Mittwoch, 28. Mai 2014

5 Vorurteile über Veganer

1.    Mit einer veganen Ernährung kann nicht den Nährstoffbedarf abdecken
Ein Klassiker der Vorurteile den auch die vegetarischen Zeitgenossen  kennen. Fakt ist Protein, Eisen oder Kalzium sind in einer ausgewogenen veganen Ernährung in ausreichender Menge vorhanden. Das verdanken die netten Tierfreunde vor allen Hülsenfrüchte, Vollkorn- und Sojaprodukte, dunkelgrünes Gemüse, Nüsse, Samen und Kerne. Etwas anders schaut es da beim Thema B12 Mangel aus.  Vitamin B12 (Cobalamin) kann durch Sauerkraut aufgenommen werden - jedoch ist es kaum in pflanzlichen Stoffen enthalten.
Die freundliche Industrie ist da jedoch ganz auf der Seite der veganer und hat bereits mehr als genug Pillen, Pülverchen und Co. entwickelt - Also müssen auch Veganer mit einer Abneigung vor Sauerkraut nichts befürchten.  
Ein Zitat von Prof. Dr. Claus Leitzmann von der Universität Gießen:
„Studien mit vegan lebenden Menschen, die weltweit, aber auch von uns durchgeführt  wurden, zeigen, dass Veganerlnnen im Durchschnitt deutlich gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung. Körpergewicht, Blutdruck, Blutfett- und Cholesterinwerte, Nierenfunktion sowie Gesundheitsstatus allgemein liegen häufiger im Normalbereich.  Neben diesen positiven Aspekten bewirkt die vegane Ernährungsweise gleichzeitig, dass die Umwelt weniger zerstört wird (Gülle und Methan durch Tierhaltung), dass die sog. Entwicklungsländer eigenständiger werden (kein Import von Futtermitteln) und dass  Tiere artgerecht behandelt werden. Dadurch werden Tierzucht, Tierhaltung, Tiertransporte und Tierversuche vermindert oder könnten teilweise ganz entfallen.“

2.    Als Veganer fehlt einem die Auswahl

Dienstag, 27. Mai 2014

Vegane Muffins

Als Schokoladen Junkie musste ich für mich natürlich erst einmal herausfinden was ich mir an Leckereien leisten darf, während meines Selbstversuches. Die Auswahl ist tatsächlich recht dünn, jedoch konnte ich mir auch hier weiterhelfen in dem ich einfach selbst Hand anlegte und mich zum backen in die Küche stellte. Dieses Rezept ist super einfach und auch für jeden Nicht-Veganer lecker.


Zutaten:
300 g
Dinkelmehl
80 g
Zucker
125 g
Margarine, vegane
20 g
Maisstärke
400 ml
Mandelmilch
1 Pck.
Backpulver
1 Pck.
Vanillezucker

Mischt man all diese Zutaten zusammen und fügt noch ein paar Früchte hinzu hat man die perfekte Grundlage für super leckere Muffins. Ich bevorzuge frische Blaubeeren. Einfach in die Förmchen geben und ca. ca. 20 Min in den Ofen damit. Fertig.


Kompliziert ist anders. 

Montag, 26. Mai 2014

Vegan – Bewusstes Leben im Hardcore Style

Veganismus ist aus dem der Bewegung des Vegetarismus hervorgegangene und inzwischen eine Einstellung, Lebens- und Ernährungsweise die nicht nur in den Medien immer mehr Gehör findet, sondern auch den Alltag schleichend immer mehr für sich einnimmt. Während Vegetarier nur auf den Verzehr von Fleisch verzichten, ziehen Veganer es vor das ganze nach meinem Empfinden konsequenter durchzuziehen, denn sie lehnt nicht nur den Verzehr von Tierkörpern ab, sondern überhaupt jede Nutzung von Tieren und tierischen Produkten. Wie immer gibt es hier die „seichteren“ die es dabei belassen und die „harten“ die versuchen ohne jegliche Form von Tierischen Zusätzen durchs Leben zu kommen.

Geht man nach unserer heißgeliebten Suchmaschine ernähren sich der laut Nationalen Verzehrsstudie II von 2008 in Deutschland ca. 0,1 % der Bevölkerung vegan, insgesamt also ca. 80.000 Menschen. Das Ganze sah im Jahre 2013 bereits anders aus  0,5% und damit vermutlich knappen 400.000 Menschen die sich diesem Lifestyle angeschlossen haben. Gerade in der Linken Szene wird vegan immer normaler und selbst in den berüchtigten Kochshows wird inzwischen auch mal eine Tierlose-Kost angeboten.
Das der Verzicht auf Tiere als Nutzobjekt einige Komplikationen im Alltag mit sich bringt sollte den meisten bewusst sein, jedoch müssen sich Anhänger des Veganismus nicht nur mit schlechten Witzen  herum schlagen wie:

Warum schreien Veganer_innen beim Sex nicht?


Sie können nicht zugeben, dass ihnen ein Stück Fleisch so viel Freude bereitet.

Die Problematik beginnt eher mit dem täglichen Einkaufen und dem Bewusstsein welche Inhalte die einzelnen Nahrungsmittel enthalten. Mit McDoof und ähnlichen haben die meisten Tierfreunde und politisch Motivierten ohnehin eine eher negative Beziehung und alternative Fast Food Varianten sind zwar in den Großstädten bereits verbreitet, finden ihren Weg jedoch noch nicht Flächendeckend in unserem Lande. Die Nahrungsaufnahme ist bei strengen Veganer jedoch noch das kleinste Anliegen, denn auch Kleidung enthält häufig Tierische Produkte. Die Konsequenz zieht den Verlust der Spontanität nach sich die vielen Menschen zu schaffen machen würde.

Die Vorurteile sind ebenfalls ein Aspekt der noch immer seine Kreise dreht. Obwohl sich der Veganismus langsam in allen Bevölkerungsschichten etabliert, ist kaum ein Thema in ähnlicher Art durch Informationsmangel geprägt. 


Der Mensch als „Allesfresser“ sei nicht in der Lage sich gesund ohne Tierische  Produkte zu ernähren, bei dieser Frage jedoch scheinen auch die Experten an ihre  Kompetenzgrenzen zu stoßen, da bei einigen Studien NICHT klar trennbar ob sich hinter ihnen persönlich oder  industrielle Interessen verbergen. Fakt ist jedoch das  vegane Ernährung nicht zwangsläufig gesund ist, denn Mangelerscheinungen  müssen erkannt und beachtet werden . Aber einseitige Ernährung trägt dieses Risiko  ebenfalls im "Allesfresserbreich" mit sich. Eine ausgewogenne Vegane Ernährung  jedoch, ist demnach unbedenklich und somit auch nicht schädlich - Das Bewusstsein  dahinter sollte jedoch für alle ein Denkanstoß sein, denn eine Welt ohne Jagt,  Tierversuche oder das quälen und ausbeuten von Schwächeren sollte ein Ideal sein das uns alle etwas angeht.




Freitag, 23. Mai 2014

Nichts ist härter als Moral

Geht man nach der Definition, sind moralische Handlungen: „Die faktischen Handlungsmuster, -konventionen, -regeln oder -prinzipien bestimmter Individuen, Gruppen oder Kulturen.“
Soweit so gut, doch was sich hinter diesem kleinen Wort eigentlich verbirgt, ist ein ganzer Rattenschwanz von Verurteilung und Unverständnis, die auch in unserer heutigen Gesellschaft noch immer zu finden sind. Das Wort Moral leitet sich aus dem lateinischen Wort „moralis“ ab und bedeutet soviel wie „Sitte“. Die Gesellschaft strebt noch immer nach einem einheitlichen Moralverständnis und dreht sich dabei immer wieder im Kreis, denn was bedeutet es überhaupt, moralisch zu handeln?

Montag, 19. Mai 2014

Serienkiller - Albert Howard Fish


Kannibalismus und Perversion sind Wörter, die wir gerne mit Serienkillern in Verbindung bringen, einer der Vorreiter der Abscheulichkeiten in beiden Richtungen war kein geringerer, als Albert Howard Fish. Bereits in seiner Familiengeschichte zeigten sich einige geistige Störungen, die auch vor ihm keinen Halt machten. Bis zu seinem 11. Lebensjahr nässte er, wie viele andere Serientäter, ein und galt als „Problemkind“, das seine Emotionen selten kontrollieren konnte. Wozu er jedoch fähig werden sollte, ahnte eine lange Zeit niemand.
Nach der Problematischen Familiengeschichte und einer tragischen Laufbahn als Heimkind, heiratete er jung und wurde Vater von 6 Kindern. Die Ehe verlief jedoch alles andere als glücklich, seinen ersten Mord soll Fish nämlich begangen haben, nachdem seine Frau ihn das erste Mal verließ. Zudem soll er unter starken Halluzinationen gelitten haben, die von dem Gedanken der Sünde und der Läuterung durch Schmerz geprägt waren. Fishs großes Vorbild war Fritz Haarmann, er sammelte alles was er über sein vermeintliches Idol finden konnte. Kannibalismus erschien ihm so verlockend, dass er diesen an seinen späteren Opfern praktizierte.

Freitag, 16. Mai 2014

Transsexualität

Die Medien haben wieder eines der berüchtigten „Tabuthemen“ aufgegriffen und leisten einen bescheidenen Beitrag zur Akzeptanz von Menschen, die das Geschlecht wechseln oder wechseln möchten. Mit Serien wie "Transgender - Mein Weg in ein neues Leben" auf RTL 2 wird wohlwollender Voyeurismus geboten, um die Neugierde der Masse zu befriedigen. Was wirklich hinter dem Schritt steht, eine Geschlechtsumwandlung durchzuführen, können die wenigsten wirklich nachvollziehen.
Jene schlagen sich nicht nur mit einer Reihe von Operationen, Hormonen und Intoleranz herum, sondern müssen in oft schon sehr jungen Jahren sehr viel Verantwortung für sich selbst und ihr Leben übernehmen.
Das Phänomen von Menschen, welche die Geschlechtsrolle wechseln, ist seit der Antike bekannt und auch in unserer Gesellschaft inzwischen zumindest halbwegs akzeptiert. Transsexualismus und Transvestitismus sollten jedoch nicht miteinander verglichen werden, denn Transsexualität ist der Wunsch, sich voll und ganz in das andere Geschlecht zu verwandeln. Medizinisch betrachtet kann man den Menschen, die diesen Wunsch hegen zumindest entgegenkommen. Der Schritt sich als transsexuell zu outen sorgt nicht nur in den engsten Kreisen für negative oder positive Reaktionen, sondern zieht auch einen ganzen Rattenschwanz der Entwicklung nach sich. Mit der psychologischen Betreuung sind viele Betroffene unzufrieden, denn den Schritt zu wagen ist die eine Problematik – Eine ganz andere bezieht sich auf den Werdegang dahinter, zunächst sind die Psychologen gefragt, die einschätzen müssen, ob der Schritt der Geschlechtsumwandlung ohne Bedenken gegangen werden kann. Rückgängig zu machen ist die Verwandlung nicht ohne Folgen.

Montag, 12. Mai 2014

Monogamie und Bisexualität


Meine liebe Blogger Kollegin Eva hat mir eines ihrer
schönen Bilder geliehen: Zum Post geht´s hier lang!

Seit meinem ersten Post über Bisexualität füllt sich mein Postfach wieder mit neuen Fragen zu diesem Thema. Besonders das Thema Monogamie in einer Beziehung wurde angesprochen und schien für die meisten Menschen der Knackpunkt der ganzen Diskussion zu sein.
„Können Bi Sexuelle eine monogame Beziehung führen?“
Meine Gegenfrage dazu lautet eher, welche Menschen auf lange Sicht überhaupt dazu in der Lage sind eine ewige monogame Bindung zu einzugehen – egal, mit welchem Geschlecht. Ein Liebesverhältnis zu führen ist in jeder Form eine Herausforderung und irrelevant, ob es sich dabei um eine Homo- oder Hetero- oder gar offene Beziehung handelt. Bisexuellen wird gerne vorgeworfen, dass es ihnen schwerfällt, in einer monogamen Bindung treu zu bleiben, da sie mehr Versuchungen erliegen. Allerdings trifft dies, wie immer, nicht auf alle zu. Es gibt durchaus Bisexuelle die mit einem Mann und einer Frau gleichzeitig eine Beziehung führen, oder mit einem der beiden eine Affäre haben. Ob sich die Verhältnisse dabei vermischen ist noch einmal eine andere Frage.

Freitag, 9. Mai 2014

Justine privat - Parkplatzgedanken


Mein Körper zittert schon bei dem Gedanken daran.
Es ist einer meiner nervösen Ticks, dieses Zittern. Ähnlich wie das ständigen Kauen auf den Lippen. Wenn es mir schlecht geht, sieht man das auf den ersten Blick. Ich bin blass, habe blutig gekaute Lippen und Augenränder die so dunkel sind das ich in einem der kitschigen Vampirfilme mitspielen könnte. Das ich diese Schwäche nicht besser kaschieren kann nervt mich gewaltig, doch zum Glück können Make-up und derbe Sprüche die Menschen zumindest eine Weile davon abhalten mich danach zu fragen wie es mir geht.
Doch leider verrät mich irgendwann das Zittern. Auch jetzt ist es wieder so.
Ich sitze an meinem Arbeitsplatz und starre auf die Zahlenreihe auf meinem Bildschirm ohne sie richtig wahrzunehmen. Mein Unterbewusstsein erledigt die Arbeit fast von alleine, während mein Bein unkontrolliert auf und ab zuckt. Das Klicken meiner Finger auf der Tastatur ist das einzige was ich hören kann, das Gemurmel um mich und das Gepöbel neben mir nehme ich nicht wahr, weiß aber das es da ist. Der Alltagstrott hält mich  gefangen wie ein gigantischer Oktopus ein Piratenschiff. Von einer Sekunde auf die andere zwinge ich mich stillzuhalten, doch dann fängt das Zittern meiner Hände wieder an und macht es mir unmöglich einen lesbaren Text an der Tastatur zu tippen. Mit zusammen gebissenen Zähnen lehne ich mich in dem unbequemen Stuhl nach hinten und blicke an die schmutzige Decke über mir.

Freitag, 2. Mai 2014

Bisexualität und ihre Tücken

„Wie Du bist bi?!“ 


Die Augen meiner Arbeitskollegin weiten sich, als hätte ich gerade etwas wirklich Schreckliches gesagt. Sie schnappt kurz nach Luft und ein peinliches Schweigen legt sich über das gerade noch angeregte Gespräch, bei dem ich eher zufällig erwähnte, dass ich eben nicht nur Männer liebe. Die männlichen Vertreter grinsen und lachen über die Fassungslosigkeit. Diese Reaktion kenne ich von Männern inzwischen sehr gut. Zunächst scheinen sie immer begeistert zu sein, wenn eine Frau auch in ihrem Revier wildert – in einer Beziehung jedoch gestaltet sich dieser Umstand oftmals als schwierig.

Bisher habe ich meine Bisexualität nie geheim gehalten, für mich ist es schließlich ganz normal. Doch je mehr diese Bewegung polarisiert, desto größer wird auch der Druck in der Öffentlichkeit. Es ist nicht selten, dass man dafür als Frau belächelt und als Mann als Schwuler abgestempelt wird. Irgendwie scheint bi die Menschen zu verwirren.