Donnerstag, 26. Februar 2015

Justine privat - Gehen oder Bleiben





Im Leben stößt man immer wieder auf vernagelte Türen und auf offene – die Frage die man sich immer wieder stellen muss ist: Gehe ich durch eine der offenen oder hoffe ich das ich eine der anderen Türen aufgebrochen bekomme?

Meine Heimatstadt Rostock und mich verbindet (wie ich ja bereits mal erwähnte) eine ziemlich starke Hass-Liebe.  Zum einen habe ich hier alles was das soziale Leben zu bieten hat – Freunde, Strand, Meer und ein paar ganz gute Bands. Auf der anderen Seite hasse ich den Tourismus, die Falschheit einiger Menschen und das Gefühl in einer Kleinstadt zu leben. Geheimnisse kann man hier kaum haben, denn alle sind mit einander vernetzt, kennen sich und reden - besonders das ständige Gerede nervt. Außerdem ist das Job und Bildungsangebot etwas fraglich – denn immerhin schaffe ich es nicht hier einen Job zu finden, der mich glücklich macht und gut über die Runden bringt.

Und nun kommt natürlich eine Chance vorbei geflogen und ich muss mich entscheiden ob ich alles was ich jetzt habe aufgeben kann um eventuell etwas anderes zu bekommen. Nicht gerade einfach. Immerhin wäre es mir am liebsten das ich bleiben kann und hier meine Träume verwirkliche, klappt nur leider nicht. Also doch gehen – aber was ist mit den Dingen die dann zurück bleiben?

Kann ich glücklich werden, wenn ich das was mich in der letzten Zeit glücklich gemacht hat einfach hinter mir lasse?  Eher nicht, denn das würde mich ja unglücklich machen. Oder ist das vielleicht der Gang der Dinge? Muss man immer etwas aufgeben?

Meine Großmutter hat immer gesagt man solle seinem Bauchgefühl folgen – aber was wenn Kopf. Bauch und Herz anfangen sich wie wild zu duellieren bis alle schweigen?

Mein Schädel dröhnt, mein Bauch tut weh und mein Herz hämmert einfach immer weiter und weiter. Ich bin ratlos, verstört und rastlos.


Ich stelle mir diese Frage immer und immer wieder in meinem Leben und finde scheinbar nie die richtige Antwort. 

Kommentare:

  1. Liebe Ju, das ist sicher nicht einfach, in dieser Situation auch noch einen so wichtige Entscheidung zu fällen. Überstürze es trotzdem nicht und versuche, dir etwas Ruhe zu gönnen. Drück dich!

    LG
    Elke

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  2. Deinen Hass auf den (wirtschaftlich ohne Frage wichtigen) Tourismus verstehe ich. Was habe ich geflucht, wenn die Tiere in den Wäldern meiner Heimat wieder einmal die Flucht ergriffen, weil eine Horde unzivilisierter, lärmender, potzdämlicher Touris im Anrollen war ....! Ich habe mir auch nie vorstellen können, von dort jemals wegzugehen. Mittlerweile bin ich seit 14 Jahren weg und habe eine neue Heimat gefunden. Lass das Leben einfach kommen, und entscheide dann, ohne groß zu überlegen. Egal, was Du tust, - nichts ist irreversibel! Nur wenn Du nichts tust, kannst Du es später nicht mehr ändern.

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  3. Welche der Optionen hierbei dich glücklicher machen wird kann dir hier warscheinlich niemand sagen(da wir nicht dein Leben gelebt haben), nur so viel: ohne dich wird Rostock ein klein wenig ärmer/blässer dafür dein möglicher Zielort ein klein wenig reicher/bunter (egal wie ich es umformuliere es klingt fürcherlich kitschig, sorry dafür).

    Was den Tourismus angeht gibt es da weitaus schlimmere Orte (Quedlinburg) und Orte die so wenig darauf achten das sie einfach nur noch trist sind (Staßfurt), dabei hat Rostock aus meiner persönlichen Sicht noch ein recht angenehmes Mittelmaß (ein Charme der sich allerdings mehr bei Nacht zeigt).

    Was die Menschen und ihre "Eigenarten" angeht, ich fürchte denen enkommt man nicht so leicht, daher scheint es ratsamer sich mit denen wenigen die einem guttun zu umgeben und den rest zu ignorieren(tipp: das klappt am besten wenn man sie dazu bekommt einen ebenfalls zu ignorieren)

    Was wäre denn dein Zielort? Vielleicht war einer deiner Leser schon dort(oder lebt dort) und kann dir eine bessere Einschätzung der zu erwartenden Lage geben.

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  4. Wahrscheinlich wäre es dann der Ort an den soviele gehen ... Berlin :)
    Danke für die vielen lieben Worte.

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  5. Die Frage ist ja, bist du glücklich wie es jetzt ist?
    Eine Tatsache: Du kannst nicht wissen, was in der Zukunft passiert.
    Also los!

    Wren

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    1. Das ist leicht - jaein :D
      Ich kann hier leider nicht das studieren was ich will, aber wo es hin geht werde ich auch erst nach dem Abi wissen. Diese Ungewissheit ist aktuell ziemlich schwer für mich. Fakt ist, ich habe es hier versucht. Mehrfach.

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