Dienstag, 14. Oktober 2014

Shitstorm - „Wer in der Öffentlichkeit steht, muss mit Kritik rechnen"



Wenn man eine Person des Öffentlichen Lebens ist, sprich wenn man sich selbst vermarktet, gefällt das nicht jedem. Natürlich nicht, denn es gibt immer Menschen die Standpunkte von anderen nicht nachvollziehen können – oder auch schlicht neidisch auf die Aufmerksamkeit sind. Da wundert es also niemanden, dass sich diese Menschen auch öffentlich darüber äußern.
Konstruktive Kritik ist dabei leider meist eher eine Seltenheit, stattdessen wird in regelmässigen Abständen der sogenannte Shitstorm losgelassen. Laut Duden bedeutet dies: „Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht.“
Betroffen sind dabei allerdings längst nicht nur Spielerfrauen oder Sängerinnen in vermeintlich zu kurzen Höschen, sondern eben auch Blogger, Models und andere Personen, die bewusst in die Öffentlichkeit treten. Der Tonfall der meisten Kritiker ist oftmals aggressiv, beleidigend, bedrohend und fast immer darauf ausgelegt die betreffende Person persönlich zu verletzten.

An den Pranger des World Wide Webs gestellt zu werden ist recht einfach. Immerhin können die sogenannten „Hater“ sich hinter der Anonymität des Internets verstecken und so selbst unbekannt bleiben. Es ist einfach, jemanden zu kritisieren, wenn man sich selbst nicht in die Schusslinie stellen muss.
Ist man erst einmal von Shitstorm betroffen – aus welchen Gründen auch immer - bleibt einem nur die Flucht nach vorne. Vorbeugende Maßnahmen sind schwer zu ergreifen, wenn man seine eigene Meinung und Ansichten vertreten möchte. Wer mit seinen Auffassungen anderen auf die Füße tritt, ist das perfekte Opfer für einen Shitstorm. Was die Menschen nicht verstehen macht ihnen Angst, wenn dazu auch noch vermeintliche Werte nicht eingehalten werden, reicht den Meisten das aus um ihre gute Kinderstube zu vergessen.
Allerdings ist es durchaus möglich den Schaden zu minimieren. Social Networks haben gute Möglichkeiten, um im Krisenfall schnell zu reagieren. Beiträge können gezielt gelöscht werden oder erst durch Freigabe öffentlich lesbar sein – das zählt sowohl für Facebook, als auch für herkömmliche Blogs. Allerdings ist das keine Garantie das der Shitstorm aufhört, denn die Löschung eines Beitrages kann auch gleich den Nächsten auslösen.
Einen positiven Punkt hat Shitstorm jedoch auch: Aufmerksamkeit.
Wer freiwillig in die Öffentlichkeit tritt, tut dies im vollen Bewusstsein, dass es nicht jedem Menschen passen wird. Je mehr Menschen sich daran aufreiben was man zu sagen hat, umso mehr klicken weiterhin auf den Blog oder die Homepage und sorgen so dafür das sich die Informationen weiterhin verbreiten.
Meine Großmutter sagte dazu: „Wenn die Menschen anfangen dich zu hassen, weißt du, dass sie Angst davor haben das du besser bist als sie.“
Ein Shitstorm ist also gerade in der Bloggerwelt kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, sondern vielmehr ein Grund weiter zu machen.

Kommentare:

  1. Wahre Worte. Gott sei Dank, hab ich mit dem Shitstorm oder Beleidigungen im Allgemeinen wenig zu tun. Die einzige Beschwerde zu meinem Blog bisher war lediglich "Das(s) üben wir nochmal." Ja... Das(s) ist in der Tat eine Sache, die ich in der Rechtschreibung nicht beherrsche. Damit kann ich Leben. Ich versuche es zu ändern, aber tut mir Leid, wenn da mal ein S zu wenig ist. Ist nun mal so, kanns net ändern, bleibt auch so :D Das bin ganz eindeutig Ich und wer meinen Blog liest, muss sich damit zufrieden geben.

    Und nur so nebenbei: Dein neues Layout ist der Wahnsinn! Sieht super aus :) Und deine 237 Tasche wurde auf der Buchmesse schön zur Schau getragen und kam super an :D

    Lg Anna
    www.the-anna-diaries.de

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  2. Damit hatte ich glücklicherweise auch noch nichts zu tun,
    muss auch nicht unbedingt ;)

    Aber ich stehe ja auch nur in einer klitzekleinen Öffentlichkeit.

    Die Probleme wie Anna habe ich auch, leider, doch ich stehe dazu.
    Obwohl ich da von einem Lehrer einmal einen Brief bekam, wegen der Rechtschreibung usw.
    tja, wenn man nix besseres zu tun hat ^^

    Liebe Grüße
    Björn :)

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  3. Bei meinem ICQ-Blog war damals jemand, der mich auf dem Kieker hatte, nur weil ich ihn nicht umgehend auf meine Kontaktliste bei ICQ gelassen hatte.
    Der hatte auf seinem Blog immer gegen mich gelästert und versucht, andere gegen mich aufzubringen, und irgendwelche Sachen von mir behauptet, die völlig aus der Luft gegriffen waren.
    Naja, das beste Mittel, den auf die Palme zu bringen, war einfach, ihn völlig links liegen zu lassen.^^
    Aber das war auch kein wirklich ernster Fall, wie solche Nachstellungen, um die es hier geht. Ich konnte damals gut damit umgehen, doch daran habe ich auch mal gemerkt, wie sich die Leute wohl fühlen müssen, bei denen es wirklich um eine schlimme üble Nachrede geht.

    Liebe Grüße, Tamaro

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