Sonntag, 30. November 2014

Little bloody Sunshine - 7.

WARNUNG:

Dieses Kapitel ist extrem gewaltätig und enthält sexuelle Gewallt. Zwar habe ich es eigens für den Blog etwas "abgemildert" jedoch ist es keine Lektüre für Jugendliche und Kinder. 
Bitte lest es nicht wenn Ihr unter 18 Jahre alt seid. 






Die darauf folgendem Stunden vergingen äußerst qualvoll und doch viel zu schnell. Auf dem Weg zur Dusche fühlte sich Frank wie ein Schwein, das geradewegs zur Schlachtbank lief. Er war fest entschlossen sich nichts anmerken zu lassen, egal, wie schlimm es werden würde, Schwäche würde er nicht zeigen. Er würde ihnen nicht seinen Stolz vor die Füße werfen. Gerade das wollten diese Wichser doch, oder? Sie wurden nur richtig geil, wenn man Schwäche zeigte, sie wollten dass man sich vor Angst in die Hosen machte und sie anflehte.

Die Hände fest zu Fäusten geballt betrat er die Dusche. Vielleicht hatte Hage sich ja auch geirrt. Vielleicht war den Arschlöchern auch schon längst einer der anderen ins Auge gefallen. Es war doch immerhin möglich, wenn auch nicht gerade wahrscheinlich. Einige warfen ihm mitleidige Blicke zu. Er diese Blicke schon oft gesehen, er selbst hatte schon viele mit diesem Blick angesehen.
Er drehte das Wasser voll auf. Es lenkte ihn einen kurzen Moment ab, er ließ sogar zu das es ihn verbrühte. Hitze war gut, er drehte es noch etwas heißer auf. Einen Augenblick glaubte er seine Haut würde Blasen schlagen. Vielleicht konnte er die Angst ja ausbrennen, hinter seinen Lidern begannen seine Augen zu prickeln.

Eine Berührung an der Schulter entriss ihm die letzte Hoffnung, dass alles nur ein schlechter Traum war. Langsam drehte er sich herum. Schon bevor er sehen konnte wer ihn angetippt hatte kam der erste Schlag.
Er klatschte mit dem Rücken gegen die heißen Fliesen und spürte wie sie an seiner Haut klebten. Da seine Augen noch immer vom heißen Wasser brannten, konnte er noch immer nicht erkennen wer denn nun seine Peiniger waren.
„Scheiß irischer Bastard!“
An dem Akzent erkannte er einen der Mafiakerle. Hulio Gastero beugte sich dicht zu ihm. Seine dunklen Augen musterten ihn lange.

Da hätte ich früher drauf kommen können. Der Kerl sitzt wegen eines Iren. Es muss ihm ein besonderes Vergnügen sein mich vor den anderen ausbluten zu lassen.

„Was ist mit dir Arschloch?“
Frank blinzelte und sah den Mann an.

Nicht gerade groß, aber starke Arme und eine harte Faust – die hat mein Unterkiefer ja gerade zu spüren bekommen.

„Hat es dir die Sprache verschlagen?“
Er war ein ganzes Stück kleiner als Frank und unter normalen Umständen hätte er ihn wahrscheinlich fertig gemacht. Dieser Gedanke hätte ihn fast zu einem zuckenden Lächeln veranlasst, aber er hatte keine Leute die ihm den Rücken stärkten. Nur die Wand, mit dem dampfenden Fliesen.
„Ich habe keine Lust mit dir zu reden“, gab er zurück.
Die Dusche war inzwischen regelrecht überfüllt und alle starrten ihn an. Einige grinsten bösartig, andere schauten weg. Hulio war der mit dem breitesten Grinsen. Er liebte diese Art von Vorspiel, jedes Mal hatte er eine regelrechte Show veranstaltet.
„Der Kleine will also gleich zur Sache kommen“, meinte er hämisch. 
„Scheiß Vorschlag“, wehrte Frank ab.
Das schien Hulio etwas aus der Fassung zu bringen. Es wagte kaum jemand, ihm zu widersprechen. Das hatte Hage auch gemeint, mit es wird einfacher wenn man sich damit abgefunden hatte, aber Frank wollte sich damit nicht abfinden.
„Hab gehört du hast einen meiner Kollegen abgeknallt!“, murmelte Hulio und beleckte sich die Lippen. „Nicht gerade nett von dir, aber du wirst deine Strafe schon bekommen und weißt zu was, vielleicht vergebe ich dir sogar, wenn du dich gut anstellst …“
Einige Männer lachten bösartig und tauschten feixende Blicke aus. Frank schnaubte verächtlich.
„Dein Kollege wollte nicht zahlen“, antwortete er und kniff die Augen zusammen.
„Runter mit dir!“ wiederholte Hulio wütend und zeigte auf den Boden.
„Verpiss dich“, knurrte Frank nur.

Ich werde es ihm nicht noch einfach machen. Soll er ruhig versuchen mich klein zu kriegen. Kampflose werde ich mich ihm jedenfalls nicht zum Fraß vorwerfen.

„Du solltest lieber tun was ich dir sage!“ warnte der Mafiosi. Frank zuckte mit den Schultern. Er war sich der Blicke bewusst. Einige schüttelten den Kopf, als wollten sie ihn davon abhalten weiter zu reden.
„Fick dich!“
Einen Moment lang war alles still. Nur das Rauschen der Dusche war zu hören. Hulio sah aus als würde vor Zorn jeden Augenblick platzen und eine Ader auf seinen Schläfen trat bedrohlich hervor. Frank biss die Zähne zusammen und sah in der hintersten Reihe der Männer Hage, wie er den Kopf schüttelte. Er rang sich ein Grinsen ab, war sich aber nicht sicher, ob Hage es gesehen hatte. Vielleicht hatte er von dem Großen doch ein falsches Bild gehabt.
„Wenn ich mit dir fertig bin, ist deine Klappe nicht mehr so groß“, zischte Hulio und trat dichter an Frank heran.
„Das werden wir sehen.“
Hulio lachte plötzlich auf und schüttelte den Kopf, als könnte er nicht glauben was er da hörte. „Du legst dich hier mit dem falschen an, Kleiner … Ich gebe dir noch eine Chance, knie dich hin …“
„Nein.“
Frank gab sich Mühe sein Kinn oben zu halten und starrte in die dunklen Augen direkt vor ihm. Die Luft um ihn herum schien kaum noch Sauerstoff in seinen Körper zu lassen. Plötzlich schlug Hulio abermals zu, dieses Mal traf es Franks Magengrube und er schnappte lautstark nach Luft. Doch bevor Hulio noch einmal ausholen konnte, traf er ihn und hörte wie der Mafiosi laut losbrüllte. Durch das heiße Wasser in seinen Augen sah er kaum noch etwas. Hulio stieß ihn erneut gegen die Wand und wie ein plötzlicher Wirbelsturm, hagelten Schläge auf ihn ein.
Die Häftlinge stürmten wie auf ein Kommando auf ihn zu.
Scheiße, ich kann nicht gewinnen.

Der Überraschungsmoment, lag eindeutig auf deren Seite. Die Häftlinge die nicht auf ihn einschlugen, standen am Rand und beobachteten das Geschehen ohne einen Finger zu rühren. Dazu gehörte auch Hage, der es geschafft hatte sich fast bis in die erste Reihe zu schieben. Frank wehrte sich so gut er konnte, er schlug einfach auf alles ein, was in seiner Nähe war. Das war vielleicht nicht gerade der ideale Plan, aber immer hin war er so nicht der Einzige, der blaue Flecken abbekommen würde.

Ein schwacher Trost, in Anbetracht der Tatsachen.

Wieder stemmte er sich nach oben und suchte zwischen den vielen Gesichtern, nach dem von Hulio. Er verpasste Hulio eine mit der rechten Faust, dieser schrie vor Schmerz auf und Frank musste kurz grinsen. Dieser Moment dauerte jedoch nur den Bruchteil einer Sekunde. Plötzlich spürte Frank einen bösartigen Schmerz am Hinterkopf und sackte auf den Boden.

Das kommt davon wenn man sich nicht konzentriert.

Lachen beugte Hulio sich zu ihm. Es fiel Frank schwer den Kopf zu heben. Plötzlich schien sein Körper keinem seiner Befehle mehr folgen zu wollen.

Ist das mein Blut?

Kleine Sterne tanzten vor seinen Augen. Hulio musste mit etwas harten zu geschlagen haben, anderes konnte er es sich nicht erklären. Das Schwein, trat ihm ein, zwei Mal in die Rippen. Frank stöhnte. Er glaubte aber, dass nichts gebrochen war, zumindest noch nicht. Er versuchte sich aufzustemmen, ließ es jedoch gleich wieder bleiben, weil die Übelkeit ihn auf den Boden drückte.
„Letzte Chance“, meinte Hulio feixend und lehnte sich über Frank. „Ich frag dich nicht nochmal …“
Frank sammelte seine Spucke und traf Hulio an der Wange. Er blutete tatsächlich, zumindest war seine Spucke blutrot.
„Ich hoffe du hast so viel Spaß wie ich“, zischte Hulio und warf sein Handtuch zur Seite. Frank fing an zu kichern wie ein kleines Kind und legte seine Wange auf den gekachelten Boden.
„Wie sagt man? Nicht Lang, oder dick?“

Sobald die Worte seinen Mund verlassen hatten, war er auch schon geneigt, sie zu bereuen. Jemand packte ihn von hinten und zog ihn an den Schultern hoch, nur damit Hulio sich an ihm austoben konnte. 

1 Kommentar:

  1. Krass ... ich weiß nicht was ich sagen soll ...
    Einfach heftig ...
    Du hast niergendwo geschrieben das er vergewaltigt wird, aber man leidet mit als würde man selbst da liegen ...

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