Samstag, 29. November 2014

Justine privat - Mit dem Kopf auf dem Hund



Ich liege mit dem Kopf auf dem Bauch meines Hundes und schaue zu ihm hoch, während er die neuen Riffs auf der Bassgitarre übt. Genau so habe ich es mir immer vorgestellt, mein Leben mit einem Mann. Familie bedeutet für mich nicht zwangsläufig Mutter, Vater, Kind. Eher sind es zwei Menschen die sich lieben und ein dicker Hund – zumindest für mich.
Gerade in den Momenten, in denen es mir körperlich nicht gut geht und ich merke, dass da jemand ist, der sich auch mal um mich kümmert, werde ich sentimental. Zum Einen, da mein Körper mir eindeutig signalisiert, dass ich kürzer treten muss und ich es hasse mein Pensum nicht voll auszuschöpfen – zum Anderen, weil ich immer wieder merke, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Mehr als auf jeden Menschen bisher.
Das kuschelige Fell meines Hundes macht die Situation dann natürlich perfekt. Geborgenheit und Familie, während draußen der Winter langsam den Herbst verdrängt. Diese Momente sind so kostbar, dass es mir immer wieder die Luft raubt. Mein Leben fühlt sich selten so gut und richtig an, aber mit ihm scheint es endlich in die Richtung zu laufen, die ich immer wollte.
Im Teenyalter hatte ich ganz klare Vorstellungen, wo ich mit Mitte Zwanzig sein wollte. Ich wollte studieren, meinen Traummann an der Seite haben und einen Hund – und natürlich schreiben. Das alles in Dimensionen, die man sich nur in diesem Alter vorstellen kann.
Immerhin konnte ich mir zumindest einen Großteil dieser Wünsche erfüllen. Ich studiere noch immer nicht und habe bisher auch keine Ahnung, wohin genau mich mein Weg nun noch führen soll, denn seien wir mal ehrlich: Kaum jemand kann es sich noch leisten eine Hochschule zu besuchen – ich erst recht nicht.  Aber bei den anderen Punkten habe ich es eindeutig geschafft.

Mein Hund ist wundervoll. Mein Freund ebenfalls und ich bin oft genug so glücklich, dass ich  erstaunt darüber bin  – und ein ganzes Jahr habe ich auch noch Zeit um mich um die Problematik der Zukunftsthemen zu kümmern. 

Kommentare:

  1. Du hast dir dein Glück in der Liebe auch wirklich verdient!

    AntwortenLöschen
  2. Für mich heißt Familie nicht nur zwei Menschen die sich lieben und 1 Hund sondern meine ganzen Tiere :D Die gehören bei mir einfach zur Family und machen mir jeden Tag aufs neue glücklich =)

    AntwortenLöschen