Montag, 25. August 2014

Vegan: Gegenargumente unter Beschuss


Gründe für eine vegane Ernährung werden in der letzten Zeit immer mehr unter die Lupe genommen, allerdings sollte man sich auch mit den Gegenargumenten befassen. Leider 
wird die vegane Ernährung und Lebensweise meistens unsachlich kritisiert, aber es gibt auch einige Gegenargumente, die hervorgebracht werden und die man zum Teil auch sehr leicht widerlegen kann.

Pflanzen sind auch Lebewesen

Die Ethik spielt eine enorme Rolle. Gegner der veganen Lebensweise führen häufig an, dass auch Pflanzen Lebewesen sind und dass auch hier die Möglichkeit besteht das diese Schmerzen empfinden können. Studien zu diesem Thema konnten jedoch keine Belege dafür liefern, dass Pflanzen zu einem ähnlichen Leiden fähig sind wie Menschen oder Tiere. Interessant dabei ist jedoch das selbst wenn Pflanzen ebenso stark leiden würden wie Tiere, dies ebenfalls ein weiteres Argument für die vegane Ernährung wäre, denn wer Tierprodukte isst, konsumiert indirekt mehr Pflanzen als jemand, der sich vegan ernährt.

Die natürliche Ernährung

Fleisch essen ist natürlich – unsere heutige Ernährung hat jedoch unabhängig davon nichts mehr mit Natürlichkeit zu tun. Die Frage nach Natürlichkeit ist also die falsche Frage. Wichtig zu wissen ist jedoch ob die rein pflanzliche Ernährung gesund sein kann. Dies ist eindeutig zu bejahen, wie bei einer carnivoren Ernährung ist es die Ausgewogenheit die die Gesundheit fördert. Einseitige Ernährung ist in beiden Fällen ungesund.

Die ökologischen Aspekte


Ein weiteres Argument ist oftmals das einige Tiere (z. B. Kühe) Gras in Fleisch umwandeln können, wodurch für den Menschen nicht verwertbares Pflanzenmaterial in konsumierbare Produkte verwandelt werden. An und für sich ist das richtig. Jedoch muss man hierbei andere Aspekte ebenfalls einbeziehen, denn die Weidetiere liefern nur einen kleinen Teil der Menge an Fleisch und Milch die produziert werden. Eine unnatürliche Tierhaltung weit entfernt von Weiden ist die logische Konsequenz aus der Masse die benötigt wird um das Bedürfnis des Konsums zu befriedigen.
Der Vorwurf das Veganer indirekt dafür mit verantwortlich sind das mehr Nahrung weggeworfen wird, ist ebenfalls nur nicht richtig. Der Konsum der Masse wird immer wieder neuberechnet und angeglichen, somit ist es zwar richtig das zumindest am Anfang dieser Bewegung eine höhere Zahl an tierischen Produkten seinen Weg in den Müll findet, jedoch reagiert die Wirtschaft entsprechend darauf. Ebenso wie immer mehr Alternativen geschaffen werden, wird sich auch die Produktion des Fleisches verringern, je weniger Menschen diese Industrie unterstützen.

Töten um zu Essen – So ist es natürlich

Ja, ein Löwe hat nicht die Wahl ob er nun jagen möchte oder lieber eine Möhre nimmt. Der Mensch jedoch bildet sich oftmals eine Menge darauf ein dass er ethisch und geistig den anderen Tieren überlegen ist. Im Gegensatz zu den Tieren, haben wir durch die selbstgeschaffene Industrie aber immer die Wahl. Deshalb können wir die Entscheidung treffen, durch unseren Konsum das Mästen und Schlachten von Tieren nicht mehr zu unterstützen.

Ein Einzelner kann nichts bewirken


Nicht richtig, ein Umdenken der Masse wird von Einzelnen angestoßen. Mittlerweile ist aber niemand mehr allein. Inzwischen nehmen sich immer mehr Menschen zu Herzen, was passiert damit der Überkonsum unserer Gesellschaft bewerkstelligt wird und wie man diesen nicht immer nur Humaner gestalten kann sondern auch zum besseren verändern kann. 


Kommentare:

  1. Scheiß veganer essen meinem Essen das Essen weg und beschweren sich

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  2. Super Auflistung! Ich bin auf deiner Seite - würden mehr Menschen etwas mehr über ihre Handlungen nachdenken wäre die Welt ein besserer Ort! Pro Vegan!
    Du bist ein tolles Vorbild!!!!!

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  3. Huhu du liebe :)

    Ich finde das voll schlimm, dass so viele anonyme dumme Kommentare bei dir landen :/

    Dein Blog ist toll!!! Und du zeigst tolle Facetten von dir =)
    Ich bin zwar keine vageren, interessiere mich aber sehr für alternativen zu unserem system- rechtfertige und erklär dich nicht immer vor den Leuten, die meisten lassen sich eh nicht drauf ein. Mach dein Ding und nimm die Leute mit, die mitwollen :)

    Viele hyperhippieliebe Grüße

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  4. Vegan ist so eine Sache für sich. Wo ich Vegetarier noch verstehe, kann ich mich einfach nicht in Veganer hineinversetzen. Die Sache mit dem Ei kennst du ja. Warum soll man solche Sachen nicht nutzen. Man schadet dem Tier damit nicht. Auch finde ich es weniger schlimm ein Tier zu schlachten um es zu essen. Das gehört nun mal zum Leben in meinen Augen, genau wie es zum Löwe gehört.
    Für mich ist Veganismus eine Art hippe Rebellion, Lifestyle Trend, oder mittlerweile sogar eine Religion. Und das ist das was mich daran stört. Warum müssen Veganer jedem unter die Nase reiben, dass sie Vegan sind?
    Diese ständige bekehren wollen, dieses "ich bin besser" denken stört mich genauso wie wenn jemand einem weiß machen will das es Gott gibt.
    Es soll halt jeder machen wie er will. Ich schlachte auch selber mal den Hasen oder das Huhn aus der eigenen Aufzucht. Dafür werden die immerhin aufgezogen. Ich esse gerne Fleisch und ich esse bewusst Fleisch. Nicht jeden Tag und nicht im Übermaß.
    Kritisch sehe ich aber auch unseren Fleischverbrauch, braucht es Restaurants die mit XXXXL Schnitzel werben oder "all you can eat" wo man sich sinnloser Weise den Wanst voll schlägt bis man nicht mehr laufen kann. Das ist für mich das andere Extrem zum Veganismus.
    Lösungsansatz für mich wäre das es Fleisch nur noch auf Bestellung gibt. dann kann der Metzger nur die Menge an Tieren schlachten wie auch benötigt wird.
    Liebe Grüße

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