Freitag, 3. Oktober 2014

Serienkiller - Tinning, Marybeth Rose



Unter den Serienmörderinnen gibt es eine Kategorie, die vielen besondere Angst einjagt: Mütter, die ihre eigenen Kinder töten.

Marybeth Rose Tinning wurde innerhalb von 14 Jahren 8 Mal schwanger und adoptierte zusätzlich ein weiteres Kind. Obwohl sie nach außen immer wie eine fürsorgliche Mutter wirkte, die ihren Kindern nichts Böses wünscht, starben dennoch 9 Kinder unter ihrer Obhut.

Am 3. Januar 1972 verstarb ihre 8 Tage alte Tochter infolge einer Hirnhautentzündung. Dieser erste Tod eines ihrer Kinder ist nach Ansicht der Ermittler der einzige, den sie nicht selbst herbeigeführt hat und  möglicherweise auch der Grund, warum die anderen folgten. Der emotionale Schock des Todes und die daraus folgende Welle aus Mitleid scheint einer der Beweggründe für die anderen Morde gewesen zu sein.

20. Januar 1972

Der zweijährige Joseph stirbt, die Ursache bleibt ungeklärt.

20. März 1972

Die vierjährige Barbara erleidet einen Herzstillstand.

04. April 1972
 
Der kleine Timothy folgt seinen Geschwistern ebenfalls, die Ärzte schieben es auf den plötzlichen Kindstod.

02. September 1975

Mit nur 5 Monaten muss Nathan die Welt wieder verlassen, ein Lungenödem soll Grund für sein frühes Ableben sein.

02. Februar 1979

Die drei Monate alte Mary stirbt ebenfalls, auch bei ihr diagnostizieren die Ärzte einen plötzlichen Kindstod.

02. August 1981

Tinnings Adoptivsohn Michael wird ins Krankenhaus eingeliefert. Er verstirbt dort, die Ärzte vermuten einen Virus.

20. Dezember 1985

Mit drei Monaten wird Tammi bewusstlos und blutig im Kinderbettchen gefunden. Der Tod folgt im Krankenhaus. Trotz des aufkeimenden Verdachtes wird vorerst wieder der plötzliche Kindstod verantwortlich gemacht.


Nach dieser Reihe von „unglücklichen Zufällen“ konnten Ämter und Beamte ihre Augen nicht mehr verschließen und Tinning wurde angeklagt. Am 04.02.1986 wird sie festgenommen und sagt aus:

„Ich habe sie mit einem Kissen erstickt, weil ich keine gute Mutter bin.“

Die Psychologen diagnostizieren ein „Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom“. Dieses ist eine subtile Form des Missbrauchs an Dritten – in den meisten Fällen Kinder. Es werden Krankheiten erfunden, übersteigert oder absichtlich verstärkt um Aufmerksamkeit durch das Umfeld und die Ärzte zu erlangen.

Am 17. Juli 1987 wurde Tinning wegen Mordes zweiten Grades zu einer Freiheitsstrafe zwischen 20 Jahren und lebenslänglich verurteilt, die sie seitdem im New Yorker Bedford Hills Gefängnis für Frauen verbüßt.
Am März 2007 wurde das von ihr eingereichte Entlassungsgesuch abgelehnt, mit der Begründung, dass sie keinerlei Reue zeige.
2009 und 2011 wurden die Gesuche ebenfalls abgelehnt.


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