Donnerstag, 20. November 2014

Drogenkonsum – Wenn man erkennt, dass jemand den man liebt süchtig ist

In unserer schnelllebigen Welt fällt es Vielen schwer dem ständigen Druck und den Verantwortungen und Verbindlichkeiten gerecht zu werden. Drogen bieten einen scheinbaren Ausweg der Viele in eine Spirale driften lässt, aus der sie alleine nicht wieder herausfinden. Den wenigsten Menschen wird bewusst was sie sich und anderen mit ihrem Konsum antun.  Drogen sind lebensgefährlich, sie zerstören den Körper und beeinflussen die emotionale und physische Gesundheit enorm. Den Konsumenten ist das meist nicht bewusst oder sie verschließen sich schlicht vor der Realität. Oder es ist ihnen schlicht egal, da die Drogen bereits als einziges Mittel zum Glück angesehen werden.
Während die Sucht sich weiter ausbreitet sind gerade die Menschen im Umfeld diejenigen die leiden, denn sie müssen sich mit einem der schlimmsten Gefühle auseinandersetzten: Hilflosigkeit.

Wie erkennt man ob jemand süchtig ist?

Ein einmaliger Konsum macht natürlich niemanden zu einem Abhängigen. Allerdings sind im Bereich der chemischen Drogen viele genauso aufgebaut – ist die Substanz erst einmal im Körper verlangt dieser auch wieder danach. Gerade Heroin und Crystal Meth sind in diesem Punkt gefährlich. Gerade bei Jugendlichen ist eine Aufklärung über die Gefahren wichtig, auch wenn diese nicht gewährleistet das die Neugierde gestillt wird.
Die ersten Anzeichen eines Konsums sind einfach zu erkennen, der Körper zeigt deutliche Spuren:
1.    Die Pupillen verraten viel. Bei Cannabis, Marihuana und LSD ist eine Erweiterung der Pupillen deutlich zu erkennen, bei Opiaten hingegen verengen sich die Augen deutlich.
2.    Eine deutliche Gewichtsabnahme ist ebenfalls ein Zeichen für starken Konsum. Amphetamine hemmen den Appetit, Opiate und Kokain bewirken ebenfalls das der Konsument nach kurzer Zeit regelrecht ausgezehrt wirkt. Bei Crystal Meth und Heroin sind es vor allem die Nebenwirkungen die zu einer Gewichtabnahme führen. Übelkeit und Erbrechen.
3.    Anders ist es bei Einstichen, nicht jeder Süchtige greift auch zur Spritze. Sollte dies jedoch so sein sind die Spuren nicht zu leugnen. Einstichstellen und bläuliche Verfärbungen sowie Entzündungen sind deutlich sichtbar.
4.    Die Haut verrät ebenfalls viel. Wer dauerhaft harte Drogen konsumiert wird ein entsprechendes Hautbild bekommen. Durch das Zusammenspiel mit der Gewichtsabnahme altert die Haut auch wesentlich schneller und die Betroffenen wirken verbraucht und ausgelaugt.

Doch nicht nur der Körper liefert eindeutige Zeichen. Auch das Verhalten ändert sich. Durch die Sucht werden andere ausgeschlossen und nur ebenfalls Konsumierende werden als Freunde akzeptiert. Außerdem ist das Aggressionspotential wesentlich höher. Familiäre Spannungen die bereits vorher aufgetreten sind können sich enorm verstärken und somit das gesamte Umwelt belasten.
Jugendlich verzeichnen meist einen deutlichen Leistungsabfall in der Schule und gehen Eltern und alten Freunden aus dem Weg. Die Drogen werden zum Mittelpunkt und die Realität driftet immer weiter weg.

Die Sucht als Mittelpunkt

Hat man den Verdacht das jemand in näheren Umfeld oder sogar in der Familie betroffen ist kann ein aufklärendes Gespräch helfen, jedoch gestehen sich die wenigsten süchtigen ihr Problem ein. Dazu kommen finanzielle Probleme.
Eine Drogenabhängigkeit ist teuer und den wenigsten reicht das vorhandene Geld um die Sucht entsprechend zu stillen.
Jugendliche haben meist nur ihr Taschengeld zu Verfügung, dass jedoch auf Dauer kaum ausreicht. Oftmals beginnt es damit dass sich Geld geliehen wird, leider ist die nächste Steigerung Diebstahl. Lebt man mit einem Süchtigen zusammen, muss einem klar sein das Dinge im Haushalt fehlen werden. Geld, Schmuck und technische Geräte werden gerne im Namen der Droge entwendet. Hier wird es dann wirklich gefährlich. Sollte der Betroffene sich auch in dieser Phase nicht eingestehen, dass er ein Problem hat und sich entsprechend Hilfe suchen, rutscht er in der Regel in die Beschaffungskriminalität, nachdem er alle anderen Ressourcen ausgeschöpft hat. Für das Umfeld wird es spätestens hier schwer. Der Süchtige wird nicht eingestehen, dass er es war der die Sachen entwendet hat. Finanzielle Probleme breiten sich so auch im Umfeld aus, denn was weg ist, ist weg und kommt nicht so schnell wieder.
Auch wenn man als Außenstehender gerne helfen möchte, ist dies nur möglich wenn der Betroffene dies auch zulässt. Drogentest können helfen um das Problem zu realisieren, müssen jedoch ebenfalls mit der Bereitschaft des Konsumenten gemacht werden. Leider ist auch hier in den meisten Fällen die Bereitschaft nicht gegeben. Der Süchtige fühlt sich sicher solange er leugnen kann. Konfrontiert man ihn mit der Realität kann dies leicht zu einem Wutausbruch führen.
Wenn die Sucht für das Umfeld durch Lügen, Diebstahl und Aggression nicht mehr tragbar ist, muss sich dieses schützen. Eine Therapie zu erzwingen ist meist ohne Erfolg und kostet mehr Kraft als das es dem Betroffenen hilft.
Wichtig ist sich als Außenstehender zu schützen und dem Süchtigen nicht mit Geld oder Wertmitteln zu helfen. Einen Schlafplatz und etwas zu essen kann man immer anbieten, jedoch sollte man sich immer im Klaren sein, dass die Sucht die Person verändert.
Wenn eine geliebte Person der Sucht verfällt, ist es schwer hart zu bleiben. Doch genau das ist notwendig. Nur wenn man selbst stark bleibt, kann man auch helfen oder dabei helfen sich helfen zu lassen. 


Hilfestellungen wenn man selbst betroffen ist oder jemand im Umfeld findet Ihr hier:

http://www.drogenberatung-jj.de/                                 Beratung für Jugendliche
http://www.suchthilfe.de/                                              Suchthilfe


Die meisten Zentren für Drogen und Suchtberatung findet ihr durch eine einfache Eingabe bei Google. Die Organisationen sind meist in die Bundesländer unterteilt. Hier zwei Beispiele:





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