Freitag, 25. April 2014

Justine privat – Zwischen Pasta und Kerzen


Er grinst mich schief von der Seite an und ich kann nichts dagegen tun, dass ich plötzlich lachen muss. Das ist nichts Neues und inzwischen fast zu einem natürlichen Reflex geworden, wenn er einen dummen Spruch macht, muss ich lachen. Die Art seines Humors ist fast so eigensinnig wie er selbst. Doch das ist nur einer der vielen Gründe warum ich mich damals Hals über Kopf in ihn verliebte. Bei dem Gedanken verdunkelt sich meine gute Laune wieder. Es ist das erste Mal seit langer Zeit, dass wir Zeit mit einander verbringen ohne, dass es sich komisch anfühlt.
Ich will dieses Gefühl nicht durch überromantisches Verhalten verjagen, also verschränke ich die Arme vor der Brust und mache eine böse Bemerkung über ein dickliches Mädchen in hautengen Leopardenleggins. Nun ist er es der lacht und ich weiß das er meine Bösartigkeit zu schätzen weiß. Wir grinsen Beide als wir das Restaurant betreten und gehen zielsicher an den Tisch mit dem geringsten Menschenanlauf ringsherum. Noch eine Sache, neben blöden Bemerkungen, die wir gemeinsam haben. Andere Menschen sind uns meist eher lästig – zumindest beim Essen.
Mit einer ausschweifenden Handbewegung streife ich meine dicke Winterjacke ab und wickle mir den Schal vom Hals. Die Erkältung hält mich noch immer in ihren verschnodderten Griff und bringt mich dazu über die Grenzen einer normalen Frostbeule hinaus zu wachsen. Er lacht und betrachtet wie ich den ebenfalls zu großen Pulli zu Recht zupfe. Heute ist ein „BAM-Pulli-Tag“ – das bedeutet eigentlich nur, dass ich keine große Lust hatte mich um mein Aussehen zu kümmern. Darum reicht auch ein Schlabberpulli mit Boots um essen zu gehen. „Ich mag es wenn du den Pulli trägst“, sagt er als wären meine Gedanken ein offenes Buch für ihn.

Freitag, 18. April 2014

Justine privat – Der Anker


„Ich liebe deine Hände“, sagt er streicht mit den Fingern über die Haut meines Handrückens. Ich muss gegen meinen Willen lächeln, denn welche Frau freut sich nicht darüber begehrt zu werden?
„Magst du sie wegen der Tattoos oder dem was du dir vorstellst was sie machen könnten, wenn wir nicht wir wären?“

Er legt den Kopf schief und grinst auf eine Art die mich ebenfalls zum grinsen bringt. Wir spielen dieses Spielchen schon lange miteinander und wissen wie weit wir gehen können, ohne uns in Gefahr zu bringen.
„Ich stelle mir das Bild sehr schön vor, wie deine Hände etwas umschließen und ich den Anker sehen kann …“
Noch während er redet sehe ich eine leichte Schamesröte in seinem Gesicht, die man einem Mann seines Alters nicht unbedingt zutrauen würde. Aber ich kenne ihn. Vielleicht besser als er es glaubt. Ich ziehe meine Hand zurück und lehne mich gegen die Lehne meines Stuhles. Das Wetter ist eigentlich zu schön um über die ernsten Themen zu reden die uns immer wieder zusammen führen. „Hör auf zu grübeln, du musst jetzt vor allem an dich denken.“

Mittwoch, 16. April 2014

Was ist eigentlich ein Geist?


Angst haben wir vor vielen Dingen und gerade Geister scheinen uns eine besondere Furcht einzujagen. Doch was genau meinen wir eigentlich damit, wenn wir von einem Geist sprechen?
Das Wort „Geist“ ist recht doppeldeutig, denn damit kann man nicht nur die Seele eines verstorbenen meinen sondern auch den eigenen „Körper und Geist“.  In unserem Falle möchte ich mich natürlich mit der Erscheinung von „Geistern“ geschäftigen. Eine der Theorien ist das, wenn ein Mensch stirbt, sein grobstofflicher, d.h. physischer Körper auf zu existieren. Sein feinstofflicher Körper - bestehend aus Unterbewusstsein, Intellekt, Ego und Seele - existiert weiter, geht in andere Regionen des Universums oder macht uns das Leben als Hausgeist schwer. Er Überdauert den Tod und kann als Totengeist mit den Lebendigen in Kontakt treten.
Einen Beweis für die Existenz von Geistern gibt es nicht, Belege für Spukerscheinungen jedoch schon. Die meisten Geistergeschichten haben jedoch eine Gemeinsamkeit, die eine interessante Schlussfolgerung nach sich zieht:
Zu einem Geist wird, wer zu viel negative Energie in sich trägt bzw. trug.
In der „Fach“ Literatur wird oftmals von sogenannten „negativen Wesenheit“ gesprochen. Es gibt sogar kleine Checklisten in denen man nachvollziehen kann, ob man selbst einmal Gefahr läuft zu einem Geist zu werden ...

Montag, 14. April 2014

Rezension: „Tödliche Perfektion“ – Astrid Korten


Inhalt: „Ihre Augen glitzerten gefährlich. „Du hast doch keine Angst vor mir, oder?“, fragte sie. Der Klang ihrer Stimme ließ ihn schaudern. Das Spiel hatte begonnen…“

Hongkong, Sitz eines internationalen Pharmakonzerns. Robert Faber, Vorstandsvorsitzender und Hauptaktionär, kann sein Glück kaum fassen: Einer seiner Wissenschaftler hat eine revolutionäre Entdeckung gemacht – der neue Wirkstoff Rebu 12 stoppt den Alterungsprozess! Das Milliardengeschäft mit der ewigen Jugend ist zum Greifen nah. 

Doch Faber ahnt nicht, dass die Information trotz höchster Geheimhaltung schon in falsche Hände geraten ist – und eine skrupellose Sekte sich bereit macht, alles zu tun, um die Formel der Makellosigkeit unter ihre Kontrolle zu bringen …

Meine Meinung:

Das Buch beginnt super spannend und fesselt einen fesselte mich von der ersten Minute. Leider wurde die rasche Freude schnell etwas getrübt. Gerade am Anfang viel es mir schwer den Zusammenhängen richtig zu folgen. Man wird als Leser so schnell in das Geschehen geworfen, dass man ab und an ein paar Seiten zurückscrollen muss um wirklich alle Inhalte zu verstehen. Die Grundstory jedoch ist spannend und kann sich in jeden Fall sehen lassen.

Samstag, 12. April 2014

Geisterjäger im Interview - Teil 2

   
6. Die Forschung des Paranormalen wird noch immer von der breiten Masse stark belächelt, dennoch habt Ihr Euch dafür entschieden einen Teil Eures Lebens genau dieser zu widmen. Warum?

Genau deswegen. Es ist ein Unding Betroffene mit ihren Erlebnissen einfach zu belächeln und sie mit ihrem Problem damit alleine zu lassen. Es muss möglich sein sich ernsthaft mit solchen Ereignissen zu beschäftigen und Ursachen für Geister, Spuk und paranormale Phänomene zu finden. Es ist nicht unser Bestreben Beweise für Geister zu finden sondern vielmehr sich unvoreingenommen  an die Thematik heranzuwagen. Dies funktioniert sehr wohl und sehr gut da wir selbst eigentlich zu den größten Skeptikern der Thematik gehören.

7. Was wäre der ultimative Beweis für die Existenz von Geistern?

Da müssen wir ehrlich zugeben, dass wir keinen blassen Schimmer haben. Einen unumstößlichen Beweis für Geister wird es wohl niemals geben. Dies bleibt am Ende immer eine Glaubensfrage. Wir  denken diesen Beweis würde man erst erkennen wenn dieser eintreten würde. Bis Dato gibt es mehr Contra als Pro für Wesen aus der Zwischenwelt. Man sollte dies sehr realistisch betrachten.

Freitag, 11. April 2014

Justine privat - Der Tiger

Sein Blick trifft mich schon bevor ich die Bar erreicht habe. Ich muss grinsen angesichts der blanken Selbstüberschätzung die sich mir entgegen ringt. Er winkt mich zu sich an die Bar und mein Grinsen wird breiter als ich neben ihm stehe. Mir gefällt was ich sehe. So unauffällig wie ein Tiger schleicht er sich an und verwickelt mich in ein scheinbar harmloses Gespräch. Ich mag diesen Teil der Phase des Kennenlernens.
Das Schönste sind meist die ersten Augenblicke, in denen einen ein Mensch noch nicht zum Halse raushängt.

Er bringt mich mit einem dummen Spruch zum lachen und fragt was ich trinken will.
Es gibt nur zwei Arten, wie ich auf diese Frage reagieren kann. Wenn ich ihm sage, was ich trinken will, lasse ich ihn anschließend stehen. Ich kann nicht einmal sagen woran es liegt, doch ein Mann der für meinen Drink bezahlt hat kaum eine Chance mich näher kennenzulernen. Ich würde mich fühlen als sei ich durch Alkohol käuflich.
Die Alternative ist, ihm zu sagen ich könnte meinen Drink selbst bezahlen. Eine Lüge und dennoch die Wahrheit. Ich KANN schon für meine Drinks zahlen, nur beschwert sich dann mein Bankkonto am Ende des Monats etwas mehr als sonst. Allerdings geht das Gespräch dann in die zweite Runde …

Donnerstag, 10. April 2014

Geisterjäger im Interview - Teil 1

Die meisten unter uns verbinden mit Geisterjägern die "Ghostbusters" - das die Realität etwas anders aussieht sollte dennoch klar sein. Eine genaue Vorstellung davon was es überhaupt bedeutet ein echter Geisterjäger zu sein, hatte ich dennoch nicht ...
Zumindest bist jetzt, denn zum Themenmonat habe ich mich an die Experten gewendet und einfach ihnen meine Fragen gestellt! Das Team von Geisternet.com war so freundlich mir diese zu beantworten ...





1.        Wie muss man sich Eure Arbeit vorstellen?


Die Arbeit bei GeisterNet.com besteht aus Unmengen Recherche. Dies beinhaltet sowohl Stunden, Tage und Wochen im Internet, Bibliotheken und direkt vor Ort, an als Spukort deklarierten Lokalitäten.

2.       Wie entstand der Gedanke eine solche Seite ins Leben zu rufen?

2005 bemerkten wir, dass es im Internet zwar eine Menge Information zur Thematik gab aber schlecht bis nicht gebündelt und vor allem schlecht recherchiert. Dies brachte uns auf die Idee eine Sammlung ins Leben zu rufen die im Grunde alles beinhaltet was man darüber erfahren kann. Seit dem wächst die Seite permanent und ist ständig im Aufbau. Es ist also kein Projekt das bereits abgeschlossen ist, sondern eher eines das es nie sein wird.

3.  Ihr arbeitet eng mit den Ghosthunter Germany zusammen. Wie muss man sich diese Zusammenarbeit vorstellen?

Dienstag, 8. April 2014

Serienkiller - Miranda Barbour

Kaum ein aktueller Fall erregte soviel Aufmerksamkeit wie der von Miranda Barbour. Die bekennende Satanistin soll ihre fragwürdige Karriere bereits im zarten Alter von 13 Jahren begonnen haben. Die junge Frau soll in ihrer Kindheit mehrfach sexuell missbraucht worden sein. Hier sehen die Ermittler auch die Legung des Grundsteines, der dazu führte das ein scheinbar normales Mädchen zu einer mehrfachen Mörderin wurde. Mit vier Jahren wurde sie von ihrem Onkel sexuell belästigt. Der Mann sitze deshalb bereits im Gefängnis, doch Miranda selbst scheint damit noch lange nicht abgeschlossen zu haben. Sie trat einem satanischen Kult in Alaska bei und wurde dort laut eigenen Angaben mit 13 Jahren  Zeugin eines Mordes!

In einer dunklen Gasse erschoss der Sektenführer einen Schuldner, verlangte von Barbour, auch auf das Opfer zu schießen. So ihre Aussage. Des Weiteren gab sie an,
während ihrer Zeit im Orden schwanger geworden zu sein. Das Kind wurde angeblich abgetrieben während sie unter Drogeneinfluss stand. Gesichert ist diese Aussage jedoch nicht.

Sonntag, 6. April 2014

Die Weiße Frau

Die Weiße Frau ist angeblich ein Gespenst, das bereits in verschiedenen Schlössern und Burgen ihr Unwesen getrieben haben soll. Hauptsächlich bei europäischer Adelsfamilien soll diese Erscheinung aufgefallen sein. Die Sage der weißen Frau ist auch heute noch weltweitbekannt. Gerade dieser langanhaltende Spuk ist es der mich so an dieser Geschichte fasziniert. Die ältesten Berichte über den weiblichen Geist stammen aus dem 15. Jahrhundert. Es gibt viele Ähnlichkeiten mit anderen weiblichen Erscheinungen, so dass die genaue Herkunft schwierig zu bestimmen ist. Außerdem scheint es mehr als nur eine „weiße Frau“ zu geben.

Samstag, 5. April 2014

Gastbeitrag - [Rezension] Im Verborgenen - John Ajvide Lindqvist


John Ajvide Lindqvist
Flexibler Einband, 508 Seiten
Genre: Horror
Erschienen bei Luebbe, August 2010
Originaltitel: Pappersväggar
ISBN: 978-3-404-16452-3

Inhalt

Nichts für Furchtsame ...

Ein Hochhaus in einem Vorort von Stockholm wird lebendig - und zu einer grausigen Bedrohung. Eine Frau findet eine Leiche - und mag sich nicht mehr von ihr trennen. Ein Mann überlebt einen Schiffbruch - und glaubt, das Geheimnis ewiger Jugend gefunden zu haben ...

Zehn meisterhaft komponierte Erzählungen, die zeigen, wie hauchdünn die Grenze zum Unheimlichen und Unerklärlichen in unserem Leben ist.
Gruselstoff vom Feinsten!

"Lindqvists Schriftstellertum bewegt sich stets im Grenzgebiet zwischen dem Realistischen und dem Fantastischen.Sein Stil ist ausgefeilt. John Ajvide Lindqvist ist einer der interessantesten schwedischen Gegenwartsautoren."Expressen

Freitag, 4. April 2014

Der Gespensterwald

Dinge die uns Angst machen finden sich nicht immer nur im Fernsehen oder in Büchern. Manche Dinge scheinen auf den ersten Blick einfach so fremdartig das sie unheimlich erscheinen. So ähnlich erging es mir schon als Kind mit diesem Wald. 

Der Mischwald  wird im Volksmund „Gespensterwald“ genannt. Die Herkunft dieser Bezeichnung ist nicht genauer belegt, schaut man sich dort allerdings einmal genauer um wird einem deutllich wie passend der Name ist. Er besteht vorrangig aus  Buchen und einigen Eichen. Vor allem die Buchen sind durch den Seewind verformt und haben somit  häufig einen sehr einseitigen Wuchs.

Mittwoch, 2. April 2014

Kleine Ängste

Ob etwas uns Angst macht, hängt sehr davon ab wie wir es betrachten und welche persönlichen Ängste es anspricht. Mir Angst zu machen ist relativ einfach, denn ich suche ja gezielt nach einem Nervenkitzel und lasse mich dann auch darauf ein ...

Trotzdem sind die Dinge vor denen ich Angst habe sehr vielfältig. Das wird sicherlich nicht nur mir so gehen ...

Dienstag, 1. April 2014

April, April ... Justine macht was sie will ...

Und diesen Monat wird es wieder gruselig ...

Nach dem ganzen Geredet über das Aussehen, habe ich mal wieder Lust bekommen mich mit den anderen Seiten zu befassen. Diesen Monat gibt es neben einer kleinen Überraschung, alles rund um das Thema Grusel. Ich hab mich mal wieder hinter den Laptop geklemmt und Nachforschungen betrieben. Das ein oder andere wirklich gruslige habe ich dabei auch entdeckt ...

... zum einen werde ich Euch in den Gespensterwald entführen, zum anderen habe ich jemanden gefunden der mit mir über ein wirklich unheimliches Erlebnis sprechen will und natürlich beleuchte ich auch wieder die unheimlichsten Serienkiller die ich finden kann ...

Doch auch damit ist noch lange nicht alles gesagt, es wartet auch noch die ein oder andere Überraschung auf Euch ....

                                              ... was genau das ist wird natürlich noch nicht verraten.