Montag, 30. Mai 2016

Rezi: Still - Chronik eines Mörders

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Titel: Still Chronik eines Mörders

Autor:   Thomas Raab

Verlag: Droemer 

Geeignet für: Thriller Leser, Krimi Fans, Psycho Liebhaber

Gelesen oder gehört: gelesen

Euro:  9,99 (Taschenbuch)

Bewertung: 5 von 5

Inhalt:

Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des allgegenwärtigen Lärms: die Stille des Todes. Blutig ist die Spur, die er in seinem Heimatdorf hinterlässt. Er zieht hinaus in die Welt, jenseits der Gesellschaft, schläft in verlassenen Ställen, bleibt im Verborgenen, lauschend, und ist doch mitten unter den Menschen. Durch sein unfassbar sensibles Gehör hat er gelernt, sich lautlos wie ein Raubtier seinen Opfern zu nähern, nach Belieben das Geschenk des Todes zu bringen, und doch findet er nie, wonach er sich sehnt: Liebe. Bis er auf einen Schatz stößt. Ein Schatz aus Fleisch und Blut. Lebendig. Ein Schatz, der alles ändert.

Meine Meinung:

Dieses Buch ging mir durch Mark und Bein. Thomas Raab zeigt nach wenigen Seiten was für ein unglaubliches Talent er hat unsere Sprache zu nutzen und in großartige Poesie zu verwandeln ...

Protagonist Karl besitzt keine Sozialisierung. Er kann nicht danach unterscheiden was gut oder schlecht ist - für ihn gibt es kein Schwarz-Weiß. Er wirkt schutzbedürftig und verschroben liebevoll, selbst als seine Taten immer mehr ins dunkle abgleiten ...
Denn der Tod ist für ihn Frieden - und den Frieden zu bringen, kann doch nichts schlimmes sein, oder?

Selten habe ich ein Buch gelesen bei dem ich so oft so stark geheult habe. Auf jeder Seite hatte ich das Gefühl wie ein Engel auf Karls Schulter zu sitzen und ihn anzuflehen es nicht zu tun, doch gebracht hat es nichts. 

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, auch für Leser die weniger nach Blut dürsten aber dafür einen Hang zu poetischen Texten haben - dieses Buch vereint alles. Definitiv ein Highlight in diesem Monat ...

Unglaublich schön und schrecklich zugleich ...



Kommentare:

  1. Das klingt sehr spannend, gerade die Idee der fehlenden Sozialisierung hat was, und poetisch ist wunderbar. Ich bedaure oft den Trend zu sehr nüchterner Sprache. Manchmal passt es, aber ein wenig Poesie schadet nicht, gerade jenseits des Kitsches aus Liebesgeschichten. Poesie und Spannung in einem Buch, das merke ich mir mal - auch wenn ich noch viel Ungelesenes daheim habe.

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    1. Ich kann es wirklich empfehlen :)
      Ist mal ganz anders und berührt wirklich sehr!

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