Donnerstag, 28. April 2016

Krebsvorsorge


Ladies, jetzt mal ehrlich: Niemand mag zum Gynäkologen zu gehen. Zahnärzte finde ich persönlich zwar schlimmer, aber der Frauenarzt ist für mich auch nicht unbedingt das non plus ultra der Erlebnisse. 
Trotzdem war ich gerade wieder dort - und warum ich mit Euch darüber spreche, erfahrt Ihr jetzt!

Ja, es ist schon ein etwas Intimes Erlebnis, dass ich hier mit Euch teile. Ich selbst bin vor der gynäkologischen Untersuchung immer etwas befangen. Nicht, weil es mir unangenehm ist, mein bestes Stück einem Arzt vor die Nase zu halten (ganz ehrlich die sehen soviel davon - da fällt meine nun auch nicht auf), sondern, weil ich immer daran denke: Was wäre, wenn ich nun wirklich Gebärmutterhalskrebs habe?

Diese Frage beschäftigt mich, sobald ich die Praxis betrete - ein Grund mehr, regelmässig zur Vorsorge zu gehen. 


Wir leben zum Glück in einem Land, in dem die Krebsvorsorge kostenfrei für jede Frau ab dem 20. Lebensjahr ist. Die Untersuchung sollte mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden, viele Ärzte machen es jedoch auch halbjährlich. Sicher ist sicher. 
Das wichtigste Element dabei ist der „Krebsabstrich“ - der Pap-Test. (Info dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Pap-TestBei diesem Test werden  Schleimhautzellen an Gebärmutterhals und Muttermund abgestrichen und nach Zeltveränderungen untersucht. Das ganze ist vollkommen schmerzfrei! Es gibt also tatsächlich keinen objektiven Grund, sich vor diesem Termin zu drücken. 
Oftmals höre ich, das jüngere Mädels noch Jungfrau sind und darum nicht den Weg zur Vorsorge finden - das ist jedoch so nicht richtig ratsam… 
Ein Abstrich wird zwar meist nicht gemacht, aber eine Untersuchung kann dennoch frühzeitig Krebs erkennen. 
Die Ultraschalluntersuchung muss nicht zwingend vagnial gemacht werden, gerade bei Frauen ohne sexuelle Erfahrung wird darauf meist verzichtet. 
Heute weiß man, dass Gebärmutterhalskrebs in der Regel durch eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ausgelöst wird. Der HPV-Test ist kein Teil der gesetzlichen Früherkennung, es bietet sich aber an, die paar Groschen auch auszugeben, um auf der sicheren Seite zu sein. 

Auch die Brüste dürfen nicht vernachlässigt werden, selbst  im jungen Alter bietet es sich an, die Brüste nicht nur selbst abzutasten, sondern auch von einem Fachmann. 

Also fassen wir zusammen: keine Schmerzen, keine Nachteile - nur etwas Zeit, die man für sich selbst aufwenden muss. Ich finde, das klingt ziemlich gut. 

Für mich heißt es nun warten, wie der Befund dieses Jahr ausfällt. 
Auf HPV habe ich mich vor 2 Jahren ebenfalls testen lassen - negativ. Das hat mir bereits eine große Last von den Schultern genommen und ich kann etwas unbefangener zum Gynäkologen gehen. 


Denk an Euch selbst Mädels und geht regelmässig zum Gynäkologen. Lasst Euch untersuchen und sprecht offen und ehrlich über Beschwerden wie Schmerzen, Ausfluss oder Trockenheit. Die Symptome für Krebs sind zahlreich! Und dieser Schritt ist der erste im Kampf gegen ihn!

Kommentare:

  1. Liebe Justine,
    ein wichtiges Thema, das Du da ansprichst! Meine Freundin kämpft gerade sehr tapfer gegen den Brustkrebs, am Samstag haben wir ein 50%-Mädels-Frühstück. Wir feiern, daß sich der Tumor um 50% verkleinert hat!
    Was das HPV angeht: es gibt ja diese Impfung, die für junge Mädchen empfohlen wird. Leider scheiden sich da die Geister, ob die wirklich das bringt, was sie verspricht und mögliche Nebenwirkungen nicht größer sind als der Nutzen...Ich habe lange darüber nachgedacht und meine Tochter am Dienstag impfen lassen.
    Und ja, auch ich muss dringend wieder zur Krebsvorsorge gehen!
    LG
    Martina

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  2. Das ist wirklich ein wichtiges Thema! Ich selbst sollte auch mal wieder zum Frauenarzt gehen :D

    Liebe Grüße, Anna
    von https://whereanna.com/

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  3. Ein wichtiges Thema! Danke für den Beitrag und den Aufruf daran zu denken!! ♥
    Liebe Grüße
    Anne von FASHION LOVE

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  4. Toller Beitrag, viel zu wenige Frauen trauen sich zum Gynäkologen, du hast gute Worte gefunden :)
    Lieben Gruß

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  5. Vielen Dank dass du dieses Thema ansprichst! Ich finde du hast das Thema super erfasst. Mich beschäftigt auch immer die Frage, ob ich irgendetwas Schlimmes habe. Gegen Gebährmutterhalskrebs bin ich geimpft. Kann mich aber noch gut daran erinnern, dass ich ein bisschen Angst vor der Impfung hatte. Denn eine Freundin meiner Freundin ist an dieser Impfung gestorben. Letzten Endes bin ich aber froh dass ich da zumindest Gewissheit habe. Es ist wirklich wichtig Vorsorge zu machen und ich sollte mich auch mal wieder untersuchen lassen. Das gibt einem auch ein besseres Gefühl :)
    Liebe Grüße
    Larissa

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  6. Oh ja, Robben sind Soooo süß! <3 :) Geht mir da genau wie dir! Was meinst du, was los war, als ich sie in echt gesehen habe? :D

    Ich finde deinen Beitrag hier sehr wichtig und toll, dass du dich traust drüber zu schreiben! Das mit der Vorsorge sehe ich auch so, wie du! Besser zu früh, als zu spät!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende <3

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  7. Toller Artikel!
    Ich finde dieses Thema auch reichlich schockierend, um so bescheuerter finde ich es, dass die Krebsvorsorge unter 20 nicht kostenlos ist - zum Glück werde ich bald 20, dann kann ich das auch endlich mal machen lassen. Meine alte Frauenärztin in der Heimat hat das trotzdem immer gemacht, Abstrich+Ultraschall, bei der neuen kostet das.. Hoffentlich ist es ab 20 wirklich kostenlos, ansonsten muss ich mir wohl eine neue Frauenärztin suchen. Hier in der Stadt gibt es ja recht viele.
    Was sagst du denn zur Brustkrebsvorsorge wenn wir da gerade dabei sind? Da hab ich mir nämlich auch schon Gedanken drüber gemacht.. Ob das nicht auch im jungen Alter schon sinnvoll sein könnte.
    Liebste Grüße, Eva.

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  8. Danke für Dein liebes Kommentar auf meinem Blog !
    Um so mehr freue ich mich gerade, diesen Post von Dir zu lesen.
    Man sollte über soviele Krankheiten sprechen. Sie transparenter machen!

    Mich graut es immer vor diesem Frauenarzttermin!
    Was mich auch sehr aufregt, sind die Kosten die dabei entstehen. Natürlich tut man für seine Gesundheit alles und zahlt. Genau dies wissen auch die Kassen ! Mich stört immer die Aussage, - wenn sie Krebs haben, bekommen sie die Kosten zurück - ja toll ! kann ich drauf scheissen oder ?
    Die Kassen sparen am falschen Ende !!!!!!!!!

    Meine Freundin ist vorbelastet - ihre Mama starb an Brustkrebs - sie bekommt die Vorsorge bezahlt.

    Das Thema Krebs ist in unserer Familie immer präsent ! Mein Papa starb an einem Magenkarzinom :-(

    Ich kläre auch meine Kids darüber auf. Sie sollen wissen, es gibt nicht nur schönes auf dieser Welt. Sollen aber lächeln und positiv durchs Leben gehen. :-)
    Dennoch gehören solche Krankheiten leider mittlerweile sehr stark zu uns Menschen dazu.

    Lächelnde Grüße
    Melle von Seelentief

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  9. Liebe Justine,
    ein wichtiges Thema, dass du da ansprichst. Ich fand den halbjährigen Besuch immer wahnsinnig unnötig, besonders wenn ich keine veranlassung hatte, mir wegen Krankheiten einen Kopf zu machen. Allerdings finde ich es schade, dass auch die Frauenärzte selber kaum vom Krebsrisiko sprechen. Mir wurde immer der Eindruck vermittelt, dass das eben sein müsse, wenn ich ein neues Pillenrezept haben wollte. Offentsichtlich also ein Thema, über das viel zu wenig gesprochen wird

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