrafe die zu diesem Zeitpunkt bereits in Deutschland abgeschafft wurde.


Kroll starb am 1. Juli 1991 in seiner Zelle – Kurz darauf wurde gescherzt das nun auch Deutschland einen Grund hätte, den 1. Juli gebührend zu feiern. 

Kommentare:

  1. Ein - wie immer - hochinteressanter Beitrag. Danke, Justine!

    AntwortenLöschen
  2. Ein sehr spannender und interessanter Beitrag!
    Gefällt mir sehr gut.

    Gruß, Andreas

    AntwortenLöschen