Freitag, 28. Februar 2014

Justine privat - Das blonde Spiel

Die Bar ist noch recht leer, doch man kann es bereits spüren.  Der Feierabend hat die Stadt gepackt und immer mehr Menschen drängen sich aus den stickigen Büroräumen. Die Arbeiterklasse wird zu Nachtschwärmern – und ich bin wieder mitten drin. Obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, heute wenig zu trinken, ist mein Glas bereits wieder leer.
Der verfluchte Whiskey schmeckt einfach zu gut. Ich blicke in die schönen Augen der Blondine vor mir und lächle verlegen. Ich habe ihr gerade gesagt dass ich schüchtern bin und sie hat mich dafür ausgelacht, so wie alle es tun.
„Ich verstecke es nur gut“, sage ich und streiche mir eine Strähne hinter mein Ohr. Der verfluchte Pony ist schon wieder zu lang.
„Ja, das versteckst du wirklich gut – oder du bist einfach nicht schüchtern“, entgegnet sie und beugt sich etwas dichter zu mir. Der kleine Holztisch knarrt leise unter ihrem Gewicht. „Willst du meine Theorie hören?“
Ich kann mich schlecht konzentrieren, wenn sie mich so ansieht. Das dämmrige Kerzenlicht und die leise Musik machen den Moment verflucht romantisch – und das mag ich gar nicht. Denn ich weiß was Romantik für Nachwirkungen haben kann. Ich weiche ihrem Blick aus. Der Versuch nicht auf ihren Ausschnitt zu achten scheitert wieder und ich gebe mich damit zufrieden an meinem Glas zu nippen.
„Du wärst gerne schüchtern!“

Montag, 24. Februar 2014

Am Straßenrand

Ich bin jemand der gerne mit dem Hund an der Leine und der Camera um den Schultern einfach darauf los geht und wartet was ihm vor die Linse kommt. Manchmal sind das ganz unspektakuläre Dinge wie eine Schnecke die sich vor mir über den Boden bewegt, manchmal ist es aber auch etwas das mich von den Socken haut. Gerade alte Gebäude und vermeintlicher Müll haben es mir ziemlich angetan. Ich kann an keinem Schrottplatz vorbei gehen, ohne zumindest ein Foto zu machen. Ich mag zerbrochene und kaputte Dinge einfach zu gerne ...

Sonntag, 23. Februar 2014

Justine privat – Warum Krebs ein Arschloch ist


Inzwischen kommt es mir fast so vor als wäre ich in einem Glas voller Krebse gefangen. Ich komme nicht raus. Die Krebse sind da, ob ich nun will oder nicht. Das alleine zu realisieren und zu verstehen ist bereits schwer für mich. Wer mag schon Dinge die er nicht ändern kann?
In den Jahren die ich bisher auf meinem bescheidenen Buckel habe, war es immer das Gefühl der Hilflosigkeit das mich komplett aus der Bahn wirft. Hilflos etwas mit ansehen müssen, ist einfach scheiße. Egal, wie man es dreht und wendet der Selbsthass bricht dann gerne in einem durch und bringt einen dazu sich nutzlos und leer zu fühlen. Natürlich ist dieses Gefühl in Bezug auf eine Krankheit nicht logisch. Für eine Krankheit kann schließlich niemand etwas. Den Verlauf einer Krankheit können wir ebenso wenig beeinflussen, wie den Ausgang. Doch auch hier, müssen wir das erst einmal verstehen und vor allem akzeptieren.
Genau das fällt mir gerade verdammt schwer. Krebs hat mir schon viele Menschen in meinem Leben genommen und schlich sich dabei immer in den unterschiedlichsten Formen an.

Immer heimtückisch. Immer unerwartet. Immer tödlich.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Warum Amber und Jeff auf Eis liegen ...


Den meisten mag es gar nicht aufgefallen sein und ich gebe zu, mir selbst ist es auch eben erst wie Schuppen von den Augen gefallen ... Amber und Jeff stehen in der Warteschlange und das schon eine ganze Weile. Ich habe die Beiden schlicht vergessen. Neben den bisherigen Projekten in diesem Jahr und den anderen Dingen die man als 23 Jahre alte Frau zu tun hat, sind die Beiden einfach nach hinten gefallen.
Da Einsicht nun bekanntlich der beste Weg zur Besserung ist, werden die Zwei auch gleich auf meine To-Do-Liste für den nächsten Monat gesetzt. Ob die Inspiration dann allerdings zuschlägt kann ich nicht versprechen, aber zumindest verliere ich die Beiden nicht mehr aus den Augen. 

Wer von Euch nun wie ein Auto guckt, darf gerne HIER nachlesen, was genau ich damit meinte. 

Montag, 17. Februar 2014

Fragen über Fragen - Tattoos



"Ich möchte ein Tattoo – Und es später nicht lasern müssen!"

Die Entscheidung sich tättowieren zu lassen, hat Auswirkungen auf die verschiedensten Dinge im Leben. Bunte Haut ist zwar inzwischen durchaus beliebt und zum größten Teil anerkannt, doch gibt es noch immer das ein oder andere, das gerade junge Menschen beachten sollten. Darum habe ich mir, die ein oder andere Frage der Blog-Leser mal vorgenommen und für Euch beantwortet.

„Ich möchte ein Tattoo, weiß aber noch nicht was …“

Wer sich in dieser Aussage wiederfindet, dem rate ich davon ab sich tättowieren zu lassen. Das schönste Motiv kann einen schnell ärgern, wenn man keine persönliche Bindung dazu hat. Sich etwas unter die Haut stechen zu lassen ist ein sehr emotionaler Akt, verbunden mit Schmerzen und Ausdauer, die man an den Tag legen muss. Wenn man noch keine Vorstellung davon hat, was einmal auf der Haut zu sehen sein soll, sollte man sich einfach inspirieren lassen. Diverse Zeitschriften und Blogs bieten schöne Möglichkeiten um sich die ein oder andere Idee zu holen, doch abkupfern sollte man IMMER vermeiden. Am besten ist es sich mit dem Tättowierer des Vertrauens zusammen zusetzten und einfach mal darüber zu reden, was man sich vorstellt. Womit wir auch schon bei der nächsten Frage sind.

Freitag, 14. Februar 2014

So schön ist es nur an der See ...


Ostsee

Meine Spuren
Im Sand
Überspült
Von deinen Wellen

Du rauschst
LeiseLaut
Stürmisch

Dein Seegang
Ist ständiges
Kommen
Und Gehen

Wogenweit
Trägst du
Meine
Gedanken

Schickst
Eine Welle
Mit dem
Geschenk der Götter

B e r n s t e i n

© Elisabeth Kreisl, 2012
Aus der Sammlung Wasser, Meer und Ostseeland

Mittwoch, 12. Februar 2014

Zwischen Idealbild und mageren Aussichten

Der Magerwahn und ich

Den Stammlesern wird sicherlich aufgefallen sein, dass ich relativ viel über Essstörungen berichte. Natürlich mache ich dies nicht ohne Grund, denn es ist eines der Themen die mich sehr mitnehmen, unter anderem auch, weil es mich bis zu einem gewissen Grad auch betrifft. Nein, keine Bange, mir geht es gesundheitlich gut und ich leide zum Glück nicht unter einer Essstörung. 

Trotzdem ist mein Verhältnis zu mir und meinem Körper gestört. Aus diesem Grund kann ich die Mädchen und Jungen, die einer Essstörung verfallen, sehr gut verstehen und bis zu einem gewissen Grad nachempfinden, was sie fühlen. Natürlich alles nur aus dem Winkel eines Beobachters. Was in einem Menschen vorgeht, der zum Bespiel unter Anorexie leidet, werde ich nie voll und ganz nachfühlen können.

Was jedoch sehr viele Menschen kennen, ob nun öffentlich oder ganz privat, ist das verstörte Selbstbild, das man in seinem Spiegel jeden morgen sieht. 

Montag, 10. Februar 2014

Bunte Haut für alle - Tattoos



Eine Tätowierung  ein Motiv, das mit Tinte oder anderen Farbmitteln in die Haut eingebracht wird. Dazu wird die Farbe in der Regel von einem – hoffentlich professionellen - Tätowierer mit einer Tätowiermaschine durch eine oder mehrere Nadeln – das hängt davon ab, ob gerade die Konturen oder die Schattierungen gestochen werden -  in die zweite Hautschicht gestochen und dabei ein Bild oder Text gezeichnet. Heute stellt die Tätowierung beim Menschen eine Form der Körpermodifikation dar – allerdings ist dies kein neuer Trend.

Samstag, 8. Februar 2014

Justine privat: "In 10 Jahren ..."

... da wirst du es bereuen!" 

Tattoos sind inzwischen auch zu einen Statussymbol geworden, denn nicht jeder kann es sich leisten, seinen Körper zu verzieren. Vor allem aber sind gute Tattoos noch immer eine Seltenheit. Auf dem Markt existieren sehr, sehr viele Studios die ihre Dienste anbieten. Einige auch zu verführerisch günstigen Preisen... 

Freitag, 7. Februar 2014

Interview mit Farina de Waard

1. Worum geht es in deinem ersten Werk?

In erster Linie um den Werdegang einer jungen Frau, die in eine fremde, vom Krieg zerrissene Welt gerät und dort ihren Weg finden und überleben muss. In meiner Welt Tyarul, einer parallelen Dimension zu unserer Welt, herrscht seit langem eine Tyrannei. Eines der dort lebenden Völker hat die anderen unterworfen und versklavt, sieht sie gar nicht als richtig gleichwertige Menschen. Der erste Teil meiner sechsteiligen Buchreihe ist der Auftakt zu einer Zeit in dieser Welt, in der sich viel ändern könnte. Meine Hauptperson Sina wird von hier verschleppt und in die andere Dimension gebracht, sie bekommt schnell mit, dass etwas an ihr besonders ist und sie deshalb von der Tyrannin gesucht wurde. Aber sie versteht die Ausmaße nicht und muss lange leiden, bis sie vom Widerstand aus dem Gefängnis befreit wird. Dann geht es richtig los, Sina erfährt, dass es ihr Schicksal sein soll, eine Lösung für den jahrzehntelangen Konflikt zwischen den Völkern zu finden, will dieses Schicksal aber nicht annehmen, da sie sich überhaupt nicht in der Lage sieht, in dieser fremden Welt voller Krieg und Magie irgendwie eine Hilfe zu sein.
Es geht also auch um innere Konflikte, darum diese zu lösen und an ihnen zu wachsen.

2. Von der Idee bis zur Veröffentlichung, welche Schritte waren für dich am schwersten?

Der Gedanke, dass andere mein Werk öffentlich kritisieren könnten... Ich hatte Angst vor Abweisung und Hass und Neid, aber irgendwie habe ich mich so viel mit dem Thema beschäftigt, dass ich dadurch auch sehr viel über mich und über mein Werk gelernt habe. Ich stehe jetzt viel offener zu meiner Leidenschaft und freue mich über konstruktives Feedback. Ich muss aber trotzdem immer wieder über meinen eigenen Schatten springen und mich zum Beispiel dazu überwinden, Leute anzusprechen oder zu fragen, ob sie mein Buch lesen wollen. Aber auch daran arbeite ich.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Selbstdarstellung

Nieder mit der Schönheit, denn sie ist verdorben!





Schön sein ist leicht.
Interessant sein, muss man sich verdienen. 

Beides zu haben ist wie ein 6er im Lotte. 

Mittwoch, 5. Februar 2014

Serienkiller - Dorothea Helen Puente

Dorothea Helen Puente wurde am 9. Januar 1929 im sonnigen Kalifornien, geboren und hieß mit Geburtsnamen Gray. Aufgrund der schwierigen Familienverhältnisse, hielt sich die Frau später sehr zurück was ihre Vergangenheit anging. 1945 heiratete sie mit 16 Jahren einen Soldaten, doch die Ehe sollte nicht glücklich verlaufen. Obwohl sie zwei Töchter zusammen zeugten lebte keines der Kinder lange bei den Eltern. Eine Tochter wurde zu Verwandten gegeben und die andere zur Adoption. 1948 erlitt Dorothea eine Fehlgeburt und ihr Mann verließ. Die Demütigtigung darüber, dass ihr Mann sie verlassen hatte saß so tief, dass sie sie später über diese Ehe sagte, dass ihr Mann kurz nach der Hochzeit an einem Herzinfarkt gestorben wäre. Ohne Mann bessert sich die schwierige finanzielle Lage nicht.
Um sich ein Einkommen zu sichern, begann Dorothea Schecks zu fälschen, wurde dabei aber erwischt und bekam eine Freiheitsstrafe von einem Jahr, von dem sie sechs Monate absaß. Neben immer wieder wechselnden Ehemännern, die jedoch keinen langen bestand hatten, betrieb sie zwischenzeitlich ein Bordell und eine Pension, die viele Menschen das Leben kosten sollte.

Samstag, 1. Februar 2014

Die kleinen Dinge im Leben ...

Niemand ist jeden Tag, 24 Stunden lang glücklich.
Das wäre nicht nur furchtbar angstrengend und überaus nervtötend für alle Menschen um einen herum, sonder eben auch langweilig. Aus dieser These ergibt sich dann auch die logische Konsequenz, man ist nicht jeden Tag fröhlich, also auch mal missmutig, mal launisch, gelangweilt, genervt und irgendwann auch wieder fröhlich ...

... und manchmal stimmt uns eine Kleinigkeit fröhlich ...

Gerade darum finde ich es wundervoll das man diese kleinen Momente festhalten und sich daran erinnern kann. Ein Foto sagt oft soviel mehr als ein ganzer Text, der mit all seinen Worten noch immer nicht die gleiche Emotion auslösen kann.