Mittwoch, 3. September 2014

Wenn bloggen zum Druck wird …


Die meisten Blogger werden wissen, was ich meine, wenn ich sage, dass man sich in der Bloggerwelt permanent mit anderen misst. Das passiert nicht absichtlich – im Gegenteil: es ist vielmehr ein natürlicher Reflex auf die unterschiedlichen Eindrücke die man in der Bloggerwelt erhält.
Jeder Blog ist anders und hat unterschiedliche Stärken und Schwächen, klickt man seine ersten 1000 Blogs einmal durch, beginnt man automatisch „Schönheitsfehler“ zu finden und zu suchen. Das gilt sowohl für den eigenen Blog, als auch für die der anderen. Die Sichtweise verändert sich Stück für Stück, man bekommt ständiges Feedback und sicherlich nicht immer nur Gutes und reagiert darauf.  Der zeitraubende Drang nach Optimierung des Layouts oder auch die Suche nach spannenden Postthemen – nicht zu vergessen die Bebilderung durch schöne Fotos - sitzen einem als Blogger immer im Nacken.


Mist, ich hab schon wieder vergessen ein Bild von meinem Essen zu machen. Solche Gedanken habe ich persönlich oft, denn im Normalfall versuche ich das Bloggen in mein Leben einzugliedern. Der Drang zu schreiben ist eben ein Teil des Bloggens und auch der Grund, warum ich es liebe - dennoch ist die wenige Zeit und der ständige Wunsch besser zu werden, teilweise eine kleine Last.
Der Druck kommt natürlich von niemand anderem als mir selbst, doch ich bin natürlich auch kein Einzelfall in der weiten der Bloggerwelt. Gerade Langzeit-Blogger suchen immer wieder nach neuen Wegen ihren Blog „besser“ zu machen. Man will sich entwickeln und das muss man auch, wenn man nicht zwischen den Tausenden von Blogs untergehen möchte, die täglich eröffnet werden.
Besser werden kann man jedoch nur, wenn man sich näher mit einem Thema auseinandersetzt und das wiederum verstärkt das Zeitproblem, was dann wieder Auslöser für den inneren Druck ist. Ein straffer Zeitplan ist manchmal eine Methode, um alles unter einen Hut zu bekommen, doch niemand möchte sein Leben komplett durch planen. Die Balance zwischen Druck und Spaß am Besser-werden zu halten, ist nicht immer möglich.

Kippt dann die Waage erst einmal um, ist man genervt von dem, was man doch eigentlich aus Spaß machen wollte. Wenn mir das passiert, klappe ich den Laptop zu, mache mir eine Flasche Wein auf und schau mir einen Film mit Jemanden an, den ich mag – sei es mein Hund oder eine Person. Damit bin ich danach nicht nur entspannter – sondern habe im besten Fall sogar ein neues Post Thema. 

Kommentare:

  1. Ich muss ehrlich zugeben, eine Zeitlang habe ich mir den Druck gegeben und versucht, wenigstens einmal im Monat ein Foto zu posten und einmal wöchentlich zu bloggen.
    Aber ganz ehrlich? So oft habe ich einfach nicht etwas zu sagen ^^ und Blogposts rein der Quantität willen und immer Bildchen hat mich so gestresst, dass ich irgendwann einfach nicht mehr wollte.
    Inzwischen ist es mir recht egal - ich habe mein Design seit ich den Blog auf Wordpress umgezogen habe und werde es vermutlich die nächsten paar Jahre nicht ändern - weil es wie "Heimkommen" ist, wenn ich das alte Design sehe, wann immer ich meinen Blog aufrufe. Das einzige Zugeständnis an diejenigen, die meinen Blog kritisiert haben, war eine Headergrafik statt eines Headertextes - ganz schlicht aus einem Winterfoto ausgeschnitten und mit dem Blogtitel beschriftet. Das verändere ich die nächsten paar Jahre auch nicht mehr :O
    Nicht jedes Thema ist mir so wichtig, dass ich darüber gleich bloggen würde - und manche wichtigen Themen zu privat, da wäge ich gut ab, wenn ich ehrlich bin. Auf meinem Blog geht es seit einigen Jahren in erster Linie um meine Gedanken übers Schreiben, Tipps für andere Autoren und hin- und wieder das eine oder andere Onlinethema.
    Und da hat man einfach nicht täglich Inspirationen ^^.

    Auf die Idee, jede einzelne Mahlzeit zu fotografieren etc. wäre ich nie gekommen. Das würde mich stressen.

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  2. Gutes Thema, auch ich habe irgendwann versucht immer mehr zu machen und in allen möglichen Medien dabei zu sein,
    letztlich habe ich es dann aufgegeben - der Beruf zollt auch seinen Tribut, die Zeit ist knapp und letztlich wird die Freizeit immer weniger.

    Jetzt konzentriere ich mich wieder auf meinen kleinen Blog und führe ihn so wie ich es gerne mag,
    klar gibt es bessere und mit mehr Lesern, aber solange es mir so Spaß macht ist alles gut :)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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