Samstag, 20. September 2014

Grausamer Alltag: Tierversuche


Obwohl wir uns inzwischen in einer sehr fortschrittlichen Zeit befinden sind Tierversuche leider immer noch an der Tagesordnung. An den so genannten Versuchstieren werden wissenschaftliche Experimente durchgeführt, um zum Beispiel Grundlagenforschung oder neue medizinische Therapiemöglichkeiten zu ergründen. 
Die meisten Versuchstiere werden eigens für die Wissenschaft gezüchtet und finden nur sehr selten einen Weg lebendig aus dem Labor. Die meisten sterben bei den Versuchsreihen oder werden danach vorsorglich getötet.
Nach §1 des deutschen Tierschutzgesetzes werden Tiere als „Mitgeschöpfe“ anerkannt und das Zufügen von Schmerzen, Leiden oder Schäden ohne vernünftigen Grund ist verboten.
In der Realität sieht das jedoch anders aus. Tierversuche zur medizinischen Zwecken sind noch immer Alltag.
21 % der bei Tierversuchen in Deutschland verwendeten Versuchstiere wurden im Jahr 2005 zur Erforschung und Entwicklung von Produkten und Geräten für die Human-, Zahn- und Veterinärmedizin missbraucht. Da die meisten Krankheiten des Menschen bei Tieren in dieser Form nicht vorkommen, werden durch verschiedene medizinische Verfahren die Symptome bei den Tieren künstlich hervorgerufen.
Die Grundlagenforschung untersucht ebenfalls immer wieder von neuem Versuchstiere. Auch hier gibt es kaum Überlebende.

Tierversuche in der Kosmetik sind seit 2004 in der EU verboten – die meisten großen Konzerne nutzen jedoch die Lücke in der Medizin und testen weiterhin an Versuchstieren. Andere haben es sich noch einfacher gemacht und testen in Ländern in denen der Tierschutz bisher noch kein Thema ist, z.B. China.
Der heutige Stand der heutigen Medizin, die zu einem wesentlichen Teil auf Tierversuchen basiert, ist jedoch kein Beweis für die Notwendigkeit von Tierversuchen. Nicht nur aus ethischen Gründen ist es nicht vertretbar, auch das Leiden der Tiere steht in keinem akzeptablen Verhältnis. Die Erkenntnisgewinnung kann zum Beispiel auch durch die Verwendung von Zellkulturen in vitro (darunter versteht man „im Reagenzglas“ durchgeführte Tests) gewonnen werden.
Die deutlichen Unterschiede zwischen Mensch und Tier ein eindeutiges Argument gegen die Forschung an Versuchstieren. Verschiedene Medikamentenstudien haben eindeutig belegt, dass Medikamente die bei Tieren eine ausgezeichnete Wirkung hervorgebracht haben, beim Menschen oftmals schwerwiegende bis tödliche Nebenwirkungen zeigten. Die Aussagekraft der medizinischen Tierversuche wird dadurch eindeutig in Frage gestellt.


Quellen:
·         L. F. M. van Zutphen, V. Baumans, A. C. Beynen: Grundlagen der Versuchstierkunde.
·         Corina Gericke: Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten.
·         Bernhard Rambeck: Mythos Tierversuch
·         Arianna Ferrari: Genmaus & Co – Gentechnisch veränderte Tiere in der Biomedizin
·         Tierschutzgesetz

·         Ärzte gegen Tierversuche

1 Kommentar:

  1. Toll das Du Dich immer wieder mit solchen Themen auseinandersetzt! Inzwischen bist Du zu einem echten Vorbild geworden, das sich für die wichtigen Dinge im Leben einsetzt! Mach weiter so, deine Leser stehen voll hinter Dir!

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