Donnerstag, 14. August 2014

Serienkiller – Joseph Vacher „French Ripper“



Der französische Serienkiller Joseph Vacher lebte von 1868 bis 1898 und wird oft als französischer Jack the Ripper bezeichnet. Seine genaue Opferzahl ist etwas unklar, es sollen jedoch mindestens 11 Personen durch seine Hand gestorben sein.
Schon früh war Vacher für seine unkontrollierten Wutanfälle bekannt. Geboren wurde der französische Ripper als jüngstes Kind einer ehrbaren Bauernfamilie. Sein Zwillingsbruder soll einen frühen Tod im Kinderbett gefunden haben – Belege hierfür konnte ich nicht finden. Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt, jedoch gab es schon früh Anzeichen einer Verhaltensstörung. Seine unkontrollierten Wutanfälle und seine Hingezogenheit zu Frauen und Männern, machte ihm schon früh das Leben schwer. Ein Knecht bezichtigte ihn bereits im Alter von 19 Jahren der versuchten Vergewaltigung.
Sein Weg zum Serienkiller wurde durch den Einzug in die Armee besiegelt. 1893 wurde er aus dieser entlassen, da sich mehrere Soldaten über sein Verhalten beschwert hatten. Viele hatten Angst vor Vacher da er mehrfach davon schwärmte Blut zu vergießen. Auch zu sexuellen Übergriffen auf Kameraden soll es gekommen sein – Doch auch hier sind die Quellen dünn. Fakt ist, dass er nach einem gescheiterten Selbstmordversuch entlassen wurde. Vacher hatte versucht sich selbst die Kehle durchzuschneiden, da man es nach seiner Ansicht versäumt hatte, ihn zu befördern.


Nach seiner Entlassung lernte er eine junge Frau kennen und verliebte sich – da diese jedoch seine Zuneigung nicht erwiderte und ihn abwies, beschloss er sie und sich selbst zu töten. Der Versuch scheiterte – obwohl sie von 3 Kugeln getroffen wurde. Danach richtete er die Waffe auf sich selbst, überlebte jedoch ebenfalls mit einem beschädigten rechten Auge und teilweise gelähmten Gesichtszügen.
Nach diesem Vorfall wurde er in die Anstalt für Geisteskranke „Saint Ylle“ eingewiesen, sein Aufenthalt dort war jedoch nur von kurzer Dauer. Warum er verlegt wurde, ist nicht bekannt, doch auch hier wird vermutet, dass seine blutigen Phantasien andere Patienten verängstigt hatten. Nach der Verlegung in die Anstalt „Saint Robert“ verbesserte sich sein Zustand erstaunlich schnell. Er wurde bereits am 1. April 1894 wieder als geheilt entlassen – also nicht einmal ein Jahr nach seiner Einweisung.
Danach lebte er als Vagabund und streifte quer durchs Land, wobei er seine sadistischen Tötungs- und Vergewaltigungsfantasien auslebte. Das Geschlecht war ihm auch hierbei egal. Männer und Frauen tötete er gleichermaßen und verging sich an allen Körpern.
Sein erstes Opfer im Jahre 1894 war die 21 Jahre alte Fabrikarbeiterin Eugènie Delhomme, die er erstach und sich anschließend an ihrem Körper verging. Die meisten seiner Opfer arbeiteten auf Bauernhöfen an denen er auf seiner Reise vorbeikam. Viele der Leichen wurden grausam verstümmelt und wiesen mehrfache Bissspuren auf.
Am 4. August 1894 versuchte Vacher eine Frau zu töten – glücklicherweise wurde dies durch ihren Mann verhindert. Vacher wurde überwältigt. Geschichten zufolge soll er die betroffene Familie mit Akkordeonmusik unterhalten haben, während auf die Polizei gewartet wurde. Obwohl der Übergriff auf die Frau nur ein Sittendelikt war, schrieb Vacher auf dem Polizeirevier ein Geständnis seiner Morde.
Schuld an seinen Aggressionen und dem Drang zu töten, gab er dem Biss eines tollwütigen Hundes der ihn angesteckt haben soll – Belege hierfür existieren keine.
Am 31.12. 1898 wurde Vacher um sich schlagend, tretend und beißen zur Guillotine gezerrt und enthauptet.



1 Kommentar:

  1. Mal wieder ein sehr interessanter und spannender Bericht, der sehr viel Spaß machte zu lesen.

    Danke für die Mühe und die gute Recherche.

    Gruß, Andreas

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