Sonntag, 30. November 2014

Little bloody Sunshine - 7.

WARNUNG:

Dieses Kapitel ist extrem gewaltätig und enthält sexuelle Gewallt. Zwar habe ich es eigens für den Blog etwas "abgemildert" jedoch ist es keine Lektüre für Jugendliche und Kinder. 
Bitte lest es nicht wenn Ihr unter 18 Jahre alt seid. 

Samstag, 29. November 2014

Justine privat - Mit dem Kopf auf dem Hund



Ich liege mit dem Kopf auf dem Bauch meines Hundes und schaue zu ihm hoch, während er die neuen Riffs auf der Bassgitarre übt. Genau so habe ich es mir immer vorgestellt, mein Leben mit einem Mann. Familie bedeutet für mich nicht zwangsläufig Mutter, Vater, Kind. Eher sind es zwei Menschen die sich lieben und ein dicker Hund – zumindest für mich.
Gerade in den Momenten, in denen es mir körperlich nicht gut geht und ich merke, dass da jemand ist, der sich auch mal um mich kümmert, werde ich sentimental. Zum Einen, da mein Körper mir eindeutig signalisiert, dass ich kürzer treten muss und ich es hasse mein Pensum nicht voll auszuschöpfen – zum Anderen, weil ich immer wieder merke, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Mehr als auf jeden Menschen bisher.
Das kuschelige Fell meines Hundes macht die Situation dann natürlich perfekt. Geborgenheit und Familie, während draußen der Winter langsam den Herbst verdrängt. Diese Momente sind so kostbar, dass es mir immer wieder die Luft raubt. Mein Leben fühlt sich selten so gut und richtig an, aber mit ihm scheint es endlich in die Richtung zu laufen, die ich immer wollte.
Im Teenyalter hatte ich ganz klare Vorstellungen, wo ich mit Mitte Zwanzig sein wollte. Ich wollte studieren, meinen Traummann an der Seite haben und einen Hund – und natürlich schreiben. Das alles in Dimensionen, die man sich nur in diesem Alter vorstellen kann.
Immerhin konnte ich mir zumindest einen Großteil dieser Wünsche erfüllen. Ich studiere noch immer nicht und habe bisher auch keine Ahnung, wohin genau mich mein Weg nun noch führen soll, denn seien wir mal ehrlich: Kaum jemand kann es sich noch leisten eine Hochschule zu besuchen – ich erst recht nicht.  Aber bei den anderen Punkten habe ich es eindeutig geschafft.

Mein Hund ist wundervoll. Mein Freund ebenfalls und ich bin oft genug so glücklich, dass ich  erstaunt darüber bin  – und ein ganzes Jahr habe ich auch noch Zeit um mich um die Problematik der Zukunftsthemen zu kümmern. 

Freitag, 28. November 2014

SVV – Selbstverletzendes Verhalten und die Leiden dahinter



Die Fakten

Als SVV bezeichnet man Selbstverletzendes Verhalten, womit Handlungen gemeint sind bei der es zu einer bewussten Schädigung des Körpers kommt. In unserer Gesellschaft stößt derartiges auf starke Ablehnung obwohl ein Großteil der Bevölkerung bereits Erfahrungen damit gemacht hat. Selbstverletzung ist kein eigenständiges Krankheitsbild, vielmehr tritt es in Verbindung mit einer anderen psychischen Störung und/oder Erkrankung auf.
Viele Jugendlich leiden unter starken Druck den sie mit Hilfe von SVV versuchen zu entkommen. Oftmals tritt diese dann in Form von Schnittverletzungen auf. Dazu werden unterschiedlichste Gegenstände genutzt von Messern, Rasierklingen, Scherben bis hin Nadeln oder Scheren.
Ritzen ist zu einer häufigen Form der SVV geworden, jedoch ist es nicht die einzige. Verbrennungen oder Verätzungen sind ebenfalls möglich. Erstaunlich ist das SVV wesentlich häufiger bei jungen Mädchen auftritt als bei Jungen oder Männern. Allerdings leiden nicht nur Teenager darunter, auch junge Erwachsene haben oftmals den Drang sich zu verletzten. Wie viele Menschen sich in Deutschland selbst verletzen ist nicht bekannt, Schätzungen liegen aber bei ca. 620. 000 Menschen.

Warum man sich selbst verletzt

Mittwoch, 26. November 2014

Unter der Dusche




Jeder kennt die Momente in denen man am liebsten heulend unter der Dusche zusammenbrechen möchte.  Was in einem Film so herrlich melodramatisch wirkt, ist im wahren Leben noch wesentlich ausdrucksstärker. In der Wirklichkeit gibt es keine Zuschauer dieses Spektakels. Die Tränen der verdorbenen Träume und der verlorenen Schlachten laufen unbeobachtet in den Ausguss und sammeln sich genauso in der Kanalisation wie die übrigen Fäkalien.
Unter dem Rauschen des Wassers bleibt auch jedes Schluchzen und jedes wütende aufheulen ungehört.

Man ist mit sich und seinem Versagen ganz alleine. 

Sonntag, 23. November 2014

Little bloody Sunshine - 6.

Im Laufe der Zeit fielen ihm noch mehr Gemeinsamkeiten mit der Schule auf. Da war zum einen der geregelte Tagesablauf. Mit 15 Jahren hatte er es gehasst, aber jetzt lagen die Dinge etwas anders. Frank war es recht, so wurde er zwar nicht glücklich, aber immerhin hatte er etwas zu tun. Doch was ihn vor allem dazu brachte nicht wahnsinnig zu werden, war die Gewissheit, dass er hier etwas für Marie tat. Hätte er in der Schule eine ähnliche Motivation gehabt, dann hätte er vielleicht doch seinen Abschluss gemacht.

Gut zu wissen, dass die Lehrer zumindest in diesem Punkt recht hatten … Mit dem Alter kommt die Einsicht auf das, was man hätte besser machen können. Zum Glück bin ich nicht der Typ der sich daraus einen Strick dreht. Ohne meine Vergangenheit hätte ich Marie nie kennengelernt.

Wenn er sich an die Regeln hielt, dann würde er die Zeit hier schon überstehen. Genau wie an einer High School gab es Grüppchen: Die Versager, saßen in der Nähe seines Tisches, sie waren ein willkommendes Fressen für jeden Häftling der unter Einsamkeit litt. Frank hatte noch nie einen von ihnen laut reden gehört. Meistens tuschelten sie untereinander, als hätten sie Angst jemand könnte sie wahrnehmen. Viele von ihnen hatten geschwollene Gesichter und gebrochene Nasen. Sie saßen zum größten Teil wegen Betrugs, nichts womit sie hier Eindruck schinden konnten. Eher das Gegenteil war der Fall, damit machten sie sich eher noch unbeliebter. Allesamt sahen dünn und ausgemerkelt aus. Ihre Hände zitterten während sie versuchten die Löffel zu ihren Mündern zu führen. Wenn Frank sie zu lange ansah, ließen sie ihr Besteck sinken und legten die Hände in den Schoß, ganz so als würden sie wissen, was sie falsch gemacht hatten.

Ich weiß nicht, ob ich sie bedauern oder ignorieren soll. Sie erinnern mich an Hunde aus dem Tierheim, die man nicht selbst mit nach Hause nehmen kann, die man aber auch nicht einfach ihrem Schicksal überlassen will.

Donnerstag, 20. November 2014

Drogenkonsum – Wenn man erkennt, dass jemand den man liebt süchtig ist

In unserer schnelllebigen Welt fällt es Vielen schwer dem ständigen Druck und den Verantwortungen und Verbindlichkeiten gerecht zu werden. Drogen bieten einen scheinbaren Ausweg der Viele in eine Spirale driften lässt, aus der sie alleine nicht wieder herausfinden. Den wenigsten Menschen wird bewusst was sie sich und anderen mit ihrem Konsum antun.  Drogen sind lebensgefährlich, sie zerstören den Körper und beeinflussen die emotionale und physische Gesundheit enorm. Den Konsumenten ist das meist nicht bewusst oder sie verschließen sich schlicht vor der Realität. Oder es ist ihnen schlicht egal, da die Drogen bereits als einziges Mittel zum Glück angesehen werden.
Während die Sucht sich weiter ausbreitet sind gerade die Menschen im Umfeld diejenigen die leiden, denn sie müssen sich mit einem der schlimmsten Gefühle auseinandersetzten: Hilflosigkeit.

Wie erkennt man ob jemand süchtig ist?

Ein einmaliger Konsum macht natürlich niemanden zu einem Abhängigen. Allerdings sind im Bereich der chemischen Drogen viele genauso aufgebaut – ist die Substanz erst einmal im Körper verlangt dieser auch wieder danach. Gerade Heroin und Crystal Meth sind in diesem Punkt gefährlich. Gerade bei Jugendlichen ist eine Aufklärung über die Gefahren wichtig, auch wenn diese nicht gewährleistet das die Neugierde gestillt wird.
Die ersten Anzeichen eines Konsums sind einfach zu erkennen, der Körper zeigt deutliche Spuren:
1.    Die Pupillen verraten viel. Bei Cannabis, Marihuana und LSD ist eine Erweiterung der Pupillen deutlich zu erkennen, bei Opiaten hingegen verengen sich die Augen deutlich.
2.    Eine deutliche Gewichtsabnahme ist ebenfalls ein Zeichen für starken Konsum. Amphetamine hemmen den Appetit, Opiate und Kokain bewirken ebenfalls das der Konsument nach kurzer Zeit regelrecht ausgezehrt wirkt. Bei Crystal Meth und Heroin sind es vor allem die Nebenwirkungen die zu einer Gewichtabnahme führen. Übelkeit und Erbrechen.
3.    Anders ist es bei Einstichen, nicht jeder Süchtige greift auch zur Spritze. Sollte dies jedoch so sein sind die Spuren nicht zu leugnen. Einstichstellen und bläuliche Verfärbungen sowie Entzündungen sind deutlich sichtbar.
4.    Die Haut verrät ebenfalls viel. Wer dauerhaft harte Drogen konsumiert wird ein entsprechendes Hautbild bekommen. Durch das Zusammenspiel mit der Gewichtsabnahme altert die Haut auch wesentlich schneller und die Betroffenen wirken verbraucht und ausgelaugt.

Doch nicht nur der Körper liefert eindeutige Zeichen. Auch das Verhalten ändert sich. Durch die Sucht werden andere ausgeschlossen und nur ebenfalls Konsumierende werden als Freunde akzeptiert. Außerdem ist das Aggressionspotential wesentlich höher. Familiäre Spannungen die bereits vorher aufgetreten sind können sich enorm verstärken und somit das gesamte Umwelt belasten.
Jugendlich verzeichnen meist einen deutlichen Leistungsabfall in der Schule und gehen Eltern und alten Freunden aus dem Weg. Die Drogen werden zum Mittelpunkt und die Realität driftet immer weiter weg.

Dienstag, 18. November 2014

Leseprobe - Jenseits der schwarzen Berge

Heute habe ich mal wieder etwas ganz besonderes für Euch ! 

Eine exklusive Leseprobe des Buches "Jenseits der schwarzen Berge" von Georg Sandhoff. Diesen darf ich auch bald zu einem kleinen Interview einladen, wenn Ihr also Fragen habt, nur immer raus damit! Doch jetzt dürft ihr erst einmal lesen und staunen in welche Welt Euch der Autor entführt!


Gejagt von einem Monster


Holz splitterte, Äste brachen krachend, als etwas Großes und Schweres durch die Baumwipfel brach. Prinzessin Anaria blickte voller Angst hinter sich und sah durch die Baumkronen ein golden schimmerndes, gewaltiges Wesen, vor dessen Masse die Bäume knickten wie im Sturm. Sie wusste, es war der Drache, der sie oben auf dem Pfad, der über die Berge führte, angegriffen und ihre Packesel gefressen oder vertrieben hatte. Sein Brüllen klang anders als das jedes Tieres, das sie kannte. – Zischend, zornig – wie rollender Donner oder der Klang eines großen Feuers. Jetzt war er hinter ihr her, wollte sie fressen, so, wie man eine Nachspeise von der gedeckten Tafel nehmen und verspeisen würde. Sie rannte durch den Wald, wich Ästen, Bäumen und Dornenbüschen aus. Längst war ihr Rock zerrissen, das leuchtende Blau schmutzbedeckt, ihren Haarreif hatte sie verloren. Dennoch war das jetzt unwichtig. Im Moment wollte sie am Leben bleiben. Dem Drachen indes waren Bäume, Äste, Dornenbüsche, Kleider und Haarreifen gleichgültig. Was ihm im Weg stand, wurde einfach niedergerissen, zertrampelt und zerfetzt.

Sonntag, 16. November 2014

Little bloody Sunshine - 5.

Die nächsten Wochen verliefen immer gleich. Aufstehen, Frühstück, Arbeit, Abendessen und wieder schlafen. Die andauernde Monotonie machte Frank langsam aber sicher zu schaffen. Auch wenn es half etwas zu tun zu haben, kam ihn doch jeder Tag gleich vor.
Mit seinem Knastjob hatte er Glück gehabt. Er war unten in der Wäscherei. Das Beste was ihm hätte passieren können, denn dort unten war er nahezu allein. Die zwei Wärter waren genauso schweigsam wie er selbst und schienen ebenso wenig hier sein zu wollen wie er selbst.

Wahrscheinlich sitzen sie jeden Abend vor dem Fernseher, machen sich ein Bier auf und bedauern sich selbst noch mehr als ich es hier tue. Ob sie es zu schätzen wissen, dass ihre Frauen zu Hause auf sie warten? Ich fürchte nicht. Immerhin habe ich selbst es auch erst zu schätzen gelernt als es bereits zu spät war. Und jetzt hocke ich hier, eingesperrt wie ein Tier und falte Wäsche für den Abschaum Chicagos.

Freitag, 14. November 2014

Serienkiller : Die Blaubart Mörder


Das Märchen des Blaubartes  stammt von Charles Perrault.
Ein reicher Mann will ein hübsches Mädchen aus gutem Stande zur Frau nehmen. Er ist dem Mädchen jedoch sofort unheimlich, denn niemand weiß, was mit seinen vorherigen Ehefrauen geschehen ist. Dennoch findet die Hochzeit statt und schon kurz darauf  überreicht der Mann ihr einen Schlüsselbund. Sie darf sich frei im Hause bewegen, nur eine Kammer muss verschlossen bleiben.
Es kommt wie es kommen muss und das junge Mädchen sucht die verbotene Kammer auf. In der Kammer findet sie Blaubarts frühere Frauen ermordet vor.
Ursprung des grausamen Märchens war der Adlige Gilles de Rais. Im 15 Jahrhundert  galt dieser als brutaler Mörder und Kindesschänder, jedoch ging der Bezug dazu in den folgenden Jahrhunderten verloren. Inzwischen wird der Begriff des Blaubartes weltweit für Männer genutzt die sich ihrer Ehefrauen und Geliebten entledigen.
Die Motive hierfür sind selten von sexueller Natur, eher stehen Erbschaften und Versicherungen im Vordergrund.
Als einer der „echten“ Blaubärte gilt Johann Otto Hoch. Dieser verdiente sein Geld als Heiratsschwindler und suchte sich meist reiche Witwen. Zwischen 1895 und 1905 vergiftete er mindestens 15 seiner Ehefrauen mit Arsen.
Henri Désiré Landru war ebenfalls kein Kind von Traurigkeit.  Er schaltete oder antwortete auf Heiratsanzeigen um sich neue Opfer zu suchen. Diese wickelte er mit Liebesbriefen und kleinen Geschenken um den Finger. Mit fast 300 Frauen soll er in Kontakt getreten sein. Dabei ging er akribisch vor und legte Akten für alle Frauen an. Diese beinhalteten nicht nur die Liebesbriefe sondern auch die Daten seiner Morde.
Habgier ist das häufigste Motiv der Blaubärte. Die meisten werden nach einigen Morden gefasst.  


Donnerstag, 13. November 2014

Leserfragen: LBS – Little bloody Sunshine


Die neue Blogstory wurde bisher sehr gut aufgenommen. Ich freue mich über die neuen Leser und die regen Fragen die seit dem in meinem Postfach landen. Die häufigsten haben ich einmal zusammengefasst und möchte sie Euch natürlich gerne beantworten.

Wird LBS vollständig auf deinem Blog veröffentlicht?

Um ehrlich zu sein bin ich mir da noch nicht sicher. Die Geschichte hat gerade erst angefangen und wird sicherlich noch eine ganze Weile ein Bestandteil des Blogs bleiben – ob ich sie vollständig veröffentlich weiß ich noch nicht. Dazu ist das Projekt noch zu jung.

Wird LBS auch als gebundene Version erscheinen?

Ein klares Ja.
Auch wenn ich noch nicht sagen kann wann und wie wird es sicherlich auch eine gebundene Version der Geschichte von Frank und Marie geben.

Wann kann man mit einer vollständigen Veröffentlichung von LBS rechnen?

Noch gar nicht. Zunächst wird es als Blogstory weiterlaufen.
Alles andere wird sich mit der Zeit zeigen.

An welchen Projekten arbeitest Du aktuell neben LBS?


An vielen. Neben Kurzgeschichten und einem anderen Roman auch an einem autobiografischen Projekt. Zuviel möchte ich dazu allerdings noch nicht sagen. Das neue Jahr wird kommen und damit auch die neuen Projekte. 

Dienstag, 11. November 2014

Meine tierische Mitbewohnerin


Meine Hündin ist in vielerlei Hinsicht mein Anker. Wenn ich einen schlechten Tag hatte, wartet sie bereits Zuhause auf mich und schafft es innerhalb von Sekunden mich auf andere Gedanken zu bringen. Sie spielt mit mir wenn mir langweilig ist und ist jederzeit für mich da. 

Während ich krank im Bett lag war sie immer an meiner Seite. 


Montag, 10. November 2014

Justine privat: Auf und ab


Das Leben verläuft selten in einer geraden Linie und dieses Jahr war eine echte Achterbahnfahrt, die ich ohne einige Menschen nicht unbeschadet überstanden hätte. Neben einer grauenhaften Trennung und der Findung neuer Liebe, kamen finanzielle Probleme und die emotionale Zwangstrennung zu meiner Schwester noch erschwerend hinzu.  Das wohl schlimmste für mich war jedoch das ich kaum schreiben konnte – denn ohne das Schreiben schaffe ich es kaum die vielen Dinge zu verarbeiten die mich beschäftigen.

Doch bei all den Dingen die schief liefen in meinem letzten Lebensjahr, konnte ich eine Menge über mich selbst und die Menschen in meinem Leben lernen. Welche Menschen wirklich zu einem stehen erkennt man meist erst wenn man sich in einer Notlage befindet. Erst dann sieht man wer wirklich für einen da ist – egal ob es sich dabei um finanzielle oder emotionale Hilfe handelt, oder ob einfach versucht wird einen wieder zum Lachen zu bringen.

Sonntag, 9. November 2014

Little bloody Sunshine - 4.



3 Monate später


Frank schluckte schwer und straffte sich gleichzeitig. Die Untersuchungshaft war vorbei und das Urteil bereits gesprochen. Die nächsten 5 Jahre seines Lebens würde er nun in diesem Gefängnis verbringen müssen. Marie hatte ihr Wort gehalten und war bisher nicht aufgetaucht. Weder bei der Verhandlung, noch während er in der Zelle gesessen hatte.
Ein Wärter stieß ihn unsanft voran in seine neue Zelle. „Viel Spaß, Jackson“, knurrte er ihm hinterher und gab sich nicht einmal Mühe dabei nicht hämisch zu wirken.
Ein bulliger zwei Meter Mann blickte ihn voller Hass an. Als das Gitter hinter ihm geschlossen wurde fragte sich Frank kurz ob er das überleben konnte. Sicher er war nicht gerade schwach, aber gegen einen solchen Bullen, konnte er wohl kaum etwas ausrichten. Außerdem war er sich nicht sicher, ob der Muskelkater den er sich selbst durch ständiges Training verpasst hatte, ihn vielleicht daran hindern würde hart zu zuschlagen. Wenn dieser Kerl es erst einmal geschafft hatte ihn zu Boden zu bekommen dürfte es äußerst schwer werden wieder aufzustehen.
„Du bist also der Neue?“ zischte er Mann. Seine Haare gingen ihm in der Mitte des Kopfes bereits etwas aus und die Pranken ähnlichen Hände rieben sich an einander. Frank schlug eine üble Wolke entgegen und er bemühte sich das Gesicht nicht zu verziehen. Das hätte sicher keinen guten Eindruck gemacht. „Sieht so aus“ sagte er knapp.
„Ich bin Hage“ knurrte der Mann. Er zeigte auf die linke Pritsche „Da schläfst du!“ bestimmte er. Frank machte sich nicht die Mühe zu nickten. Er nahm die paar Sachen die man ihm gegeben hatte und legte sie auf das provisorische Bett. Das sollte also sein neues Zuhause sein.

Die nächsten 4 Jahre 8 Monate und 23 Tage.

Freitag, 7. November 2014

Serienkiller: Xitavhudzi, Elias


Das südafrikanische „Township“ ist bezeichnet für die Rassentrennungspolitik in Südafrika. Dort wurden zahlreiche Wohnsiedlungen für die schwarze, die farbige oder indische Bevölkerung eingerichtet. Die ständig wachsende Einwohnerzahl in Townships ist heute noch eines der größten Probleme des Landes und sorgt immer wieder für massive Agressionsentladungen. In den 50er Jahren war auch Elias Xitavhudzi ein Bewohner Townships.

Ihm werden mindestens 16 Morde angelastet. Die Quellen streiten sich ob er nur Frauen waren oder ob das Geschlecht weniger eine Rolle gespielt hat. In einem sind sich jedoch alle einige – all seine Opfer waren weiß.

Seine Morde wurden zu einer öffentlichen Sensation und brachten ihn den Spitznamen „Pangaman“ ein. Dies ging auf seine Mordwaffe zurück – eine Machete, die im Kreise der Einheimischen auch „Panga“ genannt wurde.  Mit dieser soll er seine Opfer nicht nur tötet sondern teilweise stark verstümmelt haben. Nach seiner Verurteilung wurde er zum Tode verurteilt und am 14. November 1960 erhängt.

Trotz seines Todes konnte Township noch immer nicht aufatmen. Vor seiner Tötung soll Xitavhudzi den Ort verflucht haben, doch es wird sicherlich nicht nur an ihm liegen, dass nach ihm noch mindestens 14 weitere Mörder mit ähnlichem Motiv ihr Unwesen trieben.







                                                

Donnerstag, 6. November 2014

Bloggertreffen mit klein Lili und Schafi

Da ich im Moment kaum dazu komme etwas zu posten, werden es heute mal Bilder vom letzten Bloggertreffen mit Lili und dem Wetterschafi ...

Wir waren vegan essen und haben einen kleinen Spaziergang durch den Park gemacht ...

Sonntag, 2. November 2014

Little bloody Sunshine - 3.

„Was hast du vor?“ fragte Marie scharf und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie hoffte, ihn so besser auf Distanz halten zu können. Je näher sie ihm kam, umso schwächer fühlte sie sich.
Frank strich ihr über die Wange.
Sie sah müde aus. Die dunklen Ringe unter ihren Augen hatten inzwischen die Farbe von dunklem Flieder und ihre rosa Lippen schienen blasser zu sein. „Meinst du, ich würde zulassen, dass du im Knast verrottest, Sunshine?“ flüsterte er. Marie hatte Mühe nicht schwach zu werden. Frank kannte sie viel zu gut, er wusste genau wie er es anstellen musste. Er wusste, wenn er die richtigen Dinge sagte und ihr noch mal über die Wange strich, wäre sie Wachs in seinen Händen, ihre Knie fingen ja jetzt schon an zu zittern - obwohl man das auch dem endenden Schock zuschreiben konnte.

Reiß dich zusammen. Immerhin bin ich kein Kind mehr. Was ich getan habe, muss ich alleine ausbaden und nicht er. Ich kann nicht immer darauf hoffen, dass er kommt um mich zu retten, denn die Realität sieht anders aus, die Prinzessin hat selbst aufs Kampfross zu steigen!