Montag, 30. Juni 2014

Misanthropie


Das Wort „Menschenhass“ wirkt auf den ersten Blick ziemlich extrem. Sieht man sich die Definition von Misanthropie an steht dort: „ beschreibt die Sichtweise einer Person, die den Menschen hasst bzw. ihre Nähe ablehnt.“


Ein Misanthrop zu bedeutet jedoch nicht sich aggressiv oder gewalttätig zu verhalten. Viel mehr ist es eine Sache der Einstellung, als eine Handlungsweise. Von sich selbst behaupten wohl die wenigsten Menschen ein Misanthrop zu sein, ich bin in der Tat oftmals einer.


Allerdings hat dieser Zug meiner Person rechtwenig mit meinem Moralischen Verständnis zu tun. Ich mag die Massen nicht, besonders wenn ich gezwungen bin mich in ihr zu bewegen.






Freitag, 27. Juni 2014

Veganer Auflauf ala Justine



1 Dose passierte Tomaten
1 Glas eingelegte Peperonie
1 Mango frisch, oder aus der Dose
1 Tomatensoße
500g Lasangeplatten
50 g Basilikum
100 g Tofu – je nach belieben, inzwischen gibt es ja reichlich Auswahl
2 Zehen Knoblauch
1 TL Salz
1 TL Zucker
1 frische Chillischote
1 TL Hefeflocken
2 EL Mehl
1 EL Margarine, vegan
1 TL Senf
100 ml Wasser

Auch dieses Rezept habe ich inzwischen öfter probiert und es immer wieder für mich neu entdeckt. In einer Schüssel die Dosen-Tomaten, Tomatensoße und den Tofu zerdrücken, Gemüsebrühepulver, Salz, Pfeffer, Paprika, und Zucker zugeben und umrühren. Die Mango, die Chilischote, den Knoblauch und die Peperonies zerkleinern und in die Soße mengen.
Dann einfach etwas Öl in eine feuerfeste Form geben, die erste Schicht Lasagneblätter und dann abwechselnd Soße und Nudeln schichten.
Für den Käse kann man Hefeschmelz als Ersatz verwenden:

Das bedarf allerdings etwas Übung und kann durchaus ein paar mal in die Hose gehen, allerdings schmeckt es weitaus besser als veganer Käse. Das ganze funktioniert so: In einen Topf Hefe, Mehl, Margarine, Salz, Senf und Wasser geben und dann unter ständigen Rühren erhitzen, bis sich ein heller "Schmelzkäse" gebildet hat. Diesen dann einfach auf die Lasagne geben und ab in den Ofen.

Das ganze braucht ca. 30 Minuten bei 200 °C auf der untersten Schiene.


Mittwoch, 25. Juni 2014

Justine privat – Verfluchter Morgen


Mein Wecker klingelt bereits zum zehnten Mal und mein Unterbewusstsein weigert sich zu glauben, dass ich nun wirklich aufstehen muss. Die Nacht auf dem Sofa war zu kurz und unentspannt, als das ich von Erholung sprechen könnte. Dennoch bringt das ganze Gejammer nichts, die Arbeit ruft. Mit schmerzenden Gliedern schiebe ich den Hund zur Seite und schwinge die Beine unter der Decke hervor. Obwohl es eigentlich Sommer sein sollte, zeichnet sich auf meiner Haut eine deutliche Gänsehaut ab.
„Verfluchter Morgen“, meker ich und tapse ins Badezimmer, wo mein zerknittertes Gesicht mit deutlich zeigt wie früh es noch ist. Als ich wieder zurück komme hat sich meine Hundedame bereits zwischen meiner Decke und dem Kissen ein Nest gebaut – selbst für sie ist es einfach noch zu früh. Ich reibe mir über die Augen und greife nach der ausgewaschenen Jeans. Heute habe ich keine Lust mit Gedanken über mein Aussehen zu machen – warum auch? Ich habe niemanden für den ich hübsch aussehen möchte, außer mich selbst und mir selbst geht das gerade ganz schön am Arsch vorbei …
Während der Hund schnarcht suche ich in Eile ein Oberteil auf dem keine Flecken sind und bemühe mich dabei so leise wie möglich zu sein. Bereits jetzt freue ich mich darauf auf dem Weg zur Arbeit die Musik so laut aufzudrehen, dass mein Gehirn keine andere Wahl hat als wach zu werden. In Momenten wie diesen kommen die dunklen Seiten meiner Persönlichkeit erst so richtig zum Vorschein. Am liebsten würde ich lauthals losbrüllen und alles um mich herum in Brand stecken, nur weil ich gezwungen werde das Haus zu verlassen. Aber wie immer mache ich nichts davon, sondern streife mir ein zerknittertes aber sauberes Shirt über und schlüpfe in meine Lederjacke.
Während die Tür hinter mit ins Schloss fällt und die Zigarette zwischen meinen Lippen steckt, frage ich mich kurz wie lange es dauern wird, bis die erdrückende Last meines gebrochenen Herzens wieder verheilt ist. Doch dann ertönen die ersten Takt Schläge der Musik.

Mit einem grimmigen Grinsen biege ich um die Ecke und verstecke meine verquollenen Augen hinter den dunklen Gläsern meiner Sonnenbrille. Es kommt nicht darauf an wie lange es dauert, sondern das es irgendwann wieder soweit ist – Und dann kann mich die Welt erst recht am Arsch lecken. 

Montag, 23. Juni 2014

Die Sache mit dem Respekt

Auf Grund meines Blogger Daseins komme ich natürlich auch mit anderen Bloggern in Kontakt und nicht gerade selten verstricken wir uns in hitzige Diskussionen. Vor gar nicht allzu langer Zeit ging es um das Thema Respekt.

Laut Duden ist Respekt:

1.   auf Anerkennung, Bewunderung beruhende Achtung
2.   vor jemandem aufgrund seiner höheren, übergeordneten Stellung empfundene Scheu, die sich in dem Bemühen äußert, kein Missfallen zu erregen
3.  (Schrift- und Verlagswesen, Kunstwissenschaft) frei gelassener Rand einer Buch-, Briefseite, eines Kupferstichs o. Ä.

Für mich unterscheiden sich beim Thema Respekt drei Dinge:

1.  Respekt vor dem Leben

Ich empfinde durchaus Respekt für einige grundsätzliche Dinge unseres Daseins. Damit meine ich zum Beispiel Respekt vor meinem Lebensraum und der Achtung des Lebens im Allgemeinen. Die Achtung eines Menschen- oder Tierlebens und die der allgemeinen „Rechte“ die das Leben mit sich bringt, stehen für mich bei diesem Thema außer Frage. Die Menschenrechte und insbesondere das Recht der freien Meinung sind Dinge vor denen alle Menschen uneingeschränkt Respekt zeigen sollten.

Samstag, 21. Juni 2014

Strand Shooting Dänemark

Es ist schon etwas her, doch als der Sommer begann hatte ich ein kleines Shooting am Strand von Dänemark. Die Ergebnisse könnt Ihr hier sehen! Vielen lieben Dank an den Fotografen! Wer weitere seiner Werke sehen möchte hat HIER die Möglichkeit dazu!



Donnerstag, 12. Juni 2014

Leserfragen:

„Warum kommen in der letzten Zeit so wenige Kurzgeschichten?“

Berechtigte Frage, denn den Geschichten und Literatur Anteil habe ich in der letzten Zeit vernachlässigt. Die Arbeiten an anderen Projekten und das private Leben mit seinem unheimlich und unheimlich schönen – Chaos nimmt mir im Moment die Luft um meine Kreativität gezielt um zusetzten. Mein heißgeliebtes Notizbuch ist jedoch weiterhin immer dabei und schnappt alle Ideen und Inspirationen auf um sie später in Geschichten und Co. verwerten  zu können.  

Dienstag, 10. Juni 2014

Eure Fragen meine Antworten: Bisexualität Part 2


1.       Lebst du Polyamory?

Polyamorie bedeutet soviel wie „viele lieben“ also mehrere Menschen zur selben Zeit zu lieben. Damit ist nicht nur die Emotionale Ebene gemeint sondern auch die sexuelle. Viele verstehen daran nicht, dass es offen gelebt wird, mit der Zustimmung aller Beteiligten Personen – unsere Gesellschaft hängt noch sehr an der Monogamie.
Bisexualität wird oft mit Polyamorie gleichgestellt, jedoch führen nicht alle Bisexuellen eine vergleichbare Beziehung. Darum sollte das differenziert betrachtet werden.
Ich persönlich lebe derzeitig als Single und bin eher für „Peace und freie Liebe“.

2.       Hatte einer deiner Partner mal Probleme mit deiner Bisexualität?

Ja, sogar recht viele. Gerade bei den Männern ist die Freude erst groß, und verwächst sich dann, wenn sie bemerken, dass Frauen nicht immer ein Spielzeug für mich sind, sondern Personen die mich emotional wie körperlich ebenso anzieht. Meist wurde das über kurz oder lang zu einem Eifersuchtsproblem. Auch wenn die Beziehungen monogam waren, konnte es schnell in einem Streit ausarten wenn man bei einer guten Freundin schlief – auch wenn Sex dabei eigentlich kein Thema war.
Andere Erfahrungen habe ich mit Partnern erhalten, die ebenfalls bisexuell sind. Diese waren meist weniger festgefahren und eher dankbar für das Verständnis.  Egal ob monogame oder offenere Beziehung.
Trotzdem gibt es natürlich viele Menschen die damit gar keine Probleme haben.

3.       Wie sollen Frauen denn bitte liebe machen?!

Noch nie Southpark gesehen?


Sonntag, 8. Juni 2014

Die Suche nach sich Selbst


In der heutigen Zeit spielt die eigene Identität eine immer größere Rolle. Jeder von uns muss den täglichen Kampf des Lebens auf seine eigene Art bestehen und versuchen, ohne größere Verletzungen einen Tag nach dem anderen zu meistern – das geht jedoch nur wenn man weiß wer man ist und wofür oder wogegen man steht. Die Realität ist leider nicht ganz so einfach, wie das Lesen dieses Satzes.
Die meisten Menschen geben sich der Illusion hin, dass diese Problematik eher an das Teenageralter gebunden ist, doch aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es in den Zwanzigern nicht besser aussieht. Je älter wir werden umso mehr Wissen speichert unser Gehirn ab und versucht, die neuen Informationen in einem neuen Kontext zu sehen. Außerdem kommen natürlich immer wieder neue Erfahrungen dazu die, die eigene Persönlichkeit weiter formen und eben auch verändern.
Statt dass wir die Verantwortung für das, was wir suchen, selber tragen, wälzen wir diese leider sehr oft auf andere ab. Meist geschieht dies unbewusst und aus Gewohnheit, denn sich selbst als Schuldigen für eine Krise zu betrachten ist gar nicht so einfach. Zum Glück ist der Mensch in der Lage seine Handlungen zu reflektieren und für sich selbst auszuwerten – ob wir dabei jedoch etwas lernen steht auf einem ganz anderen Blatt Papier …
Die anderen sollen uns glücklich machen, die anderen sollen uns lieben und dafür sorgen, dass unser Leben glücklich und zufrieden verläuft – genauso klappt das Ganze jedoch nicht, sondern donnert gegen eine harte Steinwand. Jeder muss erst einmal sich selbst „finden“ und wissen was er will. Um das heraus zu bekommen, braucht man jedoch einen enormen Luxus: Zeit und Ruhe.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Justine Privat - Die liebe Liebe



Der bloße Gedanke daran ihn zu verletzen lässt meinen Körper zucken und jede Wunde neu aufreißen, die er über die Jahre in meine Seele geritzt hat. Der Anblick seiner von Trauer und Wut verschleierten Augen, macht mir das Atmen schwer, während ich händeringend nach den richtigen Worten suche. Liebe ist nicht das Problem zwischen uns, oder vielleicht doch, denn offensichtlich war sie nicht stark genug. Der Schmerz ist das Schlimmste, denn er treibt mir immer wieder die Tränen in die Augen als würde mein Körper die Emotionen nicht länger ertragen. Die Gewissheit, dass wir einander nicht gut tun hat sich inzwischen in meine Haut eingebrannt. Ich liebe ihn und mich zu sehr um uns weiter ins Unglück zu stürzen.
„Du sagst immer das es im Leben immer nur auf die schönen Momente ankommt die wir sammeln …“, sage ich und spüre wie brüchig meine Stimme mit jeder Silbe wird. Noch nie viel es meiner großen Klappe so schwer sich zu öffnen.
„Meine schönsten Momente hatte ich mit dir …“, wehrt er ab und lässt den Blick auf dem Boden schweifen als würde er dort die Scherben unserer Liebe sehen.
„Aber auch die Schlimmsten …“, gebe ich zu bedenken und versuche mit  bitterer Verzweiflung die Schutzmauer um mich herum nicht bröckeln zu lassen.
„Jeder schlimme Moment mit dir war schöner als einer ohne dich …“

Montag, 2. Juni 2014

Bisexuell – Eure Fragen meine Antworten



1.       Wie gehst Du in der Öffentlichkeit, z.B. bei deinem Arbeitgeber etc., mit deiner Bisexualität um?

Ich bin was dieses Thema angeht sehr offen – zwar binde ich niemanden auf die Nase was meine Vorlieben sind, jedoch kam es bereits öfter vor das ich darauf angesprochen wurde. Da mein Sexleben aus Prinzip niemanden etwas angeht halte ich mich zwar nicht bedeckt, gehe aber auch nicht auf alle Fragen ein. Die Sexualität eines Menschen ist schließlich nur einer von vielen Aspekten der Persönlichkeit.

2.       Hattest Du schon mal eine längere Beziehung mit einer Frau?

Ja. Allerdings muss ich zugeben, dass dies bereits etwas her ist, jedoch hatte ich durchaus die eine oder andere Affäre.