Freitag, 26. September 2014

Justine privat - Dauerhaft angepisst







































Es gibt Menschen, die dauerhaft fröhlich durch die Weltgeschichte hüpfen und an allem etwas Positives finden – und dann gibt es noch die andere Seite. Die dauerhaft angepissten Pessimisten, die in allem nur einen weiteren Grund finden, sich aufzuregen. Ich kann nicht leugnen, dass ich die Hälfte der Zeit zu ihnen gehöre.
Es gibt mehr Dinge die ich hasse, als Dinge die ich liebe – das mag traurig klingen, ist mir aber eigentlich sehr recht. Ich bin ein Konfrontationsmensch und diskutiere liebend gerne den halben Tag über Themen die ich wichtig und vor allem richtig finde. Dass mich dabei auch oftmals jemand auf die Palme bringt, ist eigentlich nur die logische Folge meiner Streitlust.
In diesen Fällen ist es jedoch einfach mit mir – Ich rege mich bei Meinungsverschiedenheiten schnell auf und noch schneller wieder ab. Wesentlich unangenehmer ist es da mit mir, wenn ich grundsätzlich wütend bin.
Es gibt Tage, da wache ich auf, höre den kühlen Regen auf meine Fensterscheibe prasseln, zwinge mich aufzustehen und hasse die Welt bereits nach dem ersten Atemzug.
Natürlich würde ich gerne behaupten, dass diese Tage eine Seltenheit sind – aber ich lüge nur ungern.  Die Welt um mich herum zeigt mir einfach zu oft Seiten, die ich nicht sehen will oder schlimmer, von denen ich denke, dass man sie ändern muss. Es gibt so viel zu tun um die Welt zu retten, aber dann wären da noch das Sozialleben und der notwendige Job um seine eigene Existenz zu sichern. Das Welt Retten muss also warten, dabei geht mit jeder Minute, die man nicht kämpft wieder etwas in die falsche Richtung und wenn ich diesen Gedanken erst einmal zugelassen habe, ist der Rest meines Tages schon im Arsch bevor meine Füße den kalten Boden berührt haben.
Meine Laune ändert sich dann auch nicht, wenn ich es endlich geschafft habe zur Arbeit zu gehen – denn mein Job erscheint mir schlichtweg sinnlos. Es gäbe so viele Dinge die eigentlich wichtiger wären, sinnvoller – aber die müssen warten, denn ein Job ist ein Job.
Ob ich einem Arbeitslosen einen Gefallen tue, wenn ich diesen Job hinwerfe und er somit bessere Chancen hat?

Nein, ich springe nicht auf, werfe alles hin und werde unbezahlte Missionarin in Afrika. Aber zumindest die nächsten Demonstrationen stehen an, Konzerte für den guten Zweck und Termine mit Menschen, die eine ähnliche Sichtweise habe und etwas an der Welt verändern möchten, damit die angepissten Tage nur noch zur Seltenheit werden.

1 Kommentar:

  1. Ich finde gut, dass du so "Weltkritisch" bist und in deinen Möglichkeiten versucht, die Welt ein wenig besser zu machen. Jeder dieser Schritte ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn auch manchmal nur ein kleiner. Wenn jeder Mensch da ein bisschen so wäre wie Du und die, die bereits was gutes tun, sei es durch Demos, Benefizaktionen oder ähnliches, könnten wir wirklich großes schaffen. Aber ich finde, wie gesagt, jeden Schritt in die Richtung wichtig. Und wenn er noch so klein ist. :)

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