Samstag, 6. September 2014

Leserfragen: Tattoos


Je mehr ich blogge, desto mehr scheint Ihr über mich wissen zu wollen. Damit ich den Überblick nicht verliere „sammle“ ich die Fragen meistens so lange, bis ich zumindest halbwegs ein Thema zusammen habe. Neben Ernährung, der Liebe und Gesellschaftskritischen Aspekten kommt auch das Thema Tattoos immer wieder in den Fragen vor. Darum hier eine schnelle Beantwortung der häufigsten Fragen!

1.       Welches Tattoo war am schmerzhaftesten?

Dass jeder Mensch unterschiedlich auf die Nadelstiche reagiert habe ich ja bereits mehrfach berichtet. Für mich war es am Rücken und Brustbereich bisher am schlimmsten, gelohnt hat es sich dennoch denn diese Bilder lassen sich nie wieder wegwischen.
Sehr empfindlich war ich auch im Bereich des Bauches und der Innenseite der Beine – allerdings ist alles auszuhalten, wenn man etwas wirklich will.

2.       Wie viele Tattoos hast du? Und wie viele planst du noch?

Schwere Frage, denn langsam aber sicher baut sich meine Körperkunst aus. Das bedeutet, dass man nicht mehr in einzelnen Bildern zählen kann. Ich betrachte es allerdings eher als Landkarte meines Lebens. Jeder Einschnitt in meinem Leben wird auf meinem Körper verewigt, die Guten genauso wie die Schlechten.
Die freien Stellen auf meinem Körper sind allerdings in der Tat zum größten Teil bereits „verplant“. Neben der Fertigstellung meines Armes beginnt – hoffentlich – auch bald mein linkes Bein und meine Brust damit bunter zu werden.

3.       Sind deine Tattoos geplant oder spontan?

Meine Tattoos sind fast alle lange Zeit geplant – Mir ist wichtig viel damit zu verbinden und mir zu 100% sicher zu sein, dass ich dieses Bild auch wirklich in 30 Jahren noch auf meiner Haut tragen will. Zugeben muss ich trotzdem das bei den großen Sitzungen meistens noch eine kleinere Sache mit gemacht wird – einige davon dann auch eher spontan.


4.       Wie stehst du zu Partner Tattoos?

Ich finde es ist eine wundervolle Art seine Liebe und Zuneigung zu einer Person zu zeigen, und eben auch eine bleibende Erinnerung an die schöne Zeit zu schaffen. Zwar bin ich kein Fan von Namen in Tattoo Form, aber wenn man sich etwas Kreatives ausdenkt, das die Beziehung beschreibt finde ich es wundervoll.
Ich habe ja selbst ein Tattoo aus meiner vergangenen Beziehung und bereue es auch nach der Trennung nicht. Es war ein Abschnitt in meinem Leben zu dem ich voll und ganz stehe – Und den ich auch niemals vergessen will.
Ob mit der neuen Liebe auch ein neues Tattoo dazu kommt bleibt abzuwarten.

5.       Hast du eine Tattoo Sünde?

Ja und Nein.
Mein erstes Tattoo war ein Mini-Stern am Hüftknochen – Ein spontaner, betrunkener Akt auf dem Hamburger Kiez. Inzwischen würde ich mir den Stern sicher nicht machen, aber er gehört wie all meine Tattoos eben zu mir und um ihn zu bereuen ist er eindeutig zu unauffällig.
Etwas anders sieht es mit meinem Strumpfband aus – das Motiv liebe ich immer noch, doch inzwischen bin ich eine andere Qualität von Tätowierungen gewöhnt und denke schon länger darüber nach es noch einmal nachbessern zu lassen.

6.       Müssen Tattoos eine Bedeutung haben?

Für mich ja – wer es nur als Schmuck ansieht hat natürlich genauso das Recht dazu.
Allerdings ist die Sache mit der Bedeutung auch immer eine Blickwinkelsache, wer mit einer Rose etwas verbindet und sei es nur Schönheit hat für sich die Bedeutung in dem Motiv gefunden.

7.       Wie reagieren die Menschen in deinem Job auf die vielen Tattoos?

Je voller ich werde, umso mehr sehe ich die unterschiedlichen Seiten.
Mir ist bewusst, dass ich mit Tattoos am Hals und an den Händen keinen Job mehr in einer Bank bekomme, das will ich allerdings auch gar nicht. Da ich bereits eine abgeschlossene Ausbildung und reichlich Berufserfahrung habe mache ich mir wenig Gedanken über künftige Jobs.
Wer mich nach bunten Bildchen beurteilt und nicht nach meinen Qualifikationen beurteilt sollte ohnehin nicht mein Chef werden.

8.       Welche Vorbilder hast du in Sachen Tattoos?

Keine.
Ich will ich selbst sein und niemand anderes – natürlich gibt es viele wundervolle Menschen mit großartiger Körperkunst. Aber ich möchte dann doch lieber ich selbst sein anstatt jemanden nachzueifern.

Mein allerliebstes Tattoo Model ist allerdings Mel Riot: Wunderschön und eine einzigartige Persönlichkeit - so sollte meine Traumfrau sein. Das Aussehen alleine reicht mir eben nicht. 

9.       Möchtest du Tattoo Model werden? Bzw. Bist du es schon?

Eher nicht.
Ich mache ab und an kleinere Shootings und habe Tattoos – nicht mehr und nicht weniger.

10.   Was findest du daran nur schön?

Meine absolute Lieblingsfrage.
Ich liebe es eben, Schönheit ist nichts das man bewerten kann. Entweder man mag es oder nicht.

Kommentare:

  1. Sehr schöner Post! Und viele Dinge kann ich sehr gut nachvollziehen...ihc habe selbst zwar nur ein Tattoo an der Hüfte, aber ich liebe es nach Jahren immer noch, weil es von Bedeutung ist, für mich. ich habe vorher ein Jahr lang darüber nachgedacht, und als ich es dann habe stechen lassen war ich mir ganz sicher, dass ich es wirklich will. Mittlerweile denke ich schon seit einem Jahr über ein weiteres Tattoo nach, und bin mir eigentlich sicher - trotzdem will ich warten, bis ich irgendwann wieder in Deutschland bin, einfach, weil die Zeit einen Menschen verändern kann und ich mir wirklich 100% sicher sein will. :)

    Liebe Grüße aus New York,
    Alex

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    1. Ich finde es auch besser 5x darüber nachzudenken als einfach zu machen :)
      So bleibt es auch immer etwas besonderes ...

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