Mittwoch, 24. September 2014

Toleranz und ich

 Karl Popper:

"Weniger bekannt ist das Paradox der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen."


Es fällt mir oftmals schwer tolerant zu sein, auch wenn ich es immer wieder versuche ...






Bei Intoleranz jedoch werde ich wütend und eben zu genau dem was ich doch eigentlich nicht sein will. 
Intolerant. 




Wie geht Ihr damit um?

Kommentare:

  1. Ich finde, diese Sache mit der Toleranz ist eigentlich eine böse Falle, in die ich schon hin und wieder reintappe. Ich kann intolerante Meinungen auch sehr schlecht ertragen (vor allem, wenn sie mein persönliches Leben berühren). das liegt vermutlich daran, dass wir schon sehr in Kategorien wie gut/schlecht denken. Und wenn wir dann tolerant mit "gut" bewerten, dann ist das Gegenteilpaar schnell gefunden intolerant=schlecht.
    Ich versuche schon, mich von diesen Dichotomien nicht vereinnahmen zu lassen, aber leider passiert das noch viel zu oft.

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  2. Ich bin tollerant, allerdings hört das bei Sexisten und Nazis auf.
    Solche Menschen verdienen keine Tolleranz.

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  3. ich bin weder tolerant noch intolerant. Ich entscheide nur, find ich gut, find ich nicht gut (und noch das ganze Spektrum dazwischen).
    Ist vollständige Toleranz nicht sogar eine LmaA-Ansicht?

    gruß Schafi

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  4. Ich finde Menschen, die glauben sie seien tolerant, dieses auch bei jeder Gelegenheit erwähnen jedoch schon bei den kleinsten Abweichungen Grenzen ziehen, genauso schlimm. Konsequenz ist notwendig, um Glaubwürdigkeit zu wahren. Alles andere ist labiles Doppelmoralgefasel. Wer Intoleranz nicht toleriert ist einfach nicht tolerant.

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  5. Karl Popper hat für mich recht. Beide Zustände können nicht ohne einander existieren. Wie Licht und Schatten. Ihm gehts ja auch nicht darum die Intolleranz zu beseitigen, sondern sie einzuschränken. Die Tatsache, dass dieser Versuch ebenfalls von Intolleranz geprägt ist, bestätigt die Annahme. Wie will man auch einen Maßstab ohne den Gegensatz setzen? Ich glaub wenn du intollerant gegenüber Intolleranz bist, ist alles in Ordnung :)

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  6. Ich habe jetzt ein paar Tage darüber nachgedacht, zu welcher Sorte Menschen ich eigentlich gehöre. Ich bin nun zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich nicht eindeutig in die "Kategorien" tolerant/intolerant stecken kann. Ich finde die Definition allerdings dabei eh schwierig.
    Ich entscheide eher nach "Finde ich gut/nicht gut" bzw. "finde ich richtig/falsch".

    Grüße, Nina

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